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Archiv für die Kategorie „Randregionen“

Sepp zu Besuch

Natischer am Freitag den 16. August 2013 um 13:05 Uhr

Onkel Sepp besucht anlässlich des 16. Sepp-Blatter-Turniers am Sonntag, 25. August das Obergoms.

Alle kommen sie wieder nach Ulrichen: die Fussball-Legenden und Topspieler, die Prominenten und die begeisterten Gäste, die sich seit Jahren das dritte August-Wochenende für das Sepp-Blatter-Turnier freihalten, versprechen die Organisatoren.

Hier das detaillierte Programm:
10.00 Uhr: FC Visp – FIFA Team 2 x 15 Min
11.00 Uhr: Feldmesse mit Abt Martin und Pfarrer Carlen Toni
12.30 Uhr: GC Biaschesi – U20 FC Sion (Auswahl) 2 x 15 Min
13.15 Uhr: Damenmatch FC Chalais – FIFA Team 2 x 15 Min
14.00 Uhr: Kleiner Final 2 x 15 Min
15.00 Uhr: Final 16. Sepp Blatter Turnier 2 x 20 Min
16.00 Uhr: Prominentenspiel FIFA Selection – Swiss Legends 2 x 25 Min
Anschliessend Preisverteilung mit FIFA-Präsident Sepp Blatter

Die Liste der Promis ist schier endlos:
Abt Martin Werlen, der FC Chalais Féminin, das FIFA Women’s Team, Franz Beckenbauer, Michel Platini, Gabriel Calderón, Sunday Oliseh, Kubilay Türkyilmaz, Raphael Wicky, Pierluigi Tami, Rainer Maria Salzgeber, Thomas Bickel, Mario Cantaluppi, Ciriaco Sforza, Jörg Stiel, Fabrice Borer und Massimo Busacca.

Wir sind wie immer sprachlos.

Fussballfreie Ferien

Herr Shearer am Dienstag den 13. August 2013 um 10:00 Uhr

Was macht ein RL-Redaktor, wenn er in seinen Ferien nicht ins Stadion kann?

Fussball ist ja nicht nur immer, sondern auch überall. Schauen wir uns also einmal ein bisschen in Ushhorod um. Ushhorod liegt in der Ukraine, nahe an der Grenze zur Slowakei. Die Stadt gefällt mit ihrer Lage am Fluss Ush, einer autofreien Innenstadt und einigen Sehenswürdigkeiten wie dem Freilichtmuseum und der alten Synagoge; es war bereits mein dritter Aufenthalt in dieser transkarpatischen Stadt und auch mein längster. Am Wochenende, an dem ich dort weilte, spielte die lokale Mannschaft leider auswärts. Wenn Sie diesen Blog aufmerksam verfolgen, sind Sie ihr auch schon begegnet. Der Weg vom Stadtzentrum zum Stadion führt durch die vor über hundert Jahren angelegte längste Lindenbaumpromenade der Welt entlang des Flusses, dann rechts. Bald kommen wir an einem Fussballplatz vorbei, danach stehen wir auch schon quasi vor dem Stadion. Das eiserne Tor ist offen; im Hintergrund hören wir einen Rasenmäher, da stutzt wohl der Platzwart gerade das Geläuf. Um Ärger zu vermeiden, bleiben wir draussen und bestaunen den für Stadien in der Ex-Sowjetunion typischen pompösen Eingang; der Blick fällt auch auf die Spieltafel, auf der jeder Match der Saison prominent seinen Platz hat. Auch die Flutlichtmasten sind ein Blickfang.

Jetzt aber zurück in die Stadt. Dort fällt in einer Strasse ein Gebäude mit einem Signet auf, dass dem geneigten Fussballfan von mehreren Vereinen her bekannt ist. Dynamo war die Sportabteilung des KGB, dass sich die Anschrift am Gebäude deswegen erhalten hat, ist eher unwahrscheinlich. Ein Schal oder gar ein Trikot von Hoverla als Andenken wäre nun natürlich eine feine Sache; deshalb machen wir uns auf die Suche nach einem Sportladen. Den finden wir in der Altstadt, auch wenn er von aussen unscheinbar ist. Einmal eingetreten, ist man aber überwältigt: nicht etwa von der Auswahl an Waren, die ist in einem der ärmsten Länder Europas gegebenerweise auf einem bescheidenen Niveau; der Besitzer hat aber die Wände seines Ladens mit einer Unzahl von Wimpeln von Vereinen aus dem östlichen Europa dekoriert, so dass man eigentlich stundenlang hier bleiben und staunen könnte. Trikots sind keine erhältlich, die Schalsammlung kann aber erweitert werden. Der nette Besitzer erlaubt auch, dass seine stolze Kollektion fotografiert wird, besteht dann aber darauf, dass man unbedingt auch das handsignierte Bild der Klitschko-Brüder ablichtet. Nach diesem ausgedehnten Spaziergang ist ein Bier in der Fussgängerzone oder direkt an der Ush nun wohlverdient.

Sie sehen, es geht eigentlich auch ganz gut ohne Fussball in den Ferien.

 

Erstligisten

Natischer am Freitag den 9. August 2013 um 13:02 Uhr

EL-Play-offs: FC St. Gallen v Spartak Moskau; Grasshoppers v Fiorentina (mit Gomez!); FK Partizan v FC Thun

Morgen beginnt die Saison auch in der 1. Liga.

Als erstes schauen wir auf die 1. Liga Promotion, wo nach dem Aufstieg des FC Köniz Stadtberner Derbys gegen den FC Breitenrain anstehen. Wobei wir die gurtenfestival-übliche Eingemeindung Köniz’ hier auch grad übernehmen. Diese Derbys finden übrigens am 7. September in Köniz und am 6. April 2014 auf dem Spitz statt. Die Eröffnung des neuen Spitz mit Kunstrasen findet anlässlich des Spiels gegen die AC Bellinzona am 5.10. statt.

Neben den beiden Berner Teams stehen hier die vier besten U21-Teams der NLA-Clubs im Einsatz und mit Etoile Carouge, SR Delémont, der AC Bellinzona und den Old Boys Basel mehrere Traditionsvereine. Nicht unterschlagen seien hier auch die Stadionwurstgötter des SC Brühl.

Werfen wir nun einen Blick auf die 1. Liga Classic Gruppe 1: Hier spielen weiterhin das ‘Zwöi’ des BSC YB, der FC Oberwallis Naters und der FC Düdingen. Ansonsten gibts hier halt zahlreiche welsche Teams.

In der Gruppe 2 sind spielen mit Neuchâtel Xamax FCS, dem FC Thun Berner Oberland II, Münsingen, Grenchen und Solothurn auch mehrere Teams der Hauptstadtregion im Einsatz.

In der Gruppe 3 nehmen traditionell sehr, sehr wenige Berner Mannschaften teil.

Support your local 1.-Liga-Club!

Anzhi am Ende?

Herr Shearer am Donnerstag den 8. August 2013 um 10:01 Uhr

Manchmal ist man im Nachhinhein gescheiter.

Ältere Leser mögen sich vielleicht noch an Anzhi Machatschkala erinnern: die Mannschaft aus aus der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala war im vergangenen Dezember mit ihren Stars Samuel Eto’o, Lacina Traoré und anderen hochdotieren und hochbezahlten Fussballern im Berner Wankdorf zu Gast. Trotz der 1:3 Niederlage gegen die beste Mannschaft der Welt überstanden die Multimillionäre aus dem Kaukausus die Gruppenphase der Europa-League, zogen aber im Achtelfinal gegen die zweitbeste Mannschaft der Welt den kürzeren und schieden aus. Auch in der russischen Liga reichte es nur zu Platz drei, und in der angelaufenen Saison holte Anzhi erst zwei Punkte aus den ersten vier Runden.

Eigentlich wollte der Besitzer des Clubs, Suleiman Kerimov, ja die Champions League gewinnen und anschliessend die Weltherrschaft erringen. So jedenfalls muss jemand ticken, der als neunzehntreichster Russen den bis dahin eigentlich bedeutungslosen Club seiner Heimatstadt kauft und ihm ein geschätztes Jahresbudget von 180 Millionen Dollar zur Verfügung stellt. Mit dem Geld leistete sich Anzhi den bestbezahlten Spieler, wenn nicht gar Sportler der Welt (Samuel Eto’o, 20 Mio € / Jahr), einen hochqualifizierten Trainer (Guus Hiddink) und einen prestigeträchtigen Sportchef (Roberto Carlos). Vor Beginn der Saison 2013/14 holte man für die stolze Summe von 35 Mio. € auch noch Willian von Schachtjor Donetsk, einer Mannschaft, die ebenfalls im Oligarchen-Geld schwimmt. Die Mannschaft lebt und trainiert derweil in Moskau, dort trägt sie auch die internationalen Partien aus, weil die UEFA Dagestan dafür als zu problematisch einstuft. Für die Heimspiele in der russischen Meisterschaft wird das Team jeweilen ein- und danach auch wieder ausgeflogen. Distanz: über 2’000 Kilometer, einfache Strecke.

Jetzt ist aber Schluss mit der Herrlichkeit. Gemäss Twittermeldungen des Klubpräsidenten Konstantin Remchuchov werden Spielerverkäufe im grossen Massstab folgen, die Starspieler werden also ihren Spind bald räumen müssen. Das Budget soll auf ein Drittel zurückgefahren werden. Guus Hiddinks Nachfolger, René Meulensteen, wurde nach nur 16 Tagen im Amt bereits wieder entlassen. Bereits wird spekuliert, dass Gadschi Gadschiev, der den Verein vor der Übernahme durch den Milliardär trainierte, das Amt erneut übernehmen wird. Suleiman Kerimov bereut inzwischen sein Investment; Berichte darüber, dass ihm der Misserfolg seiner Mannschaft auf die Gesundheit geschlagen haben sollen, wurden allerdings als Scherz bezeichnet.

Falls Sie diese Meldung nun sehr bedrückt und Sie Herrn Kerimov helfen wollen, dann gehen Sie jetzt bitte zu Ihrer Bank und investieren Sie all Ihr Erspartes in Aktien der Firma Uralkali. Dort hat der kaukasische Oligarch drum ganz viel Geld reingesteckt und jetzt läuft das Geschäft aber auch überhaupt nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Denn Sie wissen ja: Kaliummangel ist ungesund!

Auf unserem Bild sehen Sie Herrn Kerimov rechts; der links ist Ramsan Kadyrov, ein ehemaliger Freund eines ehemaligen Xamax-Besitzers.

Göteborg

Herr Maldini am Mittwoch den 31. Juli 2013 um 20:15 Uhr

Der FC Thun trifft morgen um 19.00 auf BK Häcken.

Das Abschlusstraining der Thuner fand heute Abend im 2009 neu eröffneten Gamla Ullevi-Stadion statt. Es ist das Nationalstadion der schwedischen Frauen-Nationalmannschaft und Heimstätte von drei Göteborger Vereinen (IFK, ÖIS und GAIS). Das Gamla Ullevi war einer von sieben Austragungsorten der Frauen-EM 2013 (das RL berichtete) und fasst 18’800 Zuschauer, erwartet werden morgen gemäss Häcken circa 3’000. Das Runde Leder wünscht dem FC Thun viel Erfolg!

 

Seeländer Fussball

Natischer am Freitag den 19. Juli 2013 um 12:30 Uhr

BREAKING NEWS:
CL-Quali: Olympique Lyon v GCZ; FC Basel v Maccabi Tel-Aviv oder Györi Eto
EL-Quali: Sparta Prag oder Häcken v FC Thun; Skonto Riga oder Slovan Liberec v FCZ

In der 1. Liga beginnt die Saison erst im August.

Auch für die Teams der örtlichen 1. Ligen ist eine vernünftige Saisonvorbereitung nie falsch. Deshalb begehen YB II, Münsingen, Köniz, Grenchen und Xamax seit gestern Abend den oft kopierten, nie erreichten Seeland-Cup.

Gastgeber ist der SV Lyss, interregionaler 2.Ligist. Ausgetragen werden die Spiele im Sportzentrum Grien.

Zur Eröffnung gestern abend gewann YB II gegen Lyss mit 4:0, danach schlug Köniz, amtierender 1.-Liga-Promotion-Aufsteiger, Grenchen gleich mit 6:0.

Wir empfehlen Ihnen allen, diesen torreichen Seeland-Cup 2013 am besten an mehreren Abenden zu besuchen.

Jaroslawl

Val der Ama am Donnerstag den 11. Juli 2013 um 20:21 Uhr

6. Juli 2013

Herr Bueb grüsst uns aus Russland. Erzählen Sie uns doch was zu dieser Fotografie, Herr Bueb.

Denker am Ball (4): Das Unerwartete

Herr Pelocorto am Donnerstag den 11. Juli 2013 um 06:00 Uhr

Zum Schluss unserer Sommerserie befassen wir uns mit der kommenden Saison. Auch die Giganten des Geistes bangen, hoffen, wissen.

Nassim Nicholas Taleb

Nassim Nicholas Taleb sieht alles andere als schwarz für die Anhänger schwacher Clubs. Wohl kein Denker hat sich intensiver mit völlig unerwarteten und überraschenden Ereignissen auseinandergesetzt als der griechisch-orthodoxe Libanese. Und keiner hat in mehr verschiedenen Mannschaften auf mehr verschiedenen Positionen gespielt als der zehnsprachige Taleb.

Taleb ist überzeugt, dass die Fans «den Wert rationaler Erklärungen für beobachtete Daten überschätzen und das Auftreten unerklärbarer Zufälligkeiten in diesen Daten unterschätzen». Kein Wunder, nannte er sein erstes Buch Narren des Zufalls und widmete es seinen Mannschaftskollegen im Club Al Ansar Amioun. Dieses Büchlein findet sich heute in jeder gut sortierten Trainerbibliothek.

Talebs Durchbruch kam mit seinem Werk
Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse, das 2007 erschien und die Fussballwelt in helle Aufregung versetzte. Endlich ein Denker, der erklärt, wieso Favoriten Endspiele verlieren und Aussenseiter Titel gewinnen.

Nach Taleb leiden Trainer, Spieler und Fussballfans an drei Denkfehlern. Wir meinen, wir könnten aktuelle Spiele richtig deuten; wir merken nicht, dass sich unsere Erinnerungen an frühere Spiele verändern und wir legen zu viel Wert auf Daten und deren Interpretation. Gemäss Taleb ist nämlich immer alles möglich, denn

Was heisst das für Sie? Ihr Club wird Meister.

Saly, Senegal

Val der Ama am Montag den 1. Juli 2013 um 20:21 Uhr

27. Juni 2013

Lionel Messi als Botschafter der Kampagne “Fussball gegen Malaria” in Senegal.

Mosiktonetze sind der beste Schutz gegen die Tropenkrankheit, die allein im Jahr 2010 1,2 Millionen Todesopfer forderte.

Titelserie?

Natischer am Freitag den 28. Juni 2013 um 13:01 Uhr

Burkhalter-Cup 2013Heute abend um 17.30 Uhr wird zum berühmten Burkhalter-Cup angepfiffen.

Wie jedes Jahr spielen dabei der BSC Young Boys, der FC Biel/Bienne und der FC Thun anlässlich dieses Blitzturniers je 1x eine Halbzeit lang gegeneinander. Am Ende gewinnt YB möglicherweise den ersten von zahlreichen Titeln dieser noch jungen Saison.

Dieses Jahr werden alle drei Partien drüben bei dieser anderen Berner Zeitung live übertragen, gewohnt kompetent kommentiert von unsern Kollegen von Radio Gelb-Schwarz.

Wer mag, trifft andere Runde LeserInnen ab 17.15 Uhr beim Bierstand hinterm Tor auf der Seite Spitalackerstrasse. Danach wechseln wir möglicherweise mehrmals unsern Standort.