Auch England kennt den gemeinnützigen Arbeitsdienst für Straftäter.
Auf dem Bild sehen Sie Nile Ranger, ehemaliger Stürmer von Newcastle United. Der gelernte Fussballprofi tut in Londons Stadtteil Tottenham mit dem Abkratzen von Farbe Busse für seine zahlreichen Missetaten. Die Magpies haben sich am 1. März vom Londoner Perspektivspieler getrennt, nachdem dessen Vorstrafenregister ungebremst in die Länge wuchs. Schon 2007 musste er ins Jugendgefängnis, nachdem er sich an Raubüberfällen beteiligt hatte. Vier Jahre später, 2011, stand er wiederum vor Gericht, weil er verdächtigt wurde, im Stadtzentrum von Newcastle einen Mann bewusstlos geschlagen zu haben. In diesem Fall wurde er aber unschuldig gesprochen. Ein Jahr später wurde er verurteilt, weil er wiederum in Newcastle “drunk and disorderly” gewesen sei. Damit noch lange nicht genug: im September 2012 wurde er in einem Haus in Enfield im Norden Londons von der Polizei vor einer Wohnung mit eingeschlagener Türe aufgegriffen. Die Klage wurde später fallengelassen – Ranger gab an, die Türe eingeschlagen zu haben, weil er befürchtete, dass seine Freundin gekidnappt worden sei. Dann wurde es richtig übel. Gleich zweimal wurde er in diesem Jahr verhaftet, zuerst wegen Verdachts auf Vergewaltigung am 25. Januar, dann am 14. März – nach seiner Entlassung in Newcastle – wegen Verdachts auf Körperverletzung.
Dass er zwischendurch auch noch bei der Polizei vorzusprechen hatte, weil er auf einem Foto in bester Gangsta-Manier mit einer Replika-Pistole posierte und vom Verband für das Verbreiten homophober Kommentare über Twitter zu einer Geldstrafe aufgebrummt erhielt, sind da nur noch Randnotizen in einem prall gefüllten Sündenregister.
Jetzt noch eine Anmerkung für interessierte Sportchefs: Nile Ranger ist auf dem Transfermarkt frei verfügbar.















