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Archiv für die Kategorie „Süper League“

Rückblick und Ausblick

Rrr am Freitag den 18. Mai 2012 um 06:01 Uhr

Tolles Titeltripel

Rrr am Sonntag den 22. April 2012 um 17:58 Uhr

Der FC Basel ist Schweizer Meister.

Der FCB sicherte sich den dritten Titel in Serie mit einem 3:0-Sieg in Sion.

Die Redaktion des Runden Leders hat mit 13:0 Stimmen beschlossen, dies zur Kenntnis zu nehmen, und sie ist bereit, dem Klub zum Titel gratulieren, der ja dann noch um den Cupsieg erweitert wird, wofür wir hier auch gleich gratulieren, dann ist das also erledigt, und wir wünschen ein schönes Fest auf dem Barfussplatz, bravo.

YB oder FCL? Die grosse Entscheidung!

Lars: L am Dienstag den 10. April 2012 um 13:01 Uhr

Unser Redaktor muss sich in der Schweiz wieder zurechtfinden.

«Liebe Freunde des Runden Leders!
Nachdem ich in Afrika mit Spitzenfussball nur so verwöhnt wurde, bin ich nun wieder in der trüben Schweiz angekommen. Meine lange Abwesenheit verlangt, dass ich in vielen Bereichen wieder von vorne beginne – so auch beim Fansein. Um mir eine Entscheidung zu erleichtern, konzentriere ich mich auf die ersten drei Klubs der Nationalliga A. Der FC Basel fällt schon mal weg, weil ich nicht ständig noch Zeit für Champions League habe.

Es kommt also zum Duell zwischen dem FC Luzern und dem BSC Young Boys. Um mich für sich zu gewinnen, müssen die beiden Vereine gegeneinander in einer mehrteiligen Entscheidungsshow in diversen Kategorien gegeneinander antreten.

Kategorie 1: Maskottchen

FCL: Die herzigen Löwen Siegfried und Leu sorgen bereits vor dem Spiel für gute Laune (unser Funkbild).

YB: Dem neuen Maskottchen «Flöti» gelingt es nicht, die Stimmung zu heben (unser Funkbild).

Zwischenstand: FCL 1 – YB 0

Doch entschieden ist noch nichts! Bleiben Sie dran für Teil 2 unserer grossen Entscheidungsshow!»

Weise Wahl

Dr. Rüdisühli am Freitag den 30. März 2012 um 11:46 Uhr

BASEL TRAUERT!!! Beni Huggel hängt die Fussballschuhe an den Nagel

Ein Traum wird wahr: Rolf Fringer ist neuer FCZ-Trainer.

Der frühere Meistertrainer und Nati-Coach übernimmt das Team im kommenden Sommer, wie der Klub mitteilt. Wie lange er im Amt bleibt, ist nicht klar. Der Vertrag läuft auf jeden Fall bis 2014.

Die RundesLeder-Redaktion begrüsst diese Wahl mit 11 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung. Die 11 Ja-Stimmenden erhoffen sich von Herrn Fringer viele wertvolle Impulse für Satire-Beiträge. Dass die Enthaltung von unserem FCZ-Korrespondenten Horr Hetz stammt, möchten wir zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren.

Top of Europe

Rrr am Donnerstag den 29. März 2012 um 17:58 Uhr

Die Super League ist super, sagt die UEFA.

Der europäische Fussballverband hat den jüngsten Benchmarking-Report veröffentlicht, der umfangreiches Statistik-Material aus gut 50 europäischen Ligen mit ihren 660 Klubs zusammenfasst.

Die Schweizer Super League gehört – dank der Finanzkraft ihrer Klubs – zur zweitgrössten von fünf Vergleichsgruppen, gleich hinter der Gruppe mit den europäischen Topligen. Insgesamt gibt es nur 12 Länder, in denen die Klubs höhere Einnahmen generieren.

Noch erfreulicher ist die Entwicklung der Zuschauerzahl. Im Berichtsjahr 2010 lag die Schweiz auf Rang 9 mit durchschnittlich 11.365 Fans (an der Spitze liegt Deutschland mit 42’665 vor England und Spanien).

“In der laufenden Saison sieht die Situation noch erfreulicher aus”, jubiliert die Swiss Football League in einem Communiqué. “Der Durchschnitt stieg auf 12.229 Fans pro Spiel.” Die Pressemitteilung trägt den Titel “Die Axpo Super League europäisch an der Spitze”.

Spitzenwerte erreicht die Super League übrigens auch in der Hitparade der Ligen mit unter der Saison verschwundenen, pleite gegangenen oder mit 36 Minuspunkten bestraften Klubs, aber diese Statistik fanden wir im Durchblättern gerade nirgends. Egal, den 124-seitigen Bericht können Sie jetzt downloaden, ausdrucken und auswändig lernen.

Blauweisse Krisen

Herr Pelocorto am Samstag den 24. März 2012 um 06:00 Uhr

Latente Krisen werden am Anfang häufig unterschätzt (Krisenhandbuch).

Schwache und unklare Signale sowie wichtige, aber weiche Faktoren greifen das Image einer Organisation schrittweise an, ohne unmittelbar bedrohlich zu wirken. Wie meistert man Krisen? Indem man agiert. Aktiv und klar informiert, die Krise ernst nimmt und Vertrauen schafft. Nichts vertuschen und mit einer Stimme sprechen, am besten mit der des Chefs.

Chef?

Wer bei uns ist der Chef? Und wie lange noch? Präsident Leutwiler, der in das Amt stolperte, verkündet in der NZZ seinen Rücktritt («der logische Zeitpunkt für einen Rücktritt ist entweder im Sommer oder an der Generalversammlung im November»), Trainer Sforza wurde kaltgestellt, kämpft aber im Tagi («Ich ziehe das mit GC voll durch»).

Spieler Vogel packt und plaudert im Blick («Am Mittwoch habe ich meinen Spind geräumt. Sozusagen den Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt gegeben») und Hauptsponsor Vontobel sowie Sponsor Duravit wollen Ende Saison gemäss unbestätigten Meldungen aussteigen. Alles klar?

Es wird Zeit, dass der Grasshopper-Club Zürich mit der ganzen Wahrheit rausrückt, denn leider wird in den nächsten Wochen alles noch viel schlimmer werden als befürchtet.

Von seiten des Verbandes droht Ungemach. Bei der Kontrolle des Matchblattes GCZ vs BSC YB vom 17. März werden die Juristen in Muri gleich vier GC-Spieler entdecken, deren Lizenz anfangs März abgelaufen war. Das Spiel wird deshalb mit einem 3:0-Sieg für den BSC YB gewertet, und GC werden zusätzlich drei Strafpunkte abgezogen.

Auch der Campus birgt Probleme. Das Gebiet des Campus Niederhasli war bis 1981 im Altlastenverdachtskataster als Stufe-3-Gebiet klassiert, das eigentlich eine vollständige Sperrung bedingt hätte. Wenn aber ein Fussballclub ein Trainingscenter realisieren will, dann wird vieles möglich, auch eine Rückklassierung in die unbedenkliche Stufe 1. Die Dämpfe, die morgens aus dem Boden austreten, sind mit ein Grund für die schwachen Leistungen des an sich spielstarken Kaders. Der Kanton Zürich wird wohl nächste Woche den Campus schliessen müssen, und der Grasshopper-Club muss sich das einzige Fussballfeld in der Sportanlage Buchlern mit den Spielern des FC Zürich-Altstetten und dem FC Polizei teilen.

Der Betonscherz der U21 wird ebenfalls noch zu reden geben. Einige Spieler aus der U21 nutzten die Bauarbeiten in der Garderobe aus und versenkten sämtliche verhassten Trainingsgeräte wie Hanteln, Kegel, Stangen und dergleichen im frischen Beton. Nach dem Wochenende war alles beinhart eingemauert inklusive der Stiefel des Poliers. Die Sanierung des sogenannten ‹Mafia-Kellers› wird Kosten im hohen sechsstelligen Bereich verursachen.

Wie der Aufdruck “Since 1. August 1896 – FCZ forever” auf die eingenähten Etiketten der GC-Trikots gelangen konnte, wird übernächste Woche Gegenstand von Abklärungen werden. Hersteller Adidas und der Online-Shopbetreiber TrikotWorld werden sich bedeckt halten und das Ereignis auf einen Mitarbeiter an der Etikettendruckmaschine abwälzen, der als FCZ-Fan zur Zeit sehr unglücklich sei.

Hohe Wellen wird die Kampagne ‹Lieber absitze als abstiige› werfen. Weil sich einige ältere Fans beim Club über Matchbesucher beschwerten, die bei Toren des GC von ihren Sitzen aufsprangen, will die Clubführung ab nächster Saison das Sitzobligatorium im Letzigrund konsequent durchsetzen. Die Stewards werden Besucher auf ihr fehlbares Verhalten ansprechen und im Wiederholungsfall an ihre Sitze gürten.

So bleiben die Zuschauer wenigstens bis zum Schluss.

Offene Partnerschaft

Svon Hetz am Donnerstag den 15. März 2012 um 06:00 Uhr

Das Runde Leder nimmt neue Kooperationen offen und transparent in Angriff:





Die Redaktion ist zuversichtlich und freut sich immens, Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, schon in Kürze diejenigen Informationen, die sie am brennendsten interessieren, aus erster Hand und exklusiv liefern zu können. Olé olé, Herr Marti!

Bye bye Servette

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 1. März 2012 um 16:33 Uhr

Der Genfer Traditionsklub ist mal wieder am Ende.

Der Klub hat heute seine Bilanz deponiert – damit hat der iranische Hauptaktionär Majid Pishyar zum zweiten Mal nach 2004 (Admira Wacker in Österreich) einen Klub in den Abgrund geführt. Pishyar macht die Genfer Wirtschaft und die Politik mitverantwortlich, die trotz aller Hilferufe nicht genügend Unterstützung geleistet hätten.

Servette steht bereits zum zweiten Mal seit 2005 vor dem finanziellen Scherbenhaufen. Der Ball liegt nun beim Konkursrichter. Er wird entscheiden, ob das Konkursverfahren sofort eröffnet oder aufgeschoben wird. Im zweiten Fall könnte Servette zumindest die Saison zu Ende spielen.

So oder so: Profiteur ist erneut Sion, das dank Xamax nicht direkt absteigen und dank Servette jetzt auch die Barrage vermeiden kann. Aufatmen wird man auch bei den ebenfalls sportlich gefährdeten Lausanne und GC, wobei Lausanne wenigstens finanziell einigermassen solid da steht.

Super, diese Super League.

Unbeeindruckt unterwegs

Svon Hetz am Freitag den 24. Februar 2012 um 17:30 Uhr

Morgen wird in Basel wieder einmal Fussball gespielt.

Es kommt nämlich der FC Zürich ins Joggeli. Dahin also, wo der FC Basel – aufmerksame LeserInnen erinnern sich vielleicht noch dunkel – kürzlich die Bayern aus München besiegte.

FCZ-Trainer Fischer hat dieses Spiel natürlich genau analysiert. Beeindruckt hat es ihn jedoch nicht: «Wir kennen den FC Basel, wir wollen ihnen unser Spiel aufzwingen und so den Match gewinnen.»

Die einzig richtige Einstellung. Denn auch die Stadtzürcher vermochten in den drei ersten Meisterschaftsspielen der 2. Phase zu überzeugen.

Mit einem 1:1 in Luzern, einem 2:0 gegen harmlose Hopper und einem weiteren 1:1 gegen “Thun”.

Innovative Idee

Rrr am Montag den 30. Januar 2012 um 05:03 Uhr

St. Gallen in die Super League, aber subito!

Das sagte YB-Meistertrainer Christian Gross im “SonntagsBlick”. Er findet es “ganz schlecht”, dass die Rückrunde nach der Implosion von Xamax mit nur noch 9 Mannschaften gespielt wird. Das sei “ein Imageverlust für unseren Fussball, auch im Ausland.”

Der Schaden liesse sich vielleicht noch abwenden, mutmasst Gross. “Vielleicht kann man St. Gallen vorzeitig integrieren.”

Auf den Einwand des Journalisten, dass die Statuten das nicht vorsehen, entgegnete Gross: “Ich weiss. Das ist mir nur spontan in den Sinn gekommen.”

Gross äusserte sich im Exklusiv-Interview für den “SonntagsBlick” auch über YBs Meisterchancen (“Solange nichts entschieden ist, hat man das im Hinterkopf”), über François Affolter (“Er hat im Moment wenig Geduld”) und über seine Freundin (“Ich präzisiere: Meine Partnerin”).

Alles Weitere gibts am Mittwoch an der Pressekonferenz zum Rückrundenstart – ab 13.15 Uhr live im Weblog Ihres Herzens.