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Archiv für die Kategorie „Transfermarkt“

Cleverer Cedric

Val der Ama am Freitag den 14. Juni 2013 um 06:11 Uhr

Real Betis Sevilla verpflichtete eben einen Juniorennationalspieler aus der zweiten spanischen Liga – und zahlte dafür nur 1.21 Euro Ablöse.

Auf dem Bild hier sehen Sie den Cedric Mabwati vom spanischen Zweitligisten CD Numancia. Der 21 Jahre alte Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo hatte sich die Ablösesumme in seinen Vertrag schreiben lassen, den er 2010 in Numancia geschlossen hatte. Eine Bedingung im Schriftwerk nur: Ein Verein aus der Primera Division sollte den Stürmer vor dem 15. Juni 2013 verpflichten.

“Warum eigentlich nicht”, haben sich die Verantwortlichen von Betis gedacht und also günstig eingekauft, weil nach dem Stichtag wärs ja deutlich teuer geworden.

Kleines “Nunja” aber zum Schluss noch: In der abgelaufenen Saison hat Mabwati 37 Spiele absolviert und dabei drei Treffer erzielt.

Mexikanischer Wechsel

Herr Pelocorto am Donnerstag den 23. Mai 2013 um 06:00 Uhr

Wahnsinn? Vergessen Sie Christian Constantin. Willkommen in der Welt von Amado Yáñez!

Herr Yáñez ist mexikanischer Geschäftsmann und Besitzer des Querétaro Fútbol Club. Die ‹Gallos blancos› haben in der aktuellen Saison den achten Platz erreicht. Trotzdem müssen sie absteigen. Das hängt mit dem komplizierten Modus der obersten mexikanischen Liga zusammen.

Der funktioniert so: Jedes Jahr spielen die 18 Mannschaften zwei Meisterschaften. Die ‹Clausura› von Januar bis Juni und die ‹Apertura› von August bis Dezember. Pro Meisterschaft wird einmal gegeneinander gespielt. Die besten acht machen anschliessend im K.O.-System mit Hin- und Rückspiel den Meistertitel unter sich aus. Abgestiegen wird nur nach der Clausura. Absteigen muss diejenige Mannschaft, die den tiefsten Punkteschnitt aus den letzten sechs Meisterschaften aufweist. Ich weiss, das tönt verrückt, es ist aber so.

Wo waren wir? Ah, ja, bei Absteiger Querétaro. Herr Yáñez war natürlich sehr, sehr enttäuscht, dass seine Stadt Querétaro nicht mehr in der Liga MX vertreten war. So enttäuscht, dass er kurzerhand eine andere Mannschaft, die Jaguares de Chiapas aus der Stadt Tuxtla Gutiérrez, mit allem Drum und Dran aufgekauft und nach Querétaro verpflanzt hat. Die Distanz zwischen den beiden Städten beträgt übrigens rund 1’050 Kilometer, was der Strecke von Zürich nach Warschau entspricht.

Die Jaguares de (Chiapas) Querétaro

Wenn der mexikanische Verband alles durchwinken wird, wovon man ausgehen kann, dann werden zum Start der ‹Apertura› zwei Clubs die Ehre der Stadt Querétaro vertreten; die Jaguares in der Liga MX und der Querétaro FC in der Ascenso MX. Olé.

Pannen, Pleiten, Pašagić

Rrr am Montag den 13. Mai 2013 um 05:35 Uhr

Heute lernen Sie Alen Pašagić kennen.

Herr Pašagić ist Torhüter des slowenischen Erstligisten Rudar Velenje und stand auch am Samstag beim Heimspiel gegen NK Koper zwischen den Pfosten.

Hier kassiert Herr Pašagić das 0:1 nach 16 Minuten. OK, kann natürlich mal passieren.

Hier läuft es einfach dumm, nach 25 Minuten. 0:2.

Und hier sehen Sie das 0:4 kurz vor der Pause.

Das Spiel endete 1:4, Rudar Velenje verbleibt im tristen Mittelfeld auf Platz 6.

Jubel in Hangzhou

Herr Pelocorto am Sonntag den 12. Mai 2013 um 21:45 Uhr

Gleich nochmals Jubel! In Hangzhou wurde im ganz grossen Stil geheiratet.

Das chinesische e-Commerce Unternehmen alibaba.com hat am 10. Mai eine Massenhochzeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert. 688 Paare trauten sich, darunter 81 Paare, bei denen nicht nur einer, sondern gleich beide Partner bei alibaba arbeiten. Ein tolle Rede von CEO Jack Ma und ein Feuerwerk rundeten den Anlass ab.

688 glückliche Paare

Alibaba CEO Jack Ma spricht einen Toast

Zu Tränen gerührt hat mich allerdings das letzte Bild. Wenn sich bei dieser Massenhochzeit sogar Ronaldo und Messi das Ja-Wort geben, dann kann es in dieser Welt keine Grenzen, keine Mauern, keine Hindernisse mehr geben!

Sogar Cristiano Ronaldo und Lionel Messi trauen sich

Ich wünsche Ihnen eine guten Start in die neue Woche. Umarmen Sie morgen Ihre Zeitungsverträgerin, Ihren Garagisten, Ihre Kondukteuse, Ihren ärgsten Feind am Arbeitsplatz. Alles kommt gut.

Kratzen statt Knast

Herr Shearer am Donnerstag den 9. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Auch England kennt den gemeinnützigen Arbeitsdienst für Straftäter.

Auf dem Bild sehen Sie Nile Ranger, ehemaliger Stürmer von Newcastle United. Der gelernte Fussballprofi tut in Londons Stadtteil Tottenham mit dem Abkratzen von Farbe Busse für seine zahlreichen Missetaten. Die Magpies haben sich am 1. März vom Londoner Perspektivspieler getrennt, nachdem dessen Vorstrafenregister ungebremst in die Länge wuchs. Schon 2007 musste er ins Jugendgefängnis, nachdem er sich an Raubüberfällen beteiligt hatte. Vier Jahre später, 2011, stand er wiederum vor Gericht, weil er verdächtigt wurde, im Stadtzentrum von Newcastle einen Mann bewusstlos geschlagen zu haben. In diesem Fall wurde er aber unschuldig gesprochen. Ein Jahr später wurde er verurteilt, weil er wiederum in Newcastle “drunk and disorderly” gewesen sei. Damit noch lange nicht genug: im September 2012 wurde er in einem Haus in Enfield im Norden Londons von der Polizei vor einer Wohnung mit eingeschlagener Türe aufgegriffen. Die Klage wurde später fallengelassen – Ranger gab an, die Türe eingeschlagen zu haben, weil er befürchtete, dass seine Freundin gekidnappt worden sei. Dann wurde es richtig übel. Gleich zweimal wurde er in diesem Jahr verhaftet, zuerst wegen Verdachts auf Vergewaltigung am 25. Januar, dann am 14. März – nach seiner Entlassung in Newcastle – wegen Verdachts auf Körperverletzung.

Dass er zwischendurch auch noch bei der Polizei vorzusprechen hatte, weil er auf einem Foto in bester Gangsta-Manier mit einer Replika-Pistole posierte und vom Verband für das Verbreiten homophober Kommentare über Twitter zu einer Geldstrafe aufgebrummt erhielt, sind da nur noch Randnotizen in einem prall gefüllten Sündenregister.

Jetzt noch eine Anmerkung für interessierte Sportchefs: Nile Ranger ist auf dem Transfermarkt frei verfügbar.

Bienvenue, Bernard!

Herr Shearer am Montag den 8. April 2013 um 16:46 Uhr

Liebe Schiedsrichter, fertig Ruhe – er ist wieder da!

Bernard Challandes hat beim BSC Young Boys einen Vertrag bis Ende dieser Saison unterschrieben, wie der Verein soeben mitgeteilt hat. Als Assistenztrainer wird Jöel Magnin walten, der bereits heute das Training der ersten Mannschaft geleitet hat. Ziel und Aufgabe des Interimstrainers wird es sein, den BSC YB in den verbleibenden Spielen auf einen Europacup-Platz zu führen; damit kann er gleich nächsten Sonntag anfangen, im Duell gegen seinen letzten Arbeitgeber, den FC Thun. Für die neue Saison wird weiterhin ein neuer Trainer gesucht, für allfällige Gerüchte konsultieren Sie bitte bis auf weiteres laufend die lokale und nationale Boulevardpresse.

Der als impulsiv bekannte 62-jährige Jurassier Neuenburger war bereits 1994 – 1995 bei den Bernern engagiert.

Verliebte Fussballer

Rrr am Donnerstag den 4. April 2013 um 10:00 Uhr

Heftige Frühlingsgefühle bei Mario Balotelli und Ronaldo Lima.

Supermario hat sich ins belgische Fotomodel Fanny Neguesha verliebt. “Ich habe sie in Brüssel kennengelernt”, berichtete Balotelli, “damals spielte ich noch in Manchester. Ich habe ihr viel telefoniert und ihr SMS geschickt, aber das hat nicht gereicht, um sie zu erobern. Ich musste einen Privatjet mieten und rasch rüberfliegen.”

Inzwischen sind die beiden ein Herz und eine Seele, wie auch unser Funkbild zeigt. “Auf dem Platz bin ich dank Fanny jetzt weniger nervös”, freut sich Balotelli.

WM-2014-Chef Ronaldo hat ebenfalls Schmetterlinge im Bauch. Er hat sich in die brasilianische DJane Paula Morais verliebt.

Paula tröstete ihn nicht nur über die Trennung von Ehefrau Bia Anthony hinweg und begleitete ihn zum Karneval. Sie stand ihm auch als persönliche Beraterin zur Seite, als er für eine TV-Show 17 Kilogramm abnehmen musste.

Ronaldo hat inzwischen ein neues Hobby: Kochen. Paula liebt es: “Ein Mann gehört in die Küche! Ich liebe Dich!” kommentierte sie auf Twitter dieses schöne Bild.

Ambitionierter Anwärter

Herr Shearer am Samstag den 23. März 2013 um 13:06 Uhr

Auch an anderen Orten in der Welt werden neue Trainer gebraucht.

So auch in Blackburn, Lancashire, England. Dort wurde der Chefposten kürzlich wieder frei, nachdem Michael Appleton in bester Walliser Art als dritter Übungsleiter in neun Monaten gefeuert wurde. Über diesen Hühnerhof konnten Sie ja auch hier kürzlich etwas lesen.

James McDonough ist 28 Jahre alt und wohnhaft in Burnley, ebenfalls Lancashire. Unnötig zu erwähnen, dass er ein grosser Anhänger des Burnley FC ist, dem traditionellen Konkurrenten der Blackburn Rovers. Der Schabernack muss McDonough geritten haben, als er sich als Nachfolger von Michael Appleton bewarb. Die Verantwortlichen bei den Rovers zeigten in ihrer Verzweiflung tatsächlich Interesse am Kandidaten und luden ihn zu einem Vorstellungsgespräch ein. Kein Wunder, denn McDonoughs Palmares als Trainer ist durchaus eindrücklich: immerhin trainierte er die Mannschaft von “Princess Royal” – einem Pub in Burnley, welches in der Sunday-League spielt. Für Nicht-Engländer: die Sunday League ist ein Hobbykickermeisterschaft, deren Spiele eben zumeist am Sonntag ausgetragen werden.

Damit aber nicht genug! Ein Buchmacher führte McDonough auch noch als potentiellen nächsten Trainer der Blackburn Rovers, mit einer sagenhaften Quote von 500:1. Diese sank auf 100:1, nachdem einige seiner Freunde begonnen hatten, auf ihn zu wetten. Die obligatorische Facebookgruppe, die ihn auf der Trainerbank installieren wollte, folgte natürlich sogleich. Auch auf Twitter finden Sie entsprechende Forderungen mit dem Hashtag #MaccaForRovers.

Welche Ambitionen hat der potentielle Neue denn nun mit dem Club, den er als Anhänger von Burnley ja eigentlich zutiefst verachten müsste? “Ich möchte Blackburn gerne im grossen Lancashire-Derby gegen Accrington Stanley (!) trainieren und würde die Mannschaft gerne zu zwei aufeinanderfolgenden Abstiegen führen.”

Klare Ziele hat der Mann, das muss man ihm lassen.

Internationaler Einheitsbrei

Dr. Rüdisühli am Samstag den 9. März 2013 um 14:00 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Bonjour Dr. Rüdisühli, ich bin ein grosser Fussballfan und lese auf der Toilette auch immer gern ein Heftli. Als Bilingue stellt sich nun für mich die Frage, ob ich besser ein französisches oder deutsches Fussballmagazin abonnieren soll. Besten Dank zum Voraus für Ihre gewohnt kompetente Kaufberatung! Ihr S.C., B.

Lieber Stéphane, abgesehen von unterschiedlichen Inhalten ist das eigentlich Jacques was Jockel.

Links: 11 Freunde, Deutschland
Rechts: SoFoot, Frankreich

Schwedisches Schnäppchen

Dr. Rüdisühli am Freitag den 1. Februar 2013 um 15:02 Uhr

Hey, hier kommt Alex.

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Die Details sind nun auch geregelt, der Medizincheck bestanden – YB hat die Verpflichtung des 26-jährigen schwedischen Stürmers Alexander Gerndt bekanntgegeben.

Wieviel YB (im Bild Präsident Müller) an den vormaligen Besitzer Utrecht zahlt, ist nicht bekannt; laut Medienberichten sind es schlappe 2 Millionen Euro.

In der holländischen Topliga schoss Gerndt in 31 Spielen 12 Tore. Zuvor hatte er als schwedischer Torschützenkönig auch den Sprung ins Nationalteam geschafft; nach 8 Einsätzen (2 Toren) bis Ende 2011 wurde er nicht mehr aufgeboten. Der schwedische Verband reagierte damit auf ein Gerichtsurteil gegen Gerndt. Der Spieler soll seine Ehefrau geschlagen haben.

In Bern tritt er die Nachfolge von Raul Bobadilla an. Er übernimmt auch dessen Rückennummer 9.

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