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Archiv für die Kategorie „Tulpensöhne“

Dann macht es Bumm

Rrr am Samstag den 31. Dezember 2011 um 14:00 Uhr

Populäre Promis blicken zurück aufs kommende Jahr.

Heute: Hollihooligan JimBobIII und die EURO 2012™.

Kiew, 1. Juli. “Gut, so ein Gegentor in der 94. Minute tut immer weh. Vor allem, wenn es entscheidend ist. Vor allem, wenn es ein EM-Final ist. Vor allem, wenn der Gegner Deutschland ist. Aber das regt mich jetzt viel weniger auf als Sie denken. Im Prinzip stehe ich über solchen Dingen. Ist doch nur Fussi! Das ist überhaupt kein Grund um sich aufzuregen. MANN, REGT MICH DAS AUF !!!! WO SIND MEINE TABLETTEN ???? MAXIMUMSTMÖGLICHSTGRMBL !!!!!!!!!!!”

Annus horribilis

Frans am Mittwoch den 21. Dezember 2011 um 23:05 Uhr

Das üble Halbjahr für Ajax Amsterdam*** benötigte nach dem grauenhaften Ausscheiden aus der Champions League und den internen Streitigkeiten eitler Clubikonen einen passenden Abschluss. Et puis voilà.

Ein intelligenter Ajax-Fan setzte den würdigen Tiefpunkt in der 37. Minute des heutigen Cupspiels gegen AZ Alkmaar beim Zwischenstand von 1:0 für Ajax. AZ-Tormann Esteban hatte eine spontane Antwort auf das unerwartete Zusammentreffen mit dem Supporter.

Es folgten: Platzverweis. Gang von AZ in die Kabine. Spielende.

Weihnachtsferien.

Kotelett-Walzer

Frans am Dienstag den 15. November 2011 um 15:50 Uhr

Heute in Hamburg: Der traditionell taktlose Tanz der netten Nachbarn.

 Folge 38: Kotelett-Walzer  Maskenball.

Lieber Kaurismäki als Shaquiri

JimBobIII am Freitag den 11. November 2011 um 22:23 Uhr

Eigentlich wollte ich mich gemütlich mit meiner Liebste in Bern den neuen Kaurismäkifilm anschauen gehen heute Abend um 20.30, schön romantisch händchenhaltend und so, warm und lieb halt, so wie der Holländer es gerne hat im Leben. Dann fand die stille RL-Leserin, aber ansonsten nicht gross in Fussball interessierte liebe Dame am Mittwoch aber heraus dass es heute ein Testspiel Holland- Schweiz gibt, und Meneer Nieuwveldt von mir ein Matchbericht erwartet. Seitdem war der Wurm drin, in dieses Kinodate. Auch ich habe erst am Mittwoch rausgefunden das mein Gastland gegen meine alte Heimat Fussi spielen wird, so weit bin ich mittlerweile vom Fussball entfernt. Ich hab am Moment andere Prioritäten im Leben als Fussball-Testspiele,  ja, wie z.B. liebe BernerInnen ins Kino entführen,  Händchen halten, bitzeli Küssen, und manchmal etwas Kultur sonst noch dazwischen am Bass, oder Kultur passiv auch von anderen aufgeführt, das geht auch. Seit meiner Gesundheit seit dem Frühling etwas schwächelt, hat der Fussball recht viel weniger Platz im Leben als auch schon. Das ist auch nicht weiter schlimm, finde ich. Spätestens wenn wir im nächsten Jahr Europameister werden ist die volle Leidenschaft wieder da, versprochen. Nun fand meine Liebste stille Leserin aber, ich bin es dem Runden Leder gegenüber mehr oder weniger verpflichtet mal wieder etwas zu leisten für mein Spitzenlohn (CHF 33.500 Basislohn pro Monat ohne Boni und Bussgeldbeteiligung), weil die da im Blog doch alle immer so lieb sind und waren zu mir, ausser dieser Rrr natürlich, der ist halt schlicht ein Pöbel, da kann man nichts mehr machen, der ist zu alt und wird sich nicht mehr ändern, befürchte ich. Das stimmt ja auch, das mit dem lieb sein, und auch wenn nicht alle immer gleich gepflegt daherkommen wie ich das gerne sehen möchte, da sind die Herren Pelocorto und Baresi schon eher die Ausnahmen, liebe ich die Redaktionären alle recht fest. A propos gepflegt: Dieser Shearer könnte wirklich auch wieder mal douchen nach seinem letzten Gelsenkirchentrip, finde ich. Aber im grossen Ganzen liebe ich alle heiss da im Leder, das stimmt schon,  die stillen und auch die kommentierenden Leserinnen natürlich am allermeisten. Auch wenn ich nicht mehr so anwesend bin wie früher, nachgeledert wird immer noch jede Buchstabe.

Und ja, darum sass ich denn doch die letzten beiden Stunden alleine etwas einsam da auf meinem alten GZA-Sofa bei mir Zuhause und sah mir halt doch dieses obertrümmlige Testspiel an, ich armes Schwein. Was der nicht alles macht für die Liebe, dieser Holländer. Meine Meinung über Testspiele habe ich schon mehrmals Kund getan in diesem Blog, ich meide sie wie die Pest. Testspiele sind etwas für Männer ohne Lieben womit man Händchen halten kann, Männer ohne Hobbies, ohne Leidenschaften sonst im Leben. Meine Meinung, ganz fest. Von solchen Spiele schaut man das Resultat an um 23 Uhr im Netz, oder auch mal um 1 in der Nacht, nach dem Ausgang halt, oder nach dem spannenden Agentenkrimi ab DVD oder so. Auch am nächsten Morgen die Papierzeitung schnell zur Hand nehmen reicht völlig aus fussballerisch wieder topp informiert zu sein. Die paar Törchen kann man sich im Ruhe am Tag danach noch schnell im YouTube anschauen, wenn man denn unbedingt will.

Ausser natürlich wenn es sich um Holland – Deutschland handelt, zwischen diesen beiden Ländern gibt es weiterhin nicht völlig freundliche freundschaftliche Spiele, obwohl das früher schon mal schlimmer war. Die jetzige recht gesunde Rivalität zwischen den beiden Ländern, die am Moment beiden über eine starke spielfreudige angriffslustige Mannschaft verfügen, lässt hoffen auf ein bisschen fussballerische Aufregung am kommenden Dienstagabend.

Ach ja, stimmt, das heutige Resultat habe ich noch vergessen zu vermelden: Holland spielt Unentschieden gegen die Schweiz: 0-0 , und das ist gut und richtig so.

Gute Nacht allerseits, meine liebe Leserinnen und Leser. Und gute Nacht, meine Liebste. Ich hab euch alle fest gerne. Doch. Echt jetzt. Ich bin so voller Liebe, das macht mich manchmal auch selber ein bisschen müde. Und aber nächstes Mal möchte ich wirklich lieber wieder ins Kino wenn Fussballtestspiel ist zwischen eine Möchtegern-A- und eine B-Fussballnation.

It’s now or never

Frans am Freitag den 11. November 2011 um 15:30 Uhr

Heute geraten die Niederlande und die Schweiz aus dem Gleichgewicht.

Die bisherige Länderspiel-Bilanz ist ausgeglichen, die Schweiz hat das letzte Treffen souverän gewonnen und seither erst noch einen viel besseren Trainer an der Seitenlinie. Das Heimteam hingegen wird heute mit einer Art B-Team auflaufen (d.h. im Angriff bloss mit Notnägeln wie van Persie, Kuyt, Sneijder und van der Vaart), wie schweizerische Hollandexperten herausgefunden haben. Zudem dürfte der Heimnachteil für den freudlosen Vize-Weltmeister schwer wiegen. Besser wird es erst am Dienstag in Hamburg:

“Ein Stadion voll Deutscher, die uns hassen: Prächtig! Darauf freue ich mich bereits jetzt.” (Wesley Sneijder)

Wird YB unter Gross nicht Meister Gewinnt Otti heute nicht, so gewinnt er in Amsterdam nie mehr. Es gibt also durchaus Grund zur Überheblichkeit. Aber aufgepasst: Die einzige reelle Gefahr, die den Schweizern im Wege stehen könnte, ist bekanntlich das Unterschätzen des Gegners.

Zum Kotzen

Frans am Mittwoch den 24. August 2011 um 14:10 Uhr

Beim Europa League-Spiel zwischen dem FC Nordsjaelland und Sporting Lissabon wurde es Stijn Schaars letzte Woche speiübel. Grund dafür war nicht die mässige Qualität des Spiels, sondern ein Insekt.

Schaars kämpfte zuerst mit dem Brechreiz, suchte dann Hilfe beim Klubarzt und löste das Problem schliesslich durch Runterschlucken. Der Laie würde meinen, es lasse sich nunmehr schwerlich feststellen, ob Schaars durch eine Hornisse, eine Stechmücke, eine Wespe, eine Bremse, eine Libelle oder aber einen Grasshopper gepeinigt worden war. Niederländische Medien meldeten aber, das Insekt sei als Fliege (Bild links – typähnlich) identifiziert worden. Die Redaktion dieses Fachblogs freut sich, dass auch dieses Rätsel gelöst worden ist und gratuliert dem heutigen Gewinner Herr Lars Sohn.

Internationale Härte

Rrr am Montag den 22. August 2011 um 05:56 Uhr

Es wird immer schlimmer mit diesen Hooligans.

Diesem Rüpel vom holländischen Zweitligisten Top Oss droht nun ein Stadionverbot, wie die lokale Presse meldet.

Gelb gegen Jemay-Lee

Herr Shearer am Mittwoch den 27. Juli 2011 um 09:22 Uhr

Voll fett, Monn: Royston Drenthe besingt Dzemaili.

Er ist ein schwerer Junge. Einer, der schon immer zwischen Genie und Wahnsinn schwankte – bereits zu seinen frühesten Zeiten, bei Feyenoord Rotterdam. Auch wenn er jetzt  Millionen in Madrid macht, so hat er doch nie vergessen, woher er kommt – konkret aus den Ghettos Rotterdams, wo Drogenhandel und bewaffnete Raubüberfälle am hellichten Tage voll normal sind. Aber Royston aka Roya hat auch eine softe Seite, mit Frau und drei Kids, und so hat er mit dem legendären Boef und sassy Vallery diesen geil groovenden Track eingespielt.  Gewidmet ist er seiner jüngsten Tochter. Check it out!

Verbindliche Rundes Leder Ferienlektüreempfehlung: Gelb gegen Dzemaili.

I Robot 2

Frans am Montag den 11. Juli 2011 um 21:00 Uhr

Heute vor einem Jahr sicherte sich die spielstarke holländische Nationalelf den traditionellen Vize-Weltmeistertitel.

Um ein Haar wäre es dort drüben in Johannesburg schief gegangen und hätte Arjen Robben dafür gesorgt, dass die Tulpensöhne den bewährten zweiten Platz verfehlen und diese trümmlige Trophäe in die Höhe stemmen müssen.

Kein menschliches Wesen ist perfekt. Aus dieser Erkenntnis hat man in den Niederlanden die richtigen Schlüsse gezogen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, wurde die Eroberung zweiter Plätze roboterisiert - mit eindrücklichem Erfolg: Am Wochenende holte sich Oranje dank einer knappen Niederlage gegen China im WM-Finale in Istanbul den vierten Vize-Weltmeistertitel in Serie.

Eine derartige Konstanz verdient höchste zweithöchste Anerkennung.

robotvoetbal goalie

Skypen mit Lewis

Frans am Donnerstag den 30. Juni 2011 um 16:00 Uhr

Weit weg von seiner holländischen Heimat vermisste Alicante-Ersatzgoalie Piet Velthuizen seinen lieben Freund Lewis. Doch er wusste sich zu helfen.

Piet Velthuizen met hond 2010Als Velthuizen 2010 zu Hercules Alicante wechselte, liess er Lewis zurück im Tulpenland, denn Lewis war offenbar nicht kompatibel mit der spanischen Sonne. Die Trennung fiel Velthuizen nach eigenen Worten nicht leicht:

Ich sage immer: Wenn du den Menschen kennen lernst, beginnst du Tiere zu lieben. Wie schlecht du auch gespielt hast: Kommst du nach Hause, so ist dein Hund immer fröhlich. Er fliegt dir um den Hals und ist froh, dich zu sehen. In Spanien hörte ich das Geräusch scharrender Hundepfoten an der Tür nicht mehr – ein apartes Gefühl. Dann vermisst du ihn doch.

Velthuizen, der 2008 die Olympiade in Peking hundelos hatte verbringen müssen, besorgte sich jüngst vierbeinigen Ersatz in Spanien. Nena und Diwi sind bestimmt ebenfalls des Scharrens an Türen mächtig. Lewis ist ihnen aber möglicherweise kommunikationstechnisch überlegen:

Als ich mit meiner Schwiegermutter am Skypen war, fragte ich sie, ob ich Lewis eben sehen dürfe. Kaum hatte ich gerufen und er mich erblickt, begann er fröhlich zu bellen.