Archiv für die Kategorie „Gränni Awards“

Fussballkunst (VI)

Natischer am Freitag den 19. Februar 2010 um 13:02 Uhr

Gerade wenn einem sein Verein vorübergehend etwas weniger Freude macht oder selbiger vom Schiri etwas klar benachteiligt wurde, kann es dem gemeinen Fan nicht schaden, auch mal ebiz aufzumachen.

rubbish

Hierbei verweisen wir heute auf die Assemblage Life of a fan is rubbish von Tobias Mohr.
(2000, 13×35cm)

Schlechtes Benehmen

Rrr am Dienstag den 9. Februar 2010 um 17:18 Uhr

Benin schickt seine Kicker in die Wüste.

teamDie Verbandsspitze hat das Nationalteam aufgelöst und versichert, sie wolle sämtliche 23 Nationalspieler und den ganzen Trainerstab nie wieder sehen. Begründet wird die drastische Massnahme mit dem Abschneiden beim Afrika-Cup – dort scheiterten die “Écureuils“ (Eichhörnchen) schon in der Vorrunde an Nigeria und dem nachmaligen Turniersieger Ägypten. Den Spielern und Betreuern wird nun “mangelnder Patriotismus und schlechtes Benehmen“ vorgeworfen.

Das frühzeitige Ausscheiden ist in der Tat unerklärlich. Schliesslich hatte der Verband als Ziel ganz klar den Gewinn des Afrika-Cups vorgegeben.

Grünes Gejammer

Herr Shearer am Sonntag den 22. November 2009 um 11:30 Uhr

Xamax – YB Liveticker: 23. Min. Dudar 0:1, 30. Minute erste gelbe Karte für Carlos Varela nach Foul an David Degen, 45. Minute gelb-rote Karte gegen Dudar wegen Meinungsverschiedenheit mit Claudio Circhetta, 54. gelb-rote Karte für Tixier

duffVielleicht können Sie sich noch vage erinnern: im Barrage-Rückspiel zwischen Frankreich und Irland versemmelten die Iren mehrere Grosschancen. Statt bereits in der Halbzeit mit 3:0 in Führung zu liegen, kassierten die Iren in der Verlängerung durch ein von Thierry Henry auf illegale Weise vorbereitetes Tor den Ausgleich und konnten damit die Suche nach einem Hotel in Südafrika einstellen.

Nun meldet sich auch noch Irlands Damien Duff zu Wort: der ortet als Hauptschuldigen nicht Thierry Henry, sondern den Sportartikelhersteller Adidas:

“Die FIFA will die grossen Mannschaften an der WM, also auch Frankreich. Adidas sponsert diesen Wettbewerb, und sie sind Ausrüster des französischen Verbands. Michel Platini hat ebenfalls grossen Einfluss. Ich denke, wenn die WM von Umbro gesponsert wäre, hätten wir dieses Spiel gewonnen”

Damien Duff (Fulham FC) kassiert von der Firma Adidas übrigens geschätzte 100′000 £ pro Jahr – dafür, dass er deren Fussballschuhe trägt.

Titel gestrichen

Svon Hetz am Dienstag den 29. September 2009 um 20:02 Uhr

AKTUELL: Brasiliangolische Rochade: Dos Santos zu Sitten – Afonso zum GC.

In der Fussball- und Medienhauptstadt Zürich wird ab sofort mit einem Titel weniger gerechnet.

Damit konnte endlich die brennendste Frage bezüglich des neuen NZZ-Layouts geklärt werden: Was geschieht mit der wichtigsten Rubrik des Blattes, «Auf internationalen Fussballplätzen»?

vorher

Bisher

Wir können Sie beruhigen, sie existiert weiterhin. Allerdings wird sie neu nicht mehr explizit als solche bezeichnet.

Neu

Neu

Zu befürchten ist, dass auch Berichte über ein unbedeutendes Fürstenhaus nicht mehr mit dem charmanten «Aus der Nachbarschaft» gekennzeichnet werden.

Andererseits sind die ja auch schon wieder abgestiegen.

13 x 6

Herr Shearer am Freitag den 18. September 2009 um 17:02 Uhr

Der nordirische Fussballverband hat Erbarmen mit Kris Lindsay.

lindsayDie IFA gab ihre Einwilligung, dass der unglückliche Spieler des nordirischen Clubs Linfield mitten in der Saison seine Rückennummer wechseln darf. Seit seinem Wechsel zu Linfield spielte der Verteidiger mit der Nummer 13; seither erlitt er sechs Verletzungen, von denen die eine mit den anderen nichts zu tun hatte: einmal war es das Knie, dann die Achillessehne; Beschwerden machten ihm auch die Nacken- und die Wadenmuskulatur und ein gebrochener Handknochen. Komplettiert wird diese Schadensliste durch eine Platzwunde am Kopf, die nach heftigem Körperkontakt mit einem gegnerischen Verteidiger am letzten Spiel gegen Portadown dazukam. Diese musste mit mehreren Stichen genäht werden.

Linfields Präsident David Jeffrey wurde deshalb beim nordirischen Fussballverband vorstellig und bat darum, seinen Spieler von den Qualen der verflixten Nummer 13 erlösen zu dürfen. Die Fussballoberen hatten nichts dagegen, denn in dieser Hinsicht bestünden keine Vorschriften. Hoffen wir für Kris Lindsay, dass seine Leidenszeit somit bald vorüber ist und er seine Zeit wieder auf dem Fussballplatz statt in Wartezimmern verbringen kann.

Vermeiden Sie diese ominöse Unglücksnummer auch wenn immer möglich? Steigen Sie in keinem Hotelzimmer mit der 13 drin ab? Bleiben Sie am 13. jeden Monats zu Hause? Haben Sie ihre schöne Wohnung in Bümpliz gekündigt, weil sie im 13. Stock lag? Verzichten Sie freiwillig auf den 13. Monatslohn? Dann sollten Sie noch dringend diesen Artikel auf Wikipedia lesen.

Nord/Süd-Frage: Neuste Chancen

Svon Hetz am Donnerstag den 10. September 2009 um 10:42 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, Hat Norwegen jetzt eigentlich noch Chancen nach Südafrika zu reisen? Im Moment sind sie ja die schlechtesten Zweitplacierten, aber wenn den anderen die Punkte gegen die Gruppenletzten abgezogen werden, könnte es ja plötzlich doch noch reichen. G. B., B.

Lieber Herr Georges, aber natürlich hat es das. In den Gruppen 3 und 8 ist es zwar eher unwahrscheinlich, dass die das noch veryamboisen. Und die Gruppen 4, 5, 6 und 7 können Sie vergessen.

In Gruppe 1 allerdings muss jetzt einfach Schweden alles verlieren, Portugal-Ungarn unentschieden spielen, Portugal dann gegen Malta nicht mehr als ein Unentschieden holen verlieren und gleichzeitig Ungarn auch noch gegen Dänemark verlieren, dann ist Norwegen in der Barrage. Und in Gruppe 2 ist ja eh alles noch offen und etwas kompliziert. Freuen Sie sich also! Alles Gute, Ihr Dr. Rüdisühli

GC und Frau B

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 10. September 2009 um 07:45 Uhr

jubikleinEin Bild, eine Geschichte. Heute: Herr Rrr über den 30. Oktober 2005.

fraub“An jenem Tag spielte GC gegen YB im Hardturm. Das war damals ein Spitzenkampf: GC lag auf Platz 2, YB war Vierter. Es war das erste Spiel unter Gernot Rohr und endete mit einem leistungsgerechten 1:1.

Nun gut, das ist jetzt nicht so wichtig. Das Spiel wurde zum Erlebnis, weil Herr Noz und ich von unserer Frau B begleitet wurden. Frau B, unsere Morgenfrüh-Redakteurin vom 8. Januar 2005 bis 29. Oktober 2006, die Frau von der Insel, die uns mit viel Liebe den britischen Fussball in all seinen Facetten näher brachte. Ehrlich gesagt, bis dahin wusste ich nicht einmal, dass in England Fussball gespielt wird, aber seither schaue ich gerne Premier League, und immer wenn Liverpool spielt, denke ich an Frau B.

Immer, wenn Argentinien spielt, denke ich auch an Frau B. Und wenn ich ein Bild von Steven Gerrard sehe, dann denke ich auch an Frau B. Eigentlich denke ich immer ein bisschen an Frau B.

Ich glaube, den anderen auf der Redaktion geht es auch so.”

Sommerkleider

Herr Noz am Montag den 25. Mai 2009 um 05:55 Uhr

Guten Morgen.

Seit gestern Abend ist es einmal mehr offiziell: Der BSC Young Boys hat auch diese Saison überhaupt rein gar nichts gewonnen.

Die Textilabteilung des «Runden Leders» hat sich deshalb entschieden, die beliebten Pokalmotive mit der Kollektion «Loser-Chic» zu ergänzen.

shirts-titellos

Sie dürfen ab sofort bestellen. Vielen Dank.

Gescheiterte Geiselnahme

Herr Shearer am Samstag den 4. April 2009 um 11:55 Uhr

Jedermann kann Opfer eines Verbrechens werden. Selbstjustiz sollte man aber sein lassen.

Gigi ist überall.
Unser Bild: Raucher sind nicht immer Sieger.

Das musste auch Gigi Becali, Besitzer von Steaua Bukarest, zur Kenntnis nehmen. Er wurde soeben wegen Freiheitsberaubung zu einer Haftstrafe von 29 Tagen verurteilt. Was war geschehen? Es begann damit, dass Becalis Mercedes von Autodieben entwendet wurde. Seine Bodyguards machten sich auf die Suche nach den Schelmen und wurden auch bald fündig. Die Leibwächter Becalis wiederum fielen der Bukarester Polizei auf, als sie die Missetäter in den Kofferraum einer Limousine bugsierten. Anschliessend nahmen die Ordnungshüter die Verfolgung des Wagens auf. In einem Vorort konnten sie die Autodiebe befreien.

Herr Becali hat selbstverständlich Einspruch gegen das Urteil erhoben. Denn das eigentliche Opfer sei er. Schliesslich sei sein Wagen gestohlen worden, und die Polizei hätte ja eh nichts unternommen, wenn er den Diebstahl auf ordentlichem Wege zur Anzeige gebracht hätte.

Sein Leumund ist aber angeschlagen, und die Justiz in Rumänien scheint besser zu funktionieren, als es ihm lieb sein kann: zur Zeit läuft auch eine Anklage wegen Spielmanipulation gegen ihn. Mit 1.7 Millionen Euro soll er vor einem Jahr den Ligakonkurrenten die Ehrenplätze in der Meisterschaft schmackhaft gemacht haben.

Grosse Worte, gelassen ausgesprochen

Frans am Mittwoch den 18. Februar 2009 um 09:45 Uhr

Der Goalgetter der berühmten Berner Young Boys hat gegenüber der Gratispresse ein interessantes Gelöbnis abgelegt.

Herr Raimondi erweist sich im heutigen Interview als grosser Kommunikator. Er beschönigt nicht, wo es nichts zu beschönigen gibt. Und er bringt sich und seine Teamkollegen subtil in Poleposition für künftige Gränni Awards:



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