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Archiv für die Kategorie „Realsatire“

In eigener Sache: «SRF» ging beim Runden Leder zu weit

Herr Baresi am Donnerstag den 18. Juli 2013 um 18:00 Uhr

BREAKING NEWS: FC Thun v Chikhura Sachkhere 2:0 (13′ Sanogo, 38′ Schirinzi)

Nach monatelangem Aufruhr ist die strittige Frage endlich geklärt. Und sie hätte nicht eindeutiger ausfallen können: «SRF» hätte keine alten Filme der RL-Chefredaktion beim Zuschauen von Fussballspielen veröffentlichen dürfen, sagt der Presserat. Auch inhaltlich habe das Fernsehen nicht sauber gearbeitet.

Der Schweizer Presserat ist der Ansicht, dass «SRF» mit ihrer Berichterstattung über die Vergangenheit der RL-Redaktoren zu weit gegangen ist. Zwar bestehe ein öffentliches Interesse daran, deren Werdegang kritisch zu beleuchten. Aber auch eine öffentliche Person geniesse den Schutz der Persönlichkeit.

«Die Publikation des Film mit dem völlig betrunkenen Herr Shearer, dem bis zur Schmerzgrenze alles besser wissenden Herr Pelocorto, dem vor lauter Titeltrunkenheit desorientierten Herr Baresi und dem stets um Worte ringenden Herr Rrr war unverhältnismässig», sagte Dominique von Burg, Präsident des Presserates, heute Morgen vor den Medien in Zürich.

Sie glauben Herr von Burg nicht? Schauen Sie selbst:

Motivationshilfe

Natischer am Freitag den 19. April 2013 um 13:03 Uhr

Sind Sie schon so richtig heiss auf Sitten vs. YB vom Sonntag? Wir helfen nach!

Diese von den Urhebern offenbar als zeitlos eingeschätzte Zote stammt aus dem Hause «Wallisär Memes». Exklusiv drüben bei Facebook.

Sie haben weiterführende Fragen? Verpassen Sie auch keinesfalls das diesbezügliche Investigativ-Interview der RZ.

Auf den Marder gekommen

Herr Maldini am Donnerstag den 28. März 2013 um 19:00 Uhr

Thuns PR-Team dreht durch.

Ältere Leser erinnern sich: Der FC Thun hatte tierischen Besuch. Es war ein Erlebnis für alle Beteiligten, und deshalb druckten die Thuner dazu ein passendes T-Shirt. Leider ist dieses ausverkauft. Aber ich kann Sie beruhigen: Es gibt ein neues Mardy-Shirt!

Doch damit nicht genug: Dem PR-Team von Thun sind, wahrscheinlich im  Zusammenhang mit verbotenen Substanzen, noch mehr geniale Ideen gekommen. Das Team von Urs Fischer besucht den Tierpark in Bern zu einem Rundgang, damit die Spieler den Marder näher kennenlernen können. Sehr interessant!
Im Gegenzug lädt der grossartige FC Thun die Angestellten des Dählhölzlis zum Heimspiel gegen GC ein. “Bei dieser Gelegenheit übergibt das Dählhölzli den Thunern symbolisch ein Mardernetz. Dieses soll bei einem allfälligen nächsten Marder-Besuch gegen blutige Finger vorbeugen”, heisst es im Communiqué. Wahnsinn!

Die Show geht noch weiter: Am Samstag vor dem GC-Spiel wird man den Fans EXKLUSIV den neuen Mardy-Song “Stand uf” präsentieren. Die Hymne wurde vom H2U Team in Thun rund um TJ Gyger & Fredrik Strömberg produziert und wird von “Kusi” (Gitarrist von Aextra) gesungen. Unglaublich!

Der FC Thun befindet sich übrigens auf dem drittletzten Tabellenrang.

Erfolgreiche Bewerbung

Herr Maldini am Donnerstag den 22. November 2012 um 10:00 Uhr

Vugar Huseynzade hat einen neuen Job.

Sie kennen Vugar Huseynzade nicht? Macht nichts. Der Mann ist 21 Jahre jung und in Baku geboren, ging in Schweden aufs Gymnasium und studierte an der Boston University Business Management. Bei der Sport Business Nordic arbeitete er als Scout, seit Februar war er beim FC Baku als Berater tätig. Und seit November ist Huseynzade nun Trainer der ersten Mannschaft des FC Baku.

Eine steile Karriere. Und wo er sich das Know-how für diesen Trainerjob angeeignet hat, erzählte er der schwedischen Zeitung Aftonbladet: ”I’ve always wanted to work in football and have played Football Manager since 2002″. Angeblich hatte Huseynzade mit seiner Bewerbung sogar Jean-Pierre Papin ausgestochen.

Wie Sie ja wissen, ist beim BSC Young Boys noch eine Stelle als Sportchef frei. Sie haben an Ihrem Kompi auch schon Fussball Manager gespielt und hie und da einen Spieler transferiert? Bewerben Sie sich hier.

Social Media Hans

Herr Maldini am Donnerstag den 23. August 2012 um 10:02 Uhr

Hans Sarpei ist ein gefragter Mann.

Der zurzeit verletzte Aussenverteidiger macht schon wieder sein Hobby zum Beruf: Neuerdings berät er Karstadt sports in Sachen Social Media. Sarpei, der mit seinen Sprüchen auf Twitter und Facebook Kultstatus erreicht hat, soll den Bekanntheitsgrad von Karstadt im Web steigern „Wir freuen uns, dass wir mit Hans Sarpei einen absoluten Voll-Profi in Sachen Social Media verpflichten konnten”, meint Arne Züll vom Karstadt sports Marketing.

Eigentlich ist er ja Fussballer: Am Ende der vergangenen Saison trennten sich die Wege von Sarpei und dem FC Schalke 04, bei dem er seit 2010 angestellt war. Der Ghanaer hat bereits für etliche Bundesliga-Vereine gespielt und ist mehrfacher Nationalspieler. Wegen Verletzungen stand er aber zuletzt kaum noch im Einsatz. Von daher kam das Angebot von Karstadt sports gerade recht: „Aktuell bin ich noch in der Reha, so dass ein Engagement als Fußballprofi erst zur Rückrunde Sinn macht. Ob ich dann den HSV retten muss, wie einige meiner Fans schreiben, oder mit Raúl in Katar spiele, wird die Zukunft zeigen. Fakt ist, dass ich mich freue, meine Erfahrungen in den sozialen Netzwerken bei Karstadt sports einzubringen. Voraussetzung für mein Engagement war, dass die Fans davon profitieren.”

In Deutschland kursieren etliche Sprüche im Chuck-Norris-Stil über Sarpei, eine Auswahl finden Sie hier. Und was der Social Media Consultant selber so verzapft, verfolgen Sie ab heute dort.

Halleluja…

Herr Maldini am Donnerstag den 28. Juni 2012 um 10:04 Uhr

Lukas Podolski läuft es richtig gut.

Zuerst der Wechsel vom 1. FC Köln zum Arsenal Football Club. Dann in allen 3 Gruppenspielen bei der EM in der Startaufstellung. Und auch noch Torschütze im Spiel gegen Dänemark.
Da auch Poldi nicht ewig Fussball spielen kann, schaut er sich bereits für einen Job nach der Karriere um. Diesbezüglich scheinen wir uns um ihn aber keine Sorgen machen zu müssen, er hat nämlich verborgene Talente. Aber überzeugen Sie sich selbst:

Podolski ist also auch musikalisch im Hoch! Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Deutsche Nationalmannschaft diesen Ohrwurm vor dem Spiel heute Abend in der Kabine zu Gemüte führt. Bitte in der Endlosschleife.

4-3-0

Herr Maldini am Donnerstag den 3. Mai 2012 um 10:00 Uhr

Zu diesem System sah sich der Trainer des des portugiesischen Erstligisten União Leiria am letzten Sonntag gezwungen.

Da der hochverschuldete Verein die Löhne schon länger nicht mehr bezahlt, hatten 16 Spieler ihre Verträge gekündigt. Ja, in Drittwelt-Ligen passiert das leider ab und zu. Deshalb liefen am Wochenende nur gerade 8 Spieler für den Tabellenletzten auf. Das ging bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit auch ganz gut, doch dann erzielte Miguel Pedro das 0-1 für CD Feirense. Das Spiel ging schlussendlich mit 0-4 verloren.

Fünf der Acht aufgelaufenen Spieler sind ausgeliehen und beziehen ihre Löhne von ihren Stammklubs. Da die portugiesische Profiliga in der nächsten Saison wahrscheinlich von 16 auf 18 Klubs aufgestockt wird, bleibt União Leiria wohl doch noch erstklassig. Hoffen wir nur, dass die im Herbst noch Spieler haben.

Pelé muss zum Arzt

Herr Maldini am Donnerstag den 15. März 2012 um 16:00 Uhr

Zumindest wenn es nach Diego Maradona geht.

Pelés Vater sagte seinem Sohnemann einst, er sei zum Fussball spielen geboren. Damit hatte er natürlich völlig recht: “He was absolutely right, I was born to play football, just like Beethoven was born to write music and Michelangelo was born to paint.”

Maradona, wie wir wissen nicht gerade Pelés bester Freund, konnte das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Dann sei er eben der Ron Wood, Keith Richards und Bono des Fussballs. “Because I have so much passion.” Er gibt ausserdem zu bedenken, dass er noch nie Beethoven-Musik an einem Fussballspiel gehört habe. Maradona, Trainer des berühmten Al-Wasl Club, rät Pelé, vor dem nächsten Interview die richtigen Pillen zu nehmen. Oder besser den Arzt zu wechseln.

Pelé freut sich übrigens ausserordentlich auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2014 in Brasilien, während Maradona mit Al-Wasl im vorderen Mittelfeld der Etisalat Pro-League rumdümpelt.

Zlatanische Verse

Herr Shearer am Samstag den 18. Februar 2012 um 14:35 Uhr

Endlich! Zlatan Ibrahimovic beglückt uns mit einer App.

Nahaufnahme von Zlatan Ibrahimovics RückentattooGehen Sie jetzt unbedingt in den nächstgelegenen iTunes-Store, erwerben Sie dort die “I Am Zlatan”-App für Ihr iPad und werden Sie glücklich. Der Superstürmer der AC Milan präsentiert sich in diesem gegen eine geringe Schutzgebühr von SFr. 19.- erhältlichen Progrämmchen auf vielfältige Weise.

Sollten Sie bereits seine fast gleichnamige Biographie gelesen haben, wird Ihnen ein Teil des Inhalt schon bekannt sein. Die App glänzt aber mit weiteren Inhalten wie Videos und Bildern.

Man könnte das jetzt natürlich als totalen Quatsch abtun, denn in einer abgespeckten Variante kriegen Sie so etwas von den Schneuwly-Brüdern völlig gratis. Es gibt aber einen ganz gewichtigen Grund, wieso Sie das Geld nicht reuen sollte: mit einer Lupe können Sie die Tattoos des schwedischen Schönlings von nahe anschauen. Von ganz nahe. Fachkundige Erklärungen inklusive. Auf dem Bild oben zum Beispiel sehen Sie einen auf die rechte Schulter gestochenen Karpfen, wie die Hobbyfischer unter Ihnen sicher sofort festgestellt haben. Dieser stehe für Glückseligkeit und Mut, weil so ein Karpfen gegen den Strom schwimme.

Die Redaktion des Runden Leders und der Verein “Forza Silvio” empfehlen diese App uneingeschränkt zum Kauf!

Die wunderbare Welt der Wainachen.

Herr Shearer am Dienstag den 7. Juni 2011 um 10:02 Uhr

Kennen Sie die Wainachen? Noch nicht.

RudiDie Wainachen waren ein kaukausisches Volk, welches aus den Hurritern und Angehörigen der Koban-Kultur hervorgegangen ist. Näheres weiss Wikipedia, aber auch nicht wirklich viel. Schlussendlich ist zu sagen, dass das hier immer noch ein Fussball- und kein Ethnologieblog ist und wir auf der Redaktion dieses Wort auch zum ersten Mal hörten.

Ab nächstem Jahr hingegen werden auch Sie als Fussballfan sich mit den Wainachen befassen müssen. Gut möglich, dass  Neuchâtel Xamax in der Saison 2012/13 dann unter dem Namen “Neuchâtel Xamax Wainach” antreten wird, wie Le Matin berichtet. Eigentlich hätte der neue tschetschenische Besitzer, Andreij Rudakov, den Namen bereits auf die nächste Spielzeit ändern wollen, scheiterte aber mit seinem Anliegen beim SFV. Für den Verband wurde der Antrag zu spät gestellt.

Todesdrohungen, Trainer die keine sind, lustige Vereinsnamen: für beste Unterhaltung dürfte in Neuenburg also weiterhin gesorgt sein.