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Archiv für die Kategorie „The Home of Football“

Weisskopfseeadler

Herr Pelocorto am Mittwoch den 22. Mai 2013 um 06:00 Uhr

Wieso ist der Arsenal FC so erfolgreich? Wir lüften das Geheimnis.

Der Arsenal FC hat sich in der letzten Runde der Premier League den 4. Platz gesichert und damit das Eintrittsticket in die Champions League-Saison 2013-2014. In den letzten 17 Jahren waren die ‹Gunners› nie schlechter klassiert als auf dem 4. Platz, seit 15 Saisons spielen sie ununterbrochen in der Champions League mit, die Finanzen sind im Lot, es ist einfach unglaublich. Was ist das Geheimnis des sympathischsten Nordlondoner Fussball-Clubs?

Nun, eigentlich ist es ganz einfach. Arsenal FC ist der einzige Club weltweit, der von einem Weisskopfseeadler trainiert wird.

Wütender Adler

Posierender Adler

Kreischender Adler

Für die Ornithologen und Gooners unter Ihnen geht es hier weiter:
Bald eagles that look like Arsène Wenger

Teures Transpi

Herr Shearer am Sonntag den 19. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Heute um 14.30 Uhr spielt Yeovil Town im Wembley-Stadion. Dan Cabell ist auch dabei.

Es ist ein grosses Spiel, für das sich die Fans der “Glovers” nach London begeben. Im Final der League One-Playoffs geht es im Spiel gegen Brentford FC um den dritten Aufstiegsplatz in die Championship, Englands zweithöchster Spielklasse. Dan Cabell, grosser Fan von Yeovil, hat ein zehn auf drei Meter grosses Transparent gebastelt, in den Farben des Vereins. “Little Big Yeovil” steht da drauf, und es ist so gross, dass man es über die Köpfe der Zuschauer durchreichen und so wandern lassen kann. Um sicher zu gehen, dass man ihn am Eingang mit dem grossen Fetzen nicht zurückweist, hat sich Cabell sowohl bei der Liga als auch beim Stadionbetreiber vorgängig erkundigt. Letzterer antworteten denn auch prompt – und schickte eine interessante Offerte.

1500 englische Pfund hätte Dan Cabell zahlen müssen, um das Banner ins Stadion nehmen zu dürfen. Das sind nach aktuellem Kurs gut 2’200 Franken, und der Betrag kommt so zustande: weil so ein Teil, das im Stadion rumwandert, natürlich etwas extrem gefährliches ist, müssen ganze acht Personen einer Event-Organisationsfirma das ganze überwachen. Das kostet 1’250£. Weitere 250£ schlagen zu Buche, weil diese Personen ja auch noch einen Parkplatz vor dem Stadion brauchen. Der Stadionbetreiber pochte auf diese Bedingungen, da er für die Sicherheit der Zuschauer verantwortlich sei.

Dan Cabell war natürlich enttäuscht, diesen Betrag konnte und wollte er nicht bezahlen. In allen anderen Stadien in England gab es mit dem Banner keine Probleme, dort erhielt er sogar Lob und Anerkennung für den Schriftzug “Little Big Yeovil”, welcher darauf anspricht, dass der oftmals etwas verspöttelte Yeovil Town FC plötzlich vor einem der Höhepunkte seiner Clubgeschichte steht. Die Enttäuschung bei Dan Cabell war jedenfall gross: “Ich sehe nicht ein, wieso ich zahlen soll, um eine Fahne in ein Stadion mitzunehmen. Wir haben auch erst nach Erhalt des Briefes gemerkt, was uns der Spass kosten würde. Der moderne Fussball ist komplett verrückt geworden.”

Dann kriegten die Verantwortlichem im Wembley aber offenbar doch Zweifel, ob ihre Einschätzung richtig war und sie fanden heraus, dass es solcherlei schon früher gegeben hatte, ohne dass dabei Dutzende Menschen verletzt worden sind. Nun wird also auch heute der weisse Schriftzug auf grünem Grund im Fernsehen zu sehen sein. In einem Land, in dem “Safety and Security” Staatsreligion ist, wird die nächste ähnliche Schnapsidee aber sicher nicht lange auf sich warten lassen.

Fussball in Nicht-Fussball-Büchern (B)

Newfield am Donnerstag den 16. Mai 2013 um 10:00 Uhr

«I opened the newspaper which Brigitta had thoughtfully placed on the tray and almost spilt my tea. No, I did spill my tea – only you don’t worry about things like that any more. It was front-page news. Well, it would have been, wouldn’t it? Leicester City had won the FA Cup.

No kidding, Leicester City had bloody well won the FA Cup! You wouldn’t have believed it, would you? Well, maybe you would, if you didn’t know anything about football. But I know a thing or two about football, and I’ve supported Leicester City all my life, and I wouldn’t have believed it, that’s the point. Don’t get me wrong, I’m not running my team down. They’re a good team, a very good team sometimes, yet they never seem to win the big ones. Second Division champions, as many times as you like to count, oh yes, but they’ve never won the First Division. Runners-up, once, sure, no problem. And as for the Cup … it’s a fact, an undeniable fact that in all the time I’ve supported Leicester City (and for all the time before that, too), they’ve never won the FA Cup. They’ve had a very good post-war record in reaching the Final –

Gordon Banks Leicester City

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Wechselbad der Gefühle

Rrr am Dienstag den 14. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Vom Himmel in die Hölle in 19 Sekunden – willkommen beim Leicester City Football Club.

In den Aufstiegs-Playoffs für die Premier League trat Leicester gegen Watford an. Das Hinspiel daheim gewann das Team 1:0. Im Rückspiel lag man 1:2 hinten. Weil die Auswärtstor-Regel in der regulären Spielzeit nicht zählt, roch es schwer nach Verlängerung.

Die Nachspielzeit lief, die 97. Minute brach an, als Leicester einen Penalty zugesprochen bekam. Der Franzose Anthony Knockaert konnte sein Team vom Elfmeterpunkt in den Playoff-Final gegen Crystal Palace befördern, scheiterte aber – und im Gegenzug traf Watford (mit dem Ex-FCZler Almen Abdi) zum alles entscheidenden 3:1.

Leicester draussen, Watford im Siegestaumel. Die Fernsehbilder können Sie hier sehen. Aber viel eindrücklicher ist in diesem Fall die Kamera aus dem Fan-Sektor von Watford.

Leicester, Playoff und ein Franzose am Penaltypunkt – da war doch was? Aufmerksame Leser erinnern sich sicher. Es ist eine leide Sache mit dem Aufstieg in diesem Leicester.

Ein Goal für Joseph

Rrr am Sonntag den 12. Mai 2013 um 11:19 Uhr

Joseph Kendrick bringt Wigan das grosse Glück.

Joseph wurde letzten Donnerstag 4 Jahre alt, am Samstag hatte er seinen grossen Auftritt: Für den FA-Cupfinal hatte ihn Wigan als Maskottchen ausgesucht. Während zehn Wigan-Spieler je ein Einlaufkind an der Hand hatten, trug Captain Emmerson Boyce den kleinen Jo auf den Platz.

Joseph leidet unter Nicht-ketotischer Hyperglycinämie, einer seltenen Stoffwechselstörung. Sie ist gekennzeichnet vor allem durch schwere geistige Retardierung, Krampfanfälle und Muskelschlaffheit. Bei der Geburt gingen die Ärzte von einer Lebenserwartung von zehn Tagen aus, wie englische Medien berichten.

Die Aktion Josephsgoal nimmt Spenden für Betroffene der Krankheit entgegen. Zur grossen Spenderfamilie gehören zahlreiche bekannte Fussballer. Im Bild sehen Sie Joseph mit Wigan-Trainer Roberto Martinez.

Dass sich Wigan für Joseph als Maskottchen entschied, trug dem Verein viele Sympathien ein. Dass der Klub danach den Cupfinal gegen die Milliardäre von Manchester City gewann und damit den ersten grossen Titel seit der Vereinsgründung 1932 holte, rundete den erfreulichen Abend ab.

Ein Mann, viele Titel

Herr Pelocorto am Freitag den 10. Mai 2013 um 06:00 Uhr

Wie viele Trainer braucht eine Mannschaft, um Titel zu gewinnen? Einer reicht. Wenn es der Richtige ist.

Was Sir Alex Ferguson mit Manchester United erreicht hat, das wird nicht so schnell übertroffen werden. Das haben Sie schon zur Genüge gehört; Premier League gewonnen, alle englischen Cups gewonnen, Champions League gewonnen.

Der Economist hat diese Erfolge seit Beginn der Premier League in der Saison 1992/1993 bis heute grafisch aufgearbeitet und sie den Trainern und den Erfolgen der heute zehn reichsten Teams in Europa gegenübergestellt. Damit wird noch offensichtlicher, wie unglaublich erfolgreich Sir Alex Ferguson war.

Amtlicher Torjubel

Herr Pelocorto am Donnerstag den 9. Mai 2013 um 16:30 Uhr

Gareth Bale lässt seinen Torjubel schützen.

Bale jubelt herzlich

Schon 26-mal zeigte Tottenham-Star Gareth Bale diese Saison sein Markenzeichen, den bekannten Herz-Torjubel. Und das soll auch so bleiben! Deshalb will er beim britischen Amt für geistiges Eigentum das Jubel-Zeichen zusammen mit der Nummer 11 schützen lassen:

Es wird vermutet, dass sich hinter diesem Antrag eine grössere Merchandising-Geschichte verbirgt. Der Stürmer wird wohl bald eine Kleider- und Accessoire-Linie auf den Markt werfen, die alle dieses Logo tragen werden.
Ich tippe auf den Namen Gareth Gear.

Länger speisen mit Fergie

Herr Shearer am Mittwoch den 8. Mai 2013 um 22:33 Uhr

Sitzen Sie gerade in einem Nando’s-Restaurant in Manchester?

Wenn ja, brauchen Sie Ihr Essen heute nicht in aller Eile runterzuschlingen. Als Reaktion auf den heute bekanntgegebenen Rücktritt von Manchester Uniteds Trainerlegende Sir Alex Ferguson bleiben neun Filialen der britischen Restaurantkette heute fünf Minuten länger geöffnet. Fünf Minuten? Genau. Etwa solange dauert nämlich die sogenannte “Fergie-Time”. Dem grantligen Schotten wird nämlich nachgesagt, dass seine Mannschaft es sehr oft geschafft habe, in der Nachspielzeit das Spiel noch für sich zu entscheiden. Auf seiner Homepage wünscht das Gastro-Unternehmen (Systemgastronomie, Spezialität: Pouletgerichte) Sir Alex alles gute und hofft, dass er sich nun Zeit für die schönen Dingen des Lebens findet: Golf, ausgedehnte Ferien und den Verzehr von so Hühnerware in Nando’s Etablissements.

Wir glauben, dass sich Ferguson mit seinem finanziellen Polster doch etwas gediegener wird ernähren können. Die “Fergie-Time”, die scheint es übrigens wirklich zu geben.

Aktenzeichen FA ungelöst

Herr Shearer am Montag den 6. Mai 2013 um 06:00 Uhr

Möchten Sie zu einer speziellen Zeremonie ins Wembley-Stadion eingeladen werden?

Nichts einfacher als das: schauen Sie mal auf Ihrem Stammbaum nach, ob da nicht noch ein alter Engländer drauf ist. Konkret sucht die die englische FA die Nachfahren von Ebenezer Cobb Morley (1831-1924), Arthur Pember (1835-1886), Charles William Alcock (1842-1907), Francis Maule Campbell (1843-1920), John Forster Alcock (1841-1910), Herbert Thomas Steward (1839-1915), George Twizell Wawn (1840-1914) und James Turner (Geburts- und Todesjahr unbekannt).

Diese Herren haben uns das Spiel beschert, das wir so lieben! Am 26. Oktober 1863 trafen sie sich in den Connaught Rooms in London und brüteten dort das erste Regelwerk aus, welches bis heute ständig weiterentwickelt wurde. Irgendwann durften nur noch elf Mann pro Team auf dem Feld stehen, ab 1870 konnte man ins Offside laufen und 1910 erfanden die Iren noch den Penalty.

Unser Bild: England-Goalie Joe Hart mit der Originalfassung des Regelwerks. Der Wert des Buchs wird auf eine Million Pfund geschätzt.

Haben Sie nachgeschaut? Und? Ja? Fein! Melden Sie das sofortestens der FA auf der speziellen Mailadresse foundingfathers@thefa.com. Wenn Sie, was halt doch wahrscheinlicher ist, unter Ihren Vorfahren doch nur Kesseliflicker, Bankangestellte oder Zimmermänner waren – Pech gehabt. Sie dürfen sich jetzt trotzdem diesen Film anschauen, wo Sie gleich noch mit ein paar Zahlen bombardiert werden.

 

Süsses Shirt

Herr Shearer am Mittwoch den 24. April 2013 um 11:55 Uhr

Der Sommer kommt – Wir kleiden Sie ein!

Nie mehr oben ohne! Vorausgesetzt, Sie gewinnen unser traditionelles Mittwochrätsel, mit dem Sie unser bewährter Quizmaster Herr der Ama hier und heute pünktlich um 13.30 herausfordert.

Der heutige Preis ist ein T-Shirt mit einem süssen Motiv, gewidmet ist es Chelseas Sturmperle Demba Ba. Der Artikel stammt noch aus seiner Zeit im Nordosten Englands, hat also auch einen historischen Wert. Sie fragen sich, was Demba Ba mit Sirup zu tun hat? Dann sind Sie leider in der Welt des Fussballs nicht ganz à jour respektive sehr vergesslich.

Item. Wir wünschen Ihnen jetzt einen gesegneten Appetit und anschliessend viel Glück.