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Archiv für die Kategorie „FIFA“

Echter Irrtum

Rrr am Donnerstag den 17. November 2011 um 10:00 Uhr

Unsere Erfolgsserie: Sepp Blatter zeigt Kopfbedeckungen aus aller Welt.

“Das Bild entstand bei einem Empfang im Frankfurter Rathaus am 3. Dezember 2003. Ich bin oft darauf angesprochen werden und darf Ihnen versichern, dass das Foto echt ist. Allerdings täuscht der Eindruck: Der Kronleuchter ist nicht wirklich meinem Haupt aufgesetzt, sondern entfaltet wegen der perspektivischen Verzerrung diese Wirkung.

Ich sage es immer, Drogen kann man im Fussball nie ganz ausschliessen, aber das soll nicht heissen, dass wir es akzeptieren können, und wir werden weiterhin hart daran arbeiten, dass es möglichst selten vorkommt.”

Sticheleien

Herr Pelocorto am Samstag den 12. November 2011 um 18:00 Uhr

Die FIFA und England finden eine Lösung im Mohnstreit.

Eine auf dem Schuh eingestickte Mohnblume ist in Ordnung (im Bild: Ashley Coles Schuh); ebenso das Mohnarmband. So dürften die Engländer jetzt dann gleich im Wembley-Stadion einlaufen.

Derweil sucht Vicente del Bosque das Rezept gegen die Three Lions:

Sie können das Freundschaftspiel England v Spanien auf ITV1, ITV 1 HD und TVE International ab 18:15 Uhr mitverfolgen.

Mohnfinsternis

Herr Pelocorto am Mittwoch den 9. November 2011 um 15:30 Uhr

Ein rote Blume bringt den englischen Fussballverband und die FIFA noch weiter auseinander.

Am nächsten Samstag empfängt England im Wembley-Stadion Spanien zu einem Freundschaftsspiel. Weil am Sonntag in England der Remembrance Day gefeiert wird, möchten die Engländer mit einer kleinen gestickten Mohnblume auf dem Trikot auflaufen; so wie das auch die Teams im englischen Ligabetrieb machen, um den Gefallenen des ersten Weltkrieges zu gedenken. Also hat man die FIFA hochoffiziell angefragt, ob das in Ordnung sei, wohl wissend, dass auf den Trikots der Nationalmannschaften nichts ‘Kommerzielles’, ‘Politisches’ oder ‘Religiöses’ Platz finden darf.

Nein, es ist nicht Ordnung, beschied die FIFA und lehnte einige Tage später auch das Wiedererwägungsgesuch ab. Die offizielle Begründung lautete:

«Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Annahme Ihres Gesuchs Tür und Tor öffnen würde für analoge Gesuche aus der ganzen Welt. Dies gefährdet die Neutralität des Spiels. Deshalb können wir die vorgeschlagene Stickerei auf dem Match-Trikot nicht genehmigen.»

Freude herrscht

Natischer am Donnerstag den 3. November 2011 um 13:04 Uhr

Die FIFA unterstützt den Wiederaufbau fussballerischer Einrichtungen in Christchurch mit 300’000.- US$.

Wechseln Sie rasch Ihr Sprachmodul, klicken Sie hier und erfahren Sie die nötigen Details zu diesem Engagement in der von einem heftigen Erdbeben betroffenen Region.

Das freut neben der Oceania Football Confederation und New Zeeland Football auch zahlreiche Kinder und aber auch Onkel Sepp selber.

Seine Freude tat letzterer heute Mittag gern über den beliebten SM-Kanal Twitter kund. Natürlich muss man dort dann mit etwas kritischeren Reaktionen rechnen.

Kolossales Comeback

Herr Shearer am Donnerstag den 11. August 2011 um 13:11 Uhr

Was YB kann, kann Santos noch lange.

Während bei YB seit der neuen Spielzeit der legendäre Heinz Schneiter auf der Spielerbank Platz nimmt, plant der Gewinner der Copa Libertadores, der Santos FC aus Brasilien, das gleiche mit seiner Clublegende Pelé. Während der Club-Weltmeisterschaft, welche vom 8. – 18. Dezember in Japan stattfindet, soll Edson Arantes do Nascimento wieder zum Team von Santos gehören. Nicht aber etwa nur als Pausenteeverantwortlicher oder als simples Maskottchen; Pelé soll mit seinen inzwischen 71 Jahren ganz einfach nochmals eine Spielerlizenz erhalten!

Die Idee kam natürlich nicht von Pelé selbst, sondern vom Clubpräsidenten Luis Alvaro de Oliveira Ribeiro. Der grossartigste brasilianische Fussballer aller Zeiten ist damit grundsätzlich einverstanden, stellt aber eine Bedingung: er will unbedingt auch einmal am Ende eines Spiels eingewechselt werden.

Das letzte Wort zur Angelegenheit hat am Schluss dann natürlich Trainer Muricy Ramalho. Auf die Schnapsidee seines Vorgesetzten angesprochen, liess sich dieser wie folgt zitieren: “ich habe es ihn nicht sagen gehört. Ich müsste schon seinen Gesichtsausdruck sehen, um zu wissen, ob er es ernst meint”. Er versicherte aber, dass Pelé auf alle Fälle in Japan dabei sei – ob als Spieler oder nur im Anhang, liess er offen.

Faule Afrikaner

Lars: L am Freitag den 5. August 2011 um 05:55 Uhr

Ghana war gut – jetzt sinkt sein Stern.

symbolbildDie Black Stars sind in der Fifa-Weltrangliste seit einem Jahr um 21 Ränge auf Platz 34 abgerutscht. Der Grund: Faulheit – sagt einer der es wissen muss. Daniel Amokachi war mal der beste Afrikaner, mit Nigerias Equipe belegte er 1994 Platz fünf – besser war ein afrikanisches Team nie.

«Jedes Team aus Afrika, das bisher bei einer WM erfolgreich war, begann sich nach dem Höhepunkt zu entspannen, statt nach mehr zu streben.» So war es mit Kamerun im Jahr 1990, Nigeria 1994, Senegal 2002 und offenbar Ghana 2010.

«Wir haben diese afrikanische Übermut», erzählte Amokachi der BBC. Die Spieler würden eingebildet und nicht mehr auf Fussball fokussieren.

So etwas kann zum Glück in der Schweiz nicht passieren.

Die Spur der Schlange

Rrr am Montag den 1. August 2011 um 09:40 Uhr

Unsere beliebte Serie: Sepp Blatter zeigt Kopfbedeckungen aus aller Welt.

“Bei einem Freundschaftsbesuch in Usbekistan bekam ich diese wunderbare Tjubetejka aufgesetzt, eine viereckige, leicht kegelförmige Kappe mit Unterfutter, die sich zum festen Bestandteil des nationalen Kostüms nicht nur der Usbeken, sondern vieler zentralasiatischen Völker gemausert hat.

Die Tjubetejkas (oder auch kulochtscha, kalpaktscha, duppi, kulupusch) werden von Usbekinnen in meinem Alter mit einem Seiden- und Baumwollfaden gesteppt und befestigt. Das Ornament entspricht dabei dem weitverbreiteten «ilon izi» (Spur der Schlange). Ich durfte dazu als Mantel einen edlen tschapan mit Gold- und Silberkantille tragen.

In der Stadt Tschust sind überdies als Ornamente Pfefferschoten und volle Mandeln mit kurzem und spitz gekrümmten Bartfaden sehr beliebt. Das wollte ich Ihnen noch sagen.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen Sie sich auf den nächsten Teil unserer Artikelserie, die uns nach Indien führen wird.”

Das dicke Los

Herr Pelocorto am Samstag den 30. Juli 2011 um 22:00 Uhr

Ronaldo hat gezogen. Die Schweiz wird an der WM 2014 in Brasilien teilnehmen.

Die WM 2014 in Brasilien wird wunderbar werden; die Qualifikation dafür ein Spaziergang!

Dafür hat ein Ronaldo in Bestform gesorgt, der auch im Anzug einfach fantastisch aussieht! Von Kopf bis Fuss alles nur vom Allerfeinsten. Der dreiteilige Anzug stammt aus der italienischen Edelschneiderei Cifonelli, die geschmackvolle hellblaue Krawatte ist aus siebenfach gefalteter Seide; für das blütenweisse Masshemd hat er mit sicherer Hand das exklusive Sea Island Gewebe gewählt. Ronaldo trug Schuhe und einen Gurt aus Pferdeleder (rahmengenäht!) und der Schlüsselring in seiner linken Hosentasche ist aus Sterlingsilber gefertigt.

Ah, wir weichen ab. Also, so hat Ronaldo gezogen:

Gruppe E
Norwegen
Slowenien
Schweiz
Albanien
Zypern
Island

Zur Erinnerung: Europa hat 13 Startplätze an der WM zugute, und 53 Länder möchten einen davon. Die neun Gruppensieger dürfen hin; die acht besten Gruppenzweiten spielen eine Barrage um die verbleibenden vier Plätze. Die Redaktion des Runden Leders sieht überhaupt keinen Grund, warum die Schweiz nicht alle Qualifikationsspiele gewinnen wird und sich als Gruppenerster qualifiziert.

Alles klar und besten Dank an Ronaldo!

Beste Länder

Herr Pelocorto am Donnerstag den 28. Juli 2011 um 06:00 Uhr

Statistik der Woche: Ist Spanien wirklich die stärkste Fussballnation? Nein. PeloChart weiss mehr.

Jeden Monat aktualisiert die FIFA die Länderrangliste. Sie kennen vielleicht das komplizierte Bewertungsverfahren, das zur grossen Rangliste führt.

Gestern war es wieder so weit: Auf dem ersten Platz liegt Spanien mit 1588 Punkten, gefolgt von den Niederlanden mit 1542 Punkten und auf dem dritten Platz finden wir Deutschland mit 1305 Punkten.

Klar liegt Spanien vorn, sagen Sie, das Talentreservoir ist mit den knapp 50 Millionen Einwohner schliesslich ausreichend gross. Das stimmt natürlich. Und genau darum taugt diese Rangliste nichts, denn Island etwa mit knapp 320’000 Einwohnern werden wir nie auf den vorderen Plätzen dieser Rangliste finden.

Höchste Zeit also für die richtige Länderliste!

Wer mit wenig Einwohnern viele Punkte erzielt, der muss belohnt werden, finden wir. Deshalb haben wir die erspielten Punkte geteilt durch die Anzahl Einwohner. Nur dieser Wert gibt Auskunft, wie fussballstark die Nationen wirklich sind.

93. PeloChart, 28. Juli 2011

Montenegro wird haushoher Sieger in unserer Rangliste. Einfach sensationell, was der Kleinstaat fussballerisch zu bieten hat! Auch das viertplatzierte Kroatien ist immer noch fabelhaft; mit den 1’033 FIFA-Punkten haben die Kroaten praktisch gleichviel Punkte erspielt wie Italien mit 1’059 Punkten. Allerdings hat Italien 61 Mio. Einwohner und Krotien nur gerade 4.3 Mio. …

1. Montenegro: 1’463 Punkte pro 1 Mio. Einwohner
—> (FIFA-Rang: 17, FIFA-Punkte: 915, EW: 625’266)
2. Slowenien: 406 Punkte pro 1 Mio. Einwohner
—> (FIFA-Rang: 22, FIFA-Punkte: 833, EW: 2’052’460)
3. Uruguay: 344 Punkte pro 1 Mio. Einwohner
—> (FIFA-Rang: 5, FIFA-Punkte: 1156, EW: 3’356’584)
4. Kroatien: 241 Punkte pro 1 Mio. Einwohner
—> (FIFA-Rang: 9, FIFA-Punkte: 1033, EW: 4’290’612)

Jetzt möchten Sie sicher wissen, wo die Schweiz in dieser wahren Rangliste liegt. Wir haben uns dank unserer Kleine und Fussballstärke auf den 15. Platz vorgearbeitet. Dies und alle anderen Daten der ersten 50 Länder finden Sie in der grossen Liste.

Die Hörner des Wasserbüffels

Rrr am Donnerstag den 21. Juli 2011 um 13:14 Uhr

Unsere neue Erfolgsserie: Sepp Blatter zeigt Kopfbedeckungen aus aller Welt.

osttimor“Liebe Freunde des Runden Leders, es freut mich sehr, in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren mit einem interessierten Fachpublikum viele interessante Kopfbedeckungen zu erörtern, die ich auf meinen Reisen in die weite Welt kennenlernen durfte.

Heute zeige ich Ihnen aus dem schönen Osttimor den piul nakaf, ein um die Stirn gebundenes, quadratisches Batiktuch, welches so gefaltet wird, dass an den Schläfen oder am Hinterkopf ein hornartiger Zipfel nach oben zeigt. Die timoresischen Kleinkönige (Liurai) schmücken den piul nakaf mit dem Kaibauk.

Das traditionelle Herrschaftssymbol, ein Halbmond aus Silber, ist bei besonders wichtigen Würdenträgern mit einem weiteren Halbmond oberhalb durch eine Stange verbunden. Darstellen soll es die Hörner des Wasserbüffels.

Seine Wurzeln hat das Kaibauk in der traditionellen, animistischen Religion Timors. Noch heute findet man auf den Gräbern Angehöriger der timoresischen Adelsfamilien Tierhörner, obwohl die meisten Timoresen inzwischen wie wir Walliser Katholiken sind.

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen Sie sich auf den nächsten Teil unserer Artikelserie, die uns nach Zentralasien führen wird.”