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Archiv für die Kategorie „Briefkasten“

Holländischer Rat

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 25. Januar 2011 um 16:30 Uhr

Dr.R gibt Rat_Logo kleinSoeben erreicht uns folgende Anfrage: van Bommel zu Milan! Müssen wir uns Sorgen machen? Wir fragten unseren Hollandexperten:

van-bommel-mark-514Lieber P.E. in B., die Antwort lautet selbstverständlich und wie fast immer: Jein. Nein, denn fussballerisch müssen Sie sich wenig Sorgen machen: Dieser van Bommel ist auch im fortgeschrittenen Alter zweikampfstark, mannschaftsdienlich und von einem enormen Siegeswillen beseelt. Zumindest in den beiden Auftritten gegen Ajax schien mir Ihre Truppe etwas leidenschaftslos – da hat der olle van Bommel sicherlich etwas zu bieten. Abgesehen davon gibt es kaum einen Spieler, der so oft unsauber spielt und dafür so wenig vom Platz fliegt oder auch nur verwarnt wird.
Ja, denn es gibt wenige Spieler für die man sich derart schämen muss, wenn man auch nur einen Funken Fairplay in seinem Fussballgemüt hat.
Alles Gute, Ihr Vanderfrans

CCs Transferverbot

Natischer am Freitag den 21. Januar 2011 um 16:05 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, wurden Herrn Constantin nicht einmal für Jahre jegliche Transfers verboten? Davon hat man ja nie was bemerkt. MfG, A.N., B.

(Foto: Reuters)

Indertat, Frau Nöifänin. Nun kommt aber ebiz Bewegung in die Sache: Das Bundesgericht lehnte diese Woche nämlich die Beschwerden des FC Sitten und von Ex-Goalie El Hadary ab und bestätigte das vorinstanzliche Urteil des Sport-Schiedsgerichts CAS. Dieses hatte den FC Sitten zu einer Transfersperre von zwei Perioden und den Spieler Essam El Hadary zu einer 4-monatigen Sperre für alle offiziellen Fussballspiele verdonnerte. Vor Gericht landete der Fall, weil El Hadary bei seinem Wechsel zum FC Sitten aus seinem laufenden Vertrag mit dem Al-Ahly Sporting Club aus Ägypten ausgestiegen war.

Die Verteidigung des FC Sitten baute auf einem Formfehler des ursprünglichen FIFA-Urteils auf. Dieses bestrafte nämlich den Verein FC Sitten, der lediglich für die Amateur- und Juniorenabteilung der Walliser verantwortlich ist und nicht etwa die Profi-Abteilung, die Olympique des Alpes SA.

CC ist der Ansicht, dass der FC Sitten die Tranfersperre sowieso mit Abschluss der laufenden Transferperiode abgesessen habe. Andererseits fanden während dieser Zeit diverse Transfers statt. 2 Transferperioden wären 1 Saison. Gültig ab sofort?

Erste Auswirkungen sind endlich bemerkbar: Der luxemburgische Nationalspieler Mario Mutsch stösst vorerst nicht zum Walliser Super-League-Verein.

NB bzw. FB: Werden Sie jetzt Freund von Herrn Constantin.

Schrille Brille

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 25. November 2010 um 15:11 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, ich bin ein grosser Fan von Stefan Eggli, dem Moderator vom YB-TV. Aber warum trägt er jetzt eine Brille?? MfG, H.P., B.

brille

Lieber Hans, zunächst dachten wir, es handle sich um eine Reaktion auf die in diesem Alter typischerweise einsetzende Sehschwäche. Die Wahrheit ist indessen, wie so oft, komplexer.

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Rätselhaftes Rudelritual

Dr. Rüdisühli am Montag den 9. August 2010 um 02:22 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

umarmLieber Dr. Rüdisühli, war ich bisher für die Zuneigung unter Fussballern blind – oder ist tatsächlich auf diese Saison hin das Einschwörungs-Ritual auch in der Süper League angekommen? Falls ja, können Sie mir erklären weshalb? Hat es etwas mit der heutigen Gesellschaft zu tun, in der Fussballer oft sozial isoliert in ihren Mietwohnungen Playstation spielen? Bestens grüsst Ihr L. L. aus der L.

Lieber Lars, in der Tat ist die freundliche Rudelbildung stark im Vormarsch. Wir haben uns deshalb entschlossen, bei einem Sportsoziologen eine fundierte Untersuchung zu den Hintergründen in Auftrag zu geben.

Das Resultat dürfte 2014 vorliegen und besagen, dass die Umarmungen Ausdruck davon sind, dass bei aller Individualisierung des sozialen Lebens die Menschen weiterhin ein Bedürfnis nach Gemeinschaft und kollektiver Zugehörigkeit haben. Sie sind vermutlich ein Ersatz für erodierende traditionelle Bindungen zu Grossgruppen wie Verwandte, Dorfgemeinschaften, Arbeitermilieus oder Kirchenreligionen.

Aber wir wollen der Studie nicht vorgreifen. Bleiben Sie am Ball! Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Bauernregel

Svon Hetz am Freitag den 9. Juli 2010 um 13:13 Uhr

rudisuhlisrat2 Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, mit grossem Interesse habe ich die hier publizierten Traktorenduelle verfolgt. Methodisch scheint mir aber ein qualitativer Ansatz allein wenig geeignet, alle Aspekte umfassend abzudecken. Ich erachte es daher als höchst zweifelhaft, dass zwischen landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen und Fussballspielen überhaupt irgendein Zusammenhang besteht. Freundliche Grüsse, C. L., B.

Lieber Claude, aber sicher schon spielen Traktoren eine wichtige Rolle. Betrachten wir zum Beispiel mal die WM-Finals der letzten zwanzig Jahre. Wie die Grafik eindeutig zeigt, hat bei Weltmeisterschaften in europäischen Ländern immer das Land gewonnen, das eine grössere Anzahl Traktoren pro 100 km2 landwirtschaftliche Nutzfläche aufweist. Bei Austragungen ausserhalb Europas war es hingegen genau umgekehrt.

traktorstat
Die Zeichen für Holland stehen also sehr schlecht. Andererseits hat ja auch noch nie eine europäische Mannschaft ausserhalb Europas gewinnen können. Deshalb könnte auch alles ganz anders kommen. Q.e.d. und alles Gute, Ihr Dr. Rüdisühli

Das Tinnitus-Turnier

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 13. Juni 2010 um 11:08 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

HERR DOKTOR, DIESES VUVUZEUGS MACHT MICH WAHNSINNIG!! SO KANN MAN NICHT WM SCHAUEN!! WIE BRINGE ICH DAS WEG?? MFG, A.B., O.

vuvuLieber Andreas, schreien Sie nicht so herum. Erstens: This is Africa. Und zweitens: Wenn etwas wirklich stört beim Fernsehschauen, ist es weniger das Getröte als das Geplauder von Sascha Ruefer.

So oder so: Die europäischen TV-Sender sind auch nicht wirklich glücklich mit der Kulisse, können es aber nicht ändern, weil sie den Ton fertig abgemischt vom internationalen Broadcaster HBS erhalten.

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Schwierige Phase

Dr. Rüdisühli am Freitag den 21. Mai 2010 um 16:54 Uhr

Au revoir, Didier: CC feuert Trainer Tholot.


Soeben erreicht uns noch folgende Anfrage:

Werter Herr Doktor, die Freudlosigkeit nach dem Schrecknis ist gross und könnte in eine Depression übergehen. Wann schliesst sich der Teufelskreis? Mit sorgenvollen Grüssen, Herr Numeso

saisonLieber Herr Numeso, Ihre Sorgen sind berechtigt: Aus dem Nichts ist letzten Sonntag die brutale Superleague-Sommerpause über uns hereingebrochen.

Dass das Leben in der YB-freien Zeit weitgehend sinnlos ist, versteht sich von selbst; Depressionen sind deshalb eine völlig natürliche Erscheinung.

Der Teufelskreis schliesst sich natürlich am 17. Juli. Bis dahin erfreuen Sie sich über diese gelungene ganzseitige Reklame im neuen “Teleclub”-Magazin.

Alles Gute und bis bald, Ihr Dr. Rüdisühli

Gesetzliche Hürden

Dr. Rüdisühli am Samstag den 8. Mai 2010 um 13:07 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, warum treffen YB und Basel eigentlich erst in der Schlussrunde aufeinander? In jeder anderen europäischen Liga finden die Spitzenspiele mitten in der Saison statt, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen. Warum ist das in der Schweiz anders? MfG, R.O., O.

ybbaselLieber Rolf, nach den Gewaltexzessen bei Basel-Zürich 2006 wollte die Swiss Football League eigentlich keine “Finalissima” mehr. Dass es 2008 mit Basel-YB eine gab, war eher ein Unfall. 2010 wollte der Verband das Spiel YB-Basel in der kommenden 35. Runde austragen.

Doch diese findet bekanntlich an Auffahrt statt, und da gabs ein Problem mit dem Gesetz: Bern ist der einzige Kanton mit einem Super-League-Verein, der an Auffahrt keine Profifussballspiele zulässt (und auch vieles andere nicht, Details hier).

Dass an Auffahrt gespielt wird, ist übrigens neu: Zum ersten Mal in der Geschichte des Schweizer Profifussballs wird eine Vollrunde an einem hohen christlichen Feiertag ausgetragen. Letztes Jahr wollte der Verband bereits den Cupfinal an Auffahrt austragen, doch weil derselbe in Bern stattfand, musste man auf Mittwochabend ausweichen. Alles Gute und freundliche Grüsse, Ihr Dr. Rüdisühli

Kein Grund zur Besorgnis

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 4. April 2010 um 11:20 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Lieber Herr Rüdisühli, meine Ostern ist im Arsch! Dudar und Doumbia werden wegen ihren dummheitten sicher für je DREI oder sogar 4 Spiele gesperrt, das ist eine Riesenkatastrophe Jetzt verlieren wir den Meistertitel!!! A. D., S.

dudarLieber André, erstens heisst es Doktor Rüdisühli. Zweitens sind Ihre Ostern nicht im, sondern am Arsch.

Und drittens besteht keinerlei Grund zur Besorgnis. Wenn Dudar ausfällt, bringen wir eben einen anderen Verteidiger. Wenn Doumbia ausfällt, bringen wir eben einen anderen Stürmer.

Zwei Absenzen können in keinem Fall ein Grund oder gar eine Entschuldigung für eine Niederlage sein. Das Kader von YB ist breit genug, das aufzufangen. Auch Schlüsselspieler müssen jederzeit ersetzt werden können. Basel muss ja seinerseits auch auf Costanzo und Frei verzichten, und jetzt dann auch noch auf Stocker.

YB wird Meister. Mit Dudar und Doumbia, oder halt ohne. Und nun gehen Sie hin und suchen Sie in Frieden Ihre Eier. Frohe Ostern und alles Gute, Ihr Dr. Rüdisühli

Mayonnaise

Natischer am Freitag den 12. März 2010 um 05:57 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Tube-im-WankdorfSehr geehrter Dr. Rüdisühli, beim letzten Heimspiel im Wankdorf gab es nur vielleicht mehr Senf zur Wurst, aber ganz sicher mehr Mayonnaise für Spieler und Offizielle, oder? Das Teil ragte doch beinah bis zur Mittellinie. UAwg, T.E., N.

Lieber Thomas, das haben Sie fein beobachtet! Ihre Frage haben wir postwendend an den Medienverantwortlichen der Stade de Wankdorf AG weitergeleitet. Hier dessen Originalantwort:

Die „Handorgelkonstruktion“ wurde verlängert, zudem wurde eine Abdeckung über die ganze Länge angeschafft. Die jetzige Tube ist um zehn Meter länger als die alte – als Massnahme nach dem Feuerzeugwurf gegen Schiedsrichter Jérôme Laperrière beim Spiel vom 23. April 2009 gegen Xamax.

MfG, Ihr Dr. Rüdisühli