Archiv für die Kategorie „Randregionen“

Stüehl ewäg

Val der Ama am Dienstag den 31. August 2010 um 09:59 Uhr
Architektur: Dem Fussball ein Zuhause geben (2)

Nach monatelanger Verzögerung hat der Umbau am berühmten Maracana-Stadion in Rio de Janeiro begonnen.

Maracana

Die Kapazität im einst mit mehr als 200.000 Plätzen grössten Stadion der Welt wird von 88.000 auf 83.000 Zuschauer reduziert, dafür soll die Sicht auf vielen Plätzen deutlich verbessert werden. Endtermin des 300 Millionen Euro teuren Umbaus ist der Dezember 2012 und wenn alles klappt, sehen Sie dann den WM-Final aus eben diesem Stadion.

Die Aussenfassade wurde nicht verändert, dafür erhält die Arena ein neues Dach. Während des Umbaus fasst das Stadion nur 45.000 Besucher. Derzeit wird das Maracanã von den Erstligisten Flamengo und Fluminense sowie der brasilianischen Nationalmannschaft genutzt.

Endlich weg

Val der Ama am Montag den 30. August 2010 um 10:31 Uhr

Hoffenheim? AC Mailand? VfL Wolfsburg? Werder Bremen? Manchester United? Everton? Paris St. Germain? Real Madrid? Nein, es ist Premier League-Aufsteiger Newcastle United. Und nach langer Vereinssuche kann Hatem Ben Arfa endlich wieder Fussball spielen.

Ben Arfa mit Flasche. Nicht mehr so breit.

Die Beziehung zu OM‘-Trainer Didier Deschamps galt schon lang als angespannt und als er dann auch nicht immer mitspielen durfte, war Ben Arfa Anfang dieses Monats in Streik getreten und nicht mehr im Training erschienen.

„Ich bin nicht bereit, diese Saison zu spielen. Ich habe auch meinen Stolz. Ich bin keine Scheisse“, fand Ben Arfa deutliche Worte. Eine Strafe werde er akzeptieren, aber es gebe kein Zurück: „Weil die Verantwortlichen meinen Willen nicht berücksichtigen, bin ich bereit, meine Karriere auf Eis zu legen“, sagte der 23-Jährige.

Ben Arfa suchte und kontaktierte und wurde kontaktiert, aber irgendwie fand sich trotz zahlreicher Gerüchte keine definitive Lösung, kein neuer Vertrag, kein neuer Klub. Nicht ganz einfache Charaktere haben es nicht ganz einfach im Klubfussball. Schliesslich wurde es dann auch Vater Ben Arfa mulmig, er meldete den Medien: „Da gibt es einen Typen, er nennt sich selbst Michel Ouazin, heisst aber eigentlich Ali. Der hat meinen Sohn einer Gehirnwäsche unterzogen. Er hat Hatem dazu bewegt, schlecht von Herrn Deschamps zu sprechen. Er hat ihm eingeredet, dass es total einfach wäre, einen neuen Verein zu finden.“

Nun ist der Sohn Ben Arfa zufrieden: “Newcastle war immer meine erste Wahl. Ich bin froh, hier zu sein”.

Kurdischer Kick-Off

Natischer am Freitag den 27. August 2010 um 06:01 Uhr

Es folgt nun der Rundes-Leder-Kino-Tipp: «Kick Off», Drama, Iran (2009), 81 Min. von Shawkat Amin Korki

KirkukIm Stadion von Kirkuk, im kurdischen Norden Iraks, leben etwa 300 Familien. In diesem Umfeld organisiert der junge Asu ein Fussballspiel, das kurdische und arabische Bewohner einander näher bringen soll.

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Besorgniserregende Bilder

Herr Shearer am Mittwoch den 25. August 2010 um 15:28 Uhr

Fanbeobachter Schärer meldet sich aus London.

scharer-rat-300x148Deeskalation heisst das Stichwort. Wir internationalen Polizeikräfte sind angewiesen, uns auf die Beobachtung von Randalierern rund um diese Sportveranstaltung zu konzentrieren und eine passive Schutzfunktion einzunehmen. Zurückhalten, Beobachten, Melden. Aber nicht nur. Die Schweiz und insbesondere der Kanton Bern beteiligen sich mit einem wichtigen Beitrag an der Verbrechensbekämpfung: Wir nutzen modernste Technologie, denn unser Fahndungsmittel ist das Internet mit diesen Prangern.

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Sensibler Ballsport

Val der Ama am Montag den 23. August 2010 um 06:01 Uhr

Südafrika entledigt sich der WM.

Erstes Indiz: Das als “Soccer City” bekannt gewordene Finalstadion wird mindestens bis zum Jahr 2014 die Bezeichnung “FNB Stadium” tragen.

Und zweitens:  Sogar in Südafrika hat man die Schnauze voll: fertig mit Tröööt.

NonuMa'a_vSpringboks

Der Tri-Nations-Cup ist das sportliche Grossereignis, dem Südafrika seit dem Finale der Fussball-WM entgegenfiebert. Dabei treffen die drei besten Rugby-Nationen (also Australien, Neuseeland und Südafrika) der Welt im jährlichen Turnus aufeinander. Letzte Station war eben letzten Samstag das FNB Stadium: Südafrika gegen Neuseeland.

Und dieses Spiel war ein ganz besonderes: Man hörte!! Die Fans, den Applaus, aber keine Vuvuzelas. Denn auch am Kap zeigen sich nach der WM ein paar Überdosis-Symptome.

Rugby-Liga-Präsident Kevin de Klerk entschied deshalb, Vuvuzelas vom historischen Event gänzlich auszuschliessen: “Wir haben Untersuchungen angestellt und herausgefunden, dass Vuvuzelas beim Rugby mehr stören als beim Fussball. Wir wollen, dass die Leute die besondere Stimmung im ausverkauften Nationalstadion spüren.”

Eines noch: Auch im dritten und letzten Spiel gegen die All Blacks reichte es für die Springboks nicht zum Sieg. Recht unglücklich mussten sich die Südafrikaner mit 29:22 geschlagen geben. Und Neuseeland hat damit das Turnier bereits gewonnen.

FCT isch üse Stolz

Tinu am Dienstag den 10. August 2010 um 10:46 Uhr

Thun-Fan Tinu ist im siebten Himmel.

thunfan“Hey tschou zäme, jetzt kommt der Beste: Wir haben jetzt ein eigenes Lied. Und zwar haben die fünf Thuner, die ein Instrument können, jetzt einen FC-Thun-Song aufgenommen.

Er heisst FC-Thun-Song, und hier könnt Ihr Euch einen herunterladen.

Hey, wollt ihr mitsingen? Hier ist der Text, jetzt alle zusammen! Auso de, Euer Tinu”

Spassiger Spruch

Rrr am Sonntag den 8. August 2010 um 12:15 Uhr

LIVE:
Grasshoppers – Young Boys 1:2 (45. Bienvenu, 50. Costanzo, 78. Renella)

BREAKING NEWS: Simone Niggli zum 16. Mal Weltmeisterin!!!! Knappestmöglicher Triumph im Sprint über die Schwedin Jansson – Das Runde Leder gratuliert Frau Niggli ganz herzlich, bravo!

Felipe Garcia dos Prazeres fühlt sich missverstanden.

hundeMehrere Spieler des FC Santos stellten sich in einem Video-Chat ihren Fans, darunter Ersatztorhüter Felipe. Ein Fan warf ihm vor, er sei ein Fliegenfänger, was dieser mit einer gereizten Antwort quittierte: “Ich gebe für Hundefutter mehr Geld aus als Du in einem Monat verdienst.”

Das Statement fand Eingang in alle brasilianischen Nachrichtensendungen. Vermutlich auf Druck des Vereins hat sich Felipe jetzt entschuldigt: “Es war nur ein Witz, ich fühle mich missverstanden. Es tut mir leid, wenn ich jemanden beleidigt habe.”

Unser Tipp: Wenn Sie Torhüter in Brasilien sind, lassen Sie Witze über Hundefutter lieber sein, das ist einfach zu heikel.

Verrückte Velofahrer

Rrr am Samstag den 7. August 2010 um 15:56 Uhr

Es wird immer schlimmer mit diesen Isländern.

Die Kicker von Ungmennafélagið Stjarnan – das sind die mit dem Rambo-Jubel und der Fischer-Szene – haben wieder zugeschlagen. Film ab!

Noch ein Weiterkommen

Natischer am Donnerstag den 5. August 2010 um 12:03 Uhr
Auf dem Stapfen

Auf dem Stapfen

Der FC Naters qualifizierte sich für die 2. Runde des Schweizer Cups.

Im Spiel gegen Terre-Sainte konnte der FC Naters gestern abend auf dem Stapfen nicht mit optimaler Besetzung antreten: Mit Nida-Nida und Amacker fehlten 2 Stammverteidiger. Die Natischer stiegen schwach in die Zweikämpfe, woraus sich Chancen für den Gegner ergaben. Nachdem nach der Verlängerung der Spielstand 2:2 lautete, musste das Elfmeterschiessen über ein Weiterkommen entscheiden. Dieses gewannen die Oberwalliser mit 5:3, vermeldet ein lokales Newsportal.

Nächster Gegner der Natischer ist am 14./15. August der ebenfalls in der 1. Liga tätige SC Brühl. Auswärts. Wir empfehlen Ihnen die Reise in die Ostschweiz wärmstens.

Hopp Natersch!

Besoffener Ball

Rrr am Mittwoch den 4. August 2010 um 15:38 Uhr

Die Bundesliga kriegt erstmals einen eigenen Ball. Der Ärger ist gross.

V00575_500_01Der adidas-Ball “Torfabrik” kommt am Samstag beim Supercup zwischen Bayern und Schalke (ARD 17.45) zu seinem Debüt. Die Bundesliga-Klubs trainieren schon alle fleissig mit dem neuen Spielgerät.

„Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es so viele Torwartfehler gibt wie nie, dass es so viele Stockfehler im Feld gibt wie nie”, kündigte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel an. “Das ist kein Alibi, das ist eine Zustandsbeschreibung.”

Er empfiehlt eine ähnliche Taktik, wie sie der Uruguayer Diego Forlan beim tückischen WM-Ball Jabulani wählte: “Der trat die Eckbälle in Südafrika einfach nur mit dem Vollspann – im Vertrauen, dass der Ball komisch fliegt.”

Stuttgarts holländischer Verteidiger Khalid Boulahrouz kann mit der “Torfabrik” trotzdem nichts anfangen: “Der Ball ist besoffen, macht, was er will. Der ist hyperaktiv, man müsste ihm eine Beruhigungsspritze geben. Klar kann man sich auch an den Ball gewöhnen. Wenn deine Frau drei- bis viermal in der Woche besoffen ist, gewöhnst du dich auch irgendwann daran.”





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