Der Nutella-Fluch hat wieder zugeschlagen.
Der italienische Hersteller des süsslich-klebrigen Brotaufstrichs wirbt in Deutschland seit bald fünf Jahren mit jungen, hoffnungsvollen Fussballern, die eine grosse Laufbahn in Aussicht haben. Dumm nur: Wer immer zum Nutella-Werbeträger wird, schmiert karrieremässig ab.
Den Anfang machte Benny Lauth, einst Deutschlands grösste Stürmerhoffnung. Kaum hatte er den Nutella-Vertrag unterzeichnet, begann sein Abstieg – heute spielt er bei 1860 in der Zweiten Bundesliga. Andreas Hinkel wurde ins Ausland entsorgt und verabschiedete sich ebenfalls aus der Nationalelf, Tim Borowski wurde zum Bankdrücker bei Bayern. Sodann lachte sich Nutella Kevin Kuranyi an, der ist inzwischen auch nur noch eine Krise und dürfte demnächst nach Russland abgeschoben werden.
Jüngstes Opfer ist Hoffenheims Tobias Weis. Nach einer brillanten Hinrunde war der 23-jährige bereits Nationalspieler, dann unterschrieb er bei Nutella. Seither wurde er nicht mehr ins DFB-Kader berufen, in der Bundesliga wurde er zuletzt dreimal ausgewechselt und flog in Dortmund vom Platz.
Weis zeigt sich unbeirrt. “Ich werde es allen beweisen, dass mich der Nutella-Fluch nicht trifft”, gibt sich Weis kämpferisch. “Ich bin noch nicht ganz auf meinem Vorrunden-Niveau, aber auf dem Weg dahin. Ich habe den Kopf wieder frei.”