Die Eiszzeit zwischen Libyen und der Schweiz hat auch Folgen für die Schweizer Uhrenindustrie. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres gingen Schweizer Uhren im Wert von 4,8 Millionen Franken nach Libyen. In der gleichen Vorjahresperiode betrug der Wert noch 6,4 Millionen Franken.
Der Maghreb-Staat gehört aber von seiner Bedeutung her nicht einmal in den 30 wichtigsten Exportländern der Branche. Im vergangenen Jahr exportierte die Uhrenindustrie Zeitmesser im Wert von 10,1 Millionen Franken nach Libyen. Zum Vergleich: Hongkong, der wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Uhren im Jahr 2008, importierte Produkte im Wert von 2,7 Milliarden Franken.
Ohne Schweizer Uhren mag Oberst Ghadhafi trotzdem nicht auskommen: Wie das Westschweizer Fernsehen TSR meldete, soll er fĂĽr die Revolutionsfeier bei der Genfer Uhrenfirma Chopard Schmuck und Uhren im Wert von rund acht Millionen Franken gekauft haben.

Am 7. September erscheint eine neue Biografie ĂĽber Nicolas G. Hayek, GrĂĽnder und Präsident des Bieler Uhrenkonzerns Swatch Group. Geschrieben hat das 240 Seiten starke Buch mit dem Titel “Mr. Swatch” der Wirtschaftsjournalist JĂĽrg Wegelin.








