Blogs


Archiv für die Kategorie „The Home of Football“

Return of the King

Herr Pelocorto am Sonntag den 8. Januar 2012 um 11:00 Uhr

Thierry Henry spielt wieder für Arsenal. Morgen Abend geht’s los.

Der Ausleihvertrag ist unter Dach und Fach. Thierry Henry wird wieder für Arsenal stürmen. Allerdings handelt es sich um ein befristetes Engagement, das spätestens Ende Februar enden wird.

Was klar ist, Henry gibt morgen Abend im FA-Cup-Spiel gegen Leeds sein Comeback. «He will be involved against Leeds.» So jedenfalls bin ich von Arsène Wenger informiert worden.

Henrys Tore können wir gut brauchen. Etwa am 22. Januar zuhause gegen Manchester United, am 15. Februar auswärts gegen die AC Milan oder gerne noch am 26. Februar zuhause gegen die ‹Spurs› beim 3:1-Sieg. Was müssen Sie zum Comeback wissen? Henry ist 34 Jahre alt, aber gut in Form, wissen die anderen Arsenal-Spieler aus dem Training. Henry trägt jetzt die Nummer 12, seine berühmte 14 ging an Theo Walcott. Henry wurde am 9. Dezember mit einer eher hässlichen Statue vor dem Ashburton Grove Stadion zu Tränen geehrt. Und Henry ist immer noch der beste ausländische Stürmer der Premier League.

Die Fans haben ‹Titi› natürlich nicht vergessen und sie zeigten in den letzten Heimspielen ihre Vorfreude, die auch meine ist.

Manchester Divided

Herr Pelocorto am Samstag den 7. Januar 2012 um 07:00 Uhr

Manchester in grosser Aufregung: Am Sonntag kommt es zum nächsten Derby!

Nach der Heimohrfeige vor einigen Wochen will sich Manchester United revanchieren. Am Sonntag kommt es in der dritten Runde des FA-Cup zum Aufeinandertreffen im City of Manchester Stadion. Allerdings hat Sir Alex Ferguson zur Zeit keine Trümpfe in der Hand, dafür verletzte Spieler auf der Bank. Und die zwei Niederlagen hintereinander gegen Blackburn und Newcastle trugen nicht gerade zur Stärkung der Moral bei. Mancinis ‹Citizens› hingegen schlugen im letzten Spiel zuhause Liverpool souverän mit 3:0 und stehen alleine an der Spitze der Premier League. Eine klare Sache also. Vielleicht.

Jedenfalls ist die Vorfreude und die Spannung gross. Apropos Spannung: Die Greater Manchester Police hat auf die Gefahren des übermässigen Alkoholkonsums hingewiesen und zwar nicht um das Stadion, sondern zuhause:

Das Spiel wird am Fernsehen übertragen und wir möchten darauf hinweisen, dass die Mischung aus Spannung und übermässigem Alkoholkonsum zuhause manchmal zu Ausrastern bis hin zu häuslicher Gewalt führen kann. Auch hier werden wir kompromisslos durchgreifen, denn es gibt keine Entschuldigung für solches Verhalten. Wir ermutigen alle Betroffenen, sich bei uns zu melden.

Im Stadion werden auch knapp 6’000 United-Fans erwartet, Teile der Polizei werden deshalb im Full Riot Gear erscheinen. Obwohl es eigentlich eine unerfreuliche Sache ist, muss ich bei diesem Ausdruck immer schmunzeln, weil mir unweigerlich das da in den Sinn kommt:

Dritte Runde im FA-Cup, live am TV
Birmingham City v Wolverhampton Wanderers, Sa. 7. Januar 13:30 Uhr, Sport1
Manchester City v Manchester United, So. 8. Januar 14:00 Uhr, Sport1

Sirup, Sirup, Sirup!

Herr Shearer am Donnerstag den 5. Januar 2012 um 21:23 Uhr

Ein Tag ohne Erdbeersirup ist kein guter Tag!

Sie wisssen ja: Alkohol und Sport, das passt nicht zusammen. Wayne Rooney zum Beispiel trinkt gerne einmal ein Bierchen über den Durst. Das führt dann dazu, dass er innert einer  Woche zuerst gar nicht und im nächsten Spiel unterirdisch spielt. Das nützt dann eine Spitzenmannschaft wie Newcastle United gerne eiskalt aus, so wie gestern: gleich mit 3:0 wurde Manchester United abgefertigt. Das Score eröffnete Demba Ba mit seinem 15. Saisontreffer für die “Magpies”.

In einem Interview gab der Stürmerstar zuvor ein Geheimnis preis: kein Tag vergehe, ohne dass er Sirup trinke. Erdbeeraroma.

Messi Demba! Es geht nämlich auch ohne Drogen im heutigen Fussball. Jedenfalls für die Spieler.

Volltrunkene Vögel

Herr Pelocorto am Donnerstag den 5. Januar 2012 um 10:00 Uhr

Der älteste Fussball-Club der Welt wird 150 Jahre alt. Prost!

Der Notts County F.C. wurde am 25. November 1862 gegründet. Der Club spielt in schwarzweiss-gestreiften Trikots und nennt sich deshalb nicht überraschend Magpies, also Elstern. Seine ganz grossen Erfolge liegen schon etwas länger zurück, wir haben einen FA-Cupsieg im Jahr 1894 in unseren Büchern notiert.

Wie feiert man in England ein solch stolzes Jubiläum? Richtig – mit einem Jubiläumsbier! In diesem Fall mit einem light ale aus der ortsansässigen Castle Rock Brauerei.

Notts County, also die Magpies, veranstaltete einen Wettbewerb für den passenden Namen, den Eric Jackson (68) mit dem Namen Pie Eyed 150 gewann. Pie-eyed lässt sich diplomatisch am ehesten mit ziemlich angeheitert übersetzen.

Eric Jackson geht seit seinem 7. Lebensjahr in das Meadow Lane Stadion und ist ein seriöser Ale-Trinker, wie er uns verriet:

I have always been a real ale fan, ever since I started drinking. I’ve always preferred it to lager – that’s just water with chemicals. I think ale is good for you.

Als Wettbewerbspreis erhält er seine Körpergrösse in Bier-Harassen. Prost! Das Pie Eyed 150 wird seit dem 2. Januar bis Ende Jahr im Stadion ausgeschenkt und die ersten 150 Flaschen werden versteigert.

Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, unser 150-Jahr-Jubiläum zu begehen;
der Name passt einfach perfekt!

So Jim Rodwell, der Geschäftsführer von Notts County, der vom Bier völlig begeistert ist. Prost!

Respektables Recycling

Rrr am Donnerstag den 29. Dezember 2011 um 17:40 Uhr

Alte Trikots in die Kleidersammlung? Karen Bell hat eine bessere Idee.

20111229-175412.jpgDie 38-Jährige ist ein grosser Fan von Manchester City und entschloss sich neulich, zum zweiten Mal in ihrem Leben vor den Traualtar zu treten. Ihr Brautkleid schneiderte sie selber – und verwendete dazu etliche City-Trikots, die der Bräutigam Simon seit den 1980er Jahren gesammelt hat.

“Ich sass nächtelang vor der Nähmaschine, ich wollte einfach ein ganz besonderes Brautkleid”, berichtet Frau Bell. Das Resultat kann sich sehen lassen, und auch der Bräutigam reagierte dem Vernehmen nach mit Entzücken.

Nach der Trauung ging es übrigens nicht in die Flitterwochen, sondern direkt ins Etihad Stadium – die Frischvermählten kamen gerade rechtzeitig an, um das Heimspiel der Citizens gegen Stoke zu verfolgen. City siegte 3:0.

Klasse Karte

Rrr am Donnerstag den 22. Dezember 2011 um 15:46 Uhr

Kyle Naughton beherrscht die Kunst des Verwarntwerdens.

Norwichs rechter Aussenverteidiger kassierte vorgestern gegen Wolverhampton die fünfte gelbe Karte der Saison, was automatisch eine Spielsperre nach sich zieht. Naughton fehlt damit ausgerechnet im von den Fans heiss geliebten Boxing-Day-Match.

Schlimm? Nicht wirklich. Norwich spielt gegen Tottenham, Naughtons Besitzerklub – und der Leihvertrag zwischen den beiden Klubs besagt, dass Naughton nicht gegen die Spurs eingesetzt werden darf.

What a Happy Coincidence.

20’000

Herr Shearer am Donnerstag den 22. Dezember 2011 um 01:14 Uhr

Ein Villain schreibt ein bisschen Geschichte.

Aston Villas Marc Albrighton schoss gestern Abend ein geschichtsträchtiges Tor: sein Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 54. Minute zuhause gegen Arsenal war das 20’000. Tor in der Geschichte der englischen Premier League. Das gibt uns Gelegenheit, das allererste Tor in der Geschichte dieser inzwischen umsatzträchtigsten Liga der Welt anzuschauen. Geschossen hat es Brian Deane in Diensten von Sheffield United beim 2:1-Sieg gegen Manchester United am 15. August 1992.

 

 

 

 

Sprachregelung

Herr Pelocorto am Mittwoch den 21. Dezember 2011 um 21:00 Uhr

Morgen trifft Tottenham Hotspur auf Chelsea. Da braucht es klare Regeln.

Schon lange war das Aufeinandertreffen der zwei Londoner Clubs nicht mehr so interessant wie morgen. Die ‹Spurs› liegen nämlich auf Platz 3, direkt vor den ‹Blues›. Es geht also um etwas! Entsprechend blank liegen die Nerven. Tottenham hat heute auf der Club-Website den Fans beider Teams die wichtigsten Anstandsregeln in Erinnerung gerufen.

An der White Hart Lane werde keine ungebührliche Ausdrucksweise geduldet. Man solle es nicht den hirnlosen Fans gleichtun und sich und den anderen den Tag verderben, sondern man solle diese Individuen gleich melden, damit sie entfernt werden können. Zusätzlich sind die Stewards mit Kameras ausgestattet worden, um potentielle Unruhestifter im Publikum zu entdecken.

Der englische Fussball wird zur Zeit gleich von zwei Fällen von ungebührlicher Sprache überschattet. Gestern hat die FA eine Acht-Spiel-Sperre gegen Liverpools Luis Suarez ausgesprochen, weil er angeblich Manchester Uniteds Patrice Evra rassistisch beleidigt hat, und Chelseas Captain John Terry ist angeklagt wegen rassistischer Bemerkungen gegenüber Queens Park Rangers Anton Ferdinand.

Blue Chip

Herr Pelocorto am Freitag den 16. Dezember 2011 um 06:00 Uhr

In unserer Adventsserie beschenken wir heute den wertvollsten Fussballer,
den das Runde Leder je hatte.

Was wäre dieses Fussballjahr ohne Mario Balotelli gewesen?
Eine furztrockene Angelegenheit, nicht wahr?

Aber Marios Mütze, sein Kampf mit den Kleidern, seine fantastischen Fahrkünste, seine glückliche Hand mit Feuerwerk, seine weiteren Abenteuer, all das hat hat uns ein Lächeln, nein, ein Lachen auf das Gesicht gezaubert!

Danke, Mario!

Neben dem Feuerlöscher schenken wir Dir das grosse Feuerwerk-Set. Lass es bitte auch nächstes Jahr richtig krachen!

Sie selber oder Ihr Club des Herzens sind nicht so erfolgreich wie Mario Balotelli oder Manchester City? Dann haben wir auch für Sie genau das Richtige!

Verflixte Verwechslung

Herr Shearer am Dienstag den 13. Dezember 2011 um 10:00 Uhr

Der Schiri ist immer schuld.

Also auch Chris Foy. Die Fans der Tottenham Hotspurs waren sich letzten Sonntag ziemlich einig, dass die Schuld für die Niederlage in Stoke einzig und allein beim Unparteiischen Chris Foy liege. Einige Spurs-Anhänger taten anschliessend ihren Unmut über einige zweifelhafte Entscheidungen mit maximal 140 Zeichen über das soziale Netzwerk Twitter kund. Das ist heute so gang und gäbe und kann durchaus erleichternd wirken, wie der Schreibende versichert.

Dumm nur: Einige adressierten ihre nicht gerade netten Botschaften an Chris Hoy. Sir Chris Hoy. Der ist mehrmaliger Radweltmeister und Olympiasieger auf der Bahn und staunte nicht schlecht über das plötzlich wieder aufgeflammte Interesse an seiner Person. Die Anfeindungen nahm er mit Humor auf: “Auf der Habenseite steht auch, dass ich heute wieder einige Four-Letter-Words gelernt habe”, twitterte der Radchampion zurück.