Bloggen? Ist das nicht total von gestern? Aber ganz und gar nicht, muss hier die Antwort natürlich lauten. Und man darf auch im grösseren Kontext festhalten: Blogs waren mal das grosse neue Ding, dann waren sie ziemlich langweilig und nun sind sie einfach und ganz unspektakulär ein neues und gut etabliertes Medium geworden. Unterdessen fand die re:publica, die einst als «Bloggertreffen» angefangen hat, schon zum siebten Mal statt, und der extra nach Berlin beorderte Sonderkorrespondent des Blogs Ihres Vertrauens war beeindruckt, was daraus geworden ist über die Jahre: 5000 Teilnehmer, hunderte Vorträge und Workshops, ein breites Themenfeld von Politik über Kultur bis Medientheorie (und so weiter und so fort).
Und: natürlich hatten alle immer den Laptop offen oder zumindest das Smartphone im Anschlag, und natürlich brach das offene Netz immer mal wieder zusammen (obwohl es dieses Jahr anscheinend ganz passabel funktioniert habe). In einem Panel kam mal kurz die Frage, wieviele der Anwesenden einen Blog schreiben würden – gut zwei Drittel der Arme gingen nach oben. Nicht ganz repräsentativ natürlich, aber doch schön, sich mal nicht als Eigenbrötler hinter der Tastatur, sondern als Teil eines Mainstreamphänomens zu fühlen. Blog on!




















