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Archiv für die Kategorie „The Home of Football“

Schweizer Trainer für Chelsea

Lars: L am Sonntag den 4. März 2012 um 14:57 Uhr

LIVE: Lausanne – Young Boys 0:0

Villas-Boas geht – Di Matteo kommt.

Die Resultate und Leistungen des Teams unter dem Portugiesen haben die Clubleitung nicht zufrieden gestellt, wie Chelsea auf seiner Website soeben mitteilt. Von den letzten 12 Spielen konnte Chelsea nur drei gewinnen.

Verantwortlich für das Team wird nun Assistenzcoach Roberto Di Matteo. Zumindest bis Ende Saison. Er kann unter anderem noch die Champions League und den FA Cup gewinnen. Und er soll den Club noch in die Champions League 2012/13 bringen. Die Redaktion des Runden Leders wünscht Di Matteo mit 13:0 Stimmen viel Spass bei seiner neuen Aufgabe!

Keeper auf Karten

Rrr am Samstag den 3. März 2012 um 12:18 Uhr

In unserer Serie “Rundes Leder Zeitmaschine” reisen wir heute ins vorletzte Jahrhundert.

Ältere Leser werden sich erinnern: Damals gab es noch keine Panini. Ab 1870 begannen aber die Tabakfirmen, ihren Zigarettenpackungen Sammelkarten beizulegen – zum Zweck zur Kundenbindung. Die Zigarettenkarten waren bald ein beliebtes Tauschobjekt.

Beliebt waren Tiersujets, Wunder der Technik, aber auch Stars und Sternchen – und natürlich Fussballer. Die Zigarettenkarten verschwanden dann mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, wegen der Papierrationierung.

Geniessen Sie nun bei unseren Kollegen von kckrs.com die zeitlos schöne Serie Goalies mit Mützen aus dem britischen Königreich.

Holländischer Helgen

Newfield am Samstag den 3. März 2012 um 06:03 Uhr

Herzlich willkommen zu einer weiteren Kunst-Matinée im Runden Leder. Wir fassen uns – in Abwesenheit von Herrn Pelocorto – kurz.

Das wars. Be(rt)dankt.
Wie?
Also gut, neulich im Wembley Stadium:

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Verleger gesucht

Herr Shearer am Donnerstag den 1. März 2012 um 10:01 Uhr

Fraser Syme sucht noch einen Buchverlag.

Struan J. Marjoribanks hat eine erfolgreiche Karriere in der Suppenindustrie hinter sich und ist Vater eines achtjährigen Sohnes. Struan J. Marjoribanks ist eine Kunstfigur, unter deren Name Fraser Syme verschiedene englische und schottische Fussballclubs anschrieb, welchen er mit den unterschiedlichsten Anliegen und Anfragen wohl ziemlich Arbeit beschert hat.

Elgin City wird dringend aufgefordert, ein Spiel zu verschieben, damit die ganze Familie Marjoribanks mitsamt der extra anreisenden kanadischen Verwandtschaft trotz Terminkollision mit einer Hochzeit dem Spiel beiwohnen kann. In Dumbarton wird ein im Torjubel verloren gegangener Schuh verzweifelt gesucht. Darf man als Tourette-Patient im Goodison Park fluchen, wie einem der Schnabel gewachsen ist? Und darf die Asche von Tante Jessies seligem Yorkshire Terrier auf dem Geläuf des Dundee FC verstreut werden?

Was erstaunt: die Vereine sind oftmals tatsächlich sehr entgegenkommend und reagieren zum Teil auch unerwartet schlagfertig auf die Schreiben. Bis Fraser Syme einen Verleger gefunden hat, können Sie seine gesammelten Werke, (in english, of course) auf seiner Homepage lesen. Der Verfasser dieser Zeilen hat sich bei der Lektüre am Schirm jedenfalls köstlich amüsiert. Falls Sie also einen Buchverlag, idealerweise auf der schönsten Insel der Welt, kennen, kontaktieren Sie Herrn Fraser doch bitte.

Kassenmagnete

Herr Pelocorto am Montag den 27. Februar 2012 um 06:00 Uhr

Der FC Portsmouth kämpft mit allen Mitteln gegen die leere Kasse.

Vom finanziell gebeutelten FC Portsmouth war hier schon öfters die Rede. Der Insolvenzverwalter, der die Finanzen des Clubs in Ordnung bringen muss, kennt keine Gnade. Aus Spargründen hat er in der Verwaltung des FC Portsmouth dreissig Stellen aufgelöst.

Weil die Ticketschalter beim Stadion Fratton Park zu verwaisen drohten, sprangen am Samstag die Spieler der ersten Mannschaft als Kassiere ein. Oben sehen Sie Joel Ward bei seinem Einsatz vor dem Einsatz. Und links wirkt Captain Liam Lawrence an der Kasse.

Nicht alle Fans waren im Bild über die Aktion; sie staunten nicht schlecht, als sie an den Tageskassen von den Spielern bedient wurden. Ein Fan meinte, er hätte sich noch gewundert, warum die Schlange an der Kasse so lang sei; nachher sei ihm alles klar gewesen.

Das anschliessende Spiel zwischen dem FC Portsmouth und Leeds endete torlos. Auch sportlich sind ‹Pompeys› Perspektiven nicht gerade rosig.

Norwich

Herr Pelocorto am Sonntag den 26. Februar 2012 um 22:30 Uhr

26. Februar 2012

In seinem 900. Pflichtspiel für Manchester United erzielt Ryan Giggs in der 92. Minute den Siegestreffer. Die ‹Red Devils› gewinnen an der Carrow Road gegen Norwich City FC mit 1:2.

Besondere Besprechung

Rrr am Sonntag den 26. Februar 2012 um 12:02 Uhr

Zur Pause 0:1 hinten? Da brauchts unkonventionelle Massnahmen.

Das sagte sich wohl die Frau des russischen Oligarchen Maxim Demin, der letzten November den englischen Drittligisten Bournemouth gekauft hat und seither auf den Erfolg wartet. Als am Samstag im Heimspiel gegen Milton Keynes die nächste frustrierende Niederlage drohte, eilte die Dame in die Garderobe und las dem Team offenbar die Pausen-Leviten.

Klubpräsident Eddie Mitchell warb um Verständnis: “Maxim Demin und seine Frau haben so viel Energie und Geld in den Verein gesteckt, und trotzdem treten wir an Ort. Da kann einem schon mal der Kragen platzen.” Mitchell betonte zugleich, sowohl er als auch die Investoren stünden voll hinter dem Trainer und hinter der ganzen Mannschaft. “Wir haben auf allen Positionen die richtigen Leute, keine Frage.”

Was die Dame den Spielern sagte, ist nicht bekannt. Mitchell beteuerte, sie spreche sowieso nicht gut Englisch und habe den Spielern nur alles Gute gewünscht. Wie auch immer: Bournemouth verlor 0:1, die Saison ist endgültig im Eimer.

McKenzie sitzt

Herr Maldini am Donnerstag den 23. Februar 2012 um 10:01 Uhr

Leon McKenzie muss ins Gefängnis.

Vor zwei Jahren, als sich der ehemalige Spieler von Crystal Palace und Norwich City in schlechter psychischer Verfassung befand, fiel er wiederholt durch zu schnelles Fahren auf. Als er von der Polizei geschnappt wurde und ihm eine Verurteilung drohte, versuchte er sich mit gefälschten Briefen aus der Affäre zu retten. Er sei damals depressiv und von falschen Freunden umgeben gewesen, so McKenzie. Nun habe er aber aus seinen Fehlern gelernt und sei ein anderer Mensch.

Alle Reue nützte nichts, McKenzie sitzt ab sofort für sechs Monate hinter schwedischen Gardinen, seinen Fahrausweis erhält er erst in 18 Monaten zurück. Bezüglich der Taxi-Wahl hat ihm Nicklas Bendtner sicher einen Tipp, wie die älteren Leser unter Ihnen bereits wissen.

Im Dezember übrigens hängte McKenzie die Fussballschuhe an den Nagel, um sich seiner Zweitkarriere zu widmen. Hierfür hat er nun alle Zeit der Welt.

Up’Ards gegen Down’Ards

Herr Pelocorto am Mittwoch den 22. Februar 2012 um 15:00 Uhr

LIVE auf RL 3: Pest gegen Cholera mit Wirrkopf Walter

Gestern war es wieder einmal so weit: Fussball auf dem grössten Platz der Welt!

Beim Royal Shrovetide Football in Ashbourne geht es zur Sache. Das grösste Spielfeld, nämlich die ganze Ortschaft, die grössten Mannschaften, angeblich Hunderte und die längste Spieldauer, nämlich an zwei Tagen je acht Stunden, zeichnen die archaischste Form des Fussballs aus.

Shrovetide Football kommt seit dem 12. Jahrhundert mit wenigen Regeln aus. Mord und Totschlag sind verboten, unnötige Gewalt sollte vermieden werden, Friedhöfe, Gräber, Denkmäler und private Gärten sind tabu, der Ball darf nicht versteckt werden und nach 22 Uhr wird nicht mehr gespielt, denn etwas Ordnung muss sein, wenn die Up’Ards gegen Down’Ards spielen, also die nördlich vom Fluss gegen die südlich vom Fluss.

Mehr packende Bilder dieses faszinierenden Anlasses finden Sie bei der BBC.

Todesschütze

Val der Ama am Mittwoch den 15. Februar 2012 um 18:09 Uhr

Prominente aus aller Welt schauen heute Abend ängstlich nach Mailand – aus Furcht vor Aaron Ramsey.

Ein Goalgetter ist er ja nicht gerade, der walisische Nationalspieler: Seit dem 1. Mai 2011 hat er gerade mal vier Tore in Pflichtspielen für Arsenal erzielt. Doch wenn er trifft, triffts kurz darauf eine prominente Person.

Die englische “Sun” zählt auf: Am 1. Mai 2011 traf Ramsey zum 1:0 gegen Manchester United – am nächsten Tag wurde Osama Bin Laden getötet. Am 2. Oktober dann ein Tor Ramseys gegen Tottenham – drei Tage später starb Steve Jobs. Am 19. Oktober schoss Ramsey das 1:0 gegen Olympique Marseille – und erledigt so tags darauf Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi. Tja, und vergangenen Samstag verabschiedete sich, nur Stunden nach Ramseys Tor gegen den FC Sunderland, Whitney Houston von der Weltbühne.