Die Uhrenindustrie gilt unter Branchenkennern als krisenresistent, weil sich die Konsumenten gerade in schlechten Zeiten etwas verwöhnen wollen. Inwiefern die aktuelle weltweite Rezession die Branche erfassen wird, ist deshalb das vorherrschende Thema. Es wird auch die internationale Uhrenmesse in Basel im kommenden März dominieren.
Bereits ziehen dunkle Wolken am Uhrenhimmel auf: So trennt sich der Neuenburger Luxusuhren-Hersteller Girard-Perregaux wegen rückläufiger Bestellungen von 22 Angestellten. Der Abbau betrifft alle Bereiche des 260 Beschäftigte zählenden Unternehmens.
Die Westschweizer Uhrenhersteller Ebel und Zenith entlassen zusammen knapp 50 Mitarbeiter.
Der Umsatz des Genfer Luxusuhrenkonzerns Richemont mit Marken wie Cartier und IWC brach in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 um sieben Prozent ein.
Dem gegenüber steht die Swatch Group, die fürs abgelaufene Geschäftsjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,4 Prozent auf knapp sechs Milliarden Franken bekanntgab. Auch wenn der weltweit grösste Uhrenkonzern ziemlich zuversichtlich fürs laufende Geschäftsjahr ist, musste er Kurzarbeit einführen – allerdings nicht im Kerngeschäft.
Die Swatch Group hat starke Marken, ist in allen wichtigen Märkten präsent und auch in jedem Preissegment tätig. Zum jetzigen zeitpunkt sieht es so aus, als sei dies das Rezept gegen wirklich üble Krisen.














