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Archiv für die Kategorie „Erledigte Fälle“

Teures Transpi

Herr Shearer am Sonntag den 19. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Heute um 14.30 Uhr spielt Yeovil Town im Wembley-Stadion. Dan Cabell ist auch dabei.

Es ist ein grosses Spiel, für das sich die Fans der “Glovers” nach London begeben. Im Final der League One-Playoffs geht es im Spiel gegen Brentford FC um den dritten Aufstiegsplatz in die Championship, Englands zweithöchster Spielklasse. Dan Cabell, grosser Fan von Yeovil, hat ein zehn auf drei Meter grosses Transparent gebastelt, in den Farben des Vereins. “Little Big Yeovil” steht da drauf, und es ist so gross, dass man es über die Köpfe der Zuschauer durchreichen und so wandern lassen kann. Um sicher zu gehen, dass man ihn am Eingang mit dem grossen Fetzen nicht zurückweist, hat sich Cabell sowohl bei der Liga als auch beim Stadionbetreiber vorgängig erkundigt. Letzterer antworteten denn auch prompt – und schickte eine interessante Offerte.

1500 englische Pfund hätte Dan Cabell zahlen müssen, um das Banner ins Stadion nehmen zu dürfen. Das sind nach aktuellem Kurs gut 2’200 Franken, und der Betrag kommt so zustande: weil so ein Teil, das im Stadion rumwandert, natürlich etwas extrem gefährliches ist, müssen ganze acht Personen einer Event-Organisationsfirma das ganze überwachen. Das kostet 1’250£. Weitere 250£ schlagen zu Buche, weil diese Personen ja auch noch einen Parkplatz vor dem Stadion brauchen. Der Stadionbetreiber pochte auf diese Bedingungen, da er für die Sicherheit der Zuschauer verantwortlich sei.

Dan Cabell war natürlich enttäuscht, diesen Betrag konnte und wollte er nicht bezahlen. In allen anderen Stadien in England gab es mit dem Banner keine Probleme, dort erhielt er sogar Lob und Anerkennung für den Schriftzug “Little Big Yeovil”, welcher darauf anspricht, dass der oftmals etwas verspöttelte Yeovil Town FC plötzlich vor einem der Höhepunkte seiner Clubgeschichte steht. Die Enttäuschung bei Dan Cabell war jedenfall gross: “Ich sehe nicht ein, wieso ich zahlen soll, um eine Fahne in ein Stadion mitzunehmen. Wir haben auch erst nach Erhalt des Briefes gemerkt, was uns der Spass kosten würde. Der moderne Fussball ist komplett verrückt geworden.”

Dann kriegten die Verantwortlichem im Wembley aber offenbar doch Zweifel, ob ihre Einschätzung richtig war und sie fanden heraus, dass es solcherlei schon früher gegeben hatte, ohne dass dabei Dutzende Menschen verletzt worden sind. Nun wird also auch heute der weisse Schriftzug auf grünem Grund im Fernsehen zu sehen sein. In einem Land, in dem “Safety and Security” Staatsreligion ist, wird die nächste ähnliche Schnapsidee aber sicher nicht lange auf sich warten lassen.

«Sie haben keine Ahnung von Fussball.» *)

Herr Pelocorto am Donnerstag den 4. April 2013 um 06:00 Uhr

Das sage nicht ich, sondern Prof. Dannon und Dr. Huberfeld aus Tel Aviv.

Sportwetter halten sich für besonders schlau, schliesslich kennen sie die Fussballclubs, deren aktuelle Umstände und auch die längerfristigen Entwicklungen am besten. Prof. Dannon und Dr. Huberfeld haben genauer hingeschaut. Alles falsch! Die Eigenwahrnehmung hat überhaupt nichts zu tun mit den tatsächlichen Ergebnissen der Wetten.

Um das herauszufinden, liessen sie drei Gruppen die genauen Ergebnisse von 16 Gruppenspielen der Champions League tippen. Die erste Gruppe bestand aus 53 professionellen Sportwettern, die zweite Gruppe aus 34 Fussballfans ohne Wetterfahrung und die dritte aus 78 Personen, die sich überhaupt nicht für Fussball interessierten.

Ich mache es kurz: Wissen oder vermeintliches Wissen hilft nichts. Die drei Gruppen schnitten gleich schlecht ab; auffällig waren aber die beiden besten Tipper mit je 7 exakt richtigen Ergebnissen. Sie stammten beide aus der letzten Gruppe. Allerdings gab’s in dieser Gruppe auch einige, die alles falsch tippten.

Dannon/Huberfeld waren der Meinung, dass Sportwetter gleich behandelt werden müssen wie Glückspielsüchtige. Aber auch hier gibt es überraschende Erkenntnisse. Wer im Casino spielt, weiss, dass er zwischendurch verliert. Aber Sportwetter sind wirklich überzeugt, dass sie es besser wissen; sie sind also nicht nur doof, sondern auch noch verstockt. Deshalb müssen sie sich auch einer kognitiven Verhaltenstherapie unterziehen, um ihre Denkmuster wieder in Ordnung zu bringen und ihre Kontroll-Illusion loszuwerden.

*) Macht nichts, wir auch nicht!

Alles wird gut.

Lars: L am Montag den 18. März 2013 um 09:37 Uhr

BREAKING NEWS: Alex Frei wird Sportchef beim FC Luzern

Niedergeschlagenheit am Montagmorgen ade!

Trainerfuchs Rueda weiht uns in die Geheimnisse des konstant positiven Denkens ein. Wenn es Ihnen nach diesem Video nicht besser geht, dann buchen Sie schleunigst den Psychologen.

(Videos aus der Trainersaison 2012/13 bei den Berner Young Boys)

Wischmop weg

Val der Ama am Montag den 11. März 2013 um 19:54 Uhr

Carlos Alberto Valderrama Palacio ist nicht mehr.

Der Alte. Seit ein paar Tagen schockt der beste kolumbianische Fussballer aller Zeiten auf seinem Twitteraccount die Fussballfans weltweit mit seiner neuen Frisur.

Wir bedanken uns bei El Pibe für die schönen Zeiten und wünschen einen gesegneten Nachwuchs des Haarwuchses.

Rio de Janeiro, Brasilien

Herr Pelocorto am Sonntag den 10. März 2013 um 22:00 Uhr

5. März 2013: Scolari gibt das Kader gegen Italien und Russland bekannt. Ronaldinho ist nicht mehr dabei. (Klicken zum Vergrössern)

Es geschah im helllichten Stadion

Herr Pelocorto am Mittwoch den 6. März 2013 um 20:15 Uhr

Was macht man, wenn man ein Verbrechen sieht? Richtig, man ruft die Polizei.

Manchester, 5. März 2013, 21:57 Uhr CET

Ein 18jähriger Fan Manchester Uniteds wurde zuhause vor dem TV Zeuge, wie Nani des Feldes verwiesen wurde. Um 22:20 Uhr rief er die Notrufnummer 999 an, um das «Verbrechen» zu melden.

Chief Inspector Ted Antill, der den Fall behandelte, musste zwar schmunzeln, bat aber heute die Öffentlichkeit, zuerst zu überlegen, bevor man wegen Banalitäten anrufe, schliesslich könnten Menschen tatsächlich in ernsthaften Schwierigkeiten sein, die dann warten müssten. Dem jungen Anhänger habe man ins Gewissen geredet, er sehe zerknischt seinen Fehler ein und weil er sich entschuldigt habe, werde er nur ermahnt.

Wir meinen: Richtig so! Für die Champions League ist nämlich die UEFA zuständig, rufen Sie bitte bei schweren Vergehen direkt Herrn Platini an, bei leichteren Vergehen den Leiter der Kommission für Fairplay und soziale Verantwortung, Herrn Gilliéron.

Die Wiese-Krise

Val der Ama am Mittwoch den 13. Februar 2013 um 15:19 Uhr

Für Tim Wiese ist der Karneval vorbei.

Wir erinnnern uns: Nach langem Hin und Her verliess er diesen Sommer den SV Werder Bremen, weil er erst mit Real Madrid, später dann halt mit Hoffenheim ganz vorne mitspielen wollte. Hoffenheim immerhin, weil europäisch und erfolgreich, so hoffte Wiese.

Aber erstens kommt es eben anders: Der langjährige Bremer Schlussmann wurde nach zum Teil miserablen Leistungen als einer der Verantwortlichen für die Krise der TSG bezeichnet und von Trainer Kurz erst als Kapitän entmachtet, dann auf die Ersatzbank verbannt und schliesslich – nach der Last-Minute-Verpflichtung des Brasilianers Heurelho Gomes aus der Premier League – vor zwei Wochen zur Nummer drei degradiert.

Und jetzt auch das noch: Gemeinsam mit Teamkollege Tobias Weis wurde er bei einer Karnevalsparty am Rosenmontag in Neckarsulm mit Hilfe der Polizei des Saales verwiesen. Wiese sei “auffällig” geworden, meinte ein Polizeisprecher. “Die Zwei wurden aus der Halle verwiesen. Das ganze Verhalten war unflätig. Wahrscheinlich war der Alkoholkonsum der beiden schuld. Aber es gibt keine Anzeige”.

Der Verein brummte den beiden Spielern umgehend eine Geldstrafe in unbekannter Höhe auf. Wiese zeigte sich im Nachhinein reumütig, entschuldigte sich beim Verein und den Mannschaftskollegen.

Und wie weiter? Theoretisch könnte Wiese in die Türkei oder nach Russland wechseln, dort ist das Transferfenster noch nicht geschlossen. Allein: Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2016, sein Jahresgehalt soll nach Medienberichten bei 3 Millionen Euro liegen.

Wegen Winter: Wagen weg!

Herr Shearer am Donnerstag den 31. Januar 2013 um 13:00 Uhr

Tipps für die kalte Jahreszeit mit unserem Sicherheitsexperten.

“Sie kennen das: es ist kalt, Ihr Wagen hat die ganze Nacht draussen gestanden, die Scheiben sind vereist. Was machen Sie? Sie starten den Wagen, drehen die Heizung aufs Maximum und gehen sich drinnen noch rasch die Zähne putzen. Genau darauf warten aber Kriminelle. Weil Sie natürlich freundlicherweise auch gleich den Zündschlüssel stecken und die Türe offen liessen, muss der geneigte Autodieb nur noch in Ihr Vehikel steigen, ordnungsgemäss die Sicherheitsgurten anlegen und schwupps! schon ist er um die Ecke.

So passiert ist das einem englischen Fussballer. Das heisst jetzt aber nicht, dass so etwas nicht auch in unseren Breitengraden vorkommen könnte! Item, ein gewisser Paul Scholes aus Manchester, der hat vor ein paar Tagen dem kalten Wetter auch ein Schnippchen schlagen wollen, wie ich irgendwo im Internet gelesen habe. Noch kurz einmal rein zu Frau und Kindern und der angefangenen Tasse Tee, und schwupps! war der schöne Chevrolet Captiva LTZ auf Nimmerwiedersehen fort. Im Gegensatz zum normalen Bürger hat dieser Scholes aber den Vorteil, dass er das Fahrzeug von seinem Sponsor geschenkt bekommen hat. Ansonsten hätte er jetzt nämlich auch noch das Problem, dass die Versicherung ihn für diesen Lapsus nicht, zumindest aber sicher nicht den ganzen Betrag entschädigt hätte.

Also, wenn Sie schon dermassen verweichlicht sind, dass Sie keine fünf Minuten im ungeheizten Auto mehr aushalten, dann schauen Sie halt drauf, dass eine Standheizung eingebaut ist. Ausserdem möchte ich Sie auch ausdrücklich davor warnen, den Motor leer laufen zu lassen. Wenn wir Sie dabei erwischen, kriegen Sie Ärger!

 

Rosige Aussichten für Blauweiss

Herr Pelocorto am Donnerstag den 10. Januar 2013 um 13:00 Uhr

BREAKING NEWS: Der neue YB-Stürmer Samuel Afum ist heute Vormittag in Bern eingetroffen und wird um 15 Uhr erstmals mit den Young Boys auf dem Kunstrasen des Stadions Neufeld trainieren.

BREAKING NEWS: Der neue YB-Stürmer Samuel Afum trägt die Rückennummer 7. François Affolters Nummer ist fünfmal höher.

Die Medien haben ausführlich über die Verstärkung des GC berichtet. Deshalb nur noch das Wichtigste.

Willian Rocha (Herr Fromm): Defensivallrounder, Linksfuss, aggressiv, ausgeliehen bis Saisonende 2012/2013, Kaufoption bis 30. Juni 2016. Trägt Nr. 2. Wunschtransfer.
Anatole Ngamukol (Herr Feldmann): Stürmer, beidfüssig, schnell, Vertrag bis zum 30. Juni 2015, Option zur Verlängerung bis 30. Juni 2016. Trägt Nr. 17. Wunschtransfer.

Ngamukol fackelte im Testspiel gestern gegen den FC Wil nicht lange. Nach 9 Minuten erzielte er das 1:0 für den GC. Drei weitere blauweisse Tore folgten im Verlauf der Partie, als Letztes Gashis Traumtor aus 25 Metern. Nach eine Konzentrationsschwäche in der 36. Minute kassieren die Grasshoppers das einzige Gegentor. Ab der 46. Minute spielte auch Neuzugang Rocha mit und hinten blieb alles dicht.

Der Titel in dieser Saison? Das wird eine sehr interessante Geschichte; wir freuen uns jetzt schon auf die Spiele gegen den FC Basel! Ich hoffe, dass wir den Titel anfangs Juni ablegen können unter (siehe Beitrags-Kategorie).

Oha Lätz (LII)

Lars: L am Donnerstag den 3. Januar 2013 um 16:01 Uhr

ENDLICH AMTLICH: Murat Yakin erhält seinen Wunschspieler. Raul Bobadilla hat einen Vertrag beim FC Basel unterschrieben.

Wer findet die fünf Unterschiede?

Heute präsentieren wir Ihnen: Raul Bobadillas Facebook-Seite im Januar 2012 (links) und im Januar 2013 (rechts):