Archiv für die Kategorie „Tulpensöhne“

Verlust: Ein halbes Dutzend Doumbias

Frans am Donnerstag den 2. September 2010 um 16:00 Uhr

Nach dem Verkauf von Rafael van der Vaart  an Tottenham kann der Real-Buchhalter Bilanz ziehen: Der Kauf und Verkauf holländischer Spieler hat den Verein über 60 Mio € gekostet, d.h. öppe ein halbes Dutzend Doumbias.

Der Buchhalter braucht die Transferverluste nicht lange zu berechnen. Das hat Mundo Deportivo bereits für ihn getan. Und die holländischen Medien haben das Ganze noch fein säuberlich dargestellt:

Real-Tulpentransfers

Der Real-Fehler lag übrigens nicht (nur) beim Kauf, sondern auch beim Verkauf  der Oranje-Stars, wie Mundo Deportivo bilanziert. Ausser Huntelaar (von Milan zu Schalke abgeschoben) brillierten alle zum Teufel Gejagten: Robben bei Bayern (bester Spieler der Bundesliga), Sneijder bei Inter (bester Mittelfeldspieler der letzten CL) und Ruud beim HSV (torgefährlichster Frührentner seit Erfindung der grauen Panther).

Alles halb so schlimm: Real hat aus den Fehlern gelernt und bedient sich nun bei den Deutschen, die integrieren sich in Spanien einfach besser.

Nobody’s perfect

Frans am Donnerstag den 26. August 2010 um 15:30 Uhr

Schiedsrichter Howard Webb hat eingeräumt, in zwei Szenen des WM-Finals falsch entschieden zu haben.

de jong alonso

Sie haben es geahnt: Der erste Fehlentscheid betrifft den gemeingefährlichen Karatetritt des desorientierten Nigel de Jong gegen Xavi Alonso. Dass diese Aktion rot verdiente, wird auch in den Niederlanden anerkannt (notorisch orange Verblendete ausgenommen). Dem Journalisten des Guardian erklärte Webb die Gründe für seinen Griff zur gelben Karte:

Ich stand hinter Alonso und hatte eine schlechte Sicht auf den Vorfall. Zwar sah ich, dass der Fuss hoch war, konnte aber das Mass des Kontakts nicht mit Sicherheit abschätzen. Es ist nicht so, dass ich niemanden vom Platz stellen wollte, weil es ein WM-Final war.  Ich war bloss nicht bereit, nach 25 Minuten aufgrund einer Vermutung rot zu zeigen.

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Stop dem Ausverkauf!

Frans am Donnerstag den 26. August 2010 um 10:15 Uhr

Endlich wieder Champions League. Nach einem Unterbruch von fünf Jahren zieht Ajax Amsterdam in die Gruppenspiele ein. Der Verein hat gestern vollbracht, was bisher nur dem FC Thun gelungen war.

Ajax Kiew Stekelenburg

Nicht zuletzt dank einiger Glanztaten von WM-Held Maarten Stekelenburg konnte Ajax nach einer nervösen Anfangsphase das favorisierte Dynamo Kiew (seit 1997 in 18 von 19 Fällen für die CL qualifiziert)  stoppen.  Gebremst wurde damit auch der kontinuierliche sportliche und finanzielle Niedergang des Traditionsclubs, der ohne die Champions League-Einnahmen wohl zum Ausverkauf seines Personals hätte schreiten müssen.

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Bälle aus Amsterdam

Frans am Donnerstag den 5. August 2010 um 14:45 Uhr

Vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den FC Luzern (19:45) erhielt der FC Utrecht tatkräftige Hilfe von unerwarteter Seite.

JabulaniDer FC Luzern will den 1:0-Rückstand aus dem Hinspiel im Letzigrund mit weltmeisterlichem Matchball aufholen. Für den Gast aus Utrecht ist dies insofern suboptimal, als der Materialwart nur über eine geringe Anzahl des im Handel vergriffenen WM-Balls Jabulani verfügt.

Wie bei manch anderem Problem kam auch hier die Lösung aus der  Hauptstadt:  Ajax Amsterdam stellte dem FC Utrecht für die Vorbereitung des Spiels gegen Luzern ungefragt 10 Bälle zur Verfügung.

Den niederländischen Medien war diese kleine Geste eine relativ umfangreiche Berichterstattung wert. Das rührt daher, dass sich der FC Utrecht und Ajax traditionsgemäss ähnlich wohlgesonnen sind wie YB und Sion, GC und der FCZ oder Celtic und die Rangers.

Die Redaktion dieses Fachblogs diskutierte bei einem Glas Heineken intensiv über die möglichen Ursachen dieses Anfalls von Amsterdamer Nächstenliebe. Sie kam mit 1:0 Stimmen bei acht Enthaltungen zum Schluss, dass es an der landestypisch sympathischen Ausstrahlung von Utrecht-Präsident Jan Willem van Bommel Dop liegen muss. Ihm wünschen sogar Gegner vor dem Spiel selbstlos möglichst viel Glück.

A la bande

Frans am Montag den 26. Juli 2010 um 15:45 Uhr

Emile Mpenza wechselt offenbar doch nicht von Sion zu Ajax Amsterdam. Dennoch – oder gerade deswegen - hat sich Mpenza für Ajax als durchaus nützlich erwiesen.

Billard a la bandeNach den Abgängen von Marko Pantelic und Dennis Rommedahl (zu Olympiakos Piräus) verlangte Ajax-Trainer Martin Jol trotz leerer Clubkasse dringend nach neuen Sturmpartnern für Baldpapa Luis Suarez.  Schliesslich steht am Mittwoch bereits das CL-Qualispiel gegen PAOK Saloniki auf dem Programm.

Fündig wurde man offenbar nicht nur beim 2003 vom damaligen Ajax-Trainer Ronald Koeman zum Teufel gejagten Ägypter MidoEr soll nach kleineren Umwegen über Celta de Vigo, Olympique Marseille, AS Roma, Tottenham Hotspur (unter Trainer Jol), Middlesbrough, Wigan Athletic, Al-Zamalek und West Ham United wieder zu Ajax stossen.

Verpflichtet wird auch der Rotterdam-Marokkaner Mounir El Hamdaoui, der AZ Alkmaar 2009 zum Meistertitel schoss. Er hatte zunächst ein so hohes Gehalt verlangt, dass er der bestbezahlte Ajax-Spieler geworden wäre.  Ajax stellte sich quer und bekundete angebliches Interesse an Sions 32jährigem Topskorer Emile Mpenza. Mounir reduzierte darauf seine Gehaltsforderung und soll heute als Ajax-Neuzugang vorgestellt werden.

Mpenza als Mittel zum Zweck: So berichten es heute die holländischen Medien. Wenn die Geschichte stimmt, meinen die Billard- und Dürrenmatt-Experten in der RL-Redaktion einstimmig: Gekonnt gespielt.  A la bande – so muss man den Mounir schlagen.

Tolle Tulpensöhne

Rrr am Dienstag den 6. Juli 2010 um 22:15 Uhr

“Hup hup Holland!”

“Ich bin’s nochmals, Euer Heinz. Vielleicht habt Ihrs auch mitbekommen: Die Holländer haben schon wieder gewonnen!!

Und jetzt kommt das Beste: Wir Holländer sind jetzt im Final! Vor Freude wollte Hene in der Schopfbar grad eine Runde Heineken spendieren, aber ich habe gesagt, jä nenei, Hup kommt von Hupen, ich muss noch fahren!

Ha ha ha. Das war jetzt ein Witz. Also de, ich schnappe noch einen und freut mich, dass ich schon immer ein Winnertyp war. Bis bald also und hupt gut, Euer Hendrik”

Früchtet Euch nicht!

Frans am Samstag den 3. Juli 2010 um 11:00 Uhr

Brazil WCup Soccer

Frei(kirchen)tag in Brasilien, als sich Melone schlecht verkaufte.

Traktorenduell (5)

Herr Noz am Samstag den 19. Juni 2010 um 11:25 Uhr

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren heiteren Traktorenduell.

NED-JAP

Heute stehen sich der niederländische Brons von 1938 und das japanische Fabrikat Kubota M4800 gegenüber. Die Motoren von Brons geniessen europaweit einen hervorragenden Ruf. (

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hören Sie warum.) Bei der japanischen Landmaschine handelt es sich um ein Allrounder-Modell, das vielseitig einsetzbar ist. Seine hängenden Pedale sorgen für zusätzliche Beinfreiheit und der Frontlader schafft immerhin 1,2 Tonnen (das reicht sogar für eine überdurchschnittlich schwere Nationalelf).

Experte Dr. agr. Noz meint: «Dass der Holländer Agrikultur  kann, steht ausser Frage. Offen bleibt, ob er auf seiner Höllenmaschine vor lauter Traktor das Feld noch sieht. Der Japaner ist im Prinzip rundum ausreichend bestückt, hat aber keine echten Trümpfe. Er sollte sich für ein Einsatzgebiet entscheiden und sich spezialisieren. Oder vielleicht auch nicht, wer kann das schon so genau sagen.»

Grosse Chance

Frans am Dienstag den 25. Mai 2010 um 15:00 Uhr

In unserer neuen Serie “Was man in Bern bei Gelegenheit vom Holländer lernen könnte” präsentieren wir Ihnen heute: Louis van Gaal.

Der Trainer des FC Bayern München in der bebilderten Fachpresse nach einer 0:2-Niederlage in der Finalissima:

van gaalIch habe nie behauptet: Wir werden Meister, wir holen den Pokal oder wir gewinnen die Champions League. Warum? Weil ich den Druck auf meine Mannschaft nicht noch zusätzlich erhöhen wollte. Ausserdem finde ich es arrogant, zu sagen, wir gewinnen sicher einen Titel. Das ist respektlos gegenüber anderen Klubs.

Deshalb werde ich auch vor der kommenden Saison niemals sagen: Wir gewinnen einen Titel. Wir haben eine grosse Chance. Nicht mehr, nicht weniger.

Resozialisiert

Frans am Samstag den 22. Mai 2010 um 16:00 Uhr

Ab und zu kann die Frisurenpolizei nachhaltige Erfolge feiern.

rijkaard.sneijder.bolbolfutbol Der grosse Frank und der kleine Wesley waren vor einigen Jahren weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Gott sei Dank können sie nun als resozialisiert gelten. Frank hat vermutlich von den Künsten der türkischen Frisöre profitiert, während Wesley aus Kummer über die lieblose Entsorgung durch Real Madrid den Rest seiner Haupthaare einbüsste. Was ihn wiederum mit Arjen verbindet.

Die beiden Tulpenskins spielen heute um die Trophäe, die Real mit teurerem Personal gewinnen zu können glaubte. In Madrid braucht man sich wegen dieser Peinlichkeit keine grauen Haare wachsen zu lassen, denn es ist noch gar manche Perle zu kaufen. Beim Tabellenzweiten der Super League zum Beispiel gäbe es einen soliden Verteidiger aus Tunesien und einen kräftigen Stürmer aus dem Senegal. Beide preiswert und tadellos frisiert.





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