Fussballer können nicht viel anderes als Fussball.
Dies gilt auch für Fousseni Alassani (20), muss man leider hier hinschreiben. Als Stürmer beim FC St. Pauli hat er in dieser Saison immerhin bereits 9 Tore geschossen. Also für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli. Aber egal, weil auch so war Alassani ein viel
versprechendes Talent, so schreiben heute viele Zeitungen. Nun aber zum Krimi.
Wedel, Samstag, kurz vor 22 Uhr: Ein unmaskierter und mit einer Pistole bewaffneter Mann stürmt den Aufenthaltsraum des örtlichen Rewe-Markts. Er bedroht zwei Mitarbeiterinnen mit einer Gaspistole, versprüht Pfefferspray und schlägt eine der Frauen. Danach flüchtet er mit ein paar Hundert Euro in ein nahe gelegenes Waldstück. Die Pistole mit seinen Fingerabdrücken lässt er in der Eile liegen.
Die Polizei wird schnell alarmiert und als sich der Bösewicht ein paar Minuten später wieder aus dem Gebüsch wagt, wird er von wartenden Beamten festgenommen. Diese finden das Raubgut – ein paar zerknüllte Geldscheine – in der Unterhose des 20-Jährigen. Alassani streitet die Tat erst ab, gesteht aber wenig später.
Alassani hats wirkich nicht einfach, dieser Tage, weil vor drei Wochen trennte sich sein Verein von ihm. “Es sind Dinge vorgefallen, die uns gezeigt haben, dass er für den Weg zum Profi nicht bereit ist. Jetzt hat er offenbar auch noch den grössten Fehler seines Lebens begangen”, sagte St. Paulis Teammanager und Pressesprecher Christian Bönig.
Stimmt, denn nun drohen dem 20-Jährigen mindestens fünf Jahre Haft.