Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für die Kategorie „Uhrenmarken“

007 Villain Collection von Swatch – Die Bilder

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 8. September 2008

Swatch hat heute in Bregenz eine neue Uhrenkollektion vorgestellt, die den Bösewichten der James-Bond-Filmreihe gewidmet ist. Hintergrund ist das 25-Jahre-Jubiläum, das die Marke in diesem Jahr feiert.

Die Modelle sind ab morgen im Schweizer Handel erhältlich und kosten zwischen 65 und 260 Franken. Anbei einige Bilder der Uhren, die Swatch dem Uhrenblogger zur Verfügung gestellt hat.


Oddjob zieht seinen Hut vor dieser Uhr (“Goldfinger”).


Diese Uhr hätte der Beisser (“Der Spion, der mich liebte” und “Moonraker”) sicher gemocht.


Voodoo mit Baron Samedi (“Leben und Sterben lassen”)


Scaramanga oder Der Mann mit der goldenen Uhr (“Der Mann mit der goldenen Pistole”)


Le Chiffre spielt gerne Poker (“Casino royale”)


General Georgi Koskov ist nicht nur Fan von Roter Stern Belgrad (“Der Hauch des Todes”)

Wer hats erfunden?

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 14. August 2008

Der Artikel des Uhrenbloggers in der Berner Zeitung vom 6. August 2008 über die neue Bond-Bösewichte-Kollektion von Swatch hat einen Leser auf den Plan gerufen. Er schrieb dem Uhrenblogger (anonym):

“Ihre Journalisten + Redaktoren wissen es leider nicht, dass Hayek mit der Erfindung der Swatch absolut nichts zu tun. (sic) Das Wissen und den Erfolg hat er von Dr. E. Thomke zu 100% übernommen!”

Was war passiert? Der Uhrenblogger hat in besagtem Artikel Nicolas G. Hayek als Miterfinder der Swatch-Uhr bezeichnet. Das ist – zugegebenermassen – Teil der Gründungslegende, hat aber auch ein Körnchen Wahrheit. Denn die Swatch hat viele “Väter”:

Ernst Thomke: Der damalige Direktor der Uhrwerke-Herstellerin ETA aus Grenchen hat Anfang der 1980er-Jahre die zündende Idee einer erschwinglichen Kunststoffuhr.

Elmar Mock und Jacques Müller: Die beiden ETA-Ingenieure sind die eigentlichen Erfinder der Swatch, weil sie die Uhr entwickelt haben.

Nicolas G. Hayek: Von den Banken als Sanierer für die Schweizer Uhrenindustrie eingesetzt, setzt er die Kommerzialisierung der Swatch gegen alle Widerstände durch.

Jaquet Droz feiert 270-Jahre-Jubiläum

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 18. Juni 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Die zur Swatch Group gehörende Uhrenmarke Jaquet Droz wird in diesem Jahr 270 Jahre alt. Um den Anlass gebührend zu feiern, hat die Manufaktur aus La Chaux-de-Fonds ihren besten Uhrmachern einen besonderen Auftrag erteilt: Sie sollen Uhrenmodelle im Geiste des Gründungs-Jahrhunderts erschaffen.

Zwei Kreationen hat Jaquet Droz nun bekanntgegeben: La Machine à Écrire le Temps – Numerus Clausus 88 und La Montre de Poche – Hommage Genève 1784 – Numerus Clausus 88.

Das erste Modell hat nicht weniger als 1000 Teile und ist von Markenchef Manuel Emch persönlich entworfen worden.

Die Taschenuhr soll ab Januar 2009 auf dem Markt erhältlich sein.

Zu Besuch beim Longines-Chef

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 27. Juli 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Der Uhrenblogger hat sich heute in St. Imier mit Longines-Chef Walter von Känel getroffen. Von Kaenel informierte über einige Änderungen bei der Marke, die zur Bieler Swatch Group gehört. Der Uhrenblogger wird voraussichtlich nächste Woche in der “Berner Zeitung” darüber berichten. Er muss noch warten, bis von Kaenel die gemachten Aussagen in Zitatform freigibt.

Eines kann der Uhrenblogger aber an dieser Stelle schon verraten: Nach dem jüngsten Überfall auf ein Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds/NE hat Longines die Sicherheitsvorkehrungen für die eigenen Museen massiv verschärft.

Omega stellt im Kaufhaus KaDeWe aus

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 20. Juli 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Noch bis zum 25. August zeigt Omega im Atrium des Berliner Kaufhauses KaDeWe die Ausstellung “159 Years In The Making”. Nebst legendären Speedmaster-Modellen, den Nasa-Uhren und den Schmuck-Linien sind auch Olympia-Kollektionen zu sehen.

Gleichzeitig läuft im KaDeWe auch eine Austellung zu Nivarox. Die Firma aus dem Kanton Neuenburg stellt Komponenten für Luxusuhren her, unter anderem für Omega. Das KaDeWe ist das grösste Warenhaus auf dem europäischen Kontinent.

Omega wie Nivarox gehören zur Bieler Swatch Group.

Bild: Omega

Marke Swatch ist angeschlagen, aber nicht tot

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 11. Juni 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Swatch gehört nicht mehr zu den 20 bekanntesten Marken in der Schweiz. Der einstige Kultbrand ist verdrängt worden von neuen Marken wie M-Budget und Die Post. Das zeigt eine neue Studie der Zürcher Werbeagentur Advico Young & Rubicam.

Die Zürcher Markenprofis sagen, M-Budget sei innovativer als Swatch und habe es begriffen, sich als Trendmarke zu etablieren. Swatch hingegen habe an Profil verloren und könne sich nicht mehr genügend von der Billigkonkurrenz abheben.

Der Uhrenblogger meint, Swatch hat vor allem ein Problem: Die Marke ist alt geworden und berechenbar. Die einstigen Fans und verrückten Sammler sind ebenfalls erwachsen geworden. Swatch stand für Provokation und Nähe zu Kunst und Künstlern. Inzwischen machen das andere Marken auch, um überhaupt die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu erhalten.

Tot ist Swatch aber deswegen noch lange nicht. Provokation als Marketinginstrument mag vielleicht in Westeuropa nicht mehr funktionieren, aber in aufstrebenden Märkten wie China oder Indien mit Milliarden von potenziellen Kunden durchaus. Die Swatch-Story wird sich deshalb dort wiederholen.

Partnerschaft zwischen Hublot und Uefa?

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 19. Februar 2007

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Die Einladung ist eindeutig zweideutig: Marc Biver, Chef der Luxusuhrenmarke Hublot, lädt am 22. Februar 2007 in den Hauptsitz der Uefa (europäischer Fussballverband) in Nyon ein.

Gemäss Einladung wird auch der neue Uefa-Präsident Michel Platini anwesend sein.

Das Thema des Anlasses lautet “Sportsponsoring und Luxusmarken”. Es wird die Unterzeichnung einer “erneuten, avantgardistischen Partnerschaft von Hublot” in Aussicht gestellt.

Ob die Luxusuhrenmarke wohl vorhat, den europäischen Fussball zu sponsern?

Rolex und die Prominenz

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 9. Februar 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Die Weltwoche widmet in ihrer neuen Ausgabe einen längeren Artikel der Uhrenmarke Rolex.

Der Uhrenblogger erfährt: Revolutionär Che Guevara trug eine Rolex (ausgerechnet!), der verstorbene Papst Johannes Paul II. beim Attentat auf ihn, der britische Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart, aber auch: US-Präsident John F. Kennedy, Pornostar Dolly Buster, Kubas Staatspräsident Fidel Castro und der ermordete US-Gangstarapper Tupac Shakur.

Was macht eigentlich die Macht der Marke aus? Die Weltwoche liefert eine einleuchtende Erklärung:

“Die Botschaft des Siegers verkündet diese Uhr in den Rotlicht- wie in den Finanzdistrikten der Welt, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen.”

Das sind die wertvollsten Schweizer Uhrenmarken

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 18. Januar 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Interbrand Zintzmeyer & Lux hat zum dritten Mal die 50 wertvollsten Schweizer Marken ermittelt.

Gut vertreten sind die Uhrenmarken mit elf Nennungen: Alleine in den Top 10 der wertvollsten Schweizer Marken tauchen mit Rolex und Omega zwei Uhrenbrands auf.

Die wertvollsten Uhrenmarken 2007 sind:

Rolex (Markenwert: 5,8 Milliarden Franken)

Omega (Markenwert: 2,7 Milliarden Franken)

Swatch (Markenwert: 650 Millionen Franken)

Longines (Markenwert: 493 Millionen Franken)

Patek Philippe (Markenwert: 420 Millionen Franken)

Breguet (Markenwert: 349 Millionen Franken)

Tissot (Markenwert: 256 Millionen Franken)

Rado (Markenwert: 253 Millionen Franken)

TAG Heuer (Markenwert: 249 Millionen Franken)

IWC (Markenwert: 132 Millionen Franken)

Breitling (Markenwert: 99 Millionen Franken)

TAG Heuer erste Schweizer Uhr im Weltall

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 6. Dezember 2006

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Bisher nahm Omega für sich in Anspruch, die erste Schweizer Uhr im Weltall gewesen zu sein (der erste Mensch im Weltall, Juri Gagarin, trug ein sowjetisches Modell).

Recherchen des Uhrenenthusiasten Jeff Stein deuten auf eine andere Version hin: Laut Dokumenten und Fotografien der Nasa trug Astronaut John Glen eine TAG Heuer, als er 1962 das Raumschiff “Friendship 7″ (Mercury-Atlas 6) steuerte, das den ersten US-Amerikaner in den Orbit brachte.

Das wäre zeitlich vor den Gemini-Missionen gewesen, bei denen Omega dabei war. Das Gemini-Programm diente zur Vorbereitung für die späteren Landungen auf dem Mond (Apollo 11 bis Apollo 17).

Omega ist aber weiterhin die erste Uhr überhaupt, die von Menschen auf dem Mond getragen wurde.

Bild: TAG Heuer



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