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Archiv für die Kategorie „The Home of Football“

Mancini wird wahnsinnig

Herr Pelocorto am Freitag den 6. April 2012 um 17:00 Uhr

ManCity-Trainer Roberto Mancini hält es im Kopf nicht mehr aus. Der Wahnsinn trägt einen Namen: Balotelli.

Roberto Mancini hat kürzlich gegenüber der Presse verraten, wie es um ihn und vor allem um sein Verhältnis zu Mario Balotelli steht. Mancini wurde ziemlich deutlich, Balotelli treibe ihn zur Weissglut, das gehe so weit, dass er ihn prügeln möchte. Er spreche nicht mehr jeden Tag mit Balotelli, sonst würde er psychologische Unterstützung brauchen.

Wenn wir kurz auf die letzten Tage zurückschauen, dann kann man Mancini schon verstehen. Beim 3:3 gegen Sunderland letzten Samstag streiten sich Balotelli und Kolarov um einen Freistoss; dann nimmt sich Balotelli zwei Tage frei, reist nach Italien und platzt am Sonntag in die erste Pressekonferenz des neuen Inter-Trainer Andrea Stramaccionis (Inter hat in einem unglaublichen Spiel am Wochenende Genua mit 5:4 geschlagen) und gestern war Balotelli mit seinem weissen Bentley in Manchester in einen Autounfall verwickelt, der glücklichweise für alle Beteiligten glimpflich ablief.

Aber Mancini weiss auch, dass er auf Balotelli kaum verzichten kann. Super-Mario hat diese Saison 17 Tore für die ‹Citizens› erzielt; Tore, die auch im schweren Auswärtsspiel gegen Arsenal am Sonntag dringend gebraucht werden. Will ManCity noch den Hauch eine Chance auf den Titel wahren, dann müssen 3 Punkte her. Arsenal seinerseits muss das punktgleiche Tottenham abschütteln, um den dritten Platz in der Tabelle zu festigen; das dürfte also eine interessante Partie werden. Mit oder ohne Balotelli. Aber lieber mit.

Fussbauer

Rrr am Freitag den 6. April 2012 um 14:03 Uhr

Die Tractor Boys stellen ihr neues Trikot vor.

Und Ipswich Town hat eine perfekte Location für ein Team gefunden, das “Tractor Boys” gerufen wird und ein Pferd im Klubemblen trägt. Film ab!

Töfflibub – Pibe moto

Herr Shearer am Samstag den 31. März 2012 um 15:16 Uhr

BREAKING GCZ NEWS: Trainer Sforza muss Ende Saison gehen

Heute spielt Manchester City gegen Sunderland. Ohne Sergio Agüero.

Zuerst wollte Roberto Mancini nicht genau damit rausrücken, was dem spanischen argentinischen Starstürmer der Citizens genau fehlt. “Es ist eine dumme Verletzung”, versuchte der Italiener abzuwiegeln. Nun aber will der Daily Mirror wissen, wie sich Agüero vor einer Woche (er fehlte bereits gegen Stoke City) weh getan hat: mit dem Minitöffli seines dreijährigen Sohnes nämlich. Beim Fahren mit dem Kinderspielzeug habe er sich den Fuss verletzt. Damit aber nicht genug: richtig schlimm sei es erst geworden, nachdem er die Verhandlung notfallmässig mit einem Eisspray behandelt und sich dabei Verbrennungen zugezogen habe.

Sie sehen, es ist wirklich eine dumme Verletzung, vor allem in dieser entscheidenden Phase der Meisterschaft. Manchester City liegt drei Punkte hinter dem Stadtrivalen United auf dem zweiten Platz. Nächste Woche steht das wichtige Spiel gegen Arsenal an. Voraussichtlich wird “El Kun” da immer noch fehlen.

Mancini selbst hat es derweil eher mit umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln. Als echter Italiener lässt er sich auch im rauhen englischen Strassenverkehr den Spass am “Ciclismo” nicht verderben, wie ein Klick auf den Link beweist.

 

«M» – Merseyside Derby

Herr Pelocorto am Donnerstag den 29. März 2012 um 06:00 Uhr

Dame Judi Dench trägt Blau; ihr Angestellter Rot.

Judi Dench, James Bonds legendäre Chefin «M», ist durch und durch Blau, eine Everton-Anhängerin, ein ‹Toffee›. Diese Woche wurde sie von ihrem Club zur Schirmherrin des Everton Charity Programms ernannt. Eine grosse Ehre für eine Schauspielerin, die schon mit allen erdenklichen Preisen geehrt wurde. Jedenfalls erklärte sie, dass sie tief gerührt sei, dass ihr Club des Herzens sie mit dieser Aufgabe betraue. Sie freue sich, dass sie das Wohltätigkeitsprogramm repräsentieren dürfe, das so vielen bedürftigen Menschen in der Grafschaft Merseyside zugute komme.

Einer dieser Bedürftigen ist sicherlich Daniel Craig. Der bekennende Liverpool-Anhänger hat es in diesen Tagen nicht so schön.

Wir hoffen natürlich, dass das Verhältnis zwischen Dench und Craig am Set zum neuen Bond-Film Skyfall nicht leidet, der zur Zeit in England gedreht wird. Première ist am 26. Oktober 2012 in London.

Geteert und gefedert

Rrr am Montag den 26. März 2012 um 04:53 Uhr

Klarer Derby-Sieg: Der Wheel Power FC schlägt Nova 2010 FC mit 58:0.

Der Amateurklub aus der Grafschaft Devon feierte damit den höchsten Sieg in der Geschichte des britischen Fussballs. Stürmer Robbie Bowker (links) steuerte 18 Tore bei, sein Bruder Stuart deren 10.

Beim Verlierer stellt trotz allem niemand die Trainerfrage – Lewis Parker sitzt fest im Sattel. “Uns fehlten mehrere Stammspieler”, sagte Parker zur Begründung. “Wir wussten also, dass es hart werden würde. Aber das Resultat kam in diesem Ausmass schon unerwartet.”

Auch die Gardinenpredigt in der Halbzeitpause blieb wirkungslos. Nova lag zu diesem Zeitpunkt allerdings auch schon 0:20 hinten. Ein Augenzeuge: “Nach dem Schlusspfiff gingen einige Spieler noch zum Handshake, aber die meisten suchten schnurstracks den Parkplatz auf und rauschten in ihren Wagen davon.”

Gefährliches Geschoss

Rrr am Freitag den 23. März 2012 um 13:02 Uhr

Jamie Thomas war zum ersten Mal im Stadion. Autsch!

Der Neunjährige durfte am letzten Wochenende seinen Papa erstmals ins Old Trafford begleiten. Die beiden nahmen in der vordersten Reihe hinter dem Tor Platz und schauten den ManUtd-Spielern beim Einschiessen zu.

Wayne Rooney verfehlte leider das Tor und traf stattdessen Jamie – und zwar so unglücklich, dass sich der Junge dabei das Handgelenk brach.

Tapfer stand Jamie die erste Hälfte durch. “Aber ich hatte den Eindruck, dass er das Spiel nicht richtig geniessen konnte”, berichtet der Vater. “Deshalb gingen wir in der Pause ins Sanitätszimmer. Leider verpassten wir nachher fast die ganze zweite Halbzeit.”

Rooney hat vom Zwischenfall erst diese Woche aus der Presse erfahren. Er entschuldigte sich darauf via Twitter für das Missgeschick und schickte Jamie ein ManUtd-Trikot samt Unterschrift nach Hause.

ManUtd siegte 5:0. Jamie und sein Papa verpassten die Tore 4 und 5.

Work-Life-Balance

Herr Pelocorto am Donnerstag den 22. März 2012 um 06:00 Uhr

Fussballer haben es streng heute. Ein Spiel reiht sich an das andere; Liga, Cup, Freundschaftspiele. Früher war das alles besser. Sicher?

The Knowledge, die Fussballwissensecke des Guardian ist dieser Frage nachgegangen und hat Statistiken gewälzt. Fündig geworden ist man in der Saison 1958/1959 beim englischen Club Norwich City, der damals in der dritten Liga spielte, in der Division Three. Diese heisst heute League One, es ist aber immer noch die dritte Liga – oha, wir weichen vom Thema ab.

Zurück zu Norwich: Im März und im April 1958 absolvierten die ‹Canaries› ein unglaubliches Pensum. 20 Spiele in der Liga und im FA-Cup wurden aneinandergereiht und kaum ein Spiel ging verloren. Am Schluss der Saison lag Norwich auf dem vierten Platz, vier Punkte hinter den aufstiegsberechtigten Rängen.

Hier die Spiele aus dieser intensiven Phase:

Datum Gegner Ort Ergebnis
04.03.1959 Cup Sheffield United h 3:2
07.03.1959 Liga Southampton h 3:1
14.03.1959 Cup Luton Town neutral 1:1
18.03.1959 Cup Luton Town neutral 0:1
21.03.1959 Liga Bradford City h 4:2
23.03.1959 Liga Accrington St (old) a 2:0
28.03.1959 Liga Hull City a 3:3
30.03.1959 Liga Halifax Town h 3:1
31.03.1959 Liga Halifax Town a 1:1
04.04.1959 Liga Brentford h 4:1
06.04.1959 Liga Mansfield Town a 1:1
08.04.1959 Liga Swindon Town h 1:1
11.04.1959 Liga Notts County a 3:1
13.04.1959 Liga Wrexham a 2:1
14.04.1959 Liga Bury a 2:3
18.04.1959 Liga Mansfield Town h 1:0
22.04.1959 Liga Tranmere Rovers h 0:0
25.04.1959 Liga Swindon Town a 3:4
29.04.1959 Liga Chesterfield h 2:1
30.04.1959 Liga Brentford a 4:0


Rauch über Cobham

Herr Pelocorto am Mittwoch den 21. März 2012 um 20:00 Uhr

Bombe bei den ‹Blues›: Chelseas Mellis packt seine Siebensachen.

Eine Rauchbombe in der Trainingsanlage Cobham zünden? Eine ganz schlechte Idee. Jacob Mellis, Nachwuchsspieler beim Chelsea FC hat ebendas fertiggebracht. Die ‹Blues› fackelten nicht lange mit dem Hobby-Pyromanen und feuerten ihn heute. Seine Kollege, der bei der Aktion mitgewirkt hat, kam mit einer Busse davon. Über Cobham haben Sie hier schon öfters gelesen hier; etwa über Ashley Coles Schussabgabe in den Hintern eines Praktikanten. Übrigens steckte Torres schon damals in einer Torflaute.

Aber unter Di Matteo ist Torres wieder aufgeblüht und hat zum Toreschiessen zurückgefunden. Roberto Di Matteo tut Chelsea sichtbar gut, und seine Trainerbilanz ist bis jetzt makellos: Vier Spiele, vier Siege. Ob das heute Abend so bleibt? Chelsea muss im Spitzenspiel der Runde auswärts bei Manchester City antreten. Bei den ‹Citizens› gibt es vielleicht ein Wiedersehen mit Carlos Tévez, der sich sechs Monate lang halsstarrig gegeben hat.

Das Spiel sehen Sie um 20:45 Uhr im Pay-TV.

Handbags

Herr Pelocorto am Donnerstag den 15. März 2012 um 20:30 Uhr

England ist auch das Mutterland der Fussballausdrücke.

Fällt das Wort ‹Handbags›, beschreiben die Engländer damit eine Auseinandersetzung zwischen Fussballspielern, die sich auf Drohgebärden und eventuell auf etwas Schubsen und Stossen beschränkt; also auf das, was gerade noch nicht mit einem Platzverweis geahndet wird. Die Quelle für den eher abseitigen Ausdruck ist unklar, die Spannweite reicht von Margaret Thatcher bis zu Monty Python.

Die zwei netten Damen im Bild kommen als Urheberinnen eher nicht in Frage; sie trugen ihr offensichtliches Desinteresse am Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Manchester United bereits am 4. März 1972 zur Schau. Die ‹Spurs› gewannen 2:0.

Alles halb so wild

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 11. März 2012 um 15:18 Uhr

Endlich! Mario Balotelli gibt ein Interview.

Das tut er sonst nie, aber für die BBC machte er eine Ausnahme – denn der Reporter war Noel Gallagher, der legendäre Oasis-Sänger und City-Fan. Balotelli seinerseits ist Oasis-Fan, so stand der Begegnung nichts mehr im Weg.

Balotelli nahm in dem gut zehnminütigen Gespräch erstmals Stellung zu den vielen wilden Geschichten, die über ihn kursieren. Die meisten dementierte er nicht wirklich, doch sei alles halb so wild gewesen. Zum Beispiel habe er sich zwar in Italien tatsächlich an die Empfangspforte eines Frauengefängnisses verirrt, aber keineswegs um einen Rundgang gebeten.

Einem jungen Mädchen, das ihn beim Training um ein Autogramm bat, habe er tatsächlich gesagt, sie dürfe doch nicht die Schule schwänzen. Er habe sie auch wirklich zur Schule zurückgefahren, aber dass er dann noch mit dem Rektor gesprochen habe, sei nicht wahr.

Und der Brand in seiner Villa letzten Oktober sei auch stark übertrieben worden. Zwar seien tatsächlich Feuerwerkskörper in Brand geraten, aber das sei nicht er gewesen. Vielleicht Freunde von ihm im Haus, aber das wisse er nicht. Auf jeden Fall habe niemand die Feuerwehr gerufen, das sei auch nicht nötig gewesen, aber gekommen sei sie trotzdem, dabei sei quasi nichts kaputt gewesen. Ausser, ok, ein paar Vorhänge und das Badezimmer.

Geniessen Sie das gestern ausgestrahlte Interview hier in vollen Zügen. Oder lesen Sie die komplette Transkription, ganz wie Sie wünschen.