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	<title>Webflaneur</title>
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	<description>Webflaneur</description>
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		<title>Zwei in einem</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 07:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisches]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebssystem]]></category>
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		<category><![CDATA[PC]]></category>
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		<category><![CDATA[Windows]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur installiert ein zweites Betriebssystem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er möchte zwei Betriebssysteme miteinander vergleichen, sagt ein experimentierfreudiger Kollege. «Kein Problem», antwortet der Webflaneur: Entweder installiere er die beiden Systeme gleichwertig nebeneinander. Oder aber: Er installiere eines in einer virtuellen Maschine im anderen drin. Der Kollege runzelt die Stirn. «Was ist der Unterschied?» In der praktischen Arbeit  gebe es einen grossen, sagt der Webflaneur: Bei der Parallelinstallation müsse er den Rechner jeweils neu starten, wenn er das andere System benötige. Anders bei der Virtualisierung: Dabei arbeite er mit dem normalen System – und starte bei Bedarf kurzerhand in einem Fenster das zweite. «Stark», sagt der Kollege. «Aber ist das nicht zu kompliziert?» – «Nicht mehr», antwortet der Webflaneur. Trotzdem warnt er, dass man bei solchen Übungen erheblichen Schaden anrichten könne, wenn man nicht wisse, was man tue. Und so ist der Kollege sehr dankbar, als der Webflaneur ihm Hilfe anbietet.</p>
<p>Etwas später sitzen die beiden am Computer. Am Anfang müsse eine Einstellung vorgenommen werden, doziert der Webflaneur: Im Bios sei einzutragen, dass Virtualiserungen O.K. seien. Er startet den PC. Als auf dem Bildschirm der Bios-Hinweis eingeblendet wird, drückt er flugs die genannte Taste und passt die Einstellung an. «Stark», findet der Kollege. Dann startet der Webflaneur den PC normal. Zuerst legt er das Nötige bereit: die Software Virtual Box und das zweite Betriebssystem. Dann installiert und startet er die Virtualisierungssoftware. Schliesslich klickt er an, welches System installiert werden soll. Und er kontrolliert, ob die Software alles richtig eingestellt hat. Sie hat. Kurz darauf rattert im Fenster die Installationsroutine des neuen Betriebssystem durch. </p>
<p>«Stark», sagt der Kollege, als das System wirklich startet. Wenig später nervt er sich trotzdem darüber, nicht parallel installiert zu haben. Denn um zwei Systeme gleichzeitig auf Trab zu halten, ist sein PC offensichtlich etwas zu schwach.</p>
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		<title>Server auf Zeit</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technisches]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[konvertieren]]></category>
		<category><![CDATA[Server]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur mietet rasch mal einen virtuellen Computer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Webflaneur nervt sich gewaltig. Jetzt gebe er auf, ruft er aus. Und er zieht dem Notebook den Stecker raus. Zwei Tage später – der Webflaneur sitzt bei einem Umtrunk mit Kollegen – sticht ihn der Hafer doch wieder. Er krallt sich den Informatiker und schildert ihm sein Problem: Neulich habe er eine Datenbank erhalten. Gerne würde er sich angucken, was darin gespeichert ist. Bloss gelinge ihm dies nicht. Der Grund sei das Dateiformat: Er besitze lediglich die Back-up-Datei einer Serverdatenbank von Microsoft. Stundenlang habe er nach Kniffen gesucht, wie diese umgewandelt werden könne, sodass sie sich auf einem normalen PC öffnen lasse. Gefunden habe er bloss einige Programme – zu für seine Zwecke zu stolzen Preisen.</p>
<p>«Ohne Server ist wohl nichts zu machen», sagt der Kollege Informatiker. Dann schmeisse er den Bettel definitiv hin, sagt der Webflaneur. «Weshalb?», fragt der Informatiker.  «Miete dir doch für einige Minuten einen Windows-Server.» Der Webflaneur guckt ihn fragend an. «Wo denn?» Bei Amazon könne man virtuelle Maschinen mieten, sagt der Informatiker, «genau jene, die man will, und genau so lange, wie man sie braucht».</p>
<p>Zu Hause probiert es der Webflaneur aus. Er schreibt sich bei Amazons Dienst <a href="http://aws.amazon.com/de/ec2/" target="_blank">Elastic Compute Cloud</a> ein. Nachdem er einen ersten Kampf mit Sicherheitszertifikaten ausgefochten hat, wird schliesslich die erlösende Frage eingeblendet: Welcher Server soll es sein? Kurz darauf startet Windows. So steht es jedenfalls auf dem Monitor. Doch es dauert noch ein Weilchen, bis der Webflaneur begreift, wie er sich einwählen kann. Stundenlang ficht er dann Kämpfe mit seinem temporären Server aus. «Viel zu kompliziert», murmelt er immer und immer wieder. Und er beginnt sich über «dieses Profizeugs» zu nerven. Jetzt gebe er auf, ruft er schliesslich aus. Fast hätte er dem Notebook den Stecker herausgezogen. Doch genau in dem Moment gelingt das Konvertierungskunststück. </p>
<p>Die Übung bei Amazon kostet den Webflaneur schliesslich einen Betrag im Wert von zwei Tassen Kaffee. Und ein grosses Bier für den Kollegen Informatiker.</p>
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		<title>Montagsmaler</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 11:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spielerisches]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur versucht sich im Zeichnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warf sie ihm einen Blick zu, schoss dem Webflaneur das Adrenalin ins Blut. Nannte die Lehrerin daraufhin auch noch seinen Namen und komplementierte ihn mit einem sanften Nicken zur Wandtafel, wurden seine Hände feucht und begannen zu zittern. Bezeichnenderweise schmierte der Webflaneur mit seiner Performance daraufhin regelmässig ab: Die Kreativität war wie weggeblasen, und auf gestalterische Gaben konnte er nicht zählen. Deshalb dauerte es jeweils, wenn er bei «Montagsmaler» in der letzten Lektion vor den Ferien an der Tafel stand, eine gefühlte Ewigkeit, bis jemand den gesuchten Begriff in den Mund nahm – meist eher fragend denn überzeugt.  Das Gelächter der Mitspieler verfolgte den Webflaneur bis weit in die Ferien hinein.</p>
<p>Das ist zwar längst passé. Doch nun holt die Vergangenheit den Webflaneur wieder ein: Eine ehemalige Klassenkollegin fordert ihn zu einer Partie <a href="http://www.facebook.com/playdrawsomething">«Draw Something»</a> auf dem Smartphone auf. Dabei handelt es sich um eine digitale Variante von «Die Montagsmaler»: Man wählt eines der Wörter aus, die das Spiel vorschlägt, und stellt dieses in einer Skizze dar. Die andere Person muss erraten, was gemeint ist.  Nach kurzem Zögern macht der Webflaneur dann doch mit. Denn er will nicht abseits stehen: Jedermann scheint derzeit «Draw Something» zu spielen. In den paar Wochen, in denen das Spiel erhältlich ist, wurde es laut dem Hersteller 35 Millionen  Mal heruntergeladen. Jede Woche sollen damit über eine Milliarde Skizzen angefertigt werden. Die kleine Herstellerfirma, die fürstlich an der eingeblendeten Werbung und am Verkauf virtueller Malutensilien verdient, wird nun sogar von der Onlinespielschmiede Zynga aufgekauft. Der Webflaneur versucht sich also ein weiteres Mal im Zeichnen – statt an der grossen Wandtafel nun auf dem Smartphone-Bildschirm. Bei den ersten Versuchen macht er oft vom Knopf «Clear drawing» Gebrauch – bis er endlich merkt, dass die Mitspieler auch missglückte Skizzen sehen. Sie dürften sich dabei königlich amüsiert haben.</p>
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		<title>In grossen Lettern</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 10:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschriebenes]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikatives]]></category>
		<category><![CDATA[Spielerisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Webflaneur druckt einen Banner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel zu teuer sei das, moniert der Jugendfreund. «Ein stolzer Preis», kommentiert auch der Webflaneur. Er klickt im Webbrowser auf den «Zurück»-Knopf und sucht in der Linkliste nach dem nächsten Angebot. Seit einer Viertelstunde schon suchen die beiden eine Druckerei für ihr Banner – bislang ohne fündig zu werden.<br />
Entweder sind die Preise zu hoch oder die Lieferfristen zu lang. Nach weiteren zehn Minuten platzt dem Jugendfreund der Kragen: «Dann kriegt der Herr Bräutigam halt keinen lustigen Schriftzug an den Balkon gepinnt», ruft er trotzig.  Schwungvoll klappt er den Bildschirm des Notebooks auf die Tastatur.</p>
<p>«Ich habe da eine Idee», sagt der Webflaneur und öffnet das Notebook behutsam wieder. «Weshalb kredenzen wir dem Bräutigam nicht einen Banner im<br />
Retrostil?», fragt er. Der Jugendfreund schaut ihn fragend an. «Äeiihh, äeeihhh», quietscht der Webflaneur ganz vergnügt. «Häle, häle?», fragt der Jugendfreund und macht diese Geste, die sich der Webflaneur seit seiner Jugend nie mehr vorführen lassen musste. Ob er sich nicht mehr erinnere, fragt jener, wie sie damals Banner fabrizierten.  Buchstabe für Buchstabe hätten sie ausgedruckt – einer pro Blatt, auf dem 9-Nadel-Drucker. «Äeiihh, äeeihhh», quietscht nun der Jugendfreund. Genau so habe es getönt, wenn sie – mit Vorliebe zu nachtschlafender Zeit – ihr Werk zu Papier gebracht hätten. «Machen es wie damals!»</p>
<p>Voller Begeisterung stürzen sich die beiden in die Arbeit. Das kleine Programm, mit dem sie früher Banner anfertigten, besitzen sie indes nicht mehr. Deshalb probieren sie es zuerst mit der Textverarbeitung: Sie tippen die paar Buchstaben, suchen  eine schöne Schrift und schrauben ihre Grösse auf Grad 650 hoch.  Doch damit vergrössert sich auch der Abstand darüber. So klappt es also nicht. Dann entdecken sie <a href="http://typea4.com/en">Typea4</a>. Im Nu ist die<br />
Vorlage erstellt. Als der Laserdrucker dann fast lautlos einen Buchstaben nach dem anderen ausspuckt, stehen die zwei gut gelaunt daneben. Und machen: «Äeiihh, äeeihhh».</p>
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		<title>Die Fotopiratin</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 09:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Webflaneur steckt in einer schön schwierigen Diskussion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schulkollegin gerät sogleich ins Schwärmen: Fotos zu teilen, sei noch nie so  schön,  simpel und sinnlich gewesen, sagt sie. Sie erzählt, wie sie Bilder, die ihr beim Surfen ins Auge sprängen, mit wenigen Mausklicks an ihre virtuelle Fotowand bei <a href="http://www.pinterest.com" target="_blank">Pinterest</a> hefte. Stunden könne sie dann damit zubringen, die Fundstücke richtig zu ordnen. Und tagelang könne sie sich durch die liebevoll gestalteten Pinnwände wildfremder Leute  klicken. Bilder, die ihr gefielen, hefte sie per «repin» an ihre Fotowand. «So entsteht mein persönliches Panoptikum», sagt sie. «Ich möchte Pinterest nicht mehr missen.»</p>
<p>Der Webflaneur, der ihr still zugehört hat, runzelt die Stirn. «Eine solche Lobeshymne höre ich nicht zum ersten Mal», sagt er. «Hast du nicht schon von anderen Fotodiensten geschwärmt, die dann sang- und klanglos verschwunden sind?» Bei Pinterest sei dies anders, insistiert sie. Das finde übrigens nicht nur sie. Die Website liege, auch wenn es sie noch nicht lange gebe, bereits auf Rang 110 der wichtigsten Hitparade. «Deine Ignoranz mag aber daher rühren», fügt sie grinsend an, «dass er – anders als die meisten anderen Webdienste – vor allem bei Frauen beliebt ist.» – «Bei Fotografen aber weniger», kontert der Webflaneur: Sie fänden es nicht lustig, wenn ihre Aufnahmen von wildfremden Personen an virtuelle Stellwände gepinnt und von dort weiter kopiert würden. Das sei verkehrt argumentiert, sagt sie: «Die angepinnte Aufnahme ist ein Kompliment an den Fotografen.» Zudem setze sie bei jedem Bild einen Link zur Fundstelle – also etwa zur Website des Fotografen –, mache also Werbung für diesen. «Quatsch», entfährt es dem Webflaneur. De facto mache sie ohne Einwilligung der Rechteinhaber Kopien urheberrechtlich geschützter Werke. «Du bist also eine Bildpiratin.» Sie grinst und pariert: «Und du bist ein juristischer Tüpflischeisser.»</p>
<p>Hätte sie nicht so rasch wieder zu ihrer Pinnwand zurückkehren müssen, hätten der Webflaneur und sie wohl noch lange weitergestichelt.</p>
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		<title>Sehr schöne SSID</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 14:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachbarschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[WLAN]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur sinniert über WLAN-Namen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Namen von Funknetzwerken sind vielsagend. Das zumindest findet der Webflaneur. Da gibt es jene, die regelrecht «Knack mich» schreien: Darunter fallen nicht nur die WLAN-Router, die ungenügend gesichert sind, sondern solche, die in die Welt hinausposaunen, welche Firma sie fabriziert hat. Denn Netzwerkbetreiber, die sich  beim Einrichten nicht mal die Mühe machen, einen eigenen Namen einzutippen, belassen oft auch das Passwort auf der Standardeinstellung. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit machen sie auch keine Updates. Viele andere Router hingegen tragen eine lange Nummer im Namen. Diese sagt nicht viel aus – ausser, dass die Besitzer Swisscom-Kunden sind. Weitaus waghalsiger sind jene Zeitgenossen, die dem Router ihren eigenen Namen oder ihre Adresse geben. Andere Leute taufen Geräte auf mehr oder minder fantasievolle Namen, was mehr oder minder spannende Rückschlüsse auf ihr eigenes Wesen erlaubt. Besonders interessant findet der Webflaneur aber die «Jetzt rede ich Klartext»-Router: Sie sollen anderen Leuten etwas mitteilen. Mit einigen werden Hacker gewarnt, besser ihre Finger vom Netz zu lassen. Mit anderen soll  Nachbarn mitgeteilt werden, dass ihre lauten nächtlichen Aktivitäten da jemandem ganz gehörig auf den Sack gehen. </p>
<p>Manchmal versucht ein WLAN-Besitzer also Nachbarn etwas zu sagen. Ab und zu könnte aber auch das Umgekehrte praktisch sein: So erspart es einem unter Umständen Ärger, wenn man absprechen kann, wer welchen Kanal belegt, oder Kosten, wenn man sich einen Internetzugang teilen kann. Meist weiss man aber nicht, wem der Router gehört. Dies herauszufinden, ist in Mehrfamilienhäusern knifflig. Es sei denn, der WLAN-Besitzer nutzt <a href="http://www.wifis.org">Wifis.org</a>: Bei diesem Webdienst kann man für den eigenen Router eine Profilseite einrichten. Die Internetadresse zur Profilseite – wifis.org/meingerät – wird anschliessend als Router-Name eingetragen. Ist das erledigt, können Nachbarn, die Kontakt aufnehmen möchten, via das Formular auf der Profilseite eine Nachricht schicken. </p>
<p>Der Webflaneur überlegt, ob er seinem Router auch eine Profilseite spendieren will. Er sieht schliesslich davon ab. Denn er hängt am Namen seines Routers, dem vielsagenden.</p>
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		<title>Aufgeräumtes Adressbuch</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 09:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommerzielles]]></category>
		<category><![CDATA[Technisches]]></category>
		<category><![CDATA[Adressen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur sortiert seine Smartphone-Kontakte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So gehe das nicht, sagt sie. «In meinem Adressbuch herrscht ein gigantisches Chaos.» Während sie immer nervöser auf dem Smartphone herumfingert, ruft sie aus: Viele Personen seien doppelt, drei- oder gar vierfach verzeichnet. Bei manchen stehe der Vor-, bei anderen der Nachname zuerst. Und einige würden zusätzlich unter ihrem Spitznamen aufgelistet. «Ich kann mir nicht erklären, wie dieses Durcheinander entstehen konnte», sagt sie. </p>
<p>Er sich schon, sagt der Webflaneur: Das Smartphone ziehe Kontakte aus unterschiedlichsten Quellen zusammen: ab der SIM-Karte, aus dem E-Mail-Programm, von Facebook, Twitter, Skype und so weiter. Das sei sehr praktisch, da man so sämtliche Kontaktinfos stets  mit dabei habe. Allerdings führe dies auch dazu, dass ab und zu ein Kontakt doppelt aufgeführt werde. Er rät: «Du musst doppelte Einträge halt zusammenführen.» </p>
<p>Sie verwirft die Hände. «Bei meinem dicken Adressbuch kostet mich das Tage», ruft sie aus. In diesem Fall versuche sie es wohl besser mit einem Automaten, sagt der Webflaneur – am besten mit jenem des Schweizer Start-ups <a href="http://www.connex.io" target="_blank">Connex.io</a>.  Sobald sie dort ein Konto eröffnet habe, könne sie die Adressbücher von Gmail, Facebook, Linkedin sowie von Android-Smartphones oder dem iPhone anbinden. Der Dienst durchkämme die Adressen nach Duplikaten und miste die Datenbank aus – während 60 Tagen gratis, anschliessend für fünf Franken pro Monat. </p>
<p>Doch eigentlich sei es egal, ob ein Eintrag ein- oder mehrmals im Adressbuch stehe, fügt der Webflaneur an. Schliesslich verfüge dieses doch über eine gute Suchfunktion.</p>
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		<title>Download</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 11:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur lädt seine Facebook-Daten herunter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun werde es spannend, ruft der Webflaneur ihr zu. Endlich erhalte er Einblick in all die Daten, die Facebook über ihn gespeichert habe. Der Webflaneur wartet, bis sie sich zu ihm gesellt hat. Das Prozedere sei einfach gewesen, sagt er dann: Er musste bloss in den <a href="https://www.facebook.com/settings?ref=mb">Kontoeinstellungen</a> auf den Herunterladenknopf drücken. Einige Zeit später habe Facebook ihm einen Link zu den in ein Archiv gepackten Daten geschickt.</p>
<p>Andere hätten länger pickeln müssen, sagt der Webflaneur. Und er erzählt, wie der Wiener Jusstudent Max Schrems lange und mit grösster Beharrlichkeit nach dem Auszug verlangen musste, der ihm laut den europäischen Datenschutzrichtlinien zusteht. Schliesslich habe Facebook doch noch eingelenkt und ihm eine CD mit einer 1200-seitigen Datei zugestellt. Doch darin waren offenbar nicht alle Infos enthalten. Dafür entdeckte der Student andere, die er längst gelöscht hatte. Schrems  forderte daraufhin andere Nutzer auf, es ihm gleichzutun. Facebook kam mit der Arbeit kaum nach und schuf schliesslich die erwähnte Downloadfunktion.</p>
<p>Nun komme der grosse Augenblick, sagt der Webflaneur nochmals. Bald wüssten sie, was Facebook – zusätzlich zu den Infos, die er selbst preisgegeben hat – alles über ihn zusammengetragen habe. Er öffnet die Datei mit einem Doppelklick.  Im Archiv liegt ein Ordner mit den Fotos, die er in sein Album geladen hat. Daneben sind einige Webdateien vorhanden. Er öffnet eine. Auf dem Bildschirm erscheint seine Pinnwand. «Diese kann ich doch auch online angucken», wendet sie ein. Der Webflaneur klickt weiter. Tatsächlich: Mehr als die Pinnwand-Einträge, seine Statusmeldungen, Nachrichten und Chats sowie eine Liste mit den Namen der Freunde ist nicht vorhanden.</p>
<p>«Ich habe mehr erwartet», sagt sie und zieht sich mit ihrem Buch wieder aufs Sofa zurück. Und der Webflaneur murmelt konsterniert: «Ich auch.»</p>
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		<title>Inbox Zero</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 09:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunikatives]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Inbox]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur fasst einen Vorsatz. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, der Webflaneur hat die betreffenden E-Mails erhalten. Und nein, er hat sie nicht beantwortet. Kaum eines hat er indes aus bösem Willen ignoriert. Einige sind schlicht in der E-Mail-Flut untergegangen, die allzu oft sein virtuelles Postfach schwemmt. Einige kamen zu unpassenden Zeitpunkten – während er unter Hochdruck schrieb etwa oder als er auf dem Sprung an eine Sitzung war. Der Webflaneur hat die betreffenden E-Mails zur Kenntnis genommen und liegen gelassen. Andere Zuschriften verlangten nach Entscheiden, die er noch nicht fällen konnte oder wollte. Er hat sie markiert und liegen gelassen. Weitere trudelten via Smartphone ein, als er auf der Piste war. Er hat sie zur Kenntnis genommen und liegen gelassen. Die nachfolgenden Nachrichten haben die Pendenzen allmählich weggespült. Erst beim Aufräumen am Ende des Jahres sind diese wieder aufgetaucht. </p>
<p>Die meisten Anfragen sind mittlerweile hinfällig geworden. Das tut dem Webflaneur leid. Deshalb entschuldigt er sich bei allen, denen er eine Antwort schuldig geblieben ist. Und er gelobt Besserung: Fürs dieses Jahr hat er sich eine «Inbox Zero»-Politik auferlegt. Einmal pro Tag – dann, wenn er Zeit hat – will er mit grosser Akribie seine elektronische Post erledigen: Er wird eine Triage machen und Prioritäten setzen. Überflüssige E-Mails wird er kurzerhand in den virtuellen Abfalleimer befördern. Die übrigen wird er sorgfältig beantworten – normalerweise innert eines Arbeitstages, wenns eilt schneller. Er wird nötige Entscheide sofort treffen. Nachrichten, die er später noch brauchen könnte, wird er in den Archivordner verschieben; Unterordner erspart er sich, verfügt das E-Mail-Programm doch über eine effiziente Suchfunktion.</p>
<p>Der Webflaneur malt sich aus, wie er schliesslich vor einer gähnend leeren Inbox sitzen und sich an diesem Anblick erfreuen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es ihm mit seiner «Inbox Zero»- Politik nicht so ergeht wie mit den meisten anderen Vorsätzen.</p>
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		<title>Love me Tender</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 16:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Webflaneur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gemeinschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalisches]]></category>
		<category><![CDATA[Spielerisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Webflaneur versucht sich an einer Ballade. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So etwas tut einem ein  echter Freund nicht an: Legt dieser der Einladung zur Party doch eine lange Liste mit Musiktiteln bei. Und er schreibt von einem «Silvester-Songcontest, der letzten grossen Chance, in diesem Jahr noch berühmt zu werden». Seine Vorgabe ist klar: Wer eingelassen werden will, hat auf die Bühne zu klettern. Der Webflaneur verflucht den Karaoke-Boom, den ein grosser Game-Hersteller vor Jahren losgetreten hat und dem nun offenbar auch sein Freund erlegen ist. Er erwägt zuerst, seinen Auftritt am betreffenden Abend mit einem Arsenal an Ausreden immer weiter zu verschieben, bis dieser schliesslich im Trubel des Jahreswechsels vergessen ginge. Doch dann sieht er ein: Dieses Mal kommt er am Karaoke-Singen wohl nicht vorbei. Deshalb ackert er die lange Liste mit den Songvorschlägen durch. Viele Stücke kennt er kaum. Und auch all diese Fistelstimmesänger und ihre Songs streicht er; sie sind für ihn mit seinem sonoren Bass schlicht unerreichbar.</p>
<p>Schliesslich bleiben nur wenige Titel übrig. Darunter entdeckt der Webflaneur «Love Me Tender» von Elvis Presley. Nun ist für ihn klar: Er wird diese Ballade zum Besten geben – jenen Song also, mit dem er beim notenrelevanten Vorsingen in der siebten Klasse aus purer Not die Lehrerin zu bezirzen versuchte, was ihm immerhin eine Fünfeinhalb einbrachte. Doch eben: Das ist Jahrzehnte her. Damit der aktuelle Auftritt sitzt, muss er üben. Die Kassette von damals hat er längst nicht mehr. </p>
<p>Deshalb sucht er Karaoke-Websites. Er stolpert über einige weniger seriöse und mehrere, denen offenbar der Schnauf ausgegangen ist. Schliesslich schreibt er sich auf <a href="http://singsnap.com" title="Singsnap" target="_blank">Singsnap</a> und <a href="http://thekaraokechannel.com" title="thekaraokechannel" target="_blank">Thekaraokechannel</a> ein. Auf einer findet er den Elvis-Song. Der Webflaneur übt und übt – und hofft, dass an Silvester der Alkohol der Gäste Urteilsfähigkeit trübt.</p>
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