Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für September 2008

Nicolas Hayek will Kontrolle der Analysten

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 24. September 2008

Im Interview mit der “Handelszeitung” sagt Nicolas G. Hayek, dass sich auch die Unternehmen an Reformen der Finanzmärkte beteiligen sollen, um Situationen wie die aktuelle Finanzkrise zu vermeiden.

Hart ins Gericht geht der Verwaltungsratspräsident der Swatch Group mit den Finanzanalysten:

“Ich schlage einen zuverlässigen Massstab für die Beurteilung von Aktien und den Wert einer Unternehmung vor. Dazu braucht es eine neutrale Kontrollstelle, welche ihrerseits regelmässig die Leistungen der Analysten misst. Es darf zudem nicht sein, dass die Ausbildung der Analysten nur den Banken alleine überlassen wird, sondern sie sollte ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Industrie definiert werden. Investoren müssen vor oberflächlichen Empfehlungen geschützt werden.”

Die neue Bond-Omega: das Bild

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 19. September 2008

Wie der Uhrenblogger an dieser Stelle bereits berichtete, wird James Bond (alias Schauspieler Daniel Craig) wird in seinem neusten Abenteuer “Quatnum of Solace” wieder eine Omega-Uhr tragen.

Nun gab die Manufaktur aus Biel die Details bekannt: Das Modell am Handgelenk des britischen Agenten ist eine Seamaster Planet Ocean 600m Co-Axial Chronometer – doch diesemal mit schwarzem statt mit blauem Zifferblatt.

Die Uhr wird im Handel für 4200 Franken erhältlich sein.

Bilder: Omega

Balmain sponsert wieder Miss-Schweiz-Wahl

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 18. September 2008

Die bernjurassische Uhrenmarke Balmain tritt zum vierten Mal in Folge als Sponsor bei den Miss-Schweiz-Wahlen an. Der diesjährige Anlass findet am 27. September in Lugano statt.

Balmain hat wie schon in den Jahren zuvor für die neue Miss Schweiz eine exklusive Uhr entwickelt. Beim neuen Modell handelt es sich um die Elysées Chrono Lady aus der Kollektion Elysées. Die Uhr wird für 1990 Franken in den Handel kommen.

Vor dem Hintergrund der laufenden “doofe Missen”-Diskussion stellt sich der Uhrenblogger nur eine Frage: Können die Kandidatinnen überhaupt die Zeit lesen?

Neuer Chef bei Maurice Lacroix

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 17. September 2008

Ab dem 1. November 2008 übernimmt Martin Bachmann (46) als CEO den Vorsitz der Geschäftsleitung der Schweizer Luxus-Uhrenmanufaktur Maurice Lacroix. Er folgt auf Philippe Merk, der zu Audemars Piguet wechselt. Während der letzten sieben Jahre war Bachmann als Mitglied der Geschäftsleitung in den Bereichen Country Operations/Marketing tätig.

Die Nachfolge Martin Bachmanns im Bereich Sales/Country Operations übernimmt Marc Gläser (40), der nach vier Jahren zur Marke zurückkehrt. Das Marketing wird auf Geschäftsleitungsstufe Sandro Reginelli unterstellt.

Maurice Lacroix beschäftigt weltweit knapp 300 Angestellte, davon 200 am internationalen Hauptsitz in Zürich und den Produktionsstätten in Saignelégier/JU und Montfaucon/JU in der Schweiz.


Martin Bachmann

Abendessen mit einer Swatch-Legende

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 9. September 2008

Nein, gemeint ist nicht Nicolas G. Hayek, der Gründer des Swatch-Mutterkonzerns Swatch Group. Doch der Reihe nach:

Swatch hat den Uhrenblogger gestern an ein Galadinner eingeladen, um das 25-Jahre-Jubiläum der Uhrenmarke zu feiern. Dem Uhrenblogger wurde ein Platz rechts von einem älteren Herrn zugewiesen, dessen Gesicht dem Uhrenblogger irgendwie bekannt vorkam.

Und tatsächlich: Es handelte sich um den Uhrmacher Jacques Müller, der zusammen mit dem Ingenieur Elmar Mock die Swtach-Uhr entwickelt hat.

Müller, ein sehr bescheidener Mann, plauderte etwas aus dem Nähkästchen. So war Tickgeräusch der ersten Swatch von den Verantwortlichen als zu laut eingestuft worden. Alle Bemühungen, die Uhr leiser zu machen – auch in Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen in der Schweiz – schlugen fehl.

Schliesslich machte man aus dem lauten Tickgeräusch eine Tugend: “Wenn die Uhr keinen Lärm macht, ist es keine echte Swatch”, lautete ein Marketingcredo.

Der Uhrenblogger merkte schnell, dass Müller nicht so gern über die Anfänge von Swatch sprach. “Ich lebe in der Gegenwart. Mich interessiert, was in Zukunft ist, nicht in der Vergangenheit”, sagte er.

Immerhin: Anlässlich der gestrigen Pressekonferenz in Bregenz, an der die neue Jubiläumskollektion von Swatch präsentiert wurde, würdigte Nicolas G. Hayek den Swatch-Miterfinder Jacques Müller ausdrücklich. Ein bemerkenswerter Vorgang, weil es unter den Beteiligten unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wer die Swatch-Uhr erfunden hat.

Die versammelten Medienleute, vor allem die Kollegen aus Asien, reagierten mit minutenlangem Applaus für Jacques Müller.

007 Villain Collection von Swatch – Die Bilder

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 8. September 2008

Swatch hat heute in Bregenz eine neue Uhrenkollektion vorgestellt, die den Bösewichten der James-Bond-Filmreihe gewidmet ist. Hintergrund ist das 25-Jahre-Jubiläum, das die Marke in diesem Jahr feiert.

Die Modelle sind ab morgen im Schweizer Handel erhältlich und kosten zwischen 65 und 260 Franken. Anbei einige Bilder der Uhren, die Swatch dem Uhrenblogger zur Verfügung gestellt hat.


Oddjob zieht seinen Hut vor dieser Uhr (“Goldfinger”).


Diese Uhr hätte der Beisser (“Der Spion, der mich liebte” und “Moonraker”) sicher gemocht.


Voodoo mit Baron Samedi (“Leben und Sterben lassen”)


Scaramanga oder Der Mann mit der goldenen Uhr (“Der Mann mit der goldenen Pistole”)


Le Chiffre spielt gerne Poker (“Casino royale”)


General Georgi Koskov ist nicht nur Fan von Roter Stern Belgrad (“Der Hauch des Todes”)

15 Franken für einen Batteriewechsel

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 2. September 2008

Die Certina DS Master des Uhrenbloggers hatte in seinen Ferien den Geist aufgegeben. Die Batterie musste ausgewechselt werden.

Eine gute Gelegenheit, um als Kunde die Schweizer Uhrenbranche hautnah erleben zu können. Also ging der Uhrenblogger an seinem Wohnort zum Certina-Händler und liess die Batterie wechseln.

Die Verkäuferin sagte, der Uhrenblogger könne in zwei Stunden wieder vorbeikommen und die Uhr abholen.

Gesagt, getan. Der Preis für den Service: 15 Franken. Damit kann der Uhrenblogger leben.

Die amerikanische Ehefrau des Uhrenbloggers hält dem entgegen, dass in den USA der Batteriewechsel sogleich vorgenommen worden wäre und der Kunde nicht hätte zwei Stunden warten müssen.

Uhrenausstellung vor der Haustüre

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 1. September 2008

In seinen Ferien ist der Uhrenblogger an einem Plakat vorbeigeschlendert, auf dem für eine Ausstellung über die Uhren- und Industriestadt Biel geworben wurde. Die Ausstellung ist derzeit im Museum Neuhaus in Biel zu sehen.

Der Uhrenblogger musste sich die Augen reiben – eine Uhrenausstellung vor der eigenen Haustüre und er hat es nicht gemerkt?

Also schaute er sich die Ausstellung einmal an und war positiv überrascht. Es ist nicht nur eine reine Produkteschau von Uhren wie in anderen Museen, sondern historisch mit der Industriegeschichte Biels verknüpft.

Dazu gehört etwa auch die Geschichte der Arbeiterschaft. So zeigt die Ausstellung anhand von Originaldokumenten und Aussagen von Zeitzeugen sehr gut, wie sich die Arbeitsbedingungen ständig verbessert haben.

Einziger Kritikpunkt: Die Ausstellung hört bei der Uhrenkrise in den 1970er-Jahren abrupt auf. Wie sich die Uhrenindustrie erfolgreich aus dem jüngsten Tief befreien konnte, ist nur kurz angetönt.

Trotzdem ist die Ausstellung für Uhrenbegeisterte zu empfehlen.



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