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Archiv für die Kategorie „Die Frisurenpolizei“

Wischmop weg

Val der Ama am Montag den 11. März 2013 um 19:54 Uhr

Carlos Alberto Valderrama Palacio ist nicht mehr.

Der Alte. Seit ein paar Tagen schockt der beste kolumbianische Fussballer aller Zeiten auf seinem Twitteraccount die Fussballfans weltweit mit seiner neuen Frisur.

Wir bedanken uns bei El Pibe für die schönen Zeiten und wünschen einen gesegneten Nachwuchs des Haarwuchses.

Danish Dynamite mit Eisdusche

Frans am Sonntag den 20. Januar 2013 um 17:00 Uhr

Nach dem Glasbruch in Eindhoven der Eisregen in Amsterdam: Für den heutigen Klassiker gegen Feyenoord wurde so sehr geheizt, dass es in der Schlussphase für die ersten Reihen eine Dusche vom Stadiondach gab.

Nicht beeinträchtigt wurde das perfekt sitzende Haupthaar von Feyenoord-Stürmer Graziano Clooney Pellè. Das war aber auch die einzige positive Meldung für den Tabellenvierten aus Rotterdam, der nach einer guten Vorrunde mit breiter Brust nach Amsterdam gefahren war.

Ajax (mit vier Dänen in der Startaufstellung) siegte verdient mit 3:0. Überragender Mann war Doppeltorschütze Viktor Fischer, inferior hingegen Feyenoords Nationalverteidiger Joris Mathijsen (mit einem haarsträubenden Schnitzer beim 2:0).

Langsam drängt sich die Vermutung auf, dass die Dänen besser angreifen können als die Holländer verteidigen.

Get a haircut!

Herr Shearer am Samstag den 21. April 2012 um 13:01 Uhr

Wo kriegt man heute noch einen Haarschnitt für weniger als eine Zehnernote?

Demba Papiss Cissé ist der neue Volksheld an den Ufern des River Tyne, im schönen Newcastle. Das ist nicht erstaunlich, wenn man sich seine Bilanz anschaut: seit seiner Ankunft aus Freiburg hat der Stürmer in neun Spielen den Ball glatte zehn Mal im Netz des gegnerischen Keepers parkiert. Dem Senegalesen scheint es im Nordosten Englands mit seinen leidenschaftlichen Fussballfans offenbar zu gefallen; auf unserem Bild sehen Sie Cissé, wie er Sam und Jack Livingstone einen Spontanbesuch abstattet, um ihnen für ihre Willkommenskarte zu danken.

Einen neuen Höhepunkt erreichte die Begeisterung aber letzte Woche, als Newcastles neuer Volksheld dringend einen Haarschnitt brauchte und sich bezwecks dessen in den nächstbesten Coiffeursalon begab. Iyad Attalah, Coiffeur in Gateshead, erkannte als guter Geordie sofort, wer da seinen Laden betreten hatte. Papiss Cissé setzte sich derweil brav auf einen Stuhl, wartete, bis er an der Reihe war und verweigerte partout jegliche Vorzugsbehandlung. Im Quartier sprach es sich allerdings schnell rum, wer sich da von Meister Attalah gerade die Haare kürzen liess; als Cissé frisch geschoren den Salon verliess, wartete bereits eine stattliche Zahl seiner Anhänger auf ihn. Schauen Sie sich nun das Video an und geniessen Sie die begeisterte Stimmung in Newcastle, welche der einzig- und grossartige örtliche Fussballverein mit seinen tollen Auftritten in dieser Saison entfacht hat!

Teuer war der Haarschnitt übrigens nicht: ganze 6£ kostet diese Dienstleistung bei Iyad Attalah. Die Redaktionsleitung des Runden Leders hat aufgrund dessen und wegen des günstigen Kurses beschlossen, die Hälfte der Kosten für eine Frisurenrenovation am für Nordostengland zuständigen Redakteur zu übernehmen, sofern der Rest des Betrages durch Leserspenden zustande kommt.

Balotelli bumst Busenwunder
(statt blaurot bfeifendes Basel)

Lars: L am Montag den 27. Februar 2012 um 10:40 Uhr

Mario Balotelli ist immer noch verliebt wie am ersten Tag.

Das zeigte der stilsichere Charmebolzen am Wochenende beim Spiel gegen Blackburn nach seinem Tor. «Raffaella, ti amo» statt «Why always me» stand diesmal auf Marios Unterwäsche geschrieben.

Und nun zurück zum Morgestraich.

Annus horribilis

Frans am Mittwoch den 21. Dezember 2011 um 23:05 Uhr

Das üble Halbjahr für Ajax Amsterdam*** benötigte nach dem grauenhaften Ausscheiden aus der Champions League und den internen Streitigkeiten eitler Clubikonen einen passenden Abschluss. Et puis voilà.

Ein intelligenter Ajax-Fan setzte den würdigen Tiefpunkt in der 37. Minute des heutigen Cupspiels gegen AZ Alkmaar beim Zwischenstand von 1:0 für Ajax. AZ-Tormann Esteban hatte eine spontane Antwort auf das unerwartete Zusammentreffen mit dem Supporter.

Es folgten: Platzverweis. Gang von AZ in die Kabine. Spielende.

Weihnachtsferien.

Zürichs grösster Fan

Herr Pelocorto am Montag den 19. Dezember 2011 um 06:00 Uhr

Heute beschenkt das Runde Leder Zürichs grössten Fan: Ancillo Canepa.

Er meint es immer und überall nur gut und ist auch sonst ein Lieber und Netter. Spieler in der Zwischensaison entlassen, um den Druck im Team aufrecht zu erhalten? Canepa saugt an seiner Pfeife: Sicher nicht, schliesslich mag er sein Team. Die Spieler danken es ihm mit unterirdischen Leistungen.

Die Südkurve stärker in die Verantwortung nehmen? Canepa saugt an seiner Pfeife: Sicher nicht, schliesslich liegt ihm die Fankultur am Herzen. Die Rotzlöffel aus der Mitte der Fans danken es ihm mit Fackeln und Petarden.

Die Trainerfrage stellen? Canepa saugt an seiner Pfeife: Sicher nicht, Fischer isch für immer öise Captain, ähh, Trainer. Der Trainer dankt es ihm mit soliden Durchhalteparolen.

Naiv? Vielleicht. Gutgläubig? Ziemlich sicher. Herr Canepa, so wird das nichts! Höchste Zeit, andere Saiten aufzuziehen, etwas kritischer zu werden und strenger. Der Schritt vom Fan zum Präsidenten ist möglich. Darum schickt die Redaktion des Runden Leders Sie nochmals in die Schule.

Auf Ronnies Spuren

Frans am Dienstag den 13. Dezember 2011 um 15:35 Uhr

Auf Empfehlung von Ronaldo darf der neunjährige Pedro Lucas bei Real Madrid vortraben.

In den Medien wird der Knirps wegen einiger Videobilder als “Supertalent” und “Juwel” gehypt.

In der Redaktion dieses Fachblogs herrscht eine gewisse Skepsis, ob sich Klein-Pedro in der Tat als fussballerischer Nachfolger seines Entdeckers Gross-Ronaldo entpuppen wird. Für die Figurenpolizei Frisurenpolizei hingegen gibt es keine Zweifel, dass Pedro sein cooles Vorbild schon jetzt annähernd erreicht.

Der Haftbefehl ist ausgestellt.

Kein haariges Versprechen

Herr Pelocorto am Samstag den 3. Dezember 2011 um 11:00 Uhr

Arsenal-Torhüter Wojciech Szczesny wollte sich die Haare wachsen lassen. Daraus wird jetzt nichts.

Wojciech SzczesnyWojciech Szczesny ist Pole. Als solcher freut er sich natürlich auf die Europameisterschaft nächsten Sommer, die teilweise in seinem Heimatland stattfindet. Im Vorfeld der Gruppenauslosung hat er ein interessantes Versprechen abgegeben. Wenn England und Polen in der gleichen Gruppe landen, dann werde er sich die Haare wachsen lassen.

Er wolle aussehen wie Jan Tomaszewski, der legendäre polnische Torhüter, an den sich die Engländer mit Schrecken erinnern. Dafür müssen wir allerdings ziemlich weit zurückblättern im Archiv.

Am 17. Oktober 1973 fand im Wembley das letzte Qualifikationsspiel der Gruppe 5 für die WM 1974 statt. England musste unbedingt gewinnen, um dabei zu sein, den Polen reichte ein Unentschieden für die WM-Teilnahme. In der 55. Minute kam das Unglück über die Engländer: Lato passt zu Domarski, der läuft Richtung Tor und bezwingt Peter Shilton mit einem Flachschuss. 0:1. Acht Minuten später ein Penalty für England. 1:1. Captain Martin Peters gestand später, er hätte eine Schwalbe im polnischen Strafraum produziert:

It was looking desperate, and in such circumstances
desperate measures are sometimes required.

Jan Tomaszewski aber hielt ausser dem Penalty alles, was es nur irgendwie zu halten gab, darunter einige unhaltbare Schüsse. 35 Mal schossen die Engländer auf das Tor, nur gerade zweimal die Polen. Hier eine Zusammenfassung auf polnisch; Domarski skort bei 1:55 und herrlich, wie Peter Shilton bei 2:19 nicht hinschauen kann:

England blieb im Sommer 1974 zuhause, Polen spielte an der WM. Und wie! Die Polen schlugen in der Gruppenphase Argentinien, Haiti und Italien. Daran schloss eine zweite Gruppenphase an, in der Polen wieder gross aufspielte: Die Siege gegen Schweden und Jugoslawien und die Niederlage gegen die Bundesrepublik Deutschland brachte Polen auf den zweiten Rang und damit ins kleine Finale, wo man Brasilien mit 1:0 bezwang.

Nach der Auslosung von gestern Abend wird jetzt leider nichts aus Wojciech Szczesnys neuer Haarpracht. Polen und England werden erst im Halbfinal aufeinandertreffen.

Granit ist nicht mehr der Hellste.

Herr Baresi am Dienstag den 1. November 2011 um 10:00 Uhr

Schon wieder muss die Frisurenpolizei auf einen tragischen Fall hinweisen, welcher jedoch für einmal in letzter Sekunde ein glimpfliches Ende fand.

Zwischen den drei Bildern des Spielers des FC Basel mit der Nummer 34 liegen nur vier Tage. Das links ist vom Sion-Spiel am 26.10., das rechts vom GC-Spiel am 29.10. und das in der Mitte von irgendwann dazwischen. Kurz bevor die Frisurenpolizei hätte einschreiten müssen, kam der Spieler von sich aus zur Vernunft.

Seine Einsicht ist möglicherweise auch dem allgemeinen Aufschrei der knapp volljährigen Basler Damenwelt zu verdanken. Die Frisurenpolizei begrüsst grundsätzlich die aktive Selbstregulation der Fussballerszene, behält sich aber repressive Interventionen jederzeit vor.

Bart ab

Val der Ama am Montag den 12. September 2011 um 16:00 Uhr

Ein alter Zopf im Runden Leder: Der Bart des Matthias Holst.

Ehefrau, Kinder und Teamkollegen atmen auf: Nach gut sechzehnmonatiger Verletzungspause feierte der Verteidiger der Hansa Rostock in der Partie gegen Eintracht Braunschweig sein Comeback. Und weil er das tat, durfte endlich der Bart ab.

Was Sie vielleicht noch wissen: Holst hatte seit seiner Rückkehr zu Hansa Rostock im vergangenen Sommer noch kein Pflichtspiel bestritten. Wegen einer Knieverletzung hatte er die gesamte vorige Saison gefehlt, diesen Juli setzte ihn dann ein Rippenbruch für einige Wochen ausser Gefecht.