Nein, gemeint ist nicht Nicolas G. Hayek, der Gründer des Swatch-Mutterkonzerns Swatch Group. Doch der Reihe nach:
Swatch hat den Uhrenblogger gestern an ein Galadinner eingeladen, um das 25-Jahre-Jubiläum der Uhrenmarke zu feiern. Dem Uhrenblogger wurde ein Platz rechts von einem älteren Herrn zugewiesen, dessen Gesicht dem Uhrenblogger irgendwie bekannt vorkam.
Und tatsächlich: Es handelte sich um den Uhrmacher Jacques Müller, der zusammen mit dem Ingenieur Elmar Mock die Swtach-Uhr entwickelt hat.
Müller, ein sehr bescheidener Mann, plauderte etwas aus dem Nähkästchen. So war Tickgeräusch der ersten Swatch von den Verantwortlichen als zu laut eingestuft worden. Alle Bemühungen, die Uhr leiser zu machen – auch in Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen in der Schweiz – schlugen fehl.
Schliesslich machte man aus dem lauten Tickgeräusch eine Tugend: “Wenn die Uhr keinen Lärm macht, ist es keine echte Swatch”, lautete ein Marketingcredo.
Der Uhrenblogger merkte schnell, dass Müller nicht so gern über die Anfänge von Swatch sprach. “Ich lebe in der Gegenwart. Mich interessiert, was in Zukunft ist, nicht in der Vergangenheit”, sagte er.
Immerhin: Anlässlich der gestrigen Pressekonferenz in Bregenz, an der die neue Jubiläumskollektion von Swatch präsentiert wurde, würdigte Nicolas G. Hayek den Swatch-Miterfinder Jacques Müller ausdrücklich. Ein bemerkenswerter Vorgang, weil es unter den Beteiligten unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wer die Swatch-Uhr erfunden hat.
Die versammelten Medienleute, vor allem die Kollegen aus Asien, reagierten mit minutenlangem Applaus für Jacques Müller.