Aus unserer Serie “fehlgeplante Fussballfelder”: das Stade de Genève.
Michael Drieberg ist Besitzer einer Agentur , die Veranstaltungen in Genf veranstaltet. Er schreckt dabei weder vor Johnny Hallyday noch vor Geschlechtsteilmonologen zurück. Und auch sonst geht er gerne dorthin, wo es weh tut. Vergangene Woche hat er mit seiner Forderung, das doch eigentlich noch ziemlich nigelnagelneue Genfer Stadion abzureissen, für Aufsehen gesorgt. Der hier heimische Servette FC hält sich derzeit ja eben so einigermassen in der Nationalliga B über Wasser; bloss noch 1000 – 2000 unverwüstliche Supporter verlieren sich im für 30’084 Zuschauer gebauten weiten Rund. Und die Anhänger ihrerseits wünschen sich ebenfalls ein kleineres Stadion zurück. Viele empfinden die jetztige Spielstätte als trostlos, düster und kalt. Idealerweise könnte auf dem Gelände des vormaligen Servette-Stadions, der Charmilles, ein angemessener Neubau entstehen. Das Gelände wurde nach dem Auszug der “Grenats” vom Privatbankier Hentsch gekauft, der dem Genfer Volk darauf einen Park bauen wollte. Bis jetzt ist allerdings noch nichts geschehen, die Erholungsanlage könnte wohl frühestens 2011 eingeweiht werden.
Auch in der Politik regt sich langsam Widerstand, den überdimensionierten Bau am Leben zu erhalten. Die Einnahmen aus dem Fussballgeschäft sind bloss ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Anwalt Soli Pardo, seines Zeichens Präsident der Genfer SVP, fordert ebenfalls, das Stadion dem Erdboden gleichzumachen. Das Gelände sei für Wohnhäuser und Geschäfte viel besser geeignet. Veranstalter Michael Drieberg ist derselben Meinung, könnte sich aber auch eine Lösung vorstellen, bei der der Rasen durch Asphalt ersetzt wird. Dies würde die Durchführung von Grossveranstaltungen erleichtern, da danach nicht immer eine neue Spielfläche eingezogen werden müsste.
Wir Eventexperten vom Runden Leder wissen es natürlich besser und schlagen etwas anderes vor: den altmodischen Naturrasen durch ein modernes Plastikgeläuf zu ersetzen. Dies ermöglicht beispielsweise spektakuläre Autopräsentationen; die Kinder werden von den Kunststücken lebensgrosser Plüschfiguren begeistert sein. Das Penaltyschiessen auf Torwände wird die nicht gerade sportbegeisterten Genferinnen und Genfer wieder zu Tausenden ins Stadion locken. Und zur Auflockerung kann man ja in den Pausen dann auch noch ein bisschen Fussball spielen.






Genferinnen und Genfer schauen glöibi lieber Eish****y.
Der Servette-Fan an sich ist doch mehrheitlich deutschschweizer Provenienz.
In diesem Stadion hab ich ja damals meine Tätigkeiten im RL eröffnet.
Sehr gut, Herr Schärer, das wäre in etwa der Umfang.
Dafür dürfte frau galoppa zufrieden sein…
Also eigentlich ist es ja umgekehrt. Er meinte, er fühle sich sehr geehrt.
Oh entschuldigen Sie frau galoppa, natürlich meinte ich es so. Ist noch früh…
Tami, am Montagmorgen soviel lesen…
Sehr gut, Herr Schärer, das wäre in etwa der Umfang.
Zählt das jetzt als eine Zeile Herr Noz?
Können Sie bitte dann die 500’000 überweisen.
Messi
Mir scheint, da wurden gestern manchenorts zimmli Kaltgetränke konsumiert …
[...] Weg damit! | «Zum Runden Leder» "Der hier heimische Servette FC hält sich derzeit ja eben so einigermassen in der Nationalliga B über Wasser; bloss noch 1000 – 2000 unverwüstliche Supporter verlieren sich im für 30′084 Zuschauer gebauten weiten Rund. (tags: stadion em2008 genf fans international schweiz) [...]