Zum fünften und letzten Mal in dieser Saison zischt heute ein Projekt über die Startrampe des Schlachthaus Theater. Die fünf Produktionen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zum Abschluss ist ein Projekt von Patricia Berchtold und Sara Schürmann zu sehen, ein Wiegenlied für Erwachsene, wie es in der Ankündigung heisst.
«Schlaf, Menschlein, schlaf!» bedient sich klassischer Mittel und setzt stark auf die beiden tollen Darsteller Christoph Keller und Fabian Guggisberg. Es ist eine Genre-Arbeit, ein Psychothriller, in dessen Zentrum ein junger Mann steht, der an einer schrecklichen Krankheit leidet: FFI (Fatal Familial Insomnia). Diese Erbkrankheit gibt es tatsächlich, wenn auch nur ganz selten, zum Glück. Wer daran leidet, kann nicht mehr schlafen und zwar monatelang, FFI ruft extreme Halluzinationan hervor und führt in jedem Fall zum Tod.

Patricia, was ist dein grösster Albtraum?
P: Nachdem ich über die Krankheit FFI gelesen habe, war mein grösster Albtraum definitiv diese nie enden wollende Schlaflosigkeit. Eine schreckliche Vorstellung, dass einem die Flucht in den Schlaf, als kurze Pause vom Leben, nicht mehr gegönnt ist. Davor war mein Albtraum wohl, morgens keinen Kaffee mehr trinken zu dürfen…
Sara, welcher Traum soll für dich im Theater in Erfüllung gehen?
S: Mein Traum ist es, durch das Theater ein Welt zu erschaffen, in die man eintauchen und für einmal dem Alltag entfliehen kann.
Patricia, wo waren für dich die grössten Unterschiede bei dieser freien Produktion im Gegensatz zu deiner Arbeit am Stadttheater?
P: Der grösste Unterschied war, dass es mein eigenes Projekt war und ich für mich rumgerannt bin oder Nachtschichten betrieben habe. Die Motivation ist dann doch eine etwas andere! Sonst habe ich, wenn ich mal den Kopf aus dem dunklen Kellerverliess gestreckt habe, keine schwerwiegenden Unterschiede feststellen können.
«Schlaf, Menschlein, schlaf!» Donnerstag bis Samstag um 20.30 Uhr und Sonntag um 18 Uhr im Keller vom Schlachthaus Theater.














