Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für die Kategorie „Persönlichkeiten“

Die reichsten Uhrenindustriellen im Jahr 2009

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 20. August 2010

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz hat erneut eine Liste mit den 300 reichsten Schweizern zusammengestellt. Unter den Wohlhabenden befinden sich auch Uhrenindustrielle. Neu dabei ist dieses Jahr die Familie Borer aus Biel.

Anbei die Bilanz-Liste mit dem geschätzten Vermögen:

1. Familie Hayek (Swatch Group); 3-4 Mrd. Franken
2. Familie Borer (ehemals Rolex Biel); 1,5-2 Mrd. Franken
3. Familie Stern (Patek Philippe); 1,5-2 Mrd. Franken
4. Familie Scheufele (Chopard); 1,5-2 Mrd. Franken
5. Jörg Bucherer (Bucherer); 600-700 Mio. Franken
6. Ernest Schneider (Breitling); 600-700 Mio. Franken
7. Familien Audermars, Piguet (Audemard Piguet); 500-600 Mio. Franken
8. Carlo Crocco (MDM Fabrication); 300-400 Mio. Franken
9. Franck Muller, Vartan Sirmakes (Franck Muller); 200-300 Mio. Franken
10. Rolf Schnyder (Ulysse Nardin); 200-300 Mio. Franken
11. Jean-Claude Biver (Hublot); 100-200 Mio. Franken
12. Luigi Macaluso (Girard-Perregaux); 100-200 Mio. Franken
13. Raymond Weil (Raymond Weil); 100-200 Mio. Franken

Neuer Chef fĂĽr Bulova Swiss SA

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 12. November 2009

Die Schweizer Uhrenmarke Bulova Swiss SA mit Sitz in Freiburg erhält einen neuen Generaldirektor: Der gebürtige Kanadier Michel Hade übernimmt das Amt von Robert Faessler, der das Unternehmen nach sieben Jahren Amtszeit verlässt.

Hade war zuletzt Generaldirektor der internationalen Abteilung von Bombardier Recreational Products.

Die Bulova Swiss SA gehört zur 1875 gegründeten Bulova mit Sitz in New York, die Uhrenmarken wie Bulova, Bulova Accutron, Caravelle by Bulova und Wittnauer anbietet. Zudem stellt Bulova in Lizenz Uhren für Harley-Davidson her. Das Unternehmen gehört der japanischen Citizen Watch Company Ltd.

Neue Hayek-Biografie

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 27. August 2009

978-3-312-00447-8_29511153323-68Am 7. September erscheint eine neue Biografie ĂĽber Nicolas G. Hayek, GrĂĽnder und Präsident des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group. Geschrieben hat das 240 Seiten starke Buch mit dem Titel “Mr. Swatch” der Wirtschaftsjournalist JĂĽrg Wegelin.

Wegelin ist fĂĽr die unautorisierte Biografie in den Libanon, Hayeks Heimat, gereist, hat etliche Konkurrenten, Politiker und ehemalige Mitarbeiter befragt sowie Hayeks PR-Maschine und seinen FĂĽhrungsstil analysiert.

Am 12. September spricht Wegelin in Bern mit Alt SP-Präsident Helmut Hubacher über Hayek, das „Wunderkind des Unternehmertums“. Der Anlass findet um 20 Uhr im Rahmen einer Buchvernissage in der Buchhandlung Stauffacher am Ryffligässchen 8 statt.

Der Eintritt kostet 12 Franken.

Omega-Chef erinnert sich an die Mondlandung

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 20. Juli 2009

Vor genau 40 Jahren war Stephen Urquhart, heute Chef von Omega, 22-jährig und Mitglied der Kommunikationsabteilung der Luxusuhrenmarke. Als gebürtiger Schotte betreute er die angelsächsischen Länder und erhielt damals einen besonderen Auftrag: Er sollte am Hauptsitz in Biel die Liveübertragung der Mondlandung verfolgen und alles aufschreiben, was für Omega von Interesse sein könnte. Dafür konnte Urquhart auf eine direkte Verbindung ins Flugkontrollzentrum in Houston zurückgreifen.

Auf dem Weg zum Mond waren nämlich nicht nur drei Menschen, sondern auch drei Uhren von Omega. Als Edwin «Buzz» Aldrin als zweiter Mensch den Erdtrabanten betrat, trug er eine «Speedmaster» ums Handgelenk. Neil Armstrong hatte seine Omega zur Sicherheit in der Mondlandefähre zurückgelassen. In Blindtests der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte sich  Schweizer Qualität gegen amerikanische Produkte durchgesetzt. Noch immer ist Omega offizieller Uhrenlieferant der Nasa.
Die Nasa hatte den Astronauten aus psychologischen Gründen Uhren mitgegeben. «Einmal auf dem Mond, stellte die Uhr eine Verbindung mit zu Hause, der Erde, her», sagt Urquhart. «Zudem betrachteten die Astronauten die Uhr als Absicherung, sollte die Bordelektronik ausfallen.»
An die Mondlandung erinnert sich Urquhart noch genau:

«Es war in vielerlei Hinsicht unglaublich. Erst einmal wurde das Ereignis in Echtzeit im Fernsehen übertragen. Ich sehe die flimmernden Bilder noch jetzt vor mir. Wir sprechen hier nicht von einer Fussballübertragung, sondern von Menschen, die auf dem Mond gehen! Zweitens war es ein Erfolg für die Marke, weil Omega die erste Uhr war, die überhaupt auf dem Mond getragen wurde.»

Omega nutzte dies für eine weltweite Werbekampagne – was Ende der 60er-Jahre ziemlich ungewöhnlich war: «Einige Tage später haben wir unsere wichtigsten Vertriebspartner nach Biel eingeladen. Vor ihnen breiteten wir 160 Zeitungen aus, in denen wir ein Inserat geschaltet hatten: Darin gratulierten wir der Mannschaft von ‹Apollo 11› zur geglückten Mission», sagt Urquhart. Auch 40 Jahre später ist die Mondlandung ein wichtiger Pfeiler der Werbekommunikation von Omega.
Die Stimmung und das politische Umfeld, in denen  die Mondlandung stattgefunden haben, prägten den jungen Stephen Urquhart:

«Was ich jetzt sage, mag viele erstaunen. Aber damals wurde die Mondlandung nicht als wirklich aussergewöhnlich wahrgenommen, wie das in späteren Jahren der Fall sein sollte. Die 60er waren eine sehr bewegte Zeit. Es herrschte der Kalte Krieg, beide Blöcke hatten Atomraketen aufeinander gerichtet. Hinzu kamen viele ereignisreiche Vorfälle: die Ermordung von John und Robert Kennedy sowie von Martin Luther King, die 68er-Bewegung, Woodstock und der Vietnamkrieg. Da war ‹Apollo 11› nur ein turbulentes Ereignis unter vielen.»

Der Rolex-Chef gibt ein Interview

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 16. Februar 2009

Dass der Uhrenblogger das noch erleben darf: Ein Chef von Rolex gibt ein Interview. So hat Bruno Meier mit der “Bilanz” gesprochen. Das ist ein ziemlich einmaliger Vorgang, tritt die Luxusuhrenmarke nach aussen immer extrem diskret und verschwiegen auf.

Der Uhrenblogger kann sich jedenfalls nicht daran erinnern, dass Meiers Vorgänger Patrick Heiniger je auf diese Weise in der Öffentlichkeit aufgetreten ist. Zur Erinnerung: Ende 2008 verliess Heiniger nach 15 Jahren im Amt Rolex überraschend. Gerüchten zufolge musste er dies tun, weil Rolex im Zuge der Madoff-Affäre viel Geld verloren haben soll.

Und was sagt der Neue nun?

Zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2008:

“Wir haben es sowohl volumen- wie auch wertmässig mit einem Rekord zu tun.”

Zur globalen Rezession:

“Eine Krise solchen Ausmasses haben wir noch nie erlebt. Ich befürchte, dass sie bis 2010 andauern wird, wenn nicht länger.”

Zur verschwiegenen Kommunikation:

“Wir kommunzieren nur, was unmittelbar mit der Marke zu tun hat.”

Leonardo DiCaprio wird neuer Botschafter von TAG Heuer

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 9. Februar 2009

TAG Heuer hat eine Zusammenarbeit mit Schauspieler Leonardo DiCaprio bekannt gegeben. Der “Titanic”-Star wird Markenbotschafter des Neuenburger Uhrenherstellers.

Der Vertrag läuft über drei Jahre, wie der Uhrenblogger erfahren hat. DiCaprio, der neuerdings auf Umweltschützer macht, wird die Gagen für seine Auftritte für TAG Heuer den wohltätigen Umweltorganisationen Natural Resources Defense Council (NRDC) und Internationales Grünes Kreuz spenden.


Leonardo DiCaprio (links) mit TAG-Heuer-Chef Christophe Babin.
Bild: TAG Heuer

Omega verpflichtet Zhang Ziyi

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 5. Januar 2009

Die chinesische Schaupielerin Zhang Ziyi ist neue Markenbotschafterin der Uhrenmarke Omega. Die 29-Jährige wurde bekannt durch ihre Rollen in den Filmen “Crouching Tiger, Hidden Dragon”, “Rush Hour” und “The Geisha”.

Omega plant eine weltweite Kampagne um ihre neue Botschafterin und wird an strategischen Orten in aller Welt zahlreiche persönliche Auftritte für sie organisieren. Ziyi dürfte aber vor allem helfen, die Konsumenten im lukrativen chinesischen Markt anzusprechen.

Für Omega stehen bereits andere Hollywood-Grössen wie George Clooney und Nicole Kidman unter Vertrag.


Zhang Ziyi
Bild: Omega

Das sind die vermögendsten Schweizer Uhrenindustriellen 2008

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 5. Dezember 2008

Die Reichstenliste 2008 der “Bilanz” zählt im Bereich Uhrenindustrie zwei Neuzugänge: Carlo Crocco und Jean-Claude Biver, Chef von Hublot. Ansonsten tauchen die üblichen Verdächtigen auf.

Auch vor den Uhrenindustriellen, die eigentlich in einer gut laufenden Branche tätig sind, hat die Finanzkrise nicht Halt gemacht. Alleine Nicolas Hayek hat 2,75 Milliarden Franken an Vermögen verloren. Bei Philippe Stern schmolz der Batzen um 600 bis 1000 Millionen Franken.

Anbei die Liste der wohlhabendsten Uhrenbarone:

Nicolas Hayek, AG (Swatch Group): 1,5 bis 2 Milliarden Franken Vermögen

Familie Scheufele, VD (Chopard): 1,5 bis 2 Milliarden Franken

Philippe Stern, GE (Patek Philippe): 900 bis 1000 Millionen Franken

Familien Audemars, Piguet, VD (Audemars Piguet): 900 bis 1000 Millionen Franken

Ernest Schneider, SO (Breitling): 800 bis 900 Millionen Franken

Jörg Bucherer, LU (Bucherer): 700 bis 800 Millionen Franken

Carlo Crocco, TI (Hublot): 300 bis 400 Millionen Franken

Franck Muller, Vartan Sirmakes, GE (Franck Muller): 300 bis 400 Millionen Franken

Rolf Schnyder, NE (Ulysse Nardin): 300 bis 400 Millionen Franken

Luigi Macaluso, NE (Vertrieb Breitling): 200 bis 300 Millionen Franken

Raymond Weil, GE (Raymond Weil): 100 bis 200 Millionen Franken

Jean-Claude Biver, VD (Hublot): 100 bis 200 Millionen Franken

Steffi Graf wird Markenbotschafterin von Longines

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 20. November 2008

Ihr Ehemann, der ehemalige US-Tennisspieler André Agassi, ist bereits Markenbotschafter der bernjurassischen Uhrenherstellerin Longines. Nun hat Longines auch die langjährige Nummer eins des Damentennis’, Stefanie “Steffi” Graf, als Brand Ambassador verpflichtet.

Graf begann schon mit vier Jahren Tennis zu spielen. Im Lauf ihrer 17-jährigen Karriere gewann die Deutsche 902 Turniere, darunter 22 Grand Slams, und eine Olympische Goldmedaille. 377 Wochen war sie in der WTA-Klassifikation als weltbeste Spielerin registriert. Graf gab 1999 ihren Abschied vom Profi-Tennis.

Wie Graf sagte, soll der Verdienst aus ihrem Engagement für Longines ihrer Stiftung “Children for Tomorrow” zugute kommen. Die Organisation unterstützt Kinder und Familien, die Opfer von Krieg, Verfolgung und Gewalt wurden.

Rekordzuschlag für Albert Einsteins Uhr

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 20. Oktober 2008

Am 16. Oktober 2008 verkaufte das Auktionshaus Antiquorum in New York eine Golduhr von Longines aus dem Jahr 1929, die einst Albert Einstein gehörte. Wahrscheinlich wurde sie 1931 in Los Angeles dem grossen Physiker geschenkt.

Ein Angebot von insgesamt 596’000 Dollar brachte den Zuschlag und machte diese Uhr zur teuersten Longines, die je an einer Auktion zum Verkauf kam.

Einstein besass übrigens auch eine Taschenuhr von Longines aus dem Jahr 1943. Sie gehört heute zur Sammlung des Historischen Museums Bern.



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