Tempus Fugit

Der Uhrenblog der Berner Zeitung

Archiv für April 2008

Stipendium für Uhrmacher

Jon N. Mettler-Bennett am Donnerstag den 10. April 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Die Schweizer Bank Julius Bär lanciert ein mit 20’000 Franken dotiertes Stipendium für ein Nachwuchstalent aus dem Uhrmacherfach, das kurz vor dem Abschluss der Fachausbildung steht. Dadurch erhält die prämierte Fachperson die Möglichkeit, ihr Können ein Jahr lang bei einem Lehrmeister oder in einer Einrichtung ihrer Wahl zu vertiefen.

Es ist das erste Stipendium dieser Art.

Die Auswahl trifft eine Jury, die sich aus Vertretern der Bank Julius Bär und des Internationalen Uhrenmuseums sowie Fachlehrern und Persönlichkeiten aus der Uhrenbranche zusammensetzt.

Die Bewerbungen sind bis zum 31. Juli 2008 einzureichen bei: Musée international d’horlogerie (MIH), Case Postale 8952, CH-2301 La Chaux-de-Fonds.

Das Stipendium wird am 18. September 2008 in La Chaux-de-Fonds anlässlich der Verleihung des 14. „Prix Gaïa“ durch das internationale Uhrenmuseum vergeben. Der Gaïa-Preis ist eine angesehene Auszeichnung innerhalb der Uhrenbranche. Der Preis honoriert Forschung, Initiativgeist und Innovation im Bereich der Uhrmacherkunst.

Tom Lüthi neu bei Tissot

Jon N. Mettler-Bennett am Dienstag den 8. April 2008

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Adrian Bosshard, Chef von Certina, hat es dem Uhrenblogger an einem Gespräch an der Uhrenmesse in Basel verraten: Weil Certina sich sponsoringmässig auf die Formel 1 konzentriert, musste die Manufaktur Markenbotschafter Thomas Lüthi an Tissot abgeben.

Der Motorrad-Weltmeister konnte an der Baelworld von Tissot-Chef François Thiébaud eine Tissot T-Race Special Edition in Empfang nehmen.

Die Special Edition ist auf 1250 Stück limitiert. Lüthi erhielt Uhr Nummer 12, seine Startnummer.


François Thiébaud mit Tom Lüthi und dessen Freundin Fabienne Kropf.

Hans Erni stellt im Uhrenmuseum aus

Jon N. Mettler-Bennett am Montag den 7. April 2008

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Das internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds zeigt vom 18. April bis 21. September 2008 Fresken des Luzerner Künstlers Hans Erni. Am 17. April ist Vernissage.

Erni hatte die Bilder für den Schweizer Uhrenpavillon an der Universalausstellung in Brüssel im Jahr 1958 gemalt. Das Werk heisst “La conquête du temps”, die Eroberung der Zeit. Unter anderem porträtierte Erni Albert Einstein.

Erni feiert im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag.

Die Daten für die nächsten vier Jahre stehen fest

Jon N. Mettler-Bennett am Sonntag den 6. April 2008

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Die Uhrenmesse nimmt in den nächsten Jahren grosse Investitionen in die Infrastruktur vor. Konkret geht es um das Bauprojekt “Messezentrum Basel 2012″.

Deshalb gab es immer wieder Gerüchte, die Messe könnte ihre Durchführungsdaten ändern, das heisst: vom üblichen Zeitraum März bis April absehen.

Dem ist nicht so. Die Organisatoren haben die Daten für die nächsten vier Jahre bekannt gegeben:

26. März bis 2. April 2009
4. März bis 11. März 2010
24. März bis 31. März 2011
29. März bis 5. April 2012

Die frühe Durchführung der Baselworld im Jahr 2010 hat mit den Vorgaben der Architekten und Bauplaner zu tun.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Baselworld

Jon N. Mettler-Bennett am Freitag den 4. April 2008

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Die Uhrenmesse in Basel beschäftigt gegen 30’000 Leute als Standpersonal. Weitere 30’000 Personen sind mit dem Auf- und Abbau der Baselworld beschäftigt. Das sind die Zahlen, die der Uhrenblogger von den Organisatoren erfahren hat.

Die Messe löst für die Schweiz jährlich einen Umsatz von 1,2 Milliarden Franken aus, berechnete die Konjunkturforschungsstelle BAK Basel Economics.

Am meisten profitieren die Hotellerie, das Gastgewerbe, Standbaufirmen, Cateringunternehmen, die Reisebranche und Logistikbetriebe.

Die Uhrenmesse hat also auch über die Branche hinaus eine gewisse volkswirtschaftliche Bedeutung für die Schweiz.

500’000 gefälschte Uhren aus dem Verkehr gezogen

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 2. April 2008

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An der Uhrenmesse in Basel beschäftigt sich die Uhrenindustrie immer wieder mit der Problematik der Fälschungen. Jacques Duchêne, Präsident des Ausstellerbeirats, gab heute eindrucksvolle Zahlen bekannt:

2007 und Anfang 2008 konnten in Italien und Mexiko über 500’000 gefälschte Uhren aus dem Verkehr genommen werden. In Mexiko fanden die Behörden nebst den Fälschungen auch Waffen und Drogen.

Für Duchêne Beweis genug, dass die Fälscher auch mit dem organisierten Verbrechen zusammenarbeiten. Die Aktionen der entsprechenden Behörden kamen hauptsächlich aufgrund von Hinweisen des Dachverbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) zustande.

Trotzdem ist es nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Vertrieb gefälschter Uhren übers Internet erschwert den Kampf. Nur jede dritte Webseite, die gefälschte Uhren anbietet, wird nach einer entsprechenden gerichtlichen Aufforderung geschlossen. 2007 hat die FH 35’000 Online-Anzeigen für gefälschte Uhren eliminieren lassen.

Am 1. Juli 2008 tritt übrigens das revidierte Gesetz zum Schutze geistigen Eigentums in Kraft. In der Schweiz werden damit Import, Export und Transit von gefälschten Produkten verboten.

Warum die BZ über die Uhrenmesse berichtet

Jon N. Mettler-Bennett am Mittwoch den 2. April 2008

Tempus fugit. Die Zeit flieht. Der Uhrenblog der Berner Zeitung.

Der Uhrenblogger ist ab heute mit seinem Kollegen vom Ressort “Geld und Konsum” an der Uhrenmesse in Basel unterwegs, um über den Anlass in der Berner Zeitung zu berichten.

Der Uhrenblogger kümmert sich mehr um die wirtschaftlichen Aspekte der Branche, der Kollege um Produkte und Trends.

Wir glauben aus verschiedenen Gründen, dass die Baselworld eine breite Leserschaft interessieren könnte. Nicht nur beschäftigt die Uhrenindustrie alleine im Kanton Bern über 8000 Personen und ist damit ein wichtiger Industriezweig. Schöne Uhren verleiten auch zum Träumen.

Wir wissen nur nicht, ob wir mit unserer Annahme richtig liegen. Wir wären deshalb an Reaktionen unserer Leserschaft interessiert: Stösst die Uhrenmesse überhaupt auf Interesse, über welche Themen sollen wir berichten?

Der Uhrenblogger und sein Kollege freuen sich auf viele Kommentare.



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