Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für die Kategorie „Persönlichkeiten“

Nicolas Hayek will Kontrolle der Analysten

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 24. September 2008

Im Interview mit der “Handelszeitung” sagt Nicolas G. Hayek, dass sich auch die Unternehmen an Reformen der Finanzmärkte beteiligen sollen, um Situationen wie die aktuelle Finanzkrise zu vermeiden.

Hart ins Gericht geht der Verwaltungsratspräsident der Swatch Group mit den Finanzanalysten:

“Ich schlage einen zuverlässigen Massstab für die Beurteilung von Aktien und den Wert einer Unternehmung vor. Dazu braucht es eine neutrale Kontrollstelle, welche ihrerseits regelmässig die Leistungen der Analysten misst. Es darf zudem nicht sein, dass die Ausbildung der Analysten nur den Banken alleine überlassen wird, sondern sie sollte ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Industrie definiert werden. Investoren müssen vor oberflächlichen Empfehlungen geschützt werden.”

Neuer Chef bei Maurice Lacroix

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 17. September 2008

Ab dem 1. November 2008 übernimmt Martin Bachmann (46) als CEO den Vorsitz der Geschäftsleitung der Schweizer Luxus-Uhrenmanufaktur Maurice Lacroix. Er folgt auf Philippe Merk, der zu Audemars Piguet wechselt. Während der letzten sieben Jahre war Bachmann als Mitglied der Geschäftsleitung in den Bereichen Country Operations/Marketing tätig.

Die Nachfolge Martin Bachmanns im Bereich Sales/Country Operations übernimmt Marc Gläser (40), der nach vier Jahren zur Marke zurückkehrt. Das Marketing wird auf Geschäftsleitungsstufe Sandro Reginelli unterstellt.

Maurice Lacroix beschäftigt weltweit knapp 300 Angestellte, davon 200 am internationalen Hauptsitz in Zürich und den Produktionsstätten in Saignelégier/JU und Montfaucon/JU in der Schweiz.


Martin Bachmann

Abendessen mit einer Swatch-Legende

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 9. September 2008

Nein, gemeint ist nicht Nicolas G. Hayek, der Gründer des Swatch-Mutterkonzerns Swatch Group. Doch der Reihe nach:

Swatch hat den Uhrenblogger gestern an ein Galadinner eingeladen, um das 25-Jahre-Jubiläum der Uhrenmarke zu feiern. Dem Uhrenblogger wurde ein Platz rechts von einem älteren Herrn zugewiesen, dessen Gesicht dem Uhrenblogger irgendwie bekannt vorkam.

Und tatsächlich: Es handelte sich um den Uhrmacher Jacques Müller, der zusammen mit dem Ingenieur Elmar Mock die Swtach-Uhr entwickelt hat.

Müller, ein sehr bescheidener Mann, plauderte etwas aus dem Nähkästchen. So war Tickgeräusch der ersten Swatch von den Verantwortlichen als zu laut eingestuft worden. Alle Bemühungen, die Uhr leiser zu machen – auch in Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen in der Schweiz – schlugen fehl.

Schliesslich machte man aus dem lauten Tickgeräusch eine Tugend: “Wenn die Uhr keinen Lärm macht, ist es keine echte Swatch”, lautete ein Marketingcredo.

Der Uhrenblogger merkte schnell, dass Müller nicht so gern über die Anfänge von Swatch sprach. “Ich lebe in der Gegenwart. Mich interessiert, was in Zukunft ist, nicht in der Vergangenheit”, sagte er.

Immerhin: Anlässlich der gestrigen Pressekonferenz in Bregenz, an der die neue Jubiläumskollektion von Swatch präsentiert wurde, würdigte Nicolas G. Hayek den Swatch-Miterfinder Jacques Müller ausdrücklich. Ein bemerkenswerter Vorgang, weil es unter den Beteiligten unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wer die Swatch-Uhr erfunden hat.

Die versammelten Medienleute, vor allem die Kollegen aus Asien, reagierten mit minutenlangem Applaus für Jacques Müller.

Hayek rudert mit Rogge

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 7. August 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

In der heutigen Ausgabe der “Berner Zeitung” (Seite 3) berichtet der Uhrenblogger über das Engagement von Omega als offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele in Peking.

Die Präsenz von Omega während der Spiele, die morgen beginnen, geht jedoch über die Zeitmessung und Datenverarbeitung. Im Olympic Green in Peking hat die Bieler Uhrenmarke einen öffentlich zugänglichen Pavillon aufgestellt, der 2500 Quadratmeter gross ist.

Der Pavillon umfasst eine Ausstellungsfläche, Verkaufsboutiquen und eine Bühne für spezielle Anlässe. Erwartet werden diverse prominente Markenbotschafter von Omega.

Seine Aufwartung machte bereits Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Er padelte mit Nick Hayek, Chef der Swatch Group, zu der Omega gehört.

Zur Person: Vincent Calabrese

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 24. Juni 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Im Rahmen der Übernahme der Uhrenmarke Vincent Calabrese durch Blancpain steht Markengründer Vincent Calabrese im Scheinwerferlicht. Calabrese wird Mitglied der Generaldirektion von Blancpain.

Der in Neapel geborene Calabrese gilt als talentierter Meisteruhrmacher. 1977 kreierte er seine erste berühmte Uhr – die Golden Bridge. 1985 gehörte Calabrese zu den Mitgründern der Académie Horlogère des Créateurs Indépendants (AHCI).

Anlässlich der Gründung dieser Akademie entwickelte er sein erstes Tourbillon entsprechend dem Prinzip seines «Spatiale»-Uhrmacherstils. Dieses Tourbillon, das vollständig von Hand in 18-karätigem Gold gefertigt wurde, hängt in einem Saphir-Gehäuse und scheint damit im Raum zu schweben.

Als Jacques Piguet, der damalige Eigentümer der Frédéric Piguet SA und der Blancpain SA, diese Uhr entdeckte, bat er Vincent Calabrese, für die Marke Blancpain ein Tourbillon zu entwickeln. Dieses Tourbillon gilt als eine der schönsten Armbanduhren, die jemals realisiert wurden.

Vom Schnee auf den Sandplatz in Roland Garros

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 4. Juni 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Die Uhrenmarke Longines empfing am French Open in Roland Garros ihren Markenbotschafter Aksel Lund Svindal. Der norwegische Meister im Alpinen Skisport steckt mitten im Training für die nächste Saison, nahm sich aber eine Auszeit, um die Longines Lounge zu besuchen und die Tennisspieler anzufeuern.

Der Weltmeister im Alpinen Skisport in 2007 verfolgte unter anderem das Spiel zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic.


Aksel Lund Svindal verfolgt auf dem Suzanne-Lenglen Platz in Roland Garros ein Spiel.
Bild: Longines

George Clooney wirbt für den Uhrmacher-Beruf

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 5. Mai 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Kaum ist der Uhrenblogger aus den Ferien zurückgekehrt, erfährt er folgendes: Omega wirbt mit einer neuen Imagekampagne für den Beruf des Uhrmachers. Aushängeschild der Kampagne ist kein geringerer als Hollywood-Star und Omega-Botschafter George Clooney.

Die Uhrenindustrie bekundet vor dem Hintergrund der anhaltenden Nachfrage nach Luxusuhren Mühe, genug qualifizierte Fachkräfte zu finden. Zudem ist Clooney designierter Verwaltungsrat von Belenos, der neuen Umweltfirma von Omega-Besitzer Nicolas Hayek.

Clooney kommentierte seinen Abstecher in die Welt der Uhrmacher wie folgt: “Es scheint, dass ich die Fachleute etwas verblüfft habe. Zu Beginn meinten sie: ‘Na lass doch den George etwas herumspielen!’ – Als ich dann in Kürze drei oder vier Uhren zusammenbaute, realisierten sie, dass sie es eventuell doch mit einem ernst zu nehmenden ‘Konkurrenten’ zu tun hatten.”

Hayek hat Geburtstag

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 19. Februar 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Nicolas G. Hayek feiert heute seinen 80. Geburtstag. Von kürzer treten kann aber keine Rede sein: Hayek ist Verwaltungsratspräsident der Swatch Group und gilt dank der Swatch als Retter der Schweizer Uhrenindustrie. Er ist zudem Chef der Luxusuhrenmarke Breguet und derzeit daran, seine neue Umweltfirma Belenos aufzubauen.

Aufhören will Hayek (noch) nicht. In einem Interview, das der Uhrenblogger Ende 2006 mit ihm geführt hatte, sagte Hayek dazu:

“Mein Einsatz wird von der überwältigenden Mehrheit der Tausenden Aktionärinnen und Aktionären erwartet und erwünscht und mit der Hoffnung verbunden, dass ich diesen Auftrag akzeptiere – wie Sie das an jeder Generalversammlung sehen können. Solange ich wie heute denken, führen und schreiben kann und nebst der Generalversammlung auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es wünschen und mir noch zutrauen, ein aktiver Verwaltungsratspräsident zu sein, mache ich weiter.”

Der Uhrenblogger gratuliert herzlich zum runden Geburtstag.

Lewis Hamilton eröffnet TAG-Heuer-Museum

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 31. Januar 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Der Vizeweltmeister der Formel 1 im Jahr 2007, Lewis Hamilton vom Rennstall McLaren-Mercedes, hat in La Chaux-de-Fonds ein neuartiges Uhrenmuseum eröffnet. Das Privatmuseum von TAG Heuer zeigt die 150-jährige Geschichte der Uhrenmarke auf neue Art und Weise.

Der Zuschauer ist von einer 360-Grad-Leinwand umgeben, auf der die Markengeschichte gespielt wird. Zwölf Computer verarbeiten dazu über eine Million Bilder pro Stunde, um dem Zuschauer das Gefühl zu geben, mitten im Geschehen zu sein.

TAG Heuer ist Sponsor von McLaren und hat Lewis Hamilton als Markenbotschafter unter Vertrag.


Bild: TAG Heuer

Das sind die reichsten Schweizer Uhrenindustriellen

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 28. November 2007

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Wie jedes Jahr publiziert die “Bilanz” im November die Liste der reichsten 300 Schweizer. Darunter befinden sich auch Uhrenindustrielle, die Millionen im Stundentakt scheffeln. Anbei folgt die Liste der wohlhabendsten Uhrenbarone:

1. Nicolas Hayek, AG (Swatch Group): 4 bis 5 Milliarden Franken Vermögen

2. Philippe Stern, GE (Patek Philippe): 1,5 bis 2 Milliarden Franken

3. Familie Scheufele, VD (Chopard): 1 bis 1,5 Milliarden Franken

4. Familien Audemars, Piguet, VD (Audemars Piguet): 800 bis 900 Millionen Franken

5. Jörg Bucherer, LU (Bucherer): 700 bis 800 Millionen Franken

6. Ernest Schneider, SO (Breitling): 600 bis 700 Millionen Franken

7. Franck Muller, Vartan Sirmakes, GE (Franck Muller): 300 bis 400 Millionen Franken

8. Luigi Macaluso, NE (Vertrieb Breitling): 200 bis 300 Millionen Franken

9. Rolf Schnyder, NE (Ulysse Nardin): 200 bis 300 Millionen Franken

10. Raymond Weil, GE (Raymond Weil): 100 bis 200 Millionen Franken



© Tamedia AG