18. Juni 2013
Die iranische Fussball-Nationalmannschaft hat sich für die WM 2014 in Brasilien qualifiziert.
Ludwig Wittgensteins Beitrag zum modernen Fussball muss aus heutiger Sicht als visionär bezeichnet werden.

Der österreichische Katholik diplomierte in Berlin als Ingenieur, ging anschliessend nach Manchester, wo er am Bau eines Flugzeugmotors scheiterte, dafür aber erstmals mit dem Fussball in Kontakt kam. Wittgenstein besuchte regelmässig den frisch eröffneten United Football Ground, das heutige Old Trafford, und die Hyde Road, die frühere Heimstätte Manchester Citys. Die Liebe zum Fussball blieb.
1911 kam der wichtige Wechsel nach Cambridge, wo er sich unter Bertrand Russell zum grössten philosophischen Logiker des Jahrhunderts entwickelte. Bald ergaben sich Kontakte zu Sir Albert Tracey, der den Regelausschuss der FIFA leitete, welcher in Cambridge seine Treffen abhielt. Wittgenstein wurde vom Ausschuss eingeladen, an den Official Cambridge Rules of Modern Football mitzuwirken. Der Denker stürzte sich mit Feuereifer in die Arbeit und zergliederte das alte Regelwerk ins Allerfeinste, analysierte, bildete neu, sann und hintersann sich, um wirklich alle Situationen des Fussballs eindeutig zu regeln.
Unendlich Mühe bereitete ihm die unterschiedliche Wahrnehmung ein- und derselben Spielsituation durch den Mann in Schwarz und das Publikum. Eine vertrackte Situation für den hageren Logiker. Wochenlang dachte Wittgenstein nach, bis ihm bei einem Spaziergang entlang des Cam plötzlich klar wurde: Der Referee muss strittige Szenen sofort und endgültig entscheiden.
Nur, was soll man dann dem Publikum raten? Auch hier fand Wittgenstein eine zeitlos elegante Lösung, die er im 7. Abschnitt seines berühmten Regelwerks Tractatus logico-philosophicus in einem einzige Satz festhielt:

Einigen Fussballspielern möchte man nachts nicht begegnen, Vinnie Jones etwa. Oder Manuel Neuer.
Neuer? Angst vor Neuer? Doch doch, seit neuestem schon. Erinnern Sie sich an 2001?
Da brachte Pixar den Film Monsters Inc. in die Kinos. Ein Kassenschlager! Jetzt folgt mit Monsters University das Prequel; schliesslich muss jedes Monster, das später ordentlich schrecken will, zuerst alles richtig lernen. Angst und Schrecken verbreiten, das fällt einem nicht einfach in den Schoss.
Manuel Neuer vertont in der deutschen Fassung das blaue Monster Frank McCay.
Wie das tönt? Film ab!
Monsters University startet am 20. Juni in den Schweizer Kinos.
Alles, was wir heute über den Fussball denken, haben schon andere vor uns gedacht. Gerne nutzen wir die Sommerpause, um Sie mit den Leitideen der grössten Denker der Menschheit zum Fussball vertraut zu machen.
Im wesentlichen geht es um die vier grossen philosophischen Fragen, die schon Immanuel Kant aufgeworfen hat: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Wann fällt das Tor?
Wir beginnen mit Jean-Paul Sartre.
Der französische Existenzialist war der Erste, der sich mit dem Verhältnis gegnerischer Fankurven auseinandergesetzt hat. Sartre besuchte 1943 Freunde in Bern und wohnte mit ihnen dem Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Grasshopper-Club Zürich bei.
In seinem Theaterstück Huis clos (Geschlossene Gesellschaft), das ein Jahr später in Paris uraufgeführt wurde, finden sich ein Anhänger der Young Boys und ein Grasshoppers-Fan in einem surrealen Stadion wieder. Die beiden Anhänger, die an Ausschreitungen teilgenommen haben, und der YB-Stürmer Genia Walaschek, der im Spiel einen Elfmeter verschossen hat, müssen sich immer und immer wieder gegenseitig ihre Verfehlungen erklären. So lange, bis die beiden Anhänger plötzlich realisieren:

Ischia ist Meister der italienischen Serie D – der Wind half tüchtig mit.
Im Meisterschaftsfinale siegten die Insulaner gegen Delta Porto Tolle mit 2:1. Schon nach zehn Minuten ging Ischia in Führung, die Vorentscheidung fiel nach einer halben Stunde. Und zwar so:
BREAKING: Mändu wird neuer YB U-13 Trainer!
RB Leipzig besiegte gestern im Hinspiel der Dritt-Liga-Aufstiegsbarrage vor über 30’000 Zuschauern die Sportfreunde Lotte mit 2:0.
Damit haben die Sympathieträger aus der Büchse eine aussichtsreiche Ausgangslage vor dem Rückspiel in Lotte vom Sonntagnachmittag 14 Uhr (MDR live). Zumal Lotte am Sonntag auch noch Offensivkraft Amir Shapourzadeh (7T/18A) nach roter Karte fehlen wird.
Aber wer spielt denn um diese Jahreszeit überhaupt noch Fussball in Deutschland? Ganz einfach: Aus den 5 Regionalligen müssen noch 3 Aufsteiger in die Dritte Liga eruiert werden. Das sind also 5 Regionalliga-Meister plus der Zweitplatzierte aus dem Südwesten. Dieses Jahr sind das neben Lotte und den Redbullen auch noch die Traditionsvereine Holstein Kiel und Hessen Kassel (Hinspiel 2:0) sowie der SV Elversberg und die Amateure von 1860 München (3:2).
Hunderte Fans verpassen den Anpfiff – wegen einer Ganzkörperkontrolle.
In der rumänischen Stadt Cluj – unseren Basler Freunden bestens vertraut – stieg gestern das Stadtderby zwischen CFR und Universitatea. Die Polizei war mit grossem Aufgebot vor Ort und bemühte sich vor dem Stadion-Eingang, allfällige Randalierer der Gastmannschaft frühzeitig zu erkennen.
Ihr Verdacht fiel schliesslich auf den Herrn rechts im Bild, den sie nach Angaben des rumänischen Online-Portals Prosport.ro anschliessend einer “exzessiven Leibesvisitation” unterzogen. Mehrere hundert Universitatea-Fans warteten dahinter längere Zeit auf den Stadioneinlass.
Als sie endlich den Gästesektor betreten konnten, lag ihr Team schon 0:1 im Rückstand. Das Spiel ging 1:3 verloren.
Gibts jetzt dann doch noch Red Bull im deutschen Profi-Fussball?
Heute ab 17.30 Uhr (live auf MDR) spielen die Sportfreunde Lotte gegen Rasenballsport Leipzig um den Aufstieg in die Dritte Liga. Beide Vereine wurden in ihrer jeweiligen Regionalliga souverän Meister: Lotte in der Regionalliga West mit neuem Punkterekord, Leipzig im Nord-Osten ohne eine einzige Niederlage.
Retortenmannschaft hin, Red Bull her – von Tradition alleine kann auch niemand leben. Zusammengekauft ja, Starensemble nein. Und im Tor steht Fabio Coltorti.
*überleg* …
Hopp Lotte!