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Archiv für die Kategorie „Transfermarkt“

Turbulenzen auf dem Transfermarkt

Rrr am Donnerstag den 1. August 2013 um 19:55 Uhr

BREAKING NEWS: Häcken-Thun 1:2 – Zuffi trifft zweimal! – Liberec-FCZ 2:1

Gareth Bale sprengt alle Rekorde.

20130801-200342.jpgFür 120 Millionen Euro wechselt der 24-jährige Waliser von den Spurs zu Real Madrid. Im Vergleich dazu war Cristiano Ronaldo mit 94 Millionen im Jahr 2009 ein Schnäppchen.

120 Millionen? Dafür könnte man locker eine ganze Mannschaft zusammenkaufen, die ziemlich kompetitiv wäre, und hätte dann immer noch ein bisschen Kleingeld in der Kasse, wie die Grafik unserer Kollegen von Eurosport zeigt.

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Zum Vergleich: Der Marktwert des Kaders vom FC Basel beläuft sich auf 48 Millionen Euro. Ganz YB gibt’s schon für 20 Millionen Euro.

Absurd? Nun, Gareth Bale beförderte neulich YB quasi im Alleingang aus der Championsleague-Quali. Im Wankdorf spielte er noch eher diskret, im Rückspiel aber bereitete er alle vier Tore der Spurs vor.

Für eine Handvoll Pfund

Herr Shearer am Montag den 15. Juli 2013 um 10:00 Uhr

Was der Thurrock FC in der letzten Saison gelernt hat: Rechnungen sollte man immer pünktlich bezahlen.

Eigentlich ist der Verein aus der Isthmian Premier Division, der achthöchsten Liga Englands, mit einem blauen Auge aus der Saison 2012/13 davongekommen. Das Polster auf den Nichtabstieg betrug gerade mal einen läppischen Punkt. Alles in Butter, dachte man sich also. Doch dann kam die böse Überraschung: der Verband zog dem Club nachträglich drei Punkte ab. Dieses Verdikt besiegelte den Abstieg in die Isthmian Divison One North.

Thurrock FC

“The Fleet” liess in der Rückrunde mehrmals Stürmer Joel Barnett auflaufen. Der hätte aber eigentlich gar nicht spielen dürfen, da er bei seinem letzten Verein, dem Wilton FC in Yorkshire, eine Busse in der Höhe von 16 Pfund (umgerechnet etwa 24 Franken) aufgebrummt erhalten hatte. Der Verband liess ihn auch klar wissen, dass er nirgends spielen dürfe, solange die Strafe nicht bezahlt sei. Der Präsident vom Thurrock FC seinerseits sagte, dass Barnett seinen neuen Club von sich aus darauf hätte hinweisen müssen, aber nicht konnte, weil er zum Zeitpunkt der Verpflichtung grad im Knast sass…

Demnächst könnte der Fall auch die Schweiz erreichen: der Club will den Abstieg nicht hinnehmen und den Fall vor das internationale Sportgericht CAS in Lausanne ziehen. Für die 16 Pfund kriegt man übrigens im Pub etwa fünf Pint besten Ales, um den Ärger über den Abstieg runterzuspülen. Für die Verfahrenskosten noch einige mehr dazu.

Was macht eigentlich …

Newfield am Sonntag den 14. Juli 2013 um 02:00 Uhr

… Gennaro Gattuso? Er trainiert zurzeit die U.S. Palermo in Österreich*.

* Heute 16:25 ORF eins, Stereo, 16:9 VB:
Fußball ÖFB Samsung Cup 1. Runde: LASK Linz – Rapid Wien

Der Rekordmeister muss nach dem Testspielschlager gegen Paris Saint Germain auf der Gugl bestehen. “Das wird ein hartes Stück Arbeit”, meinte Rapid-Coach Zoran Barisic.

Wo Geissen ins Gras beissen

Herr Shearer am Freitag den 12. Juli 2013 um 05:31 Uhr

Muschi, Döner und Kebap räumen auf.

Die drei Ziegen arbeiten derzeit leihweise für den 1. FC Lok Leipzig. Ihre Aufgabe: die Ränge des altehrwürdigen Bruno Plache-Stadions von Gras und Unkraut zu befreien. Gehören tun die Tiere einem Herrn Theile, welcher in der Nähe des Stadions eine Kantine betreibt. Für diese aufwändige Jätarbeit hat der ehemalige DDR-Spitzenverein und jetzige Regionalligist derzeit halt einfach kein Geld. Da kommen die vierbeinigen Rasenmäher aus der Familie der Hornträger gerade gut gelegen. Benzin saufen sie keins, ein bisschen Salzgeleck als Lohn genügt ihnen. Niedlich, keine Frage. Tierfreunde können die drei unter diesem Link auch noch in Aktion bewundern.

Um jetzt auch noch einen Bezug zum hiesigen Fussball herzustellen, könnte man noch das da erwähnen: bei Lok Leipzig spielte bis zum Ende der vergangenen Saison auch der Ex-YB-Junior Albert Spahiu. Dessen Zukunft scheint aber nicht in Leipzig zu liegen.

Un’estate italiana

Newfield am Mittwoch den 10. Juli 2013 um 00:01 Uhr

Der F.C. Parma pflegt zurzeit das Strandleben in Italien, denn auch für die unverwüstlichen Herren Donadoni und Cassano gilt: c’è sempre prossima stagione.

 

Liebesgrüsse aus Moskau

Herr Shearer am Donnerstag den 4. Juli 2013 um 16:14 Uhr

In unserer Erfolgsserie “Rundes Leder Feriengrüsse” zeigen wir Ihnen heute eine Postkarte, die uns aus dem Osten zugesandt wurde.

Unser treuer Leser Herr Bueb verbringt seine Ferien in Moskau; dort liegt er aber nicht nur auf der faulen Haut, sondern sondiert auch den Spielermarkt.

Besten Dank, Herr Bueb. Sei der Herr Lord immer mit Ihnen!

Nulpen zu Profis

Herr Shearer am Donnerstag den 27. Juni 2013 um 05:41 Uhr

Sie wurden auf dem Pausenplatz immer als letzter in eine Mannschaft gewählt? Macht nichts. Sie können trotzdem noch Fussballprofi werden.

Etwas sportlich müssen Sie natürlich trotzdem sein, dazu nicht jünger als 18 und nicht älter als 35-jährig. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn Sie auch noch 30’000 Franken auf der hohen Kante haben. Sollte das alles zusammen der Fall sein, steht Ihrer Bewerbung nichts mehr im Wege. Im Falle einer erfolgreichen Kandidatur dürfen Sie eine Woche lang mit der ersten Mannschaft trainieren, kriegen einen ganzen Satz Klamotten, eine eigene Rückennummer und dürfen mit aufs Teamfoto. Die Krönung ist schlussendlich der Einsatz während mindestens zehn Minuten in einem Liga- oder Cupspiel.

Möglich macht diesen Bubentraum der Macclesfield Town FC in England. Grund für diese Aktion ist pure Not: die “Silkmen” sind hoch verschuldet, dazu vor einem Jahr auch noch aus der League Two (vierthöchste) in die Blue Square Premier Conference (fünfthöchste Liga) abgestiegen und brauchen nun wirklich jedes Pfund. Zwar ist der Verein auf dem Weg der Besserung – seit kurzem gehört Macclesfield über eine Stiftung den Fans – aber eben, jeder Rappen zählt. Natürlich wird der Einsatz des Auserwählten den Ausgang des Spiels nicht beeinflussen dürfen; Trainer John Askey betont, dass er ihn nur in einer sicheren Situation einwechseln wird, wenn also der Vorsprung zehn Minuten vor Spielende dies gefahrlos erlaubt. Was für Sie als potentiellen Kandidaten wiederum bedeutet, dass Sie auch noch ein bisschen Sitzleder mitbringen müssen: 2012 gelang Macclesfield zwischen Januar und Mai in 25 Spielen kein einziger Sieg.

Sind Sie trotzdem noch interessiert? Dann melden Sie sich jetzt!

 

Cleverer Cedric

Val der Ama am Freitag den 14. Juni 2013 um 06:11 Uhr

Real Betis Sevilla verpflichtete eben einen Juniorennationalspieler aus der zweiten spanischen Liga – und zahlte dafür nur 1.21 Euro Ablöse.

Auf dem Bild hier sehen Sie den Cedric Mabwati vom spanischen Zweitligisten CD Numancia. Der 21 Jahre alte Stürmer aus der Demokratischen Republik Kongo hatte sich die Ablösesumme in seinen Vertrag schreiben lassen, den er 2010 in Numancia geschlossen hatte. Eine Bedingung im Schriftwerk nur: Ein Verein aus der Primera Division sollte den Stürmer vor dem 15. Juni 2013 verpflichten.

“Warum eigentlich nicht”, haben sich die Verantwortlichen von Betis gedacht und also günstig eingekauft, weil nach dem Stichtag wärs ja deutlich teuer geworden.

Kleines “Nunja” aber zum Schluss noch: In der abgelaufenen Saison hat Mabwati 37 Spiele absolviert und dabei drei Treffer erzielt.

Mexikanischer Wechsel

Herr Pelocorto am Donnerstag den 23. Mai 2013 um 06:00 Uhr

Wahnsinn? Vergessen Sie Christian Constantin. Willkommen in der Welt von Amado Yáñez!

Herr Yáñez ist mexikanischer Geschäftsmann und Besitzer des Querétaro Fútbol Club. Die ‹Gallos blancos› haben in der aktuellen Saison den achten Platz erreicht. Trotzdem müssen sie absteigen. Das hängt mit dem komplizierten Modus der obersten mexikanischen Liga zusammen.

Der funktioniert so: Jedes Jahr spielen die 18 Mannschaften zwei Meisterschaften. Die ‹Clausura› von Januar bis Juni und die ‹Apertura› von August bis Dezember. Pro Meisterschaft wird einmal gegeneinander gespielt. Die besten acht machen anschliessend im K.O.-System mit Hin- und Rückspiel den Meistertitel unter sich aus. Abgestiegen wird nur nach der Clausura. Absteigen muss diejenige Mannschaft, die den tiefsten Punkteschnitt aus den letzten sechs Meisterschaften aufweist. Ich weiss, das tönt verrückt, es ist aber so.

Wo waren wir? Ah, ja, bei Absteiger Querétaro. Herr Yáñez war natürlich sehr, sehr enttäuscht, dass seine Stadt Querétaro nicht mehr in der Liga MX vertreten war. So enttäuscht, dass er kurzerhand eine andere Mannschaft, die Jaguares de Chiapas aus der Stadt Tuxtla Gutiérrez, mit allem Drum und Dran aufgekauft und nach Querétaro verpflanzt hat. Die Distanz zwischen den beiden Städten beträgt übrigens rund 1’050 Kilometer, was der Strecke von Zürich nach Warschau entspricht.

Die Jaguares de (Chiapas) Querétaro

Wenn der mexikanische Verband alles durchwinken wird, wovon man ausgehen kann, dann werden zum Start der ‹Apertura› zwei Clubs die Ehre der Stadt Querétaro vertreten; die Jaguares in der Liga MX und der Querétaro FC in der Ascenso MX. Olé.

Pannen, Pleiten, Pašagić

Rrr am Montag den 13. Mai 2013 um 05:35 Uhr

Heute lernen Sie Alen Pašagić kennen.

Herr Pašagić ist Torhüter des slowenischen Erstligisten Rudar Velenje und stand auch am Samstag beim Heimspiel gegen NK Koper zwischen den Pfosten.

Hier kassiert Herr Pašagić das 0:1 nach 16 Minuten. OK, kann natürlich mal passieren.

Hier läuft es einfach dumm, nach 25 Minuten. 0:2.

Und hier sehen Sie das 0:4 kurz vor der Pause.

Das Spiel endete 1:4, Rudar Velenje verbleibt im tristen Mittelfeld auf Platz 6.