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Archiv für die Kategorie „European Must-have-drunk-theres“

A Room with a View

Natischer am Sonntag den 14. Juli 2013 um 12:00 Uhr

Nicht nur Herr Bueb kann Urlaubsfotos aus Russland.

Aus unserer brandaktuellen Serie «Geeignete Hotelzimmer für Fussballfans» berichten wir Ihnen heute vom Zimmer 231 des Courtyard by Marriott in St. Petersburg:

Wir erkennen zweifelsfrei das Petrowsky-Stadion, in dem Zenit St. Petersburg seine Heimspiele austrägt. Die russische Premjer Liga startet – nachdem sie auch auf Wintersaison umgestellt wurde – wie die Super League an diesem Wochenende.

Zenit startet beim Lord und Steven Zuber von ZSKA Moskau. Das erste Heimspiel gibts erst in der dritten Runde am 26. Juli gegen Kuban, dem neuen Verein von Djibril Cissé.

Pünktlich zur WM 2018 spendiert Herr Gazprom ein neues Stadion.

Bern, 15. Juni 2013

Lars: L am Montag den 17. Juni 2013 um 05:47 Uhr

Sonderkorrespondent Lars: L verbrachte endlich mal wieder einen Samstagabend im Wankdorf Stade de Suisse.

Anreise & Tickets

Idealerweise gehen Sie denselben Weg wie immer ins Wankdorf und kaufen dann einem Langenthaler vor dem Stadion Tickets für einen Drittel des Originalpreises ab. Sie können natürlich auch den Vorverkauf benutzen, da kostet ein Stehplatz aber um 90, ein Sitzplatz 135 Franken.

Spielgeschehen

Trotz fragwürdiger Unterlage (Spritzbeton) und völlig überfülltem Spielfeld entwickelt sich ein kurzweiliges Spiel, das von Bellamy, Wolstenholme und Howard mit internationaler Härte dominiert wird. Die Schlüsselspieler halten sich jedoch meist im eigenen Strafraum auf, nur selten wagt sich einer mit einem Vorstoss in die Platzmitte. Tore fallen folglich keine. Mit Verlängerung dauert das Spiel 140 Minuten.

Stimmung

Obwohl der gesamte Sektor D leer bleibt (Konkordat-Protest?) und zudem Megafone im Stadion nicht zugelassen werden, entwickelt sich eine erfreuliche Stimmung mit meist englischen Gesängen.

Fazit

Insgesamt ein erfreuliches, unterhaltsames Spiel, das manchmal etwas dick aufgetragen wirkte. Der Bierpreis (CHF 5.50/4dl) ist verglichen mit einem ähnlichen Anlass in Barcelona (7€/4dl) vor kurzem äussert fair. Es hatte etwas viele Aargauer im Stadion, was für die kommende Saison nicht besonders hoffnungsfroh stimmt. Zudem störten einige Pfeiler die Sicht, aber das soll in anderen Weltgegenden ganz normal sein.

Absteiger in Augsburg

Natischer am Freitag den 31. Mai 2013 um 13:05 Uhr

BREAKING NEWS: Christoph Spycher verlängert Karriere um ein Jahr – Rücktritt im Sommer 2014

Unser Redaktör mit dem Goldenen Händchen für Spiele, die sich jetzt wirklich sonst niemand hier anschauen würde, besuchte pünktlich zum Bundesliga-Saisonende eine Insel mit zwei Bergen Augsburg.

Anreise
Augsburg erreichen Sie mit dem Zug ab Bern in nur 5-6 Stunden, je nachdem, ob Sie via Basel-Karlsruhe, Schaffhausen-Ulm oder Lindau-Buchloe fahren. Wer mit dem Auto unterwegs ist, trifft früher oder später auf die Autobahn Stuttgart-München und kann Augsburg dann auch nicht mehr verfehlen.
Uns hat das vis-à-vis des Bahnhofs gelegene Riegele sehr gute Dienste erwiesen: Zentrale Lage, trotzdem ruhig, gleich neben der Brauerei Riegele, sonnige Gartenbeiz hinten raus, WLAN flat für 2 € extra.

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Die Schnüdel von Schweinfurt

Rrr am Sonntag den 5. Mai 2013 um 12:15 Uhr

Herr Rrr in der Bayernliga Nord.

Alle sprechen vom deutschen Fussball. So schön, so modern, so erfolgreich! Unser rasende ReporteRrr wollte deshalb auch einmal deutschen Fussball sehen und begab sich zu diesem Zweck ins Willy Sachs Stadion in Schweinfurt.

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Nordwestschweizer Fussball

Natischer am Freitag den 12. April 2013 um 13:08 Uhr

Kanton SolothurnViele Schweizer Fussballfans wissen: Die Saison 2012/13 ist gelaufen.

Dies nehmen wir als Grund für eine einmal mehr legendäre Rundeslederleserreise in untere Ligen in weniger regelmässig besuchte Regionen.

Praktischerweise lässt sich das am Samstag 27. April aufs Idealste verbinden mit einem Besuch einer Messe über Getränke, wo nach landläufiger Meinung ganz gut zum Fussball passen. Sie habens längst bemerkt: Die Solothurner Biertage finden demnächst statt.

Wir verlassen Bern mittels RBS-Zügli um 11.35 Uhr. In Solothurn empfängt uns unser des lokalen Idioms mächtige treuer AAA-Leser Herr exexMitarbeiter und führt uns in ein nahegelegenes Restaurant, wo wir währschaft unterlegen wollen, bevor wir pünktlich zur Eröffnung um 14 Uhr zur örtlichen Rythalle begeben und dort testen, was es ausserhalb der Schweizer Fussballstadien für richtige Biere gäbe.

Um 17 Uhr findet dann im altehrwürdigen Stadion Brühl zu Grenchen der 1.-Liga-Classic-Knüller zwischen Grenchen und Münsingen statt. Der Besuch des Fussballspiels ist wie immer fakultativ.

Ja, auch solche Spiele sind gut für den Schweizer Fussball. Tun Sie Ihre Teilnahmeabsicht in den Kommentaren kund.

Au Coeur du Sud Ouest

Rrr am Donnerstag den 7. Februar 2013 um 16:00 Uhr

Was viele nicht wissen: Auch in Frankreich gibt es Fussball.

Unser unerschrockener Sonderkorrespondent Max Power berichtet für Sie aus Toulouse.

Anreise
Toulouse kann dank einer Billig-Airline per Direktflug von Basel oder Genf erreicht werden. Eine weitere Möglichkeit bietet das Auto: Mit dem Gefährt auf vier Rädern benötigt man etwa 8 Stunden, um nach Toulouse zu gelangen. Empfehlenswert ist die Reise mit dem Zug, ein angenehmes und auch nicht teures Vergnügen. Via Genf – Lyon – Montpellier dauert die Reise etwa 8 Stunden und 30 Minuten. Vom Bahnhof fährt eine U-Bahn alle 2 Minuten in die Nähe des Stadions.

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Ostern in Baden

Natischer am Mittwoch den 6. Februar 2013 um 16:05 Uhr

Unser Rundeslederleserreisereiseleiterlernender, Herr Briger, hat die Rundeslederleserreisereiseleiterabschlussprüfungen mit Bravour bestanden und führt Sie demnächst nach Deuschland:

«Ende März ist bereits wieder Ostern (Übrigens auch dieses Jahr wieder an einem Sonntag, Sachen gibt’s!). Bevor es aber ans sonntägliche Eiertütschen und Osternestsuchen geht, verlederreisen wir am Ostersamstag 30.03. nach Freiburg im Breisgau, wo sich der heimische Sport Club um 15:30 Uhr mit Lucien Favres Borussia aus Mönchengladbach duelliert.

Da das Stadion schon recht gut besetzt ist, und es nur noch Stehplatzkarten auf der Nord- (entspricht dem Sektor D im Wankdorf) und der Südtribüne gibt, begibt sich unsere Reisegruppe auf die Stehplätze im Süden neben dem Gästesektor (Preis: 11.50 €). Die Sicht von dort ist prima und zum Teil besser als von der Haupttribüne (siehe Fotos).

Da ich auf Grund der Ticket Situation gerne rasch bestellen möchte, würde ich Sie bitten, mir Ihre Anmeldung bis am Freitag 8.2.2013 14:00 Uhr per Mail zukommen zu lassen, damit ich Tickets bestellen kann.

Infos betreffend Treffpunkt, Anreise und allfälliger kultureller Aktivitäten folgen nach eingetroffener Anmeldung. Bahntickets nach Freiburg (Breisgau) Hbf bekommen Sie mit Halbtax für um die CHF 78.- im löblichen SBB Web Shop

«Come on, Charl’on»

Natischer am Freitag den 11. Januar 2013 um 13:01 Uhr

Unser treuer Leser Herr Choio besucht in seiner Freizeit auch mal Fussballspiele in England.

Was macht man an einem verregneten Samstag, wenn man nach einer 2-stündigen Wanderung durch Liverpool mit zwischenzeitlichem Fussballspiel an geschichtsträchtiger Stätte schlussendlich in London landet? Klar, man schaut sich ein Fussballspiel an.

Da ausser Chelsea vs. Man City & Tottenham vs. West Ham nur noch Charlton Athletic zuhause in London spielten (PL & CS, untere Ligen standen nicht direkt im Fokus), war ticket-technisch die Wahl des Spiels bereits entschieden (Tickets, die per Post nach Bern verschickt wurden!).

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Welcome to Wanderland

Natischer am Mittwoch den 2. Januar 2013 um 13:10 Uhr

Unser treuer Leser und Rundeslederleserreisender Herr Wayneswiss weilt derzeit ausserkontinental. Grund genug, vor Ort ein Fussballspiel zu besuchen.

«Nach dem nächtlichen Spektakel mit diesem Feuerwerk rund um die Harbour Bridge in Sydney machten wir uns zu dritt (Reto-war-noch-nie-an-einem-Match, Tabea-kennt-die-YB-Ostkurve-von-innen und ich) am ersten Tag des Jahres 2013 mit der ferry auf in die Agglo von Sydney nach Paramatta. Dort spielten nämlich in einem schmucken Stadion die Western Sydney Wanderers gegen Melbourne. Dabei handelte es sich um einen kleinen Spitzenkampf um Tabellenplatz 3 in der 14. Runde der obersten australischen Liga, der Hyundai A-League. Dort spielt übrigens auch ein Team aus Neuseeland mit. Die Liga ist in einem Franchisesystem organisiert, was aber gar nicht schlecht sein muss, wie das konkrete Beispiel zeigte.

Die Wanderers gibt es zwar erst seit dem 25. Juni 2012 in dieser Form, aber der Aufmarsch und die Stimmung entsprach dem eines Traditionsklubs in der Superleague. Über 13’000 Zuschauer fanden sich bei über 30 Grad um 18.15 Ortszeit (08.15 MEZ) im Stadion ein. Sehr viele Zuschauer waren auch registrierte “Foundation Member” mit entsprechend nummerierten “Chäppi”! Das Catering war erstaunlich gut: Neben Pie gab es auch Fish & Chips und andere lokale Köstlichkeiten. Auch die Getränkeauswahl entsprach den Temperaturen. Neben einem lokalen Bier und den üblichen Softgetränken war auch Jim Beam & Cola erhältlich.

Das trotz der hohen Temperaturen angeregte Spiel endete 2:1 für die Wanderers und damit dem derzeit dritten Tabellenplatz, was die Fans Red-Black-Bloc schon während des Spiels zu engagiertem Wechselgesang mit Gegen- und Haupttribüne animierte. Den kompletten Matchbericht gibts hier.

Schlussendlich ist zu sagen, dass auch in einer sogenannten Profiliga eine ausgezeichnete Stimmung entstehen kann und sich ein Besuch eines Fussballspiels in Australien definitiv lohnt – zumindest ein Spiel der Western Sydney Wanderers!»

Oléolé, Herr Wayneswiss! Wenn auch Sie, geschätzte Ledernde, an dieser Stelle von Reisen auf andere Fussballkontinente berichten möchten, wenden Sie sich bitte jederzeit an unsern zuständigen Redaktör.

Sportbar im Untergrund

Natischer am Freitag den 23. November 2012 um 13:03 Uhr

Unser treuer Leser Herr Rapid-Andi hat Liverpool vs. YB gestern abend in dieser Fussballbar «Goal» verfolgt.

Ältere LederInnen erinnern sich: Früher ging man im Sous Soul aus. Dann wurde es dort zu laut. Jetzt gibts dort Passiv-Sport.

«Mit einem guten Gefühl betrete ich 20 Minuten vor Spielbeginn das „GOAL“ in der Junkergasse 1. Rapid führt zu diesem Zeitpunkt zur Rapid-Viertelstunde bei Rosenborg mit 2:1, es riecht endlich mal nach Punkten, das kann nur ein guter Abend werden…!

Im GOAL riecht es zuerst mal nach Enttäuschung. Ein Lokal von der Grösse einer Schuhschachtel mit zwei Taschenfernsehern ausgestattet, das soll eine Fussball-Bar sein? Naja, immerhin stimmt das Ambiente einigermassen. Ein paar Fans haben sich eingefunden und die wenigen Tische bereits besetzt, eingerahmte und signierte YB-Autogrammkarten und Trikots englischer Teams dominierten das Bild. Als ich schon beherzt zum Frustbier greifen möchte und mich auf eine Stehpartie einstelle, entdecke ich die Nachricht meines Kollegen: Er schreibt, er kämpfe hartnäckig um meinen Sitzplatz.

Das nehme ich zum Anlass um mich nochmals umzusehen, und tatsächlich entdecke ich einen Seitengang, der mich in ein Kellergewölbe führt. Von wegen ‘ein paar Fans’ – dort drinnen ist es dicht gedrängt! Mein Sitzplatz ist eine gepolsterte Fussstütze. Gepolstert – in diesem Moment kann ich mir nichts besseres vorstellen. Bei dem Gedränge verwundert mich anfangs, dass so viel Platz den Unterhaltungsgeräten eingeräumt wird, die weder TV noch Bier sind: Hier hat man die Gelegenheit zu flippern, zu töggelen, zu darten oder eine Partie Pool-Billard zu spielen. Im nächsten Gedankengang stellt sich aber ein gewisses Verständnis ein, schliesslich ist nicht jeden Abend Liverpool, und dann hat der geneigte YB-Fan genügend Gelegenheiten um sich vernünftig vom Spiel abzulenken.

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