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Archiv für die Kategorie „Tulpensöhne“

Finde den Feler (IV)

Rrr am Montag den 29. Juli 2013 um 10:00 Uhr

Ajax posiert vor dem Supercup-Sieg gegen Alkmaar (3:2) fürs Teamfoto.

Richtig, einer ging vergessen. Aber wer eigentlich? Captain Siem de Jong wusste es auch nicht so genau, und die Fotografen waren längst abgezogen, als der Vermisste herbei eilte …

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Brillante Brückenbenennung

Rrr am Dienstag den 2. Juli 2013 um 08:18 Uhr

Fertig Hollandophilie in Bern: Aus der Korenhuisbrug wurde über Nacht der Ponte del Granaio.

“Fünf Jahre sind genug”, heisst es in einem Bekennerschreiben, das dem Runden Leder am Dienstag zugespielt wurde. “Seit 2008 wird die Kornhausbrücke orange-holländisch umgedeutet. Wir sagen: Basta! Es ist Zeit, diese ständige Provokation zu unterbinden.”

Nachtbuben haben deshalb ein neues Schild angebracht (unser Funkbild). “Wir, die vielen Tifosi der Squadra Azzurra, ob einheimisch oder auf Durchreise, nehmen den Ponte del Granaio jetzt in Besitz. Hopp Italia!”

Die Berner Redaktion des Runden Leders begrüsst die Aktion mit 8 zu 1 Stimmen. Von wem die Gegenstimme stammt, wird mit Rücksicht auf Herrn Frans nicht publik gemacht.

Gelackmeierte Gartenfreunde

Herr Shearer am Dienstag den 28. Mai 2013 um 10:00 Uhr

AKTUELL: YB bestätigt Transfer von FCZ-Mittelfeldspieler Milan Gajic

Ein neuer Trend erobert die Grossstädte – Urban Gardening!

Sie haben sicher auch schon davon gehört, denn derzeit kommt man einfach nicht um diesen Trend rum, der langsam auch zu uns und weiter in Richtung Süden rüberschwappt! Allerorten werden Stadtbrachen zu Gärten umfunktioniert, auf der ganzen Welt zeigen umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger den Lebensmittelmultis und der Landwirtschaftsindustrie den Stinkefinger. Sie setzen auf selbst gezogenes Gemüse von der eigenen Dachterasse oder aus dem nächsten Verkehrskreisel.

Auch Rom wird grüner. An diesem Wochenende schliesslich sollte es soweit sein und der ganz grosse Coup folgen: Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der “ewigen Stadt” wollten die monotone und komplett unproduktive Rasenfläche des Stadio Olimpico in fruchtbare Gartenbeete umwandeln. Dieser Schluss muss auf jeden Fall aus dem Bild unten gezogen werden. Es zeigt die zahlreichen Gartenwerkzeuge, welche die Römer Polizei den Besuchern des Cupfinals von vorgestern Abend am Eingang abgenommen hat.

Statt gegärtnert wurde anschliessend halt trotzdem wieder Fussball gespielt. Ein in Bern bestens bekannter Trainer konnte trotz allem reiche Ernte einfahren, wie Leser dieses Fachorgans ja bereits wissen.

Holland bekent kleur

Herr Baresi am Donnerstag den 2. Mai 2013 um 17:45 Uhr

Für den frisch gekrönten König der Niederlande, Willem-Alexander und seine reizenden Gattin Máxima, steht ausser Frage, wen sie im Europa League-Final in der Amsterdam ArenA sehen wollen.

Die Basler Aussenredaktion des Runden Leders freut sich über das klare Bekenntnis und wünscht den beiden «het allerbeste in goede gezondheid»! Bis am 15. Mai 2013 in Amsterdam.

Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (30)

Rrr am Mittwoch den 17. April 2013 um 09:30 Uhr

BREAKING NEWS: Basler Regierungsrat will dem Hooligan-Konkordat beitreten.

BREAKING NEWS: Basler Regierungsrat lehnt als erste Schweizer Kantonsregierung das Hooligan-Konkordat ab

Gibt es in den Niederlanden eigentlich auch ein Café King?

Utrechts Innenverteidiger Mike van dor Hoorn trifft gegen AZ Alkmaar zum 0:4 (Endstand 0:6).

Stubentiger im Stadion

Rrr am Sonntag den 14. April 2013 um 19:31 Uhr

Tierchaoten, schon wieder! Hört denn das nie auf?

Ältere Leser erinnern sich: Marder in Thun, Bienen in Brasilien, Hühner in England und jetzt auch noch eine Katze in Holland.

Laut Beobachtern war es die beste Szene in der torlosen ersten Halbzeit von Heracles vs Groningen. Das Spiel endete 0:2.

Extrafahrt mit Edgar

Herr Shearer am Donnerstag den 21. März 2013 um 10:00 Uhr

Was macht eigentlich Edgar Davids?

Er ist Spielertrainer in der Provinz, etwa so wie Gennaro Gattuso. Beim Londoner Viertligisten Barnet FC führt der frühere Groundhopper (Ajax, Milan, Juve, Barcelona et al) das Zepter. Seit dem letzten Wochenende hat der Holländer einen dicken Stein im Brett bei den Anhängern. Die Mannschaft befand sich auf der Rückfahrt von der Auswärtsniederlage bei Accrington Stanley, als Davids auffiel, dass am Autobahnrand der Fanbus gestrandet war. Sofort erhielt der Chauffeur den Auftrag, bei der nächsten Raststätte anzuhalten, die Mannschaft auszuladen und die gestrandeten Anhänger abholen zu gehen.

“Es war das mindeste, was ich für die Fans tun konnte. Sonst hätten Sie da in der Kälte warten müssen. Kurz nachdem wir bei ihnen ankamen, fing es auch noch zu regnen an”, gab Edgar Davids dem Daily Telegraph zu Protokoll. Damit nicht genug: Davids beauftragte seine Spieler auch noch, an der Raststätte  Kaffee für die 36 Fans zu organisieren. Das taten die auch brav, aber erst, nachdem sie sich ihre Bäuche in einem Hamburgerladen vollgeschlagen hatten. Schlussendlich traf dann auch ein Ersatzbus ein, um die Busbrüchigen nach London zu bringen.

Barnets Anhänger waren begreiflicherweise begeistert von der Hilfe. Einer postete im Forum der “Bees”: “Du kannst diese Plastik-Premier League noch so verfolgen – aber so ein Erlebnis hast Du nur bei Barnet!”

Danish Dynamite mit Eisdusche

Frans am Sonntag den 20. Januar 2013 um 17:00 Uhr

Nach dem Glasbruch in Eindhoven der Eisregen in Amsterdam: Für den heutigen Klassiker gegen Feyenoord wurde so sehr geheizt, dass es in der Schlussphase für die ersten Reihen eine Dusche vom Stadiondach gab.

Nicht beeinträchtigt wurde das perfekt sitzende Haupthaar von Feyenoord-Stürmer Graziano Clooney Pellè. Das war aber auch die einzige positive Meldung für den Tabellenvierten aus Rotterdam, der nach einer guten Vorrunde mit breiter Brust nach Amsterdam gefahren war.

Ajax (mit vier Dänen in der Startaufstellung) siegte verdient mit 3:0. Überragender Mann war Doppeltorschütze Viktor Fischer, inferior hingegen Feyenoords Nationalverteidiger Joris Mathijsen (mit einem haarsträubenden Schnitzer beim 2:0).

Langsam drängt sich die Vermutung auf, dass die Dänen besser angreifen können als die Holländer verteidigen.

Friday, bloody Friday

Frans am Samstag den 19. Januar 2013 um 14:00 Uhr

CAF Afrika-Cup 2013: Eröffnungsspiel um 17:00 Uhr: Südafrika v Kapverden live auf Eurosport HD und ITV 4/HD

Blutiger Freitag für Nationalspieler Erik Pieters: Er und seine Kollegen vom PSV Eindhoven kickten wie blutige Anfänger und lagen gegen Aussenseiter Zwolle 1:3 zurück. Frustriert attackierte er einen Gegenspieler mittels Blutgrätsche. Dann sah er rot und schritt auf dem Weg in die Kabine zum Materialtest.

Herr Pieters zog sich beim Glasbruch im Philips Stadion eine ernsthafte Armverletzung zu und wurde ins Spital transportiert. Die nächtliche Operation verlief erfolgreich. Wie viele Wochen er ausfallen wird, ist noch offen. PSV-Trainer Dick Advocaat schloss eine interne Bestrafung nicht aus. Als Fachmann für vorbildliches Verhalten auf und neben dem Spielfeld äusserte Kapitän Mark van Bommel hingegen Verständnis, zumal die rote Karte zu streng gewesen sei.

Mit 2:0 Stimmen bei 10 Enthaltungen empfiehlt die Redaktion dieses Fachblogs dem PSV Qualitätsware aus dem Oberaargau und wünscht Herrn Pieters (an dem angeblich Newcastle seit langem interessiert ist) gute Besserung. Dies gilt grundsätzlich auch für Herrn van Bommel, doch ist letzterer womöglich therapieresistent.

Beste Wünsche

Rrr am Donnerstag den 27. Dezember 2012 um 13:02 Uhr

Post von Mark van Bommel.

Das niederländische Raubein zeigt Humor – zum neuen Jahr verschickte er seinen Freunden eine Gelbe Karte mit den besten Wünschen. So jedenfalls berichtet es das führende brasilianische Sportportal Globoesporte.

Bei genauerem Nachdenken kamen wir zum Schluss, dass es schon erstaunlich ist: Die Meldung stammt aus Brasilien und wurde von dort aus in halb Europa verbreitet, erreicht dank dem Runden Leder nun auch den deutschen Sprachraum – tauchte aber in Holland selber bislang kaum auf.

Wie auch immer: Van Bommel hat diese Saison beim PSV Eindhoven 7 Verwarnungen in 13 Spielen kassiert, wurde aber noch nie vom Platz gestellt. Den schlechten Ruf hat er in seiner Zeit bei Barça, Bayern und Milan zementiert; auch das Runde Leder hat ihn wiederholt gewürdigt.