Nordkorea stolpert über den Sibirischen Moschushirsch.
Mehrere Spielerinnen wurden an der Frauen-WM des Dopings überfuhrt. In ihrem Urin fanden sich gleich 14 verschiedene Steroide.
Dabei ist alles nur ein Missverständnis, wie die nordkoreanische Delegation versicherte. Kurz vor der WM wurden ja bekanntlich neun Spielerinnen im Trainingslager vom Blitz getroffen. Um sie rasch fit zu kriegen, sei ihnen das Drüsensekret des Sibirischen Moschushirsches (Moschus moschiferus) verabreicht worden.
Die Substanz ist in ganz Asien als Heilmittel bekannt. Sie weitet Körperöffnungen, belebt den Geist, öffnet blockierte Körperbereiche, mindert Schwellungen und wirkt schmerzlindernd.
Kenner empfehlen die Einnahme von 0.06-0.15g Drüsensekret in Tabletten oder Pulverform. Allerdings ist es nicht ganz einfach, zum Material zu kommen, denn der Bestand des von Ärzten und Parfümeuren geschätzten Moschushirschs ist stark rückläufig.
Das bekamen auch die Nordkoreanerinnen zu spüren. Nach zwei Gruppenspielen war ihr Vorrat an Moschushirsch bereits aufgebraucht. Nach dem dritten und letzten Spiel gab es keine positive Doping-Proben mehr. Trotzdem hat das Land nun mächtig Ärger mit der FIFA. “Das ist ein ganz grober und böser Dopingfall”, sagte Sepp Blatter.



Michael Beavon, Direktor bei 






