Von Herr Shearer am Mittwoch, den 28. Juli 2010, um 09:56 Uhr

Schreckliche Strapazen

Wenn das Trainingslager zur Tortur wird.

Pompey_DCEs läuft alles gegen den Portsmouth FC: erst der Punkteabzug wegen unaugeglichener Finanzen, dann der damit verbundene Abstieg aus der Premier League und zum Dessert noch der verlorene Final im FA-Cup. Und jetzt also auch noch ein Trainingslager in den USA, gegen den Homers Odyssee eine Gutenachtgeschichte ist.  Und das behaupte ich, ohne von Homers Odyssee auch nur den Klappentext gelesen zu haben. Also: geplant war eine Reise über den grossen Teich, um in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada mit ein paar Freundschaftsspielen die ramponierte Vereinskasse etwas aufzumöbeln.Die Reise nach San Diego dauerte bereits satte 42 Stunden, weil ein Anschlussflug nicht wartete. Sogleich stand ein Spiel gegen die mexikanische Mannschaft “America” auf dem Programm. Im darauffolgenden Match gegen Edmonton verletzten sich zwei Spieler. Die Reise von Edmonton nach Washington dauerte wiederum ganze 28 Stunden wegen eines Gewitters. “In der Zeit hätten wir auch nach Australien fliegen können”, wird Trainer Steve Cotterill zitiert.

Blöderweise blieb aber während des besagten Gewitters das gesamte Gepäck der Truppe im Freien stehen, 14 Taschen schafften es gar nicht bis ans Ziel, darunter auch die Tasche mit den Spielertrikots. Und so kam bereits das nächste Spiel: bei einer Hitze von 37 Grad, ohne ein vorgängiges Training, gegen DC United. Die halfen netterweise mit ihren Auswärtstrikots aus, so dass sich zumindest niemand einen Sonnenbrand holte. Dieses Spiel ging gleich mit 0:4 verloren, Torhüter Jamie Ashdown verletzte sich, ein anderer Spieler sah die rote Karte, weil er den Alex Frei machte.

Nur etwas gutes hatte der Ausflug in Gottes eigenes Land: “wir haben alle gut und gerne vier Kilos abgenommen in dieser Riesenhitze”, sagte Mittelfeldspieler Michael Brown.

19 Kommentare zu „Schreckliche Strapazen“

  1. Rrr:

    ein anderer Spieler sah die rote Karte, weil er den Alex Frei machte.

    Alex Frei ist machbar? Das überrascht mich jetzt.

  2. Frans:

    Und das behaupte ich, ohne von Homers Odyssee auch nur den Klappentext gelesen zu haben.

    Wie weise, Herr Shearer. Diese Griechenland-Reiseführer taugen nun wirklich nix.

  3. BernD:

    ach schade, keine noie geschichte mit dem homer jay.

    aber was heisst den eigentlich unaugeglichener? hat das was mit dem auge zu tun?

  4. Homer Lich:

    Prächtig berichtet haben Sie das, verehrtester Shearer!

  5. Danish Dynamite:

    Ich kenne eigentlich nur den Homer Simpson.

  6. Tom Bombadil:

    Nicht dass jemand den Text lesen würde, aber es heissts darin etwas von unaugeglichenen Finanzen (sic!).

  7. Homer Lich:

    Wäre es nicht an der Zeit aufs Neue Verse zu schmieden?
    Leider fehlt momentan dazu der geeignete Anlass.

  8. Rundeslederleserreisereiseleiter:

    Wir spielen zum ersten mal in der Geschichte dieses Universum CL-Quali heute Abend. Reicht das nicht, Herr Lich?

    A propos Reichen: Heute Warm-up-Bier in der Luna Llena ab 17h30 und anschl. per 18h Znacht im Rest. Don Quijote grad quer über die Kreuzung? Das ist ein spanisches Resto mit vielseitiger Karte. Vielleicht können wir dort auch grad einige Sieger-Gen bekommen. Bitte vermerken Sie Ihre Partizipationsabsicht in den Kommentaren oder schicken Sie Ihrem Rundeslederleserreisereiseleiter ein SMS, damit der ggf. die Spanier vorwarnen kann. Messi.

  9. Natischer:

    Alle andern trifft man um 19h30 vorm Wale, nehm ich an?

  10. Tom Bombadil:

    Wir haben im Büro noch ein Abschlussapéro, ich werde daher direkt zum Don Quijote kommen.

  11. xirah:

    Don Quijote? ¡Con mucho gusto, si senor!

    Mit Homer abnehmen probier ich auch mal, tönt verlockend. Flugreisen auf den Mond, aber subito!

  12. Frans:

    Wir spielen zum ersten mal in der Geschichte dieses Universum CL-Quali heute Abend

    Die Geschichte des Universums dauert bei Ihnen auf den Tag genau sechs Jahre, Herr Rundeslederleserreisereiseleiter.

    Zur Strafe füllen Sie jetzt den Redaktionskühlschrank auf und putzen die Toliette.

    * Überleg *

    Und dann zeigen Sie der RL-Leserschaft die Tore der beiden YB-Legenden Chapuisat und Eugster mit Bild.

    An die Arbeit!

  13. Homer Lich:

    Gut, Herr Natischer lassen Sies mich ganz kurz nur versuchen:
    Zehnte Minute, herrliche Flanke von Degen zur Mitte
    Bienvenu bringt die Berühmten in Führung mit einem Kopftor
    Leider können die Türken noch vor der Pause den Ausgleich erzielen.
    Aber die YB-Viertelstunde bringt die Entscheidung:
    Schneuwly hämmert den Ball aus 20 Metern ins Toreck.
    Fünfzehntausendeinhundertfünzig Zuschauer jubeln.
    Still sind nun die rund zehntausend traurigen Türken.

  14. Nümeso:

    Don Quijote

    Sprechen Sie vorher mit dem Koch über die Garzeit. En Guete.

  15. Natischer:

    Die Geschichte des Universums dauert bei Ihnen auf den Tag genau sechs Jahre

    Hoppla, neinein, ich hab nur einfach keine Ahnung, Herr Frans. Der Frigor ist voll und das WC geputzt, aber Youtube-Filmli verlinken mag ich jetzt nicht.

    Bier

    Wir spielen zum ersten mal in der Geschichte dieses Universum zuhause CL-Quali heute Abend .

  16. Natischer:

    Ich hatte dort neulich erst ein Lammfilet mit Serrano-Schinken drumherum, Herr Numeso, und das war sehr oléolé. Genau wie der Cava zum Apero, die Pommes dazu und der Rioja nebenher.

    Aber die Garzeit-Diskussion nehm ich gerne mit in jede Beiz Berns. So war man bspw. auch im Obstberg oder im Zähringer nicht in der Lage, ein Tournedos saignant zu braten.
    _____________________________
    Ich zahl keine 48.- für Siedfleisch!

  17. galoppa:

    Werde auch wegen Verabschiedungsgetrinke erst sec aufs Spiel kommen. Wünsche einen Guten und Prost!

  18. Pipistrella:

    Heute gibts mal Essen im Ticino und när ebiz Vetter…

  19. Je:

    Verabschiedungsgetrinke
    Oh, schade, es war nett mit Ihnen, Frau Galoppa.

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