Blogs


Archiv für die Kategorie „Schalungstafeln“

Militärisches Flugzeug aus erkaltetem, gesäuertem Reis, ergänzt um rohen oder geräucherten Fisch

Natischer am Freitag den 2. August 2013 um 13:01 Uhr

Eine bekannte Schweizer «Zeitung» hat Doppeltorschütze Yuya Kubo einen schmissigen Kosenamen verpasst.

Ha ha, Sushi-Bomber! Generationen von Creative Directors beissen vor Neid in die Tischkante!

Nächste Woche folgt dann Michi Frey nach seinen zwei Toren beim FCZ als «Rösti-Kanone». Und in der Woche drauf Alexander Gerndt, der «IKEA-Abstauber». Soviel Fantasie ist schliesslich nicht jedermanns Sache!

Allenfalls schaffen es die Fans auch diesmal ganz ohne Hilfe diese «Zeitung»? Bitte schreiben Sie Ihren Vorschlag – gern auch grad mit dazugehörigem Lied – in die Kommentare.

Wie? Nein, Herr Baresi. Die Farben des Leibchens passten zwar ideal, aber dafür hat Kubo zuviele Haare und so brown ist er auch gar nicht.

Trümmlige Tätowierung

Val der Ama am Mittwoch den 3. Juli 2013 um 18:20 Uhr

Schalkes Jungprofi Dennis Erdmann hat einen Knutschfleck.

Es ist ja jetzt wieder Trainingslager und da sehen sich die Spieler wieder und die Journalisten sehen die Spieler wieder und ab und zu gibts da Überraschungen, weil einzelne Spieler, die werden dicker, andere dünner oder wegen viel Sonne dunkler und so. Und dann gibts ab und zu auch neue Tattoos, wie zum Beispiel bei Nachwuchsspieler Dennis Erdmann.

Ja, das Ding da an seiner linken Halsseite, das ist echt und, so Erdmann: “Es sind die Lippen meiner Freundin Tanita. Ich finde es wirklich gelungen.” Weil Freundin Tanita hat dafür auch extra eine Vorlage erstellt: Ein Knutsch mit Lippenstift auf ein Blatt Papier.

Ui.

Schwindende Stellen

Herr Shearer am Montag den 10. Juni 2013 um 05:45 Uhr

Das Zürcher Stimmvolk hat entschieden – dutzende Jobs im niederschwelligen Sektor verschwinden.

Nach der Zustimmung zum sogenannten Hooligan-Konkordat bangen Dutzende Zürcher Hooligans um ihren Job. De facto verbietet ihnen die Gesetzesrevision nämlich die Ausübung ihres Berufs. Das Runde Leder hat sich bereits gestern mit einem der Betroffenen unterhalten können. Er möchte anonym bleiben, wir nennen ihn im folgenden einfach “S.”.

Zum Runden Leder: Herr S, wie fühlen Sie sich nach dieser Abstimmung?

S., Berufshooligan: Schlecht, sehr schlecht. Hooliganismus liegt bei unserer Familie im Blut, schon mein Grossvater fiel früher oft negativ in Fussballstadien auf. Damals gab es beim Fussball noch richtiges Bier, sogar in Glasflaschen, stellen Sie sich das mal vor! Auch mein 80-jähriger Vater hat sich immer voll engagiert und den Virus auf mich übertragen. Auch für ihn ist heute ein schwarzer Tag, ausserdem hat er Zucker. Es belastet ihn sehr.

Haben Sie das Ende Ihres Berufsstandes kommen sehen?

Natürlich ist auch an uns nicht vorbeigegangen, dass das Berufsbild des Hooligans in letzter Zeit gelitten hat. Auch war es zunehmend schwierig, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Jungen interessieren sich heute mehr fürs Dauersingen und Feuerwerkstechnik. Den harten, dreckigen Teil der Arbeit wollen die nicht mehr machen. Dabei ist es so eine schöne Tätigkeit, man ist draussen an der frischen Luft.

Im Nachhinein gesehen – haben Sie vielleicht auch Fehler gemacht?

Nun ja, das habe ich mich auch schon gefragt. Allerdings sind wir natürlich in diesem Job in einem schwierigen Umfeld. Mit unserer Ausbildung kann man vielleicht noch im Security-Bereich unterkommen, aber sonst gibt es da nicht mehr viele Möglichkeiten. Lassen Sie es mich mit der Situation der Kohlekumpels im Ruhrpott vergleichen: die mussten sich nach der Schliessung der Zechen auch komplett neu orientieren oder landeten in der Arbeitslosigkeit.

Wie geht es für Sie nun weiter?

Schwierig zu sagen. Ich melde mich sicher möglichst rasch beim RAV, vielleicht können die mir noch helfen. Möglicherweise muss ich halt nach Basel ziehen. Dort sieht es derzeit noch am besten für unseren Berufsstand aus. Aber ob die dort darauf warten, dass die ehemalige Konkurrenz ihnen ihre Arbeitsplätze streitig macht? Andrerseits hat mich der Beruf des Hooligans auch eine gewisse Skrupellosigkeit gelehrt – von daher ergibt sich vielleicht etwas im Finanzsektor, dem geht es hier in Zürich zum Glück noch gerade so einigermassen gut. Es wird auf alle Fälle eine schwere Zeit für mich und die ganze Familie. Wir müssen jetzt halt schauen, wie wir uns durchschlagen können.

Herr S., wir wünschen Ihnen alles Gute auf der Suche nach einer neuen Stelle.

Gewaltproblem gelöst!

Rrr am Sonntag den 9. Juni 2013 um 16:02 Uhr

Der Kanton Zürich sagt Ja zum verschärften Hooligan-Konkordat.

Nach einem hochstehenden Abstimmungskampf kam es heute zum Showdown an der Urne. Dabei behielten die Befürworter mit einem Stimmenanteil von 85,5 Prozent ganz knapp die Oberhand. Eine Nachzählung scheint uns nicht zwingend nötig.

20130609-111334.jpg

Unser Themenbild (8.6., Petach Tikwa): Eine Norwegerin zeigt an der U21-EM in Israel, wie es auch gehen könnte. Sie zündet keine Petarden, wirft keine Fackeln aufs Feld und hält sich von berauschenden Getränken fern. Norwegen gewann 3:1, England ist damit bereits ausgeschieden.

Motivationshilfe

Natischer am Freitag den 19. April 2013 um 13:03 Uhr

Sind Sie schon so richtig heiss auf Sitten vs. YB vom Sonntag? Wir helfen nach!

Diese von den Urhebern offenbar als zeitlos eingeschätzte Zote stammt aus dem Hause «Wallisär Memes». Exklusiv drüben bei Facebook.

Sie haben weiterführende Fragen? Verpassen Sie auch keinesfalls das diesbezügliche Investigativ-Interview der RZ.

Ein Platz, zwei Blickwinkel

Svon Hetz am Freitag den 19. Oktober 2012 um 16:00 Uhr

Der neue Wankdorfplatz: Ein Platz für alle.

Hühnerbrust

Val der Ama am Dienstag den 14. August 2012 um 05:27 Uhr

Werder Bremen ist das Ei von heute lieber als das Huhn von morgen: Der Verein hat allen Protesten der eigenen Fans und Tierschützern zum Trotz den Geflügelfabrikanten “Wiesenhof” als neuen Hauptsponsor präsentiert und sich damit ein mächtiges Ei gelegt.

Wiesenhof hat in Deutschland einen sehr schlechten Ruf: Mangelnde Hygiene, schlechte Arbeitsbedingungen und dazu der Vorwurf der Tierquälerei. Und so ist bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Deals ein veritabler Shitstorm über Werder Bremen gezogen: Peta vor dem Stadion, Proteste in Foren, Politikerstatements, zahlreiche Leserbriefe, eine Protestaktion am “Tag der Fans” dieses Wochenende und jede Menge Kreativität. Auf der Facebookseite “Wiesenhof als Werder-Sponsor – Nein danke!” wurde der “Gefällt mir”-Button bis gestern mehr als 21.000 Mal angeklickt.

Doch der Protest manifestiert sich auch schmerzend für Werder: Der umstrittene Sponsor hat bereits zu Austritten einzelner Mitglieder geführt und plötzlich steht der vielgelobte Verein mit einem Imageverlust da und die Konzentration der bis anhin perfekten Saisonvorbereitung weicht der Betriebsamkeit eines Hühnerhaufens. Ach eben Hühnerhaufen: Ich freue mich in den kommenden zwei Jahren auf Ihre zahlreichen Wortspiele zum Thema Huhn.

Der böse Geflügelproduzent reagierte auf die Prosteste übrigens gelassen. “Was soll das für ein Protest-Sturm sein”, fragt Paul-Heinz Wesjohann, Seniorchef der PHW-Gruppe, zu der die Marke “Wiesenhof” gehört. “Werder hat fast 400.000 Fans. Aber es gibt doch höchstens 4.000 Protestler und davon ist noch die Hälfte Tierschützer”, wird er in den Medien zitiert.

Gala am Public Viewing

Natischer am Freitag den 29. Juni 2012 um 13:03 Uhr

Es ist Europameisterschaft und alle gehen hin.

Die besten Plätze beim Public Viewen im Café Kairo wurden gestern von den besten Fans belegt:

Selbstverständlich hatte diese Mitbürgerin mit Nord-Süd-Migrationshintergrund davor lauthals und vehement für diesen Platz gekämpft.

Realax

Herr Shearer am Freitag den 23. März 2012 um 05:05 Uhr

BREAKING GCZ NEWS: Johann Vogel geht.

Wohin mit dem Geld, wenn man zuviel davon hat? Einfach ins Meer schmeissen!

Für Freunde der Königlichen geht ein Traum in Erfüllung: Ferien auf einer Insel, auf der sich alles um ihr geliebtes weisses Ballett dreht. Florentino Perez, Präsident des Klubs, stellte gestern im Bernabéu die Pläne für ein Resort auf einer künstlichen Insel in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. So wie bei den Transfers wird auch hier vorgegangen: klotzen statt kleckern. Auf 430’000 Quadratmeter erwarten den geneigten und entsprechend zahlungskräftigen Touristen ab Januar 2015 ein Luxushotel mit 450 Zimmern, mehrere Villen (auch diese im oberen Preissegment), ein Vergnügungspark, ein Vereinsmuseum und ein gegen das Meer offenes Stadion mit 10’000 Sitzplätzen. Die Anreise erfolgt idealerweise per eigenem Schiff, welches gleich im inseleigenen Yachthafen parkiert werden kann.

Kosten soll der Spass eine gute Milliarde Dollar, welche Real zusammen mit der RAK Marjan Island Fussball-Stiftung aufwerfen wird. Wer sich wie stark beteiligt, darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Natürlich soll mit dem Prestigeprojekt die Marke “Real Madrid” im Nahen Osten und Asien gestärkt werden, wie Perez ausführte. Jährlich sollen eine Million zahlungskräftiger Gäste ihre Ferien hier verbringen.

Annus horribilis

Frans am Mittwoch den 21. Dezember 2011 um 23:05 Uhr

Das üble Halbjahr für Ajax Amsterdam*** benötigte nach dem grauenhaften Ausscheiden aus der Champions League und den internen Streitigkeiten eitler Clubikonen einen passenden Abschluss. Et puis voilà.

Ein intelligenter Ajax-Fan setzte den würdigen Tiefpunkt in der 37. Minute des heutigen Cupspiels gegen AZ Alkmaar beim Zwischenstand von 1:0 für Ajax. AZ-Tormann Esteban hatte eine spontane Antwort auf das unerwartete Zusammentreffen mit dem Supporter.

Es folgten: Platzverweis. Gang von AZ in die Kabine. Spielende.

Weihnachtsferien.