Obacht beim Ärgern!
Sie kennen das: Ihr Team spielt soeben das Derby gegen den lokalen Konkurrenten, Sie schauen es sich im Fernsehen an. Wie der Gegner in der 39. Minute bereits das zweite Tor schiesst, reissen Sie in Ihrer Verzweiflung dermassen heftig die Arme in die Luft, dass Sie sich dabei die Schulter ausrenken. Sie winden sich vor Schmerz am Boden, müssen sich gar übergeben – kurz: es ist die Hölle, fast schlimmer noch als die Pein der drohenden Niederlage gegen den Lieblingsfeind.
Sverre Litleskare ist das genau so widerfahren. Der feurige Arsenal-Anhänger schaute sich zusammen seinem Nachbarn, einem Spurs-Fan, Anfang März in seiner Stube in Norwegen den Klassiker zwischen dem Arsenal FC und den Tottenham Hotspurs an. Nach Aaron Lennons 2:0 in der 39. Minute siehe oben. Zum Glück ist Litleskare aber selbst Arzt und konnte sich die Schulter nach kurzer Zeit selbst wieder einrenken. Anschliessend griff er zu einem Meldeformular für die Krankenkasse und beanspruchte eine Entschädigung. Der Grund für die Verletzung sei “fussballbedingt”. Die Versicherung wollte davon natürlich nichts wissen, schliesslich sei die Verletzung selbstverschuldet gewesen. Litleskare liess aber nicht locker und machte klar, dass dies nicht der Fall sei, viel mehr sei das Unglück durch schiere Gefühle, welche ausserhalb seiner Kontrolle seien, geschehen. “Ich wusste, dass das verrückt ist, aber ich habe eben gerade ein Buch darüber gelesen, dass wir nie nach freiem Willen handeln, also habe ich es zum Spass einfach mal mit diesem Argument ausprobiert”.
Tatsächlich überwies die Krankenkasse Litleskare Geld! Nachdem die Geschichte allerdings durch die norwegischen Blätter gegangen ist, wurde nachgeschoben, dass der gebeutelte Fan nicht etwa Schmerzensgeld, sondern eine ausserordentliche Prämie für sein schriftstellerisches Talent erhalten habe…
Falls Sie einmal in diese schmerzhafte Situation geraten sollen: hier finden Sie erste Hilfe.