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Archiv für die Kategorie „Beim Klubarzt“

Flüchtiges Glück

Rrr am Montag den 20. Mai 2013 um 10:00 Uhr

Der schönste Moment der Saison für die Fans von Tottenham Hotspur.

Ihr Team spielt zuhause gegen Sunderland, doch um die Champions League zu erreichen, brauchen sie Schützenhilfe von Newcastle im Heimspiel gegen Arsenal.

Endlich, die heiss ersehnte Nachricht aus der Ferne: Newcastle hat ausgeglichen! Die Spurs stehen in der Königsklasse!

Die White Hart Lane in Ekstase – leider zu Unrecht: Das Tor war nur ein Gerücht. Arsenal siegte auswärts und holte sich das Ticket für die Champions League.

Satter Strahl

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 19. Mai 2013 um 13:00 Uhr

Rundes Leder-Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen.
Heute: HHH – häufiges und heftiges Harnen.

«Diese Woche bin ich mit einer aussergewöhnlichen Frage konfrontiert worden. Herr P. und Herr B. möchten in einem gemeinsam verfassten Schreiben wissen, wie man die Frequenz und die Menge der Urinaussscheidung massiv erhöhen könne. Und: Die Antwort müsste unbedingt vor Montag vorliegen.

Nun, Herr P. und Herr B., da sehe ich zwei Ansatzpunkte für Sie. Erstens sollten Sie oft und viel trinken. Eine konstante und grosszügige Aufnahme von Flüssigkeit bildet die Basis für eine solide Harnproduktion. Ich empfehle Ihnen eine Kombination von drei Teilen Wasser, einem Teil Kaffee und zwei Teilen Bier. Nehmen Sie pro Stunde etwa vier bis sechs Liter dieser Mischung zu sich. Der zweite Ansatzpunkt ist sportmedizinischer Natur. Was Boxer und Bodybuiler schon lange machen, das passt auch für Sie. Verwenden Sie ein starkes Diuretikum, also ein Entwässerungsmittel. Verzichten Sie dabei auf pflanzliche Präparate, greifen Sie gleich zum stärksten Wirkstoff Furosemid. Schlucken Sie pro Stunde 4 Äquivalenzeinheiten. Damit steht einem satten Strahl nichts mehr im Weg!

Wussten Sie übrigens, dass Urin Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält? Damit ist er hervorragend geeignet als Dünger im eigenen Garten. Setzen Sie ihn ruhig für Staudenbeete oder für Sträucher ein.

Ihr Dr. Almen-Lafti.

Fussball-Couch

Herr Shearer am Sonntag den 5. Mai 2013 um 09:00 Uhr

Professor Roland Seiler erklärt Erfolg und Misserfolg im Sport. Aber ob er YB helfen kann?

Unsere Freunde von Radio Gelb-Schwarz haben den bewährten Fachmann vom Sportpsychologischen Institut der Uni Bern während einer halben Stunde kreuzverhört und bei ihm nach einer Formel für den Erfolg gebohrt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, das Interview in seiner Integralität anzuhören und sich anschliessend selbst einige Gedanken zum ganzen mentalen Klimbim zu machen. Wir haben das in der letzten Redaktionssitzung auch gemacht und anschliessend dazu ein Debriefing durchgeführt. Jedes Redaktionsmitglied musste seine Key-Findings auf einem Flipchart präsentieren. Herr Baresi, unser Basel-Korrespondent, hat dabei leider gar nicht richtig begriffen, um was es geht und Herr Pelocorto, GC-Berichterstatter,  konnte gewisse Problemstellungen zwar von früher her noch nachvollziehen, hat sich vom Thema in der laufenden Saison aber auch entfremdet.

Chefredaktor Herr Rrr hat jedenfalls vorerst alle geplanten Redaktionsausflüge auf die Go-Kart-Bahn in Lyss gestrichen und die Löhne massiv gekürzt, da diese keinen Einfluss auf die Leistung haben sollen. Herr Lars L. hat sich beim Begriff “Shared Model” sehr interessiert gezeigt, musste sich aber dann von den anderen Redaktoren belehren lassen, dass damit keine gemeinsamen Ausflüge nach Rothrist gemeint seien. Dr. Eichenberger versuchte zum Schluss noch, die Gruppe mit spontanen Reizen zu aktivieren, leider kannten aber alle seine drei Witze schon lange. Zum Schluss schaute man sich noch zwei Filme an. Herr der Ama (Abt. Werder Bremen) zeigte sich von diesem Streifen äusserst begeistert, während die anderen leider schon beim ersten ungeduldig das von Herrn Natischer vorbereitete Apéro herbeisehnten.

Sie sehen, es ist nicht einfach mit der Psyche. Vielleicht fragen wir das nächste Mal noch einmal den Psychologen aus dem YB-Film, den da mit den Fischen von Herrn Degen.

Foul oder nicht Foul?

Herr Shearer am Freitag den 3. Mai 2013 um 07:02 Uhr

Was viele Fussballfans gar nicht wissen: gestern wurde auch noch ein anderes Halbfinale ausgetragen.

In Lissabon schlug Benfica Fenerbahce mit 3:1 und darf somit auch nach Amsterdam reisen. Eine etwas knifflige Szene ereignete sich in der 57. Minute, als Gaitan im Strafraum seinen Gegenspieler Gökhan Gönül unglücklich im Gesicht traf.

Gönül blieb daraufhin eine Weile bewusstlos liegen und musste ins Nähstübli Spital gebracht werden. Neben heftigem Nasenbluten hatte er auch den Verlust “einiger” Zähne zu beklagen. Wie taxierte der Schiedsrichter derweil die Szene? Selbstverständlich kein Foul.

Wer partout noch nicht genug hat, kann sich diese Szene auch noch auf Zelluloid anschauen.

‹Reds› mit Biss

Herr Pelocorto am Sonntag den 28. April 2013 um 20:30 Uhr

Der Liverpool FC zeigt die Zähne.

Sie erinnern sich sicher an die Beissattacke von Luis Suárez auf Branislav Ivanovics Arm, die von der FA diese Woche mit einer Sperre von 10 Spielen geahndet wurde. Die englische Fussballwelt war gespannt auf das erste Spiel des Liverpool FC in der Nach-Suarez-Ära. Was würde uns im St. James’ Park im Spiel gegen Newcastle United erwarten?

Nun, was gestern Nachmittag stattfand, das war ein ziemliches Spektakel. Gleich 0:6 fertigte Liverpool die ‹Magpies› ab. Dabei kam auch der trockene Humor nicht zu kurz. Schon in der 3. Spielminute erinnerte Agger (rechts) mit einem Biss in die Hand an seinen verbannten Kollegen; Torhüter Reina (Mitte) zog wenig später nach und eine Viertelstunde vor Schluss zeigte auch Borini (links) eine klare Geste.

Ausgekugelt

Herr Shearer am Sonntag den 21. April 2013 um 14:30 Uhr

Obacht beim Ärgern!

Sie kennen das: Ihr Team spielt soeben das Derby gegen den lokalen Konkurrenten, Sie schauen es sich im Fernsehen an. Wie der Gegner in der 39. Minute bereits das zweite Tor schiesst, reissen Sie in Ihrer Verzweiflung dermassen heftig die Arme in die Luft, dass Sie sich dabei die Schulter ausrenken. Sie winden sich vor Schmerz am Boden, müssen sich gar übergeben – kurz: es ist die Hölle, fast schlimmer noch als die Pein der drohenden Niederlage gegen den Lieblingsfeind.

Sverre Litleskare ist das genau so widerfahren. Der feurige Arsenal-Anhänger schaute sich zusammen seinem Nachbarn, einem Spurs-Fan, Anfang März in seiner Stube in Norwegen den Klassiker zwischen dem Arsenal FC und den Tottenham Hotspurs an. Nach Aaron Lennons 2:0 in der 39. Minute siehe oben. Zum Glück ist Litleskare aber selbst Arzt und konnte sich die Schulter nach kurzer Zeit selbst wieder einrenken. Anschliessend griff er zu einem Meldeformular für die Krankenkasse und beanspruchte eine Entschädigung. Der Grund für die Verletzung sei “fussballbedingt”. Die Versicherung wollte davon natürlich nichts wissen, schliesslich sei die Verletzung selbstverschuldet gewesen. Litleskare liess aber nicht locker und machte klar, dass dies nicht der Fall sei, viel mehr sei das Unglück durch schiere Gefühle, welche ausserhalb seiner Kontrolle seien, geschehen. “Ich wusste, dass das verrückt ist, aber ich habe eben gerade ein Buch darüber gelesen, dass wir nie nach freiem Willen handeln, also habe ich es zum Spass einfach mal mit diesem Argument ausprobiert”.

Tatsächlich überwies die Krankenkasse Litleskare Geld! Nachdem die Geschichte allerdings durch die norwegischen Blätter gegangen ist, wurde nachgeschoben, dass der gebeutelte Fan nicht etwa Schmerzensgeld, sondern eine ausserordentliche Prämie für sein schriftstellerisches Talent erhalten habe…

Falls Sie einmal in diese schmerzhafte Situation geraten sollen: hier finden Sie erste Hilfe.

Trotz Blasen auf dem Rasen

Rrr am Sonntag den 21. April 2013 um 11:26 Uhr

Vorsicht: Gangnam Style kann Ihre Gesundheit gefährden.

Valencias Innenverteidiger Adil Rami unternahm unter der Woche einen Kurztrip nach Lille. An einem bunten Abend in seiner ex-Heimat sammelte er Geld für einen guten Zweck.

Auf der Bühne präsentierte er seine Tanz-Künste und legte auch einige Moves des Gangnam Style aufs Parkett (hier der Videobeweis). Dummerweise machte sich dabei eine alte Fussverletzung wieder bemerkbar, ausserdem waren Ramis Füsse am nächsten Morgen mit Blasen übersät.

An Training war nicht zu denken, Ramis Einsatz gegen Málaga höchst fraglich. “So ein Idiot”, schrieb ein erboster Fan im Internet. “Der soll auf Lohn verzichten, bis er wieder fit ist”, forderte ein anderer Anhänger.

Adil Rami ist nicht irgendein Verteidiger: Ohne ihn kann Valencia nicht gewinnen. Er ist laut Whoscored.com der einzige Spieler der fünf europäischen Top-Ligen, der das von sich behaupten kann.

Gestern abend gabs Entwarnung: Der Franzose biss auf die Zähne und spielte gegen Málaga durch. Valencia fertigte den Championsleague-Viertelfinalisten gleich mit 5:1 ab.

Das BVB-Bébé

Rrr am Freitag den 19. April 2013 um 05:20 Uhr

In der 92. Minute kam Santana. Kiara Santana.

20130418-212501.jpgVor zehn Tagen gabs das Wunder von Dortmund – Felipe Santana schoss in der 92. Minute das Siegestor gegen Málaga. Diese Woche nun wurde die Tochter von Anja und Marcus Kuno geboren.

“Um 00.48 platzte die Fruchtblase, um 02.20 Uhr kam die Kleine zur Welt”, berichten die glücklichen Eltern. Richtig: Es dauerte 92 Minuten. Das brachte Papa Marcus auf die Idee, dem Baby einen besonderen Zweitnamen zu geben.

“Mir ist aufgefallen, dass Santana ein total süsser Mädchenname ist”, sagte der Vater den “Ruhr Nachrichten”.

Marcus’ Freunde sind begeistert. “Ich felipe aus”, meinte einer von ihnen.

Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (31)

Rrr am Donnerstag den 18. April 2013 um 13:00 Uhr

Warum hat der Schweizer Cup keinen brauchbaren Klebstoff-Produzenten unter seinen 489 Premium-Sponsoren?

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Schnaps! Das war sein letztes Wort.

Herr Shearer am Donnerstag den 18. April 2013 um 10:00 Uhr

Gleich danach war sein Anstellungsverhältnis fort. Jozo Gašpar ist nicht mehr Trainer von NK Prečko Zagreb.

Von dort aus, wo er sich derzeit befindet, könnte der ehemalige Spieler von Dinamo Zagreb seinen Pflichten eher schlecht nachkommen. Das ist halt so in Gefängnissen, da kann man dann am Samstag nicht einfach so schnell raus und ein paar taktische Anweisungen geben. Der unterklassige Zagreber Verein feuerte seinen Trainer nämlich umgehend, nachdem sein Delikt bekannt wurde: er steht unter dem dringenden Verdacht, einem seiner Spieler in der Garderobe die Kreditkarte entwendet zu haben und sich damit 36 Flaschen des deutschen Kräuter-Digéstifs “Jägermeister” gekauft zu haben. 4000 Kuna (638 Franken) hat Gašpar dafür in einem Schnapsladen ausgegeben, litt aber selbst danach immer noch Durst. So kehrte er kurz danach in dasselbe Geschäft zurück bezwecks Kauf weiterer Alkoholika identischer Provenienz. Bei seinem zweiten Versuch flog er aber auf, denn die Kartenlimite war bereits überschritten.

Sie können sich nicht vorstellen, was jemand mit 36 Flaschen Kräuterschnaps anfangen will? Wir auch nicht. Um eine Vorstellung von dieser ungeheuren Menge zu erhalten, können Sie beispielsweise 3,6 mal hintereinander diesen Song hier anhören.