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Archiv für die Kategorie „Unsere Helden“

Denker am Ball (3): Der Wechsel

Herr Pelocorto am Mittwoch den 19. Juni 2013 um 06:00 Uhr

Fussball kann brutal sein. Vor allem, wenn Sie unsportlich sind.

Arthur Schopenhauer hätte so gerne dazugehört. Als sechstes der acht Kinder von Johanna und Heinrich Schopenhauer spürte Klein-Arthur aber schnell, dass eigentlich niemand Zeit für ihn hatte. Alles war dem Kaufmannsbetrieb des Vaters untergeordnet; unser Dreikäsehoch musste nach der Schule im Lagerraum aushelfen und wurde deshalb von seinen Kameraden immer wieder gehänselt.

Diese vertrieben sich die Zeit, indem sie in den Gassen Danzigs einem Leinenball nachjagten und ‹Tor› schrieen. Im Lagerraum schrie Heinrich derweilen seinen Drittjüngsten an, weil er wieder etwas hatte fallen lassen. Gelegentlich konnte sich Arthur davonstehlen und mittun beim Spiel. Das Mittun beschränkte sich allerdings auf Warten, bis einer der anderen Jungen nach Hause musste und ein neuer Spieler benötigt wurde. Der dickliche und schwerfällige Arthur wurde solange geduldet, bis ein weiterer Mitspieler auftauchte.

schrieb Schopenhauer viel später über diese dunkle Jugenderinnerung in seinem berühmten Werk Parerga und Paralipomena. Es war auch der Fussball, der Schopenhauer zum Schreiben führte. Als er wieder einmal ausgewechselt wurde und sich traurig nach Hause begab, wo schon die Arbeit wartete, wurde unser Philosoph so stark von einem scheuenden Pferd getreten, dass er drei Monate lang das Spitalbett hüten musste. Schopenhauer begann zu lesen, zu studieren und später zu schreiben. Dem Fussball ist er treu geblieben, das sieht man an der Liste seiner wichtigsten Werke:

Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde. 1813. Die Dissertation Schopenhauers, die grösste Aufmerksamkeit erregte, weil sie die intrinsische Motivation zum Spiel eo ipso erklärt.
Ueber das Sehen und die Farben. 1816. Schopenhauers faszinierende Abhandlung über Schiedsrichter.
Die Welt als Wille und Vorstellung. 1819. Schopenhauer untersucht die Gestaltungskraft des modernen Fussballtrainers.
Die beiden Grundprobleme der Ethik: Ueber die Freiheit des menschlichen Willens, Ueber das Fundament der Moral. 1841. Schopenhauer beleuchtet die sich abzeichnenden Probleme der internationalen Fussballverbände.
Parerga und Paralipomena, 1851, das habe ich ja bereits erwähnt, das Werk enthält zahlreiche Aphorismen über Fussball.

Sommerferienschutter

Val der Ama am Samstag den 15. Juni 2013 um 16:52 Uhr

Chelseas Romelu Lukaku kann einfach nicht ohne Fussball.

Der belgische Stürmer verbringt dieser Tage seine Ferien in Marbella, doch scheinbar sind Sun und Fun für ihn nicht Fun genug. Und also postete Lukaku ein Bild eines lokalen Fussballplatzes auf Instagram und fragte in die Runde, ob denn irgend jemand Zeit für ein Spiel habe, so gegen 18 Uhr.

Karrieretipps

Natischer am Freitag den 14. Juni 2013 um 13:01 Uhr

Einer unserer zahlreichen bestaussehenden Redaktöre möchte gern mal im Ausland arbeiten.

Aus diesem Grund holte er sich professionelle Tipps bezüglich Styling und Öffentlichkeitsarbeit. Und zwar bei jenen, die auch schon sehr lange sehr gerne ins Ausland arbeiten gingen:

Internationale Karriere, aber subito!

Herr Natischer kann auch problemlos mediokre Leistungen bieten und hat schon Auslanderfahrung: Er war mal geschäftlich in Domodossola.

Seriöse Jobangebote für alle obigen Personen bitte an die Rundes-Leder-Redaktion oder an die nächste BSC-Dienststelle.

Damals als …

Newfield am Dienstag den 11. Juni 2013 um 14:15 Uhr

Eine weitere Folge der Vintage-Variante der endlosen Fussballfoto-Serie. Heute: Strafraumaufnahmen, die etwas neuzeitlicher sind als die damaligen.

Charlton vs Sunderlands Goalie Willie Fraser at The Valley 1956


				

Was macht eigentlich …

Rrr am Sonntag den 9. Juni 2013 um 12:05 Uhr

… Robert Prytz?

Der YB-Meisterregisseur ist jetzt Zügelmann in Malmö, wie die schwedische Zeitung Expressen berichtet. “Die Arbeit ist okay und hält mich fit, aber ich hoffe immer noch, dass ich irgendwann als Fussballtrainer arbeiten kann”, sagte der 53-jährige Prytz.

Als Zügelmann habe er seine Rückenmuskulatur deutlich stärken können. “Du musst lernen, wie man die Dinge richtig trägt, dann ist es nicht schwer.” Zwar habe er ein kleines Bäuchlein, “aber das hatte ich eigentlich immer schon.”

Von gesundheitlichen Problemen blieb Prytz nicht verschont. Schon als junger Mann litt er an einer Lähmung der rechten Gesichtshälfte, letztes Jahr traf es auch die linke Seite. Deshalb ist fertig mit Fussball, obwohl Prytz noch mit 46 Jahren in der schottischen Amateurliga spielte.

Robert Prytz zog die Fäden in der YB-Meistermannschaft 1986 und sorgte danach für Furore in der Serie A. Für die Saison 1995/96 kehrte er nochmals nach Bern zurück.

Es sei fast unglaublich, wie sehr eine lange Fussballerkarriere dem Körper zusetze, berichtete Prytz. “Aber ich kann viel einstecken.” Noch heute ärgert er sich aber über seinen einstigen Agenten. “Er schuldet mir drei Millionen Dollar! Aber er ist nach Südamerika geflüchtet.”

Grosses Glück in Genf

Rrr am Samstag den 8. Juni 2013 um 19:19 Uhr

Erleichterung pur!

20130608-191133.jpgHaris Seferovic schiesst die Schweiz in der letzten Minute zum Sieg gegen Zypern! Drei Goldene Punkte auf dem Weg nach Brasilien!

Aber was für ein steiniger Weg, gerade jetzt wieder gegen Zypern. Denn die Schweiz dominiert, die Schweiz hat Chancen, die Schweiz kämpft, die Schweiz trifft das Alu – es nützt alles nichts, endlos steht es Nullnull gegen diese Zyprer! Die Schweiz ist traurig.

Sascha Ruefer, Vali Stocker, Toni Brunner, 16.900 Fans in Genf, alle traurig! Und alle 16.903 fragen sich: Kann man eigentlich einen Blumentopf gewinnen, ohne je ein Tor zu schiessen?

Torlos ist trostlos! Und trostlos passt nicht zu Brasilien, weil dort immer gute Laune! Das ist Fakt.

Aber dann kommt eben Seferovic. Und mit ihm das Glück von Genf.

Damals als …

Newfield am Mittwoch den 5. Juni 2013 um 06:05 Uhr

Eine weitere Folge der Vintage-Variante der endlosen Fussballfoto-Serie. Heute mit Momentaufnahmen, die unter dem Oberbegriff «Instruktionen» zusammengefasst werden könnten.

UdSSR, Nikolaï Morozov (ganz links), WM 1966
Ein Click aufs Foto vergrössert das Erlebnis; unten auch.


				

Gesalzene Rechnungen

Rrr am Sonntag den 2. Juni 2013 um 16:55 Uhr

BREAKING NEWS: Alexander Gonzalez leihweise für ein Jahr zum FC Aarau.

Hakan Yakin muss YB 103’345 Franken und 60 Rappen zahlen.

Das hat das Luzerner Arbeitsgericht in erster Instanz entschieden, wie die “Zentralschweiz am Sonntag” berichtet. Dabei geht es um eine Provision an Yakins Agenten, die laut Gericht nicht YB, sondern Yakin hätte überweisen müssen. YB klagte und behielt Recht – Yakin muss zusätzlich 7000 Franken Gerichtskosten übernehmen sowie 13’284 Franken für die YB-Anwälte.

Durch den Gerichtsfall wurde öffentlich, was Hakan Yakin in Bern verdiente. Das Grundsalär ab Juli 2005 betrug 438’000 Franken pro Jahr, ab Dezember 2006 waren es 538’000 Franken. Dazu kommen Spielprämien von 4000 Franken und Erfolgsprämien gemäss nicht veröffentlichem Prämienreglement. YB zahlte Yakin zudem 2000 Franken pro Einsatz in der Nationalelf.

Weiter erhielt Yakin von YB eine Spesenpauschale von jährlich 12’000 Franken, ein Auto zur freien Verfügung und acht VIP-Jahreskarten für die YB-Heimspiele im Wert von 60’000 Franken.

Yakin spielte drei Saisons in Bern. Wieviel er im ersten Jahr verdiente, ist unklar. In den zwei darauffolgenden Saisons waren es laut Gerichtsurteil 53’387 Franken netto pro Monat.

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Damals als …

Newfield am Dienstag den 28. Mai 2013 um 14:10 Uhr

Eine weitere Folge der Vintage-Variante der endlosen Fussballfoto-Serie. Heute: Momentaufnahmen, die spontan mit «Mannschaftsfarbfotos» zusammengefasst werden könnten.

Spanien 1969 im Estadio Municipal de La Línea de la Concepción, Cádiz
Ein Click aufs Foto vergrössert das Erlebnis; unten auch.


				

Damals als …

Newfield am Dienstag den 21. Mai 2013 um 13:00 Uhr

Eine weitere Folge der Vintage-Variante der endlosen Fussballfoto-Serie. Heute: Momentaufnahmen, die spontan mit «Typen in Farbe» zusammen-
gefasst werden könnten.

Saint-Etienne Rachid Mekhloufi 1954-1958 und 1962-1968

Rachid Mekhloufi, AS Saint-Étienne, 1954-1958 und 1962-1968