Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für die Kategorie „Uhrenindustrie“

Sonderfall Spam

Jon N. Mettler-Bennett am Sonntag den 1. November 2009

Regelmässig ärgert sich der Uhrenbnlogger über Spam-Mails, die gefälschte Uhren anpreisen. Gerade bei solchen Angeboten ist Vorsicht geboten: Der massenhafte Versand von E-Mails, in denen für gefälschte Uhren geworben wird, hat für die Interneteinheit des Dachverbands der Schweizer Uhrenindustrie (FH) eine besondere Dimension.

«Bei Spam steht nicht unbedingt der Verkauf der gefälschten Uhr im Vordergrund, sondern oft eine kriminelle Machenschaft», sagt Carole Aubert, Leiterin der «Internet Unit».

Spam-Aktionen würden oft durch das organisierte Verbrechen in Auftrag gegeben. Die eigentliche Absicht sei es, mit Hilfe von so genannten Botnets Computer auszuspionieren und sensible Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern zu stehlen. Diese würden dann weiterverkauft oder für Diebstahl verwendet.

Botnets sind Programme, die sich vom Benutzer unentdeckt auf einem Computer einnisten und schädliche Software im Internet weiterverbreiten.

Eine Reportage ĂĽber die “Internet Unit” der FH finden Sie in der gedruckten Ausgabe der Berner Zeitung vom 2. November 2009.

Swatch-Tochter gewinnt Ausschreibung in Nizza

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 18. September 2009

Die Tech-Airport Holding SAS hat hat die Ausschreibung fĂĽr den Betrieb von Uhren- und Schmuckgeschäften im internationalen Flughafen von Nizza an der CĂ´te d’Azur gewonnen. Tech-Airport ist ein Unternehmen des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group und spezialisiert auf die Distribution in Flughäfen.

Tech-Airport betreibt bereits 28 Verkaufspunkte: neun in Roissy Charles de Gaulle; neun in Orly, fünf in Nizza, einen in Nantes, drei in Genf und ab 2010 einen in Wien.

Die Boutiquen im Flughafen Nizza CĂ´te d’Azur werden im kommenden Jahr nach und nach ins Ladenkonzept “Hour Passion” aufgenommen. Zudem wird ein neuer exklusiver Verkaufspunkt im Terminal der GeschäftsflĂĽge eröffnet.

Weniger Schweizer Uhren nach Libyen

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 31. August 2009

Die Eiszzeit zwischen Libyen und der Schweiz hat auch Folgen für die Schweizer Uhrenindustrie. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres gingen Schweizer Uhren im Wert von 4,8 Millionen Franken nach Libyen. In der gleichen Vorjahresperiode betrug der Wert noch 6,4 Millionen Franken.

Der Maghreb-Staat gehört aber von seiner Bedeutung her nicht einmal in den 30 wichtigsten Exportländern der Branche. Im vergangenen Jahr exportierte die Uhrenindustrie Zeitmesser im Wert von 10,1 Millionen Franken nach Libyen. Zum Vergleich: Hongkong, der wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Uhren im Jahr 2008, importierte Produkte im Wert von 2,7 Milliarden Franken.

Ohne Schweizer Uhren mag Oberst Ghadhafi trotzdem nicht auskommen: Wie das Westschweizer Fernsehen TSR meldete, soll er fĂĽr die Revolutionsfeier bei der Genfer Uhrenfirma Chopard Schmuck und Uhren im Wert von rund acht Millionen Franken gekauft haben.

Gewinner des Prix GaĂŻa stehen fest

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 28. August 2009

Die Jury hat die Preisträger des diesjährigen Prix GaĂŻa bekanntgegeben: In der Kategorie “Unternehmergeist” erhalten Robert Greubel und Stephen Forsey die Auszeichnung. Beide haben Greubel Forsey SA gegrĂĽndet, eine Firma fĂĽr Innovationen im Uhrenbereich.

In der Kategorie “Handwerkskunst” erhält Beat Haldimann den Pries. Er ist GrĂĽnder des Ateliers Haldimann Horlogy, einer Manufaktur fĂĽr Luxusuhren.

Der Prix Gaïa wird seit dem Jahr 1993 durch das internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds verliehen. Der Preis zeichnet besondere Leistungen in der Uhrenindustrie aus.

Armin Strom ist umgezogen

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 11. August 2009

Armin Strom hat in Biel neue Lokalitäten bezogen. Neu ist die Luxusuhrenmarke an der Bözingenstrasse 46 zu finden.

Lichtdurchflutete und grosse Ateliers sowie ein moderner Maschinenpark zeichnen den neuen Firmensitz aus. Armin Strom will mit den Maschinen nun auch eigene Uhrwerke herstellen.

Im September lädt das Unternehmen die Medien zu einem offiziellen Pressetag ein. Der Uhrenblogger hofft, sich den neuen Firmensitz anschauen zu können.

Bisher hatte Armin Strom den Firmensitz an der Jakob-Stämpfli-Strasse 10 in Biel.

Kaufempfehlung fĂĽr Richemont

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 23. Juli 2009

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) empfehlen die Aktie des Genfer Luxusgüterkonzerns Richemont zum Kauf. Richemont führt Uhrenmarken wie Cartier, IWC und Jaeger-LeCoultre. Die Empfehlung kam vor Bekanntgabe der rückläufigen Uhren-Exportzahlen im ersten Halbjahr heraus.

Die ZKB geht davon aus, dass ab nächstem Jahr eine Stabilisierung der Nachfrage nach Luxusuhren einsetzt. Weil Luxusprodukte einem zyklischen Konsum ausgesetzt sind, steigt der Aktienkurs der entsprechenden Firmen bei einem Aufschwung meistens schnell.

“Erholungen bei Aktien aus der LuxusgĂĽterindustrie fallen in der Regel sehr stark aus”, so die ZĂĽrcher Staatsbank. Zudem ortet die ZKB bei Richemont langfristig ein grosses Wachstumspotenzial und eine solide Bilanz.

Bucherer ernennt neuen Verantwortlichen fĂĽrs Marktgebiet Asien/Pazifik

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 2. Juli 2009

Seit dem 1. Juni 2009 ergänzt David Vallata als Managing Director Asia/Pacific das Management-Team der Uhrenmarke Carl F. Bucherer mit Hauptsitz in Luzern. Von Hongkong aus führt er die Bucherer-Filialen in Hongkong, Japan sowie Taiwan und zeichnet für die Distribution in Asien sowie die weitere Positionierung der Marke in dieser Region verantwortlich.

Vallata ist Betriebsökonom FH und war als Junior Consultant bei Credit Suisse Financial Services in Zürich sowie in  verschiedenen Positionen bei einer Schweizer Uhrenmarke tätig. Seit April 2003 ergänzte er das Verkaufsteam von Carl F. Bucherer, wobei er von 2005 bis 2007 in Taipeh als Managing Director den Aufbau der Filialen in Taiwan und Japan leitete.

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Unabhängige Uhrmacher stellen in Bern aus

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 28. Mai 2009

Die “Time Gallery” der kleinen unabhängigen Berner Uhrenmarke Angular Momentum räumt an der Brunnengasse 58 neun von zehn Vitrinen, um diese spezialisierten Uhrmachern zur VerfĂĽgung zu stellen.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine so grosse Gruppe unabhängiger Uhrmacher sich entschliessen konnte, zusammen an einem Ort auszustellen.

Zugesagt haben: Kari Voutilainen, Beat Haldimann, Paul Gerber, Vianney Halter, Andreas Strehler, Thomas Prescher, Miki Eleta, Peter Speak-Marin, Louis Moinet, Angular Momentum of Switzerland sowie Urwerk Baumgartner & Frei.

Die Ausstellung findet vom 18. bis 21. Juni 2009 statt und ist einem breiten Publikum zugänglich.

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Die Rezession erreicht die Uhrenindustrie

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 30. Januar 2009

Die Uhrenindustrie gilt unter Branchenkennern als krisenresistent, weil sich die Konsumenten gerade in schlechten Zeiten etwas verwöhnen wollen. Inwiefern die aktuelle weltweite Rezession die Branche erfassen wird, ist deshalb das vorherrschende Thema. Es wird auch die internationale Uhrenmesse in Basel im kommenden März dominieren.

Bereits ziehen dunkle Wolken am Uhrenhimmel auf: So trennt sich der Neuenburger Luxusuhren-Hersteller Girard-Perregaux wegen rückläufiger Bestellungen von 22 Angestellten. Der Abbau betrifft alle Bereiche des 260 Beschäftigte zählenden Unternehmens.

Die Westschweizer Uhrenhersteller Ebel und Zenith entlassen zusammen knapp 50 Mitarbeiter.

Der Umsatz des Genfer Luxusuhrenkonzerns Richemont mit Marken wie Cartier und IWC brach in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 um sieben Prozent ein.

Dem gegenüber steht die Swatch Group, die fürs abgelaufene Geschäftsjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,4 Prozent auf knapp sechs Milliarden Franken bekanntgab. Auch wenn der weltweit grösste Uhrenkonzern ziemlich zuversichtlich fürs laufende Geschäftsjahr ist, musste er Kurzarbeit einführen – allerdings nicht im Kerngeschäft.

Die Swatch Group hat starke Marken, ist in allen wichtigen Märkten präsent und auch in jedem Preissegment tätig. Zum jetzigen zeitpunkt sieht es so aus, als sei dies das Rezept gegen wirklich üble Krisen.

Das Uhrenjahr 2008 im Rückblick

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 30. Dezember 2008

Der Uhrenblogger, soeben aus den Ferien zurückgekehrt, liebt Jahresrückblicke. Anbei folgen noch einmal die Ereignisse, welche heuer die Uhrenbranche geprägt haben:

Januar: Longines produziert die 34-millionste Uhr

Februar: Die Uhrwerkeherstellerin ETA erhält mit Pierre-André Bühler einen neuen Chef
M-Watch der Migros feiert das 25-Jahre-Jubiläum
Nicolas Hayek wird 80 Jahre alt

März: Certina und der Formel-1-Rennstall BMW Sauber verlängern ihre Zusammenarbeit

April: In Basel trifft sich die weltweite Uhrenindustrie zur jährlichen Fachmesse Baselworld. Die Branche diskutiert über die Folgen der Finanzkrise

Mai: In ihrem Geschäftsbericht 2007 weist die Swatch Group erstmals die Löhne ihrer Manager aus

Juni: Bei der Manufaktur Franck Muller streiken die Angestellten
Jaquet Droz feiert das 270-Jahre-Jubiläum
Swatch feiert das 25-Jahre-Jubiläum

Juli: Um ein Zeichen gegen Fälschungen zu setzen, lässt der Dachverband der Schweizer Uhrenindustrie öffentlich 29’000 gefälschte Uhren schreddern.

August: Omega tritt als offizieller Zeitnehmer an den Olympischen Spielen in Peking auf

September: Die Marke Maurice Lacroix gibt bekannt, dass Martin Bachmann ab November neuer Chef wird

Oktober: TAg Heuer tritt der Fondation de la Haute Horlogerie bei

November: Die Swatch Group legt den Grundstein für das neue Technologiezentrum von Nivarox-FAR in Fontaines/NE

Dezember: Rolex-Chef Patrick Heiniger wird überraschend entlassen. Sein Nachfolger heisst Bruno Meier, der bisherige Finanzchef.



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