Blogs


Unterwegs mit dem «Runden Leder»

Von Natischer am Donnerstag, den 29. November 2007, um 13:30 Uhr

Freitag, 23.11.2007
Herr ex-Nachbar, ein Berner, der im Wallis wohnt und für GC fänt, Herr ex-Mitarbeiter, ein Solothurner, der für Servette fänt, aber eigentlich noch mehr für den HSV, und mit Herrn Natischer ein Walliser, der für YB fänt, stellten die überaus interkantonale Belegschaft dieser Reise. Herr ex-Nachbar hatte auch noch Nachtdienst geschoben aber dafür die weiteste Anreise. Herr ex-Mitarbeiter, der als Ortskundiger und Quasi-Hanseate die Reiseleitung übernahm, bestand auf eine überaus rechtzeitige Anreise zum Züricher Flughafen. So blieben uns nach langem Gang vom Perron zum Check-In, dem dortigen zeitintensivem Anstehen und dem weiten Weg zur Passkontrolle also nur noch knapp 1,5 Stunden. Knapp Zeit also noch, kurz beim Duty-free reinzuschauen und dann ein erstes Apero zu uns zu nehmen. Herr ex-Mitarbeiter hätte beinah eine Runde Heineken bestellt, doch konnte der geistesgegenwärtige Herr Natischer in letzter Minute einschreiten und die Bestellung auf löbliches Ittinger umändern.

Dann gings dann doch mal noch in den Flieger und nach gut 1 Std. erreichte die Gruppe, gestärkt durch ein Schinkensandwich, ein Bounty und ein kleines Warsteiner ihr Ziel. Nach der Landung und dem Einschalten der Natels erreichte Herrn Natischer eine für ihn überaus erfreuliche Nachricht, die dann sogleich mit einheimischem Astra gefeiert werden konnte. Astra wird imfall unghür überbewertet.

Zügig gings dank der Ortskenntnisse unseres RLs Richtung Reeperbahn, wo wir unser Hotel quasi auf Anhieb fanden: Ausser übers FCB-Treppengeländer, das wir lautstark ignorierten, gibts im Hotel Stern nichts zu meckern. Flugs gings zum Apero und dann bald schon Richtung Randsportstadion Color Line Arena nach Strellingen. Die Hamburg Freezers sollten gegen die Krefeld Pinguine (mit Torhüter Reto Pavoni) eine schwache Partie auf mässigem NLB-Niveau spielen, doch konnte Herr Natischer dank den gelbschwarzen Clubfarben der Pinguine prächtig fraternisieren. Überzeugend waren jedoch das Stadion und die Catering-Angebote: Sehr us-amerikanisch das Ganze, aber auch optisch ansprechend – die Spielerfrauen sassen gleich hinter uns.
Dank den Fraternisierungsmassnahmen lief dann die Rückreise zuerst schneller, dann aber weit länger als geplant. Natürlich gabs anschliessend noch einen kurzen Ausflug auf den Kiez, wobei manche etwas länger machten, aber man sollte die Berichterstattung hier sicher nicht zu stark detaillieren.

Samstag, 24.11.2007
Für manche begann dann der Samstagmorgen sehr früh und an Schlaf war auch nicht mehr zu denken. Also machte er sich auf in die noch schlafende Stadt, wos aber märchenhafte Stimmung an der Binnenalster und lecker Sushi-Frühstück am Bahnhof gab. Nach seiner Rückkehr gabs dann doch noch ein Nickerchen, wobei die Gruppe nach Stehkaffee und einer weiteren Currywurst pünktlich zum Anpfiff Liverpool vs. NUFC einen sehr löblichen Irish Pub mit gut sortiertem Bierangebot erreichte. Hier trafen wir dann auch auf Herrn imi und zogen weiter in eine weitere Sportbar im Quartier, um den Bundesliga-Spieltag zu verfolgen. Dort stellte sich dann raus, dass Astra Rotlicht nicht ganz so sehr überbewertet wird und man damit den türkischen Bartender zum Staunen bringen kann.

Zum Znacht gings dann zur Sternschanze, wo wir nebenbei die sympathische Julia kennen lernten. Gut, sie war die Bedienung, aber trotzdem. Auf dem Weg zurück zur Reeperbahn lernten wir dann die noch viel sympathischere Kyra kennen, die aber nach 2 Haltestellen uns und die S-Bahn bereits wieder verliess. Nach ein paar Duckstein-Kaltschalen in diversen Etablissements in Begleitung eines weiteren, nun wieder in HH tätigen Herrn ex-Mitarbeiter und einer Runde «Mädchenwurst» und nochmal ein paar Etablissements wurde irgendwann auch wieder geschlafen. Mädchen-Currywurst ist imfall voll ok, falls Sie auch mal dahin kommen sollten. Die Atom-Variante bringt Beton zum Schmelzen, aber natürlich lassen sich immer wieder welche dazu provzieren …

Sonntag, 25.11.2007
Nach dem Ausschlafen verliessen wir sogar à l’heure das Zimmer und machten uns erneut zum Sushi-Frühstück am Bahnhof auf. Natürlich wollte auch das Gepäck in einem Schliessfach verstaut sein. Nun sollte es nach einem kurzen Apero irgendwas Kulturelles geben, doch enterte gleich hinter uns eine Gruppe schon etwas älterer Rot-Weiss-Essen-Fans auf dem Rückweg von Lübeck die selbe Bar und am TV gabs Alle Spiele, alle Tore und dann beim heiteren Fraternisieren mit den Essenern gabs halt noch die eine oder andere Diebels-Kaltschale und die Kultur ward vergessen. Anschliessend gings dann rechtzeitig wieder nach Strellingen, wo wir Herrn imi und seine Mitbewohner zu einigen weiteren Frühstück trafen. Zu Fuss gings dann zur HSH Nordbank Arena, die mit gut 60’000 Zuschauern gefüllt war, in der aber Lotto King Karl mindestens das emotionelle Highlight war. Gut, vielleicht schon nicht für alle. Der HSV gewann bekanntlich 2:0, aber überaus packend wars halt auch nicht, jedenfalls nicht für Herrn Natischer, der dann zum Sektor-Hopping ansetzte.

Nach dem Spiel gings zur Schweizer Bedienung im Hunger und Durst und später dann per S-Bahn bis ins Zentrum. Dort blieben wir dann wegen einer Polizei-Aktion in den Tunnels stecken, erreichten aber dank eines Taxis den Zug nach Hannover, wo wir in den Nachtzug umsteigen konnten und gen Heimat schlafen konnten. Die DB tat nichts für ihr Image – wir erreichten Basel mit 2stündiger Verspätung.

Ein wirklich rundum überaus gelungenstmöglicher Ausflug!
Geniessen Sie hier die alles offenbarende Fotostrecke der 2. Internationalen Rundes-Leder-Leserreise. Grossen Dank an alle Beteiligten!
Und kommen Sie, liebe LeserInnen, doch nächstes mal auch mit!

22 Kommentare zu „Unterwegs mit dem «Runden Leder»“

  1. Slozi sagt:

    Ich war in Thun und habe versucht den Skandal zu entschärfen

  2. georges b. sagt:

    Z-E-N-S-A-T-I-O-N-E-L-L!!

    und das bereits zum 2. diese Woche Herr Natischer! Respekt!!

    Trotdem fordere ich gelb wegen unsäglichstmöglicher Randsportenbilder, Ordnung muss sein!

  3. Extrazug sagt:

    Geliebte Berner

    Nächste Mal schlage ich eine Reise mit mir vor, dass sind “erlebnisorientierte” Reisen, so stehts im Katalog “Extrazug einfach”!

    Wünsche gut gehabt zu haben.

  4. Extrazug sagt:

    Schon allein aufgrund des Treppengeländers – ein wunderbarer Bericht!

    Bedankt.

  5. Tom Bombadil sagt:

    Endlich wieder ein Bericht bei dem man scrollen muss – Danke Herr Natischer.

  6. xirah sagt:

    Herr Natischer, wie können Sie mir in der Kölsch-Frage nur derart in den Rücken fallen? Ich bin sehr deprimiert.

    (33303 dafür gewinn ich Euroeuphoriemillionen!))

  7. georges b. sagt:

    Endlich wieder ein Bericht bei dem man scrollen muss

    scrollen?

  8. Renz sagt:

    Nach der Landung und dem Einschalten der Natels erreichte Herrn Natischer eine für ihn überaus erfreuliche Nachricht, die dann sogleich mit einheimischem Astra gefeiert werden konnte.

    Herzliche Gratulation, Herr Natsicher!

    Auf eine gewisse Art war die Reise bestimmt auch trümmlig, oder zumindest die ersten paar Tage danach.

  9. Tom Bombadil sagt:

    Ja, Herr b. to scroll oder so.

  10. imi sagt:

    herr natischer, den ramon vega haben Sie vergessen!!! Ach ja der Herr-Ex mitarbeiter hat Recht, man kann nie zu früh an ein Fussballspiel gehen. Es stehen ja immer noch mehrere Aperos im Weg.
    Grüsse aus der Hansestadt!!!

  11. betico sagt:

    Sehr schöner Beitrag, Herr Natischer!

    Bierrucksack oléolé!

  12. Natischer sagt:

    Grüsse auch in den Norden, Herr imi. Herrn Vega hab ich mir für eine andere Gelegenheit aufgespart.

    Toller Schnauz, übrigens, Herr imi.

    *flüster*
    Gross genug?
    *flüster-aus*

  13. dino zoff sagt:

    Tom Bombadil
    2007-11-29 14:17:32

    Endlich wieder ein Bericht bei dem man scrollen muss – Danke Herr Natischer.

    ihr bildschirm ist zu klein…

  14. Tom Bombadil sagt:

    Dem ist so Herr Zoff, ich schreie seit langem nach einem 30 Zoll Flachbettbildschirm. Ich habe den Bericht von Herrn Natischer auch schon als Argument ins Feld geführt. Nur hat diese Argument irgendwie nicht wie erhofft “eingeschlagen”.

  15. Khathran sagt:

    Oléolé Julia und Kyra.

    Mädchenwurst?

  16. Natischer sagt:

    Dabei handelt es sich ganz einfach um eine normale Currywurst mit gut scharfer Sauce, Herr Khathran. Dieser Wurststand auf der Grossen Freiheit bietet auch noch eine «Atombomben»-Variante an und die leicht Angeheiterten unter den Kiez-Besuchern lassen sich dann provozieren, wenn die andere eben Mädchen-Wurst heisst. Herr ex-Mitarbeiter kannte den Gag jedoch schon, liess uns nicht ins Messer laufen, und Herr ex-Nachbar offerierte den Übermütigen neben uns dann einen Extra-Halbliter Milch.

  17. betico sagt:

    Das hätten Sie jetzt nicht verraten dürfen, Herr Natischer. Herr Khathran hätte sich bestimmt provozieren lassen und die Atomaliversion bestellt.

  18. Khathran sagt:

    Aha, kannte ich nicht. Gut, die grosse Freiheit wird ja eigentlich auch stark überbewertet, kann man sagen.

  19. Amokali sagt:

    GIB HÄRE ATOMBOMBE, MON, IG FRISSE 10 SCHTÜCK SOFORT!!!

  20. dino zoff sagt:

    Tom Bombadil
    2007-11-29 15:43:25

    Dem ist so Herr Zoff, ich schreie seit langem nach einem 30 Zoll Flachbettbildschirm.

    schlagen sie ungeniert zu herr bombadil…

  21. imi sagt:

    danke herr natischer, der schnauz ist genügend gross. sogar meine schwester hat mich nicht erkannt. noch was zur currywurst: bei mir um die ecke gibt es eine, die heisst “wuchtbrumme”. toll nicht?

  22. Tom Bombadil sagt:

    Danke Herr Zoff, der Bildschirm ist nicht nur gross sondern auch preisgünstig – ein echtes Schnäppchen.

    (58588)