18. April 2012
Tschechiens Polizei trainiert für die Fussball Europameisterschaft.
Das magische Dreieck ist zurück.

Zumindest für eine Sendung des ZDF-Sportstudios. Im Februar trafen sich “Das magische Dreieck” Krassimir Balakov, Fredi Bobic und Giovane Elber für eine entspannte Plauderrunde wieder.
Ältere LeserInnen erinnern sich bestimmt: In den Spielzeiten 1995/96 und 1996/97, als der Vfb Stuttgart immerhin den DFB-Pokal gewinnen konnte, begeisterten die 3 Spieler durch spektakulären Offensiv-Fussball. In 2 Saisons erzielten sie fabelhafte 89 Treffer. Trainer waren damals übrigens Rolf Fringer, der nach seiner Zeit beim Vfb die Schweizer Nationalmannschaft zu sensationellen Erfolgen führte, und ein gewisser Jogi Löw.
Balakov ist seit 3 Wochen Trainer in Kaiserslautern, Bobic Sportdirektor beim Vfb und Elber führt eine Rinder-Farm in seiner Heimat Brasilien.
Was sich auf dem Rücken der meisten Fussballer abspielt, ist ein Skandal.
Um die Zeichen und Zahlen geht es, mit denen die Trikots beschriftet werden. Beflockt nennt sich das korrekt, aber dann ist fertig lustig mit korrekt. Auf den Rücken unserer Fussballer findet ein typografisches Trauerspiel statt. Was uns hier an Schriftarten zugemutet wird, das treibt mir Tränen in die Augen.
Schon lange habe ich kein Trikot mehr gesehen, das mir auch von hinten spontan gefallen hat. Liebe Fussballclubs, so viel gut ausgebildetes Fachpersonal wartet darauf, Euch zu unterstützen. Und wenn Euch das Geld für einen anständigen Schriftsatz reut, dann schaut Euch bei einschlägigen Anbietern um, dort findet Ihr schöne Schriften für wenig bis kein Geld.
Bevor Ihr loslegt, fragt bitte einige Leute um ihre spontane Meinung. So kann das Schlimmste verhindert werden.
Ihr braucht Beispiele? Also gut:




Sie möchten sich noch etwas mit Thema auseinandersetzen?
Linotype hat eine schöne Übersicht über Fussballfonts zusammengetragen;
Herr Siebert entsetzt sich über deutsche Schweinebauch-Typografie und
Herr Koeberlin sucht den Font der Neunzigerjahre.
Schwarmalarm im Estádio Adauto Moraes.
Das Meisterschaftsspiel zwischen Fluminense de Feira und Juazeirense im Bundesstaat Bahia war in vollem Gange, als ein imposanter Bienenschwarm zum Tiefflug über den Platz ansetzte. Den Spielern blieb nichts anderes übrig, als eiligst hinzufallen und möglichst regungslos zu verharren.
Fans suchten derweil Schutz unter einer riesigen Fahne. Nach kurzer Zeit war das Spektakel vorbei, die Bienen suchten das Weite und erlaubten so die Fortsetzung des Spiels. Das abstiegsgefährdete Fluminense de Feira feierte einen wichtigen 1:0-Sieg.
Endlich erreicht die humanitäre Hilfswelle auch die bedürftigsten Gebiete!
Grosse Freude in den Gemeinden Kippel und Wiler im extrem abgelegenen schweizerischen Kanton Wallis: die Sepp Blatter Stiftung, präsidiert von der Lichtgestalt des Fussballs schlechthin, vergibt den nach ihr benannten Award für das Jahr 2011 an die die beiden Gemeinden, damit die dort ansässige Bevölkerung ebenfalls endlich wiedrr Fussballplätze kriegt, nachdem im letzten Jahr dort Unwetter wüteten. Das teilte uns seine Exzellenz Joseph S. Blatter auf seinem Twitter-Kanal mit.
Die Sepp Blatter Foundation verfolgt gemäss eigenem Leitbild einen humanitären, wohltätigen Zweck und setzt sich mit Solidaritätsaktionen direkt oder indirekt für Bedürftige ein. Das beste daran: sie ist rund um ihren Gründer Sepp Blatter aufgebaut und genau gleich wie derselbe komplett unabhängig.
Das Wallis ist im Prinzip ein langes Tal, welches links und rechts von von hohen Bergen begrenzt wird und unter massivem Schattenwurf leidet. Immer wieder müssen grosse Teile seiner Bevölkerung infolge grosser Hungersnöte und anderer Katastrophen auswandern.
Wenn Sie nun ebenfalls etwas “for the good of the game” tun wollen, legen wir Ihnen diese Stiftung gerne ans Herz. Die Bankverbindungen finden Sie selbstverständlich ebenfalls auf der Homepage.
CC hat wieder einmal genug.

Vor einigen Tagen meldete sich Christian Constantin auf Seite 9 unseres Hausblatts (Artikel online leider nicht verfügbar) zu Wort. Er forderte nach Annahme der Zweitwohnugsinitiative den Austritt des Kantons Wallis aus der Schweiz. „Wir sind nicht gegen Demokratie. Aber ich stelle nun einfach fest, dass wir Walliser anders denken als der Rest des Landes“. Constantin wünscht sich das Wallis als souveränen Staat nach dem Vorbild des Fürstentums Liechtenstein. Er möchte der Schweiz über bilaterale Verträge verbunden bleiben, aber sich nicht immer dreinreden lassen müssen.
Nun, gehen wir einmal davon aus, was natürlich sehr schade wäre, das Wallis würde tatsächlich aus der Schweiz austreten. Dann bräuchte es ja eine eigene Nationalmannschaft. Ich mache Ihnen hier mal ein paar Vorschläge:
Die Fans von Marseille laufen zum Gegner über.
Nach einer beispiellosen Serie von zehn Niederlagen in elf Spielen liegen die Nerven der Anhänger blank. Im Titelrennen ist der Zug längst abgefahren, im Cup schied man gegen einen Drittligisten aus, in der Champions League war Bayern zu stark.
Besonders schlimm war das 1:2 an Ostern bei Paris St-Germain. Die Hauptstädter sind der grösste Feind der Marseille-Fans, und das schon seit 1998/99: Damals stand Olympique in der letzten Runde vor dem Titel, es brauchte bloss noch ein Remis von PSG gegen Bordeaux. Doch PSG spielte aus Sicht der OM-Fans unerklärlich schwach und verlor 2:3 – der Titel war weg.
In der aktuellen Saison kann nur noch ein Team PSG am Titel hindern: Montpellier, zurzeit Kopf an Kopf mit den Parisern, aber mit einem Spiel weniger auf dem Konto. Und dieses Montpellier spielt am Mittwoch in Marseille. Kein Wunder also, wollen viele OM-Fans im eigenen Stadion Montpellier anfeuern – “um dieser Saison noch irgend einen Sinn zu geben”.
Berner Derby in Neuenburg.

Ältere Leser können sich bestimmt erinnern: In Neuenburg war einmal Fussball. Doch mit Hauptaktionär Tschagajew verschwand auch Neuchâtel Xamax. Am vergangenen Samstag konnten sich die Neuenburger aber wieder einmal über ein Spiel freuen: Der FC Goldstern trug in der schönen Maladière ein packendes Freundschaftsspiel gegen den FC Goldstern aus.
Vor geschätzten 50 Zuschauern siegte Goldstern b deutlich mit 4:1. Die Aussenseiter hatten das Spielgeschehen über 90 Minuten im Griff und zeigten schönen Kombinationsfussball. Das in der 2. Halbzeit enttäuschende Goldstern a fand nie richtig ins Spiel und leistete sich zu viele Fehlpässe. Tor des Tages war der Ausgleich zum 1:1 in der 45. Minute durch Eggimann mit einer sehenswerten Direktabnahme.
Die Zuschauer verhielten sich trotz hitziger Derbystimmung ruhig, der Sicherheitsdienst hatte die Situation zu jedem Zeitpunkt im Griff. Die Hin- und Rückreise mit dem Extrazug verlief problemlos, dies auch dank den anwesenden Fanarbeitern.