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Archiv für die Kategorie „La Liga“

Rauchende Köpfe

Rrr am Samstag den 24. März 2012 um 12:11 Uhr

In unserer Serie “Raucher sind Sieger” präsentieren wir Ihnen heute Fábio Coentrão.

Noch Anfang Woche befand sich der Portugiese auf der Verliererstrasse – Real-Trainer Mourinho strich ihn aus dem Aufgebot fürs Spiel in Villarreal, weil Paparazzi ihn beim Rauchen erwischt hatten (unser Funkbild; der Nichtraucher nebenan heisst Cristiano Ronaldo). Coentraos Begründung, er habe sich bloss eine Geburtstagszigarette gegönnt, überzeugte den Klub nicht. “Er trainiert normal mit uns, aber er wird einstweilen nicht eingesetzt”, teilte ein Klubsprecher mit.

Doch der Rauch hat sich rasch verzogen – fürs Heimspiel heute abend gegen Real Sociedad wurde Coentrão bereits wieder aufgeboten. Nach der Rot-Flut von Villarreal ist die Gesperrtenliste schliesslich lang. Da ist man um jeden Raucher froh.

Beim 1:1 in Villarreal gabs innert weniger Minuten Gelb-Rot gegen Sergio Ramos wegen überharten Spiels, Rot gegen Özil (weil er den Platzverweis von Ramos ironisch beklatschte) und im Kabinengang auch noch Rot gegen Pepe (weil er die Meinung vertrat, der Hurensohn sei gekauft). Vom Platz verwiesen wurden des weiteren Assistenztrainer Rui Faria (schon zum vierten Mal in dieser Saison) und Coach José Mourinho.

Realax

Herr Shearer am Freitag den 23. März 2012 um 05:05 Uhr

BREAKING GCZ NEWS: Johann Vogel geht.

Wohin mit dem Geld, wenn man zuviel davon hat? Einfach ins Meer schmeissen!

Für Freunde der Königlichen geht ein Traum in Erfüllung: Ferien auf einer Insel, auf der sich alles um ihr geliebtes weisses Ballett dreht. Florentino Perez, Präsident des Klubs, stellte gestern im Bernabéu die Pläne für ein Resort auf einer künstlichen Insel in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. So wie bei den Transfers wird auch hier vorgegangen: klotzen statt kleckern. Auf 430’000 Quadratmeter erwarten den geneigten und entsprechend zahlungskräftigen Touristen ab Januar 2015 ein Luxushotel mit 450 Zimmern, mehrere Villen (auch diese im oberen Preissegment), ein Vergnügungspark, ein Vereinsmuseum und ein gegen das Meer offenes Stadion mit 10’000 Sitzplätzen. Die Anreise erfolgt idealerweise per eigenem Schiff, welches gleich im inseleigenen Yachthafen parkiert werden kann.

Kosten soll der Spass eine gute Milliarde Dollar, welche Real zusammen mit der RAK Marjan Island Fussball-Stiftung aufwerfen wird. Wer sich wie stark beteiligt, darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Natürlich soll mit dem Prestigeprojekt die Marke “Real Madrid” im Nahen Osten und Asien gestärkt werden, wie Perez ausführte. Jährlich sollen eine Million zahlungskräftiger Gäste ihre Ferien hier verbringen.

Bindungsunfähig

Herr Pelocorto am Montag den 19. März 2012 um 06:00 Uhr

Offizieller Fototermin beim FC Barcelona: Da muss alles sitzen!

Diese Woche war Fototermin beim FC Barcelona. Neben dem Clubfoto mit den Spielern in Trikots wurden auch noch Bilder der Spieler in den offiziellen Anzügen geschossen. Cesc Fabregas muss das Herz wohl in die Hosen gesunken sein: Er kann nämlich keine Krawatte binden. Ein Fall für Teamkollege Abidal also. Im Hintergrund sehen Sie Carles Puyol, der sich eben mit dem Grundkonzept des Krawattenbindens vertraut gemacht hat. Der Knoten sitzt noch etwas tief, er ist aber – wie der FC Barcelona – auf gutem Weg.

Eine Krawatte selber binden, das müssen Sie einfach können. Niemand verlangt, dass Sie alle Knotenvarianten beherrschen; es reicht, wenn Sie einen oder zwei Knoten so binden können, dass die Krawatte nicht an ein umgehängtes Znünitäschli erinnert. Die Spitze des breiteren Teils erreicht nach dem Binden idealerweise den oberen Rand Ihrer Gürtelschnalle. Falls Sie sich etwas vertiefen möchten in die wunderbare Welt der Krawattenknoten, dann finden Sie hier die Grundknoten und hier weitere Varianten.

Bank mit Brötchen

Herr Shearer am Sonntag den 18. März 2012 um 16:30 Uhr

Der FC Sevilla präsentiert seine neue Spielerbank.

Die Präsentation der neuen Bank dürfte aus Sicht der Fans der Höhepunkt im gestrigen Spiel gegen Barcelona (0:2) gewesen sein. Nebst dieser Szene, vielleicht.

Viele Fehlleistungen

Rrr am Mittwoch den 7. März 2012 um 10:00 Uhr

Bei den Gränni-Awards kriegt YB harte Konkurrenz – von Barça.

Die Katalanen fühlen sich von den Schiedsrichtern systematisch benachteiligt. Andauernd würden unschuldige Spieler vom Platz gestellt und Penaltys unterschlagen, monieren Klubverantwortliche. Nachdem Gérard Piqué gegen Gijon vom Platz flog, boykottierte der Klub gestern sogar ein offizielles Treffen des spanischen Verbandes.

Zugleich wurde ein Video in Umlauf gesetzt, das beweisen soll, dass Barça in dieser Saison bereits 12 Penaltys in 26 Spielen unterschlagen wurden.

Dabei geht es um zwei Elfmeter beim Remis in Valencia und beim Sieg gegen Real Sociedad sowie je einen bei den Siegen in Gijon und gegen Racing Santander, beim Remis im Derby gegen Espanyol, beim Heimsieg gegen Betis und dem Remis bei Villarreal. Dazu kommen drei verweigerte Penaltys beim Heimsieg letzten Sonntag gegen Gijon.

Ja, Sie haben richtig mitgezählt: Hätte Barça all diese Penaltys zugesprochen erhalten und auch verwandelt, wären jetzt sechs Punkte mehr auf dem Konto. Der Rückstand auf Real Madrid betrüge dann nur noch vier Punkte.

“Wir hoffen doch sehr, dass die Schiedsrichterleistungen in den kommenden Spielen besser werden”, sagte Klubsprecher Toni Freixa.

Reelles Rollenspiel

Rrr am Sonntag den 4. März 2012 um 11:35 Uhr

Zwei Spanier auf Autogrammjagd.

Der eine heisst Iker Casillas, der andere Andrés Iniesta – und beide bringen die Passanten ziemlich durcheinander mit ihren verkehrten Rollen. Geniessen Sie nun den neusten Werbesport für die BBVA Bank, den Namenssponsor der Primera División:

Brettern für Barça

Herr Pelocorto am Donnerstag den 16. Februar 2012 um 06:00 Uhr

Tolle Ausrede dank der katalanischen Jahrhundert-Mannschaft.

Vorgestern um 15 Uhr stoppte die deutsche Autobahnpolizei einen Audi, der mit 200 km/h unterwegs war, wo eigentlich nur 100 km/h zulässig wären. Vater und Sohn erklärten, sie seien in grosser Eile, sie müssten unbedingt das Strassenverkehrsamt erreichen, dessen Schalter um 15:30 schliessen würde.

Die Polizei begleitete die beiden, der Vater löste das Nummernschild ein und der Sohn klärte die Beamten auf, warum es so eile. Das Nummernschild sei für einen veredelten und getunten Mercedes im Wert von 180’000 Euro, der noch am gleichen Abend einem Spieler des FC Barcelona übergeben werde.

Die Polizei erklärte anschliessend:

Wir haben nicht überprüft, ob der Wagen tatsächlich einem Barça-Spieler gehört, doch die Schilderungen der Geschäftsmänner waren sehr glaubhaft. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre es in der Tat eine hervorragende Ausrede gewesen.

Helfen wird es dem Fahrzeuglenker nicht, das setzt eine Busse, einen Führerscheinentzug und vier Punkte in Flensburg ab.

Tonnenweise arme Seelen

Herr Pelocorto am Samstag den 28. Januar 2012 um 06:00 Uhr

Atletico Madrids Unterstützung wiegt schwer.

Wie viel die Seele des Menschen wiegt, hat Dr. Duncan MacDougall schon 1906 ermittelt: 21 Gramm. Daraus hat Atletico Madrid abgeleitet, wie schwer die Unterstützung seiner Fans ist. Die ‹Colchoneros› wissen rund 2 Millionen Spanierinnen und Spanier hinter sich und rechnen sich so 42 Tonnen rotweisse Unterstützung zusammen.

Sie finden diese Annahmen und Seelenrechnereien etwas seltsam? Ich eigentlich auch. Kaufen Sie trotzdem die Rückrundensaisonkarte, denn die Spieler spüren und brauchen Ihre Kraft. Film ab:

Eladio und der Esel

Rrr am Freitag den 27. Januar 2012 um 16:10 Uhr

Nach dem Clásico läuft die dritte Halbzeit.

Und die besteht traditionell aus Polemik. Nach dem Cup-Aus von Real (2:2 im Camp Nou) nahm José Mourinhos Pressesprecher Eladio Parames den Barça-Verteidiger Dani Alves ins Visier.

“Was hat sich verändert, seitdem Alves nach Spanien gekommen ist?” fragte sich Parames auf Twitter. “Er hat seine Ohren einer Operation unterzogen, sie sind jetzt kleiner geworden. Und er trägt eine Brille, wie ein Intellektueller. Wie auch immer, ein Esel mit kleinen Ohren und Brille ist nicht plötzlich ein Doktor, er ist immer noch ein Esel.“

Alves entgegnete ebenfalls auf Twitter, es treffe zu, dass er aus armen – aber ehrlichen – Verhältnissen komme. Und sein Herz trage er am rechten Fleck.

Mourinho ist derweil immer noch sauer über den Referee. Laut Parames traf er Schiedsrichter Vitienes noch einmal auf dem Parkplatz, wo er ihm Folgendes gesagt haben soll: “Du hast keinen Respekt für Fachleute. Du wirst jetzt eine Zigarette rauchen und dich gut amüsieren, du Bastard.”

Wo warst du, Sergio?

Rrr am Montag den 23. Januar 2012 um 10:05 Uhr

BREAKING NEWS: Marco Schneuwly wechselt per sofort von YB zu Thun

Trotz dem 4:1 gegen Bilbao: Dicke Luft in Madrid.

Denn seit der Cup-Heimniederlage gegen Barcelona sollen sich Spieler und Trainer in den Haaren liegen – berichtet ausgerechnet das stets gut informierte Real-Hausblatt “Marca”.

Im ersten Training nach dem Clasico entspannte sich folgender Dialog zwischen José Mourinho und Sergio Ramos:

Mourinho: „Wo warst du bei dem ersten Gegentor, Sergio?“
Ramos: „Ich habe Piqué gedeckt.“
Mourinho: „Du hättest Puyol decken sollen.“
Ramos: „Sie haben uns mit Piqué abgeschirmt, also haben wir beschlossen, die Deckung zu ändern.“
Mourinho: „Was ist los? Spielst du jetzt den Trainer?“
Ramos: „Nein. Aber es hängt von der Situation der Partie ab. Manchmal muss man die Deckung wechseln. Da Sie niemals ein Trikot anhatten, wissen Sie nicht, dass solche Situationen manchmal vorkommen.“

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil – die Szene zum 1:1 durch Puyol gibts hier. Das Rückspiel steigt am Mittwoch (22.00 Uhr, bwin.com).