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	<title>Webflaneur</title>
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	<description>Webflaneur</description>
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		<title>Download</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 11:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur lädt seine Facebook-Daten herunter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun werde es spannend, ruft der Webflaneur ihr zu. Endlich erhalte er Einblick in all die Daten, die Facebook über ihn gespeichert habe. Der Webflaneur wartet, bis sie sich zu ihm gesellt hat. Das Prozedere sei einfach gewesen, sagt er dann: Er musste bloss in den <a href="https://www.facebook.com/settings?ref=mb">Kontoeinstellungen</a> auf den Herunterladenknopf drücken. Einige Zeit später habe Facebook ihm einen Link zu den in ein Archiv gepackten Daten geschickt.</p>
<p>Andere hätten länger pickeln müssen, sagt der Webflaneur. Und er erzählt, wie der Wiener Jusstudent Max Schrems lange und mit grösster Beharrlichkeit nach dem Auszug verlangen musste, der ihm laut den europäischen Datenschutzrichtlinien zusteht. Schliesslich habe Facebook doch noch eingelenkt und ihm eine CD mit einer 1200-seitigen Datei zugestellt. Doch darin waren offenbar nicht alle Infos enthalten. Dafür entdeckte der Student andere, die er längst gelöscht hatte. Schrems  forderte daraufhin andere Nutzer auf, es ihm gleichzutun. Facebook kam mit der Arbeit kaum nach und schuf schliesslich die erwähnte Downloadfunktion.</p>
<p>Nun komme der grosse Augenblick, sagt der Webflaneur nochmals. Bald wüssten sie, was Facebook – zusätzlich zu den Infos, die er selbst preisgegeben hat – alles über ihn zusammengetragen habe. Er öffnet die Datei mit einem Doppelklick.  Im Archiv liegt ein Ordner mit den Fotos, die er in sein Album geladen hat. Daneben sind einige Webdateien vorhanden. Er öffnet eine. Auf dem Bildschirm erscheint seine Pinnwand. «Diese kann ich doch auch online angucken», wendet sie ein. Der Webflaneur klickt weiter. Tatsächlich: Mehr als die Pinnwand-Einträge, seine Statusmeldungen, Nachrichten und Chats sowie eine Liste mit den Namen der Freunde ist nicht vorhanden.</p>
<p>«Ich habe mehr erwartet», sagt sie und zieht sich mit ihrem Buch wieder aufs Sofa zurück. Und der Webflaneur murmelt konsterniert: «Ich auch.»</p>
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		<title>Inbox Zero</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikatives]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Inbox]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur fasst einen Vorsatz. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, der Webflaneur hat die betreffenden E-Mails erhalten. Und nein, er hat sie nicht beantwortet. Kaum eines hat er indes aus bösem Willen ignoriert. Einige sind schlicht in der E-Mail-Flut untergegangen, die allzu oft sein virtuelles Postfach schwemmt. Einige kamen zu unpassenden Zeitpunkten – während er unter Hochdruck schrieb etwa oder als er auf dem Sprung an eine Sitzung war. Der Webflaneur hat die betreffenden E-Mails zur Kenntnis genommen und liegen gelassen. Andere Zuschriften verlangten nach Entscheiden, die er noch nicht fällen konnte oder wollte. Er hat sie markiert und liegen gelassen. Weitere trudelten via Smartphone ein, als er auf der Piste war. Er hat sie zur Kenntnis genommen und liegen gelassen. Die nachfolgenden Nachrichten haben die Pendenzen allmählich weggespült. Erst beim Aufräumen am Ende des Jahres sind diese wieder aufgetaucht. </p>
<p>Die meisten Anfragen sind mittlerweile hinfällig geworden. Das tut dem Webflaneur leid. Deshalb entschuldigt er sich bei allen, denen er eine Antwort schuldig geblieben ist. Und er gelobt Besserung: Fürs dieses Jahr hat er sich eine «Inbox Zero»-Politik auferlegt. Einmal pro Tag – dann, wenn er Zeit hat – will er mit grosser Akribie seine elektronische Post erledigen: Er wird eine Triage machen und Prioritäten setzen. Überflüssige E-Mails wird er kurzerhand in den virtuellen Abfalleimer befördern. Die übrigen wird er sorgfältig beantworten – normalerweise innert eines Arbeitstages, wenns eilt schneller. Er wird nötige Entscheide sofort treffen. Nachrichten, die er später noch brauchen könnte, wird er in den Archivordner verschieben; Unterordner erspart er sich, verfügt das E-Mail-Programm doch über eine effiziente Suchfunktion.</p>
<p>Der Webflaneur malt sich aus, wie er schliesslich vor einer gähnend leeren Inbox sitzen und sich an diesem Anblick erfreuen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es ihm mit seiner «Inbox Zero»- Politik nicht so ergeht wie mit den meisten anderen Vorsätzen.</p>
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		<title>Love me Tender</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 16:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>
		<category><![CDATA[Spielerisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur versucht sich an einer Ballade. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So etwas tut einem ein  echter Freund nicht an: Legt dieser der Einladung zur Party doch eine lange Liste mit Musiktiteln bei. Und er schreibt von einem «Silvester-Songcontest, der letzten grossen Chance, in diesem Jahr noch berühmt zu werden». Seine Vorgabe ist klar: Wer eingelassen werden will, hat auf die Bühne zu klettern. Der Webflaneur verflucht den Karaoke-Boom, den ein grosser Game-Hersteller vor Jahren losgetreten hat und dem nun offenbar auch sein Freund erlegen ist. Er erwägt zuerst, seinen Auftritt am betreffenden Abend mit einem Arsenal an Ausreden immer weiter zu verschieben, bis dieser schliesslich im Trubel des Jahreswechsels vergessen ginge. Doch dann sieht er ein: Dieses Mal kommt er am Karaoke-Singen wohl nicht vorbei. Deshalb ackert er die lange Liste mit den Songvorschlägen durch. Viele Stücke kennt er kaum. Und auch all diese Fistelstimmesänger und ihre Songs streicht er; sie sind für ihn mit seinem sonoren Bass schlicht unerreichbar.</p>
<p>Schliesslich bleiben nur wenige Titel übrig. Darunter entdeckt der Webflaneur «Love Me Tender» von Elvis Presley. Nun ist für ihn klar: Er wird diese Ballade zum Besten geben – jenen Song also, mit dem er beim notenrelevanten Vorsingen in der siebten Klasse aus purer Not die Lehrerin zu bezirzen versuchte, was ihm immerhin eine Fünfeinhalb einbrachte. Doch eben: Das ist Jahrzehnte her. Damit der aktuelle Auftritt sitzt, muss er üben. Die Kassette von damals hat er längst nicht mehr. </p>
<p>Deshalb sucht er Karaoke-Websites. Er stolpert über einige weniger seriöse und mehrere, denen offenbar der Schnauf ausgegangen ist. Schliesslich schreibt er sich auf <a href="http://singsnap.com" title="Singsnap" target="_blank">Singsnap</a> und <a href="http://thekaraokechannel.com" title="thekaraokechannel" target="_blank">Thekaraokechannel</a> ein. Auf einer findet er den Elvis-Song. Der Webflaneur übt und übt – und hofft, dass an Silvester der Alkohol der Gäste Urteilsfähigkeit trübt.</p>
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		<title>Bitte keine CD</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 11:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Audiophiles]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur mokiert sich über ein Weihnachtsgeschenk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Webflaneur erahnt es schon vor dem Auspacken: Er kriegt eine CD. Betont langsam löst er das bunte Band. Dabei überlegt er hastig: Soll er seinem Unmut freien Lauf lassen? Er werde die CD gerne ins Museum stellen, könnte er sagen. Sollte er fragende Blicke ernten, würde er deutlicher: CDs seien von gestern. Musik digitalisieren, sei umständlich.  CDs seien Staubfänger, Symbole für ein überholtes Geschäftsmodell. Früher, so würde er dozieren,<br />
glaubte man Musik besitzen zu müssen. Wobei: Besessen habe man sie auch damals nicht. Man durfte sie bloss abspielen. Und auch dies bloss der Familie und den engsten Freunden.</p>
<p>Der Webflaneur würde sich in Rage reden, bis sein Bruder die Stirn in solch tiefe Falten legte, dass diese selbst im schummrigen Licht der letzten Kerzen klar hervorträten. Dann fragte er, wie man denn heute Musik höre. Online bei Diensten wie Simfy.ch und Spotify.ch, antwortete der Webflaneur. Bei diesen habe man Zugriff auf gigantische Sammlungen. Man könne sich anhören, worauf man Lust habe. Bei Simfy spiele die Musik fünf Stunden pro Monat kostenlos – wenn man zwischen den Songs Werbung in Kauf nehme. Abonniere man die Premium-Version für 7.50 Franken pro Monat, verstumme die Werbung. Und mit «Premium Plus» für 14.50 Franken kriege man die Musik auch aufs Smartphone. Ähnlich bei Spotify: Dort koste das kleine Abo 6.45, das grosse 12.95 Franken. Deshalb brauche er wirklich keine CDs mehr, würde er ausrufen. Dann herrschte betretenes Schweigen. Nur die Schenkerin schluchzte leise. </p>
<p>So weit soll es nicht kommen. Deshalb mimt der Webflaneur Überraschung und Freude, als er die CD ausgepackt hat. Auch in der digitalen Musikwelt, sagt er, gebe es nichts Besseres als eine handfeste CD mit schönem Booklet – und einem angemessenen Batzen für den Künstler.</p>
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		<title>If this than that</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 09:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielerisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur schindet Eindruck.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen regnet es. Das jedenfalls steht in der E-Mail, die soeben eingetroffen ist. Der Webflaneur steht auf, geht in den Gang und legt seinen Schirm bereit. Sie schaut verwundert von ihrer Lektüre auf. «Morgen werde ich gut vorbereitet von dannen ziehen», sagt der Webflaneur. Die herbstlichen Schauer würden ihn nicht kalt erwischen – dank des Warnsystems, das er soeben «programmiert» habe. «Welches Warnsystem?», fragt sie. «Mein Regenwarnsystem», antwortet der Webflaneur: «Wenn der Internetwetterdienst Regen prognostiziert, erhalte ich eine E-Mail.» Sehr praktisch, findet er. Und für einmal pflichtet sie ihm bei. Einen Augenblick lang hat der Webflaneur sogar das Gefühl, sie werfe ihm einen bewundernden Blick zu. Diesen nimmt er gerne entgegen. Obwohl er weiss: Das mit dem Programmieren ist relativ.</p>
<p>Programmcode hat er nämlich keinen geschrieben. Er hat sich seinen Wetterwarnservice vielmehr mit «If this than that» beziehungsweise kurz <a href="http://www.Ifttt.com">Ifttt.com</a> machen lassen. Damit können zwei Webdienste gekoppelt werden. Konkret: Meldet der Wetterdienst Regen, wird eine E-Mail verschickt. Wird man auf einem Foto auf Facebook markiert, legt der Dienst eine Kopie des Bildes auf dem eigenen Dropbox-Speicher ab. Oder: Sinkt der Aktienkurs einer Firma unter einen bestimmten Wert, wird man darauf aufmerksam gemacht. Es gibt Tausende weitere Möglichkeiten, wie zwei Webdienste verbunden werden können. Koppeln ist einfach: Entweder klickt man sich das Gewünschte selber zusammen. Oder aber: Man übernimmt ein sogenanntes «Rezept» eines anderen Nutzers.</p>
<p>So hat es der Webflaneur bei der Regenwarnung gemacht. Er hätte wohl keinen bewundernden Blick geerntet, wenn sie gewusst hätte, wie einfach das geht. Und überhaupt hätte er nicht mit seinen «Programmier»-Kenntnissen geprahlt, hätte er gewusst, dass es am nächsten Tag dann doch nicht regnete.</p>
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		<title>Im Bild</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 00:19:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Er schiesst gerne Fotos. Und sie auch. Doch ihm geht auf der Festplatte langsam der Platz aus. Und ihr auch. Er hat zudem ein Chaos in seiner Sammlung. Sie hingegen hat ihre Fotos so akribisch in Unterordnern gruppiert, dass die Suche nach einem bestimmten Bild umständlich wird. Da liege viel im Argen, analysiert der Webflaneur. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er schiesst gerne Fotos. Und sie auch. Doch ihm geht auf der Festplatte langsam der Platz aus. Und ihr auch. Er hat zudem ein Chaos in seiner Sammlung. Sie hingegen hat ihre Fotos so akribisch in Unterordnern gruppiert, dass die Suche nach einem bestimmten Bild umständlich wird. </p>
<p>Da liege viel im Argen, analysiert der Webflaneur. Er kauft sich eine Netzwerkfestplatte, schliesst diese an die beiden Computer an. Nun verschiebt er seine Fotos in sein Verzeichnis auf der Festplatte und ihre in ihres. Zudem kreiert er ein Verzeichnis für gemeinsame Bilder. </p>
<p>Damit hat er erstmals Platz geschaffen – aber noch keine Ordnung. Dazu braucht er nun einen passenden Bildverwalter. Der Webflaneur probiert diverse Programme aus. Schliesslich landet er bei <a href="http://picasa.google.com">Picasa</a> von Google, denn dieses Programm läuft sowohl unter dem Betriebssystem, das auf ihrem Computer installiert ist, als auch unter jenem auf seinem. Und da es Stichwörter in den Meta-Informationen des Bildes speichern kann, lassen sich diese bei Bedarf auch von fast beliebigen anderen Programmen auslesen. </p>
<p>An einem nebligen Herbstabend setzen er und sie sich hin und heften ihren Fotos Stichwörter an. Bei einzelnen markieren sie sogar auf der eingeblendeten Karte, wo sie geschossen wurden. Derweil indexiert Picasa automatisch alle Gesichter und fasst identische in Gruppen zusammen, sodass der Webflaneur jede Person nur einmal benennen muss.</p>
<p>Schliesslich lehnt sich der Webflaneur zufrieden zurück. Nun herrsche Ordnung im Fotoalbum, sagt er. Und er demonstriert ihr, wie per Suche in Sekundenschnelle das gewünschte Bild auf den Schirm gezaubert wird. Als dies auch wirklich klappt, freut er sich. Und sie sich auch. Doch dann schlägt sie vor, Picasa einmal nach den ihr verwandten Zwillingen suchen zu lassen. Das Programm versagt kläglich. Doch er jeweils auch.</p>
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		<title>Lange Liste</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 07:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur trifft seine Wahl. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor lauter Blättern sehe er den «Wahld» nicht mehr, ruft der Webflaneur aus. Ratlos sitzt er an seinem Pult. Dieses ist übersät mit Flugblättern.  Direkt vor ihm liegt der leere Wahlzettel. Der Webflaneur wühlt in den Blättern, liest den einen oder anderen Slogan. Vor allem aber guckt er die Bilder an: Soll er ihn mit der Stirnlocke wählen, sie mit den Lachfältchen oder ihn mit dem Schnauz?</p>
<p>Doch halt, sagt sich der Webflaneur. Die Nationalratswahl ist kein Schönheitswettbewerb. Wer gewählt wird, trifft weitreichende Entscheide. Und diese betreffen auch ihn. Deshalb gilt es Kandidierende zu finden, die mit ihm einer Meinung sind. Doch dabei helfen die Fotos und Slogans auf den Flugblättern wenig.</p>
<p>Der Webflaneur sucht Rat bei <a href="http://www.smartvote.ch" title="Smartvote">Smartvote</a>. Er gedenkt, den Dienst mit einigen eigenen Einschätzungen zu politischen Fragen zu füttern, sodass dieser ihm Kandidierende auflisten kann, die ähnlich denken. Doch das Unterfangen misslingt: Smartvote ist an diesem letzten Sonntag vor den Wahlen überlastet. Kurzentschlossen wechselt der Webflaneur zur Konkurrenz: Bei <a href="http://www.vimentis.ch" title="Vimentis">Vimentis</a>  bezieht er  34-mal Stellung – schon erhält er eine Liste mit Kandidierenden präsentiert. Prominent vertreten sind darauf solche von kleineren Parteien. Soll er diesen – trotz marginaler Wahlchancen – wirklich seine Stimme schenken?</p>
<p>Es ist spät geworden. Doch der Webflaneur scheut keinen Aufwand. Er schaut nochmals bei Smartvote vorbei. Mittlerweile sind offenbar diverse Mitbürger zu Bett gegangen. Und so kommt er mit viel Geduld doch noch zu seiner Liste. Als er diese neben jene von Vimentis legt, staunt er nicht schlecht: Der Favorit von der ersten Liste schafft es in der zweiten bloss auf Rang 153. Und umgekehrt sieht es ähnlich aus.</p>
<p>Der Webflaneur ist konsterniert. Schliesslich schustert er eine eigene Liste zusammen – anhand der Vorschläge und der Fotos auf den Flugblättern.</p>
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		<title>Fatales Begehren</title>
		<link>http://newsnetz-blog.ch/webflaneur/blog/2011/10/04/fatales-begehren/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 22:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikatives]]></category>
		<category><![CDATA[Gadget]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur bezichtigt einen Kollegen der Untreue.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die beiden sind unzertrennbar. Das zumindest dachte der Webflaneur. Er hat seinen Kollegen im letzten Jahr nie mehr alleine gesehen. Dieser war total vernarrt. Immer und immer wieder schwärmte er dem Webflaneur vor, dass sein Leben nun viel spannender, einfacher und besser sei. </p>
<p>Doch bei diesem Treffen, zu dem der Kollege mit etwas Verspätung einläuft, ist plötzlich alles anders. Betont unachtsam knallt  dieser sein iPhone auf den Tisch. Der Webflaneur wirft einen Blick darauf: Das noch vor kurzem verhätschelte, gestreichelte und stets liebevoll polierte Gerät weist Misshandlungsspuren auf. «Was ist los?», fragt er sec. «Ach, nichts», wiegelt der Kollege ab. «Das iPhone ist neulich hinuntergefallen.» Der Webflaneur hebt die Augenbraue. «Du hast es fallen lassen?», fragt er. «Ein Unfall», präzisiert der Kollege. «Könnte dieser ‹Unfall› etwas mit der Präsentation des neuen iPhones, die eben gerade über die Bühne gegangen ist, zu tun haben?», fragt der Webflaneur. Und er tadelt mit betont ernster Miene: Bloss weil das Gerät nicht mehr das neuste sei und in der intensiven Zeit, die es zusammen mit ihm durchlebt habe,  auch den einen oder anderen Kratzer abbekommen habe, lasse man es doch nicht einfach fallen. Früher habe man Geräte noch fürs Leben gekauft – oder für länger: Das Radio seiner Grosseltern etwa plärre bereits in der dritten Generation. «Aber offenbar sind Langzeitpartnerschaften heute passé.» </p>
<p>«Mea culpa», sagt der Kollege nun. Und er setzt zur Erklärung an: Die Beziehung sei seit Wochen zerrüttet – nicht nur wegen der Kratzer, sondern auch weil das Gerät immer öfters an den Aufgaben scheitere, die er ihm stelle. So gesehen sei es irgendwie verständlich, dass er heute bei der Präsentation des neuen iPhones schwach geworden sei. «Es war Liebe auf den ersten Blick», sagt er entschuldigend. </p>
<p>Der Webflaneur und sein Kollege brechen in schallendes Gelächter aus. Und sie stossen aufs neue iPhone an.</p>
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		<title>Der QR-Code</title>
		<link>http://newsnetz-blog.ch/webflaneur/blog/2011/09/20/der-qr-code/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 09:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisches]]></category>
		<category><![CDATA[QR-Code]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Weblink]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur setzt einen direkten Link. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Arbeitskollegin ist ganz aus dem Häuschen. «Guck mal», schmettert sie dem Webflaneur entgegen, als dieser im Anmarsch ist, und fuchtelt wild mit einer Zeitungsseite herum. «Augenblick», sagt der Webflaneur. Er setzt sich betont gemächlich hin. Die Kollegin legt derweil eine Zeitungsseite mit Modewerbung auf sein Pult. «Sensationell!», ruft sie.  Der Webflaneur wirft einen Blick darauf. «Julia Saner?», fragt er. «Sie auch», sagt die Kollegin. Sensationell finde sie aber vor allem dies: Sie zückt ihr Smartphone, drückt auf dem Monitor herum, richtet das Gerät dann auf die Werbung und macht ein Foto. «Ein Klick – schon bin ich beim Making-of zur Kampagne», sagt sie. Tatsächlich: Das Smartphone spielt ein Video mit Julia Saner. Sie habe vorher bloss eine der App aus dem Store installieren müssen, die unter dem Stichwort QR zu finden seien, sagt die Kollegin. «Faszinierend, nicht?» </p>
<p>Der Webflaneur schmunzelt. Das sei faszinierend, sagt er – aber nicht neu. Die QR-Tags, also die Quadrate mit der schwarzweissen Musterung wie jenes auf der Werbung, seien einst für einen japanischen Autobauer entwickelt worden, damit dieser die Einzelteile erfassen und im Produktionsprozess verfolgen konnte. </p>
<p>Etwas später: Er wolle einen eigenen QR-Code, beschliesst der Webflaneur. Er schaut auf der Website <a href="http://Qrcode.kaywa.com">Qrcode.kaywa.com</a> vorbei; alternativ hätte er etwa <a href="http://Qr.de">Qr.de</a> oder <a href="http://Goqr.me">Goqr.me</a> wählen können. Ins Formular trägt er den Link zu seinem Weblog ein – schon generiert der Automat den Code. Der Webflaneur druckt ihn aus. «Guck mal», ruft der Webflaneur der Kollegin entgegen, als diese aus der Pause zurückkommt, und fuchtelt wild mit dem Ausdruck herum. «Augenblick», sagt sie und setzt sich betont gemächlich hin. Dies sei sein eigener QR-Code, sagt der Webflaneur voller Begeisterung. «Faszinierend, nicht?» Die Kollegin setzt ein süffisantes Lächeln auf. Dann sagt sie: «Faszinierend schon – aber nicht neu.»</p>
<p><img src="http://qrcode.kaywa.com/img.php?s=8&#038;d=http%3A%2F%2Fwebflaneur.bernerzeitung.ch" alt="qrcode"  /><br />
<em>Klappts bei Ihnen? Der abgebildete QR-Code führt Sie zum Weblog des Webflaneurs. </em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Mindmap</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 13:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschriebenes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur bringt Ordnung in seine Gedanken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Webflaneur wird ganz kribbelig. Seit einer halben Stunde schon studiert er daran herum, von welch unglaublichem Abenteuer er dieses Mal berichten könnte. Doch ihm fällt nichts Gescheites ein. Ab und zu hat er einen Geistesblitz. Doch kurz darauf ist dieser nur noch Schall und Rauch. Er verwirft eine Idee nach der anderen: zu langweilig, zu kompliziert, zu abgedroschen. Schliesslich stürmts im Kopf nur noch. Er müsse die Notbremse ziehen, sagt er sich, sonst gebe er in dieser Kolumne ein erbärmliches Bild ab. Er atmet tief durch. Und er versucht sich an die Arbeitstechniktipps seines Lehrers zu erinnern. Genau, ruft er aus: Er brauche ein Mindmap.</p>
<p>Der Webflaneur startet den Onlinedienst <a href="http://www.mindmeister.de">Mindmeister</a>. «Mindmap» schreibt er mitten auf den Bildschirm. Ein Doppelklick auf die Arbeitsfläche daneben bringt eine neue Textblase zum Vorschein. «Ideen strukturieren» tippt er hinein. In weiteren Blasen notiert er «von Hand» und «mit dem PC». Und bei letzterer fügt er eine «Anbieter»-Blase hinzu. Dort trägt er als Unterpunkt «Mindmeister» ein. Eine kurze Googlerei später hat er eine längere Liste weiterer Anbieter zusammengestellt: von <a href="http://www.bubbl.us">Bubblus</a>, <a href="http://www.comapping.com">Comapping</a> und <a href="http://www.dabbleboard.com">Dabbleboard</a> über <a href="http://www.edistorm.com">Edistorm</a> und <a href="http://www.ekpenso.com">Ekpenso</a> bis zu <a href="http://www.mind42.com">Mind42</a> und <a href="http://www.mindomo.com">Mindomo</a>. Bei den meisten können einzelne, einfache Mindmaps kostenlos erstellt werden. Wer mehr will, wird aber rasch mal zur Kasse gebeten. Etwas anders bei <a href="http://www.wisemapping.com">Wisemapping</a>: Hier kann man entweder online loslegen oder das Programm auf einem eigenen Server installieren. Ein Spezialfall ist <a href="http://www.text2mindmap.com">Text2MindMap</a>, wo man sich nicht einzuloggen muss und wo man das Mindmap mit simplen Textbefehlen «zeichnet» – viel schneller als auf den anderen Webseiten mit der Maus.  </p>
<p>Endlich hat der Webflaneur genügend Stoff für die Kolumne zusammengetragen. Und dies, obwohl er eigentlich immer noch kein Thema hat.</p>
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