Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 28. September 2009

Dankesbrief an Omega von 1932

Wie vom Uhrenblogger richtig vermutet, haben Omega und das Internationale Olympische Komitee die gemeinsame Partnerschaft verlängert. Somit bliebt die Bieler Luxusuhrenmarke bis zum Jahr 2020 offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele.

Swatch-Group-Chef Nick Hayek übergab in diesem Zusammenhang dem Uhrenblogger ein Faksimile (originalgetreue Kopie) eines Briefes an Omega, datiert vom 18.August 1932. Mit dem Schreiben könne er schwarz auf weiss beweisen, dass Omega ein Erbe als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele aufweise, sagte Hayek.

Aus rechtlichen GrĂĽnden darf der Uhrenblogger aus dem Schreiben nur zitieren.

Im Brief bedankt sich William M. Henry, technischer Sportdirektor der Olympischen Spiele in Los Angeles von 1932, bei der Uhrenmarke aus Biel fĂĽr deren Mithilfe: “Die dreissig Stoppuhren, die Sie uns geliefert haben, waren die einzigen offiziellen Zeitmesser, welche dieses Organisationskomitee den Funktionären fĂĽr alle Sportarten im olympischen Programm von 1932 zur VerfĂĽgung gestellt hat”, schreibt Henry.

Die Uhren seien auf “jede erdenkliche Art äusserst befriedigend” gewesen und die Funktionäre hätten nur Gutes ĂĽber die offensichtliche Zuverlässigkeit der Uhren zu berichten gewusst.

1932 gehörte Omega noch nicht zum Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group.

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 24. September 2009

Uhrenmesse in Basel nicht in Bedrängnis

Die Organisatoren der internationalen Uhren- und Schmuckmesse in Basel melden heute, dass sich alle wichtigen Marken für nächstes Jahr angemeldet haben. Die Baselworld ist der weltweit wichtigste Branchenanlass.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession wurde befĂĽrchtet, dass die wichtigsten Akteure wegen Sparmassnahmen der Leistungsschau fern bleiben. Die Schweizer Uhrenindustrie wurde im laufenden Jahr von der Wirtschaftskrise hart getroffen.

Die Manufakturen sparen in der Tat, aber nicht bei der Baselworld. Die Organisatoren teilen mit, dass zahlreiche Uhrenmarke andere Messeteilnahmen absagen und ihre Budgets voll fĂĽr den Anlass in Basel einsetzen.

Die Baselworld 2010 findet vom 18. März bis 25. März 2010 statt.

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 23. September 2009

Bucherer ernennt Markenbotschafter fĂĽr Indien

Die Luzerner Uhrenmanufaktur Carl F. Bucherer hat den indischen Fotografen und Prominenten-Manager Atul Kasbekar als Markenbotschafter für Indien gewinnen können. Der 44-Jährige vertritt einige der bekanntesten Models und Bollywood-Stars Indiens.

Die Zusammenarbeit zwischen Bucherer und Kasbekar wird bis zum Jahr 2010 dauern. Der 44-Jährige ist ab sofort für den indischen Markt das Gesicht in der Werbung und vertritt die Marke Bucherer an Anlässen.

“Indien ist von grosser Bedeutung fĂĽr unser Unternehmen und wir wollen uns in diesem Markt langfristig engagieren und positionieren. Deshalb war es fĂĽr uns wichtig, mit einer Persönlichkeit aus Indien zusammenzuarbeiten, die sich voll und ganz mit unserer Markenphilosophie identifizieren kann und sie daher perfekt vermittelt”, kommentiert David Vallata, Verantwortlicher fĂĽr die Region Asien-Pazifik von Carl F. Bucherer, die Zusammenarbeit.

CFB canon 572

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 21. September 2009

Omega dĂĽrfte olympischer Zeitnehmer bleiben

Am kommenden Freitag lädt Omega kurzfristig ins Olympische Museum in Lausanne ein. Nicht nur Vater und Sohn Hayek, Präsident bzw. Chef des Mutterkonzerns Swatch Group, werden anwesend sein. Auch Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOK, hat einen Auftritt. Und ebenfalls Stephen Urquhart, Chef von Omega.

Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass Omega eine Verlängerung der Partnerschaft mit dem IOK bekannt geben wird. Der seit dem Jahr 2001 laufende Langzeitvertrag für die offizielle Zeitmessung an den Olympischen Spielen durch Uhrenmarken der Swatch Group läuft nach Vancouver 2010 aus.

Noch in Athen 2004 trat die Marke Swatch als offizieller Zeitnehmer auf. Seither nimmt Omega diese Funktion wahr, zuletzt in Peking 2008.

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 18. September 2009

Swatch-Tochter gewinnt Ausschreibung in Nizza

Die Tech-Airport Holding SAS hat hat die Ausschreibung fĂĽr den Betrieb von Uhren- und Schmuckgeschäften im internationalen Flughafen von Nizza an der CĂ´te d’Azur gewonnen. Tech-Airport ist ein Unternehmen des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group und spezialisiert auf die Distribution in Flughäfen.

Tech-Airport betreibt bereits 28 Verkaufspunkte: neun in Roissy Charles de Gaulle; neun in Orly, fünf in Nizza, einen in Nantes, drei in Genf und ab 2010 einen in Wien.

Die Boutiquen im Flughafen Nizza CĂ´te d’Azur werden im kommenden Jahr nach und nach ins Ladenkonzept “Hour Passion” aufgenommen. Zudem wird ein neuer exklusiver Verkaufspunkt im Terminal der GeschäftsflĂĽge eröffnet.

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 17. September 2009

So spart man beim Batteriewechsel

Das Konsumentenmagazin K-Tipp (Ausgabe vom 16. September) hat getestet, wie viel der Wechsel einer Uhrenbatterie kostet. Das Ergebnis im Städtvergleich zeigt deutliche Preisunterschiede:

In Bern bei BrĂĽllhart zahlte der Tester bei einer Tissot 15 Franken. Bei GĂĽbelin in ZĂĽrich schlug der Austausch mit 35 Franken zu Buche.

Bei einer Swatch-Uhr reichte das Preisspektrum von 8 Franken in Basel (Louis Frey) bis 15 Franken in Zürich (Gübelin).

Der K-Tipp empfiehlt deshalb, die Batterie bei einer Swatch selber zu wechseln. Die benötigte Knopfbatterie kostet im Fachhandel fünf Franken. Der Deckel auf der Rückseite der Swatch kann mit einem 20-Rappen-Stück geöffnet werden.

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 31. August 2009

Weniger Schweizer Uhren nach Libyen

Die Eiszzeit zwischen Libyen und der Schweiz hat auch Folgen für die Schweizer Uhrenindustrie. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres gingen Schweizer Uhren im Wert von 4,8 Millionen Franken nach Libyen. In der gleichen Vorjahresperiode betrug der Wert noch 6,4 Millionen Franken.

Der Maghreb-Staat gehört aber von seiner Bedeutung her nicht einmal in den 30 wichtigsten Exportländern der Branche. Im vergangenen Jahr exportierte die Uhrenindustrie Zeitmesser im Wert von 10,1 Millionen Franken nach Libyen. Zum Vergleich: Hongkong, der wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Uhren im Jahr 2008, importierte Produkte im Wert von 2,7 Milliarden Franken.

Ohne Schweizer Uhren mag Oberst Ghadhafi trotzdem nicht auskommen: Wie das Westschweizer Fernsehen TSR meldete, soll er fĂĽr die Revolutionsfeier bei der Genfer Uhrenfirma Chopard Schmuck und Uhren im Wert von rund acht Millionen Franken gekauft haben.

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 28. August 2009

Gewinner des Prix GaĂŻa stehen fest

Die Jury hat die Preisträger des diesjährigen Prix GaĂŻa bekanntgegeben: In der Kategorie “Unternehmergeist” erhalten Robert Greubel und Stephen Forsey die Auszeichnung. Beide haben Greubel Forsey SA gegrĂĽndet, eine Firma fĂĽr Innovationen im Uhrenbereich.

In der Kategorie “Handwerkskunst” erhält Beat Haldimann den Pries. Er ist GrĂĽnder des Ateliers Haldimann Horlogy, einer Manufaktur fĂĽr Luxusuhren.

Der Prix Gaïa wird seit dem Jahr 1993 durch das internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds verliehen. Der Preis zeichnet besondere Leistungen in der Uhrenindustrie aus.

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 27. August 2009

Neue Hayek-Biografie

978-3-312-00447-8_29511153323-68Am 7. September erscheint eine neue Biografie ĂĽber Nicolas G. Hayek, GrĂĽnder und Präsident des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group. Geschrieben hat das 240 Seiten starke Buch mit dem Titel “Mr. Swatch” der Wirtschaftsjournalist JĂĽrg Wegelin.

Wegelin ist fĂĽr die unautorisierte Biografie in den Libanon, Hayeks Heimat, gereist, hat etliche Konkurrenten, Politiker und ehemalige Mitarbeiter befragt sowie Hayeks PR-Maschine und seinen FĂĽhrungsstil analysiert.

Am 12. September spricht Wegelin in Bern mit Alt SP-Präsident Helmut Hubacher über Hayek, das „Wunderkind des Unternehmertums“. Der Anlass findet um 20 Uhr im Rahmen einer Buchvernissage in der Buchhandlung Stauffacher am Ryffligässchen 8 statt.

Der Eintritt kostet 12 Franken.

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 26. August 2009

Hublot geht an Bord von Alinghi

Das Schweizer Segelteam Alinghi und die Genfer Luxusuhrenmarke Hublot haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Wie Hublot-Chef Jean-Claude Biver sagte, engagiert sich die Marke als einer der Hauptsponsoren. Alinghi wird im kommenden Jahr den legendären America’s Cup verteidigen.

Der bisherige Partner von Alinghi aus dem Uhrenbereich, Audemars Piguet, ist ausgestiegen.

Hublot betont die Gemeinsamenkeiten zwischen Alinghi und der Uhrenmarke: Bei beiden gehe es um Spitzentechnologie in Bezug auf Material und neue Entwicklungen, Präzision, Qualität und Swissness.

Hublot will nun eine exklusive Alinghi-Uhr in limitierter Auflage entwickeln, die mit ähnlichen
Materialien hergestellt wird, wie sie fĂĽr den Bau des Segelboots verwendet wurden.



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