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Archiv für die Kategorie „Beim Klubarzt“

La Ola hilft wirklich!

Herr Pelocorto am Mittwoch den 16. Mai 2012 um 06:00 Uhr

Eine frohe Botschaft erreicht uns aus der deutschen Wirbelsäulenliga: Mitfiebern hilft!

Wenn es ein Doktor sagt, dann stimmt es ganz sicher! Dr. med. Reinhard Schneiderhan ist Orthopäde und leitet die Deutsche Wirbelsäulenliga. Er stärkte gestern allen Fussballfans weltweit den Rücken: Mitfiebern und Freuen hilft!

Springen Sie im Stadion bei Treffern Ihres Teams auf, das lockert Ihre Rückenmuskulatur. Wenn Sie hingegen lange und verkrampft in der gleichen Position verharren (Anstehen am Ticketschalter, bei der Leibesvisitation, beim Catering, beim Pissoir), dann verspannt sich Ihre Muskulatur. Bewegen Sie sich, schwingen Sie die Arme bei der «La Ola»-Welle, das lockert den Schulterbereich *)

Ganz wichtig: Jubelsprünge! Schnell, viel, hoch. Das entlastet Ihre Bandscheiben, und das regt Ihren Kreislauf an. Weiss Dr. med. Schneiderhan.

Falls Sie das Spiel zuhause am TV verfolgen, sollten Sie ebenfalls Übungen durchführen, um Schmerzen zu verhindern. Dr. med. Schneiderhan empfiehlt etwa, sich gerade hinzusetzen und mit dem Zeigefinger das Kinn nach hinten schieben. Sie sehen zwar dann das Spiel nicht mehr, aber sie haben Ihre Halswirbelsäule aktiviert und darum geht es doch beim Fussball.

*) Mediziner sprechen gerne von “Bereichen” (“er hat ein Problem im Adduktorenbereich”); wieso können die nicht sagen, was sie meinen? Gut andererseits haben wir auch manchmal Probleme im Kommentarbereich.

Der Taschenträger

Herr Pelocorto am Donnerstag den 3. Mai 2012 um 06:00 Uhr

Was hat eigentlich der Betreuer alles dabei, wenn er auf das Feld sprintet, um zu helfen? Wir werfen einen Blick die Tasche.

Nach Zusammenstössen oder sonstigen Unglücksfällen kommen die Fussballspieler in der Regel schnell wieder auf die Beine; wir danken an dieser Stelle allen Physios, Betreuern und ihren Wunderkoffern für ihre Arbeit! Jetzt leeren wir diesen Koffer einmal aus und schauen nach:

1. Handtuch
Für ganz grobe Fälle: Wunden säubern, Blut aufsaugen.

2. Elastische Binden
Am besten selbstklebend; oft in Verbindung mit Kompressen. Denken Sie an Kopfverletzungen. Hält bombenfest. Meistens.

3. Unterzugbinde, elastisch und selbsthaftend
Verhindert Scheuern und Reibung. Der Spieler dankt.

4. Vaseline
Immer in die Wunde schmieren, das gibt zwar eine Sauerei und Zeugs bleibt drin hängen, was unangenehm ist, wenn später doch noch genäht wird. Aber ein Wundermittel, wenn es schnell gehen muss. Auch im Boxsport sehr beliebt.

5. Einweghandschuhe
Der Betreuer weiss ja nicht, was der Spieler so alles macht, wenn er nicht spielt. Bei Blut geht er lieber auf Nummer sicher.

6. Sport-Tape
Hilft immer. Gegen alles.

7. Wasser
Schwamm war gestern. Aber Wasser hilft immer noch, wenn einer zusammengeklappt ist. Zum Säubern kann man es auch brauchen. Vgl. 1.

8. Tubus
Jetzt wird es heftig. Der Spieler ist bewusstlos, es muss dringend der Atemweg gesichert werden. Der Tubus hilft.

9. Tamponade
Wichtig wegen der Ellbogen. Also wegen des Nasenblutens, das die Ellbogen verursachen.

10. Kontaktlinsen
Gehen gerne verloren (vgl. Ellbogen). Alle Diopterien und Salzlösung.

11. Riechsalz
Riecht nach Ammoniak, nützt nichts, stinkt aber wie Sau. Gibt den Spielern einen Kick, bevor es losgeht.

12. Vick’s VapoRub
Damit verschmieren einige Spieler ihre Trikots. Das Menthol soll die Atemwege freier machen. Nützt ebenfalls nichts.

13. Getränke
Zwingend nötig. So kann ein Spieler einen Schluck trinken.

14. Eisbeutel
Entweder Eisspray oder auf die alte Tour mit dem Beutel.

So – das wär’s! Bleiben Sie verletzungsfrei!

Krückenstärkung

Herr Pelocorto am Montag den 23. April 2012 um 06:00 Uhr

Wie zeigen Sie Ihrem Club, dass Sie mit den Leistungen überhaupt nicht zufrieden sind? Machen Sie es wie die Trainer: Visualisieren Sie!

Die Anhänger des argentinischen Clubs Racing sind frustriert. Racing spielt schwach, in der Clausura liegt man nur gerade auf Platz 15. Letzten Donnerstag wurden die Fans kreativ. Im Cup-Spiel gegen Sarmiento warfen sie nach 15 Minuten Krücken auf das Spielfeld. Die klare Botschaft kam an: Racing siegte mit 2:0.

Bruchlandung im Breisgau

Rrr am Montag den 16. April 2012 um 10:00 Uhr

In unserer Serie “Bilder, die Sie nicht sehen wollen” zeigen wir Ihnen heute eine Szene aus der Bundesliga.

Bei Freiburg-Hoffenheim (0:0) kreuzt Freiburgs Guédé (schwarz-rot) im Ballbesitz den Laufweg von Firmino (weiss). Wenn Sie nun nicht auf das Bild klicken, oder wenn doch, dann nur auf Freiburgs Guédé achten und nicht auf Hoffenheims Firmino, dann kann Ihnen gar nichts passieren.

Jetzt aber erstaunlich: Gemäss ersten Untersuchungen im Spital hat sich Firmino nichts gebrochen. Gewissheit gibts aber erst nach der Magnetresonanztomographie.

Das rote Ballett

Herr Pelocorto am Sonntag den 8. April 2012 um 10:45 Uhr

Beeindruckend, wo überall die Arsenal-Spieler einen hervorragenden Eindruck hinterlassen!

Es gibt auch neben dem Platz einfach nichts, das sie nicht können! Alex Oxlade-Chamberlain, Alex Song, Wojciech Szczęsny und Bacary Sagna beim Training an der Barre, beim Soutenu, beim Jeté sauté, beim Demi-plié, bei der wunderbaren Glissé, Haltefiguren, Hebefiguren – alles sitzt. Bring on ManCity!

Premier League, live am TV
Manchester United v Queens Park Rangers, So. 8. April 14:30 Uhr, Sky
Arsenal v Manchester City, So. 8. April 17:00 Uhr, Sky

Schock auf Schalke

Herr Pelocorto am Donnerstag den 5. April 2012 um 06:00 Uhr

Die Schalke-Anhänger sind schockiert über die Ticketpreise in der Europa League.

Heute Abend findet das Rückspiel zwischen Atletic und Schalke 04 statt. Das Rückspiel wirft bei den Fans der Königsblauen hohe Wellen. Nicht nur wegen der schwierigen Ausgangslage nach der 2:4-Heimpleite, sondern auch wegen der exorbitanten Ticketpreise in Bilbao.

90 € plus Vorverkaufsgebühr wollten die Bilbaínos für ein Ticket sehen – kein Wunder, blieb den Deutschen die Spucke weg. Deshalb hatten sie beim Hinspiel letzte Woche auf den Rängen einen hübschen Vergleich gezogen:

Töfflibub – Pibe moto

Herr Shearer am Samstag den 31. März 2012 um 15:16 Uhr

BREAKING GCZ NEWS: Trainer Sforza muss Ende Saison gehen

Heute spielt Manchester City gegen Sunderland. Ohne Sergio Agüero.

Zuerst wollte Roberto Mancini nicht genau damit rausrücken, was dem spanischen argentinischen Starstürmer der Citizens genau fehlt. “Es ist eine dumme Verletzung”, versuchte der Italiener abzuwiegeln. Nun aber will der Daily Mirror wissen, wie sich Agüero vor einer Woche (er fehlte bereits gegen Stoke City) weh getan hat: mit dem Minitöffli seines dreijährigen Sohnes nämlich. Beim Fahren mit dem Kinderspielzeug habe er sich den Fuss verletzt. Damit aber nicht genug: richtig schlimm sei es erst geworden, nachdem er die Verhandlung notfallmässig mit einem Eisspray behandelt und sich dabei Verbrennungen zugezogen habe.

Sie sehen, es ist wirklich eine dumme Verletzung, vor allem in dieser entscheidenden Phase der Meisterschaft. Manchester City liegt drei Punkte hinter dem Stadtrivalen United auf dem zweiten Platz. Nächste Woche steht das wichtige Spiel gegen Arsenal an. Voraussichtlich wird “El Kun” da immer noch fehlen.

Mancini selbst hat es derweil eher mit umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln. Als echter Italiener lässt er sich auch im rauhen englischen Strassenverkehr den Spass am “Ciclismo” nicht verderben, wie ein Klick auf den Link beweist.

 

Die Sprossen im Detail

Rrr am Donnerstag den 29. März 2012 um 13:01 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, der Rundesleder-Redaktör Herr Natischer hat neulich verraten, dass er eine persönliche Sympathieleiter führt, auf der Basel, APOEL Nikosia und Real auf derselben Stufe stehen. Wie viele Sprossen hat denn die Leiter, und wer befindet sich wo? MfG, Ihr M.G., L.

Lieber Max, wir konnten Herrn Natischer kurz vor dem Abflug in die Osterferien nach Zypern sprechen und präsentieren Ihnen hier exklusiv und erstmalig die persönliche Sympathieleiter von Herr Natischer, die der Betroffene in jahrelanger akribischer Arbeit erarbeitet und nun erstmals graphisch aufgearbeitet hat. Es ist alles sehr einleuchtend. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Der aktuelle Abstimmungskommentar

Herr Pelocorto am Montag den 12. März 2012 um 06:00 Uhr

Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger! Was war das gestern?
Wir sind enttäuscht! Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?

Eigentlich dachten wir, dass wir Ihnen die Gefahren der Initiative zum Zweitclub-Verbot deutlich genug erläutert hatten. Aber nein, Sie wollten es besser wissen.
Nun gut, dann findet im Herzen jeder Leserin und jedes Lesers in Zukunft nur ein Club Platz – ich hoffe, es handelt sich um eine Siegermannschaft, die Ihnen viel Freude bereitet.

Wie konnte es zu diesem Debakel an der Urne kommen? Wir entlockten gestern in Bundesbern den Spitzen der vier grössten Parteien einige kurze Statements:

Christian Levrat: «Ah, bon, für uns hat sich die Frage nach dem Zweitclub gar nicht gestellt, wir ‘aben ja in die welsche Schweiz nicht einmal einen anständigen Erstclub.»

Toni Brunner: «Wir in der Ostschweiz warten seit 12 Jahren auf einen Titel; solange wie keine andere Region der Schweiz. Da hätte ein Titel eines Zweitclubs den Schmerz der Volksseele schon etwas gelindert. Der Cup? Die Cüpli-Sozialisten nehmen uns alles weg.»

Christophe Darbellay: «Also wir im Wallis sind wahnsinnig enttäuscht. Wir hatten 74% Nein-Stimmen. Sehen Sie, immer Cupsieger werden, das macht uns nicht mehr glücklich und bis der FC Salgesch Meister wird, das dauert ewig. Das Recht auf einen Zweitclub hat uns das Mittelland weggenommen. Aso ich bin wahnsinnig entäuscht, muss ich sagen.»

Fulvio Pelli: «Das sind die demokratische Spielregeln, das Volk hat so entschieden. Am Ende von meine politische Karriere ist wichtig für mich: Die AC Bellinzona wird aufsteigen und in ein, zwei Jahre die Titel holen. Ich bin damit sehr zufrieden. Und jetzt muss ich auf mein Rennrad.»

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Me55i nahm Bayer-Doping!

Bruno am Donnerstag den 8. März 2012 um 16:14 Uhr

Vorsicht: Aspirin kann zu Kopfschmerzen führen. Beim Gegner.

Lionel Messi schoss gestern fünf Tore für Barça. Und das trotz widriger Umstände, wie spanische Medien herausgefunden haben: Messi habe vor dem Spiel an Kopfschmerzen gelitten und deshalb direkt vor dem Anpfiff in den Camp-Nou-Katakomben noch ein Aspirin eingeworfen. Den Videobeweis dazu finden Sie hier.

Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet Bayer Leverkusen Opfer des Aspirin-Konsumenten wurde. Denn Bayer hat das Aspirin ja erfunden.