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Archiv für die Kategorie „Wüsten & Oasen“

Fleissige Prothesenbauer

Gisela Feuz am Montag den 14. Mai 2012 um 12:14 Uhr

Das Orthopädie-Center an der Effingerstrasse lässt seine Prothesen offenbar von äusserst praktischen Helferchen produzieren. Unia-Regel-konform, versteht sich. Alles einwandfrei gesichert und selbst die Goofen auf den Fahrrädern tragen Helme.

Ob die flinken Arbeiterlein auch andere Dinge bauen können? Oder putzen? Und ob man die wohl mal ausleihen kann?

Netzkultur

Benedikt Sartorius am Mittwoch den 9. Mai 2012 um 11:48 Uhr

Die WLanisierung des Alltags produziert neben den mutmasslichen Strahlen für den Kopf zuweilen hübsche Nebenprodukte. Und so kommt es regelmässig vor, dass auf dem Bildschirm der sogenannten Smartphones lustige Wortmonster als Namen von privaten Netzwerken auftauchen – wie neulich nach dem Besuch in der Stube von Susan & Darren, als mich folgende Einladung erreicht hat:

Ein schöner Gedanke ist, dass dieses Netzwerk wohl auch auf den Telefon-Displays der Discounter-Kundschaft und Brückenkopf-Filialleiterschaft aufblitzt.

Berneon (4)

Roland Fischer am Mittwoch den 9. Mai 2012 um 05:14 Uhr

Eigentlich sollte sie doch schon längst verschwunden sein, die eindeutig prominenteste Berner Leuchtschrift? Doch sie prangt nach wie vor über dem Casino, als urbanes Zeichen hoch oben am Aarehang. Anfangs Januar hatte sie den Besitzer gewechselt, für läppische 54 Franken. Der Kursaal hatte keine Verwendung mehr für den 82 Jahre alten Schriftzug, doch verschrotten wollte man ihn nicht – also kam er auf den Online-Marktplatz Ricardo.

Ob da gestrenge (und etwas behäbige) Denkmalschützer am Werk waren, die den Deal nachträglich haben platzen lassen? Oder leuchtet da oben neu etwa eine Replik? Die Antwort ist viel einfacher – und die visuelle Erinnerung des Neon-Chronisten offenbar leicht zu trügen: Tatsächlich waren es einmal zwei identische Schriftzüge. Der ostseitige blieb unangetastet – und wird hoffentlich seinerseits das Hundertjährige noch erleben.

Radio Rabe hisst wieder die Flaggen

Benedikt Sartorius am Dienstag den 1. Mai 2012 um 06:26 Uhr

Vor zwei Jahren startete das werte Radio Rabe die höchst erfolgreiche Fahnenaktion: Wer Flagge für das alternative Berner Radio zeigen wollte, bestellte auf der Radio-Homepage ein gutes Stück Stoff und postierte dieses möglichst prominent im öffentlichen Raum. Man erinnert sich an zahlreiche Balkone, die noch immer mit der Radio-Fahne verziert sind, an ein Unterwasserbild – und natürlich an das Roskilde Festival.

Da die Aktion erfolgreich Spuren hinterlassen hat, geht die Fahnenaktion in die zweite Runde. Dieses Mal werde es bunt, versprechen die Radiomacher – und kreierten farbige Flaggen, mit dem schwarzen Raben als Emblem. 1250 Stück in Pink und 1250 Stück in Blau gibts, und wiederum werden die originellsten Standorte der Flagge prämiert. Dieses Mal winken Tablet-PCs, Wellness-Wochenende, Gutscheine, Konzerttickets und andere Preise. Jedenfalls: Auf bald im öffentlichen Raum.

Berneon (3)

Roland Fischer am Montag den 30. April 2012 um 12:47 Uhr

Wie gesagt, Neon-Reklamen sind nicht sämtlich von gestern. Aber ein bisschen Retro sind sie natürlich schon, auch wenn sie nigelnagelneu sind. Hier ein allseits bekanntes Beispiel aus der Mittelstrasse.

Ob es auch ein wenig am schön aus dem Halbdunkel glimmenden Schriftzug liegt, dass die Leute gleich am ersten ein wenig sommerlichen Tag Schlange stehen bis auf die Strasse hinaus? Werden wir angezogen von den leuchtenden Versprechungen wie Motten vom Licht? Auf jeden Fall soll es hier laut Eigenwerbung nicht einfach Berns, sondern gleich «the world’s finest gelato» geben.

Ein Gang durch die Berner Artstadt

Roland Fischer am Samstag den 28. April 2012 um 11:18 Uhr

Während zwei Tagen zeigen über zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Schweiz ihre Arbeiten an ungewöhnlichen Orten, in der ganzen Altstadt verteilt. Das Projekt ArtStadtBern will flanierend erkundet werden, es warten eine Menge überraschender Auf-, Ab- und Eingänge – hier zwei fotografische Mitschnitte.

Die temporären Kunst-Räume sind heute noch den ganzen Nachmittag und Abend bis 22 Uhr für Besucher offen.

Lichtspiele an der Aare

Roland Fischer am Mittwoch den 25. April 2012 um 12:12 Uhr

Man hatte ja so seine Befürchtungen, was den Umzug des Lichtspiels anging. Die alten Räume an der Bahnstrasse hatten eine versponnene, unfassbare Magie, die nicht so leicht zusammenzupacken, in einen Zügelwagen zu bringen und an einem anderen Ort wieder zu entfalten wäre, dachte man. Aber iwo Kulturpessimismus, muss man nach dem ersten Besuch gestern sagen – manche schönen Dinge werden sogar noch schöner, wenn man sie ein wenig aus den Angeln hebt.

Unter dem Dach des herrlichen Industriebaus neben der Dampfzentrale hat das Lichtspiel eine sehr tolle neue Bleibe gefunden – hier herrscht nicht mehr Lager- oder Estrichstaubigkeit, sondern lichte Fabrikfunktionalität. Bis unters Dach war hier gearbeitet worden, davon zeugt das Glasdach, das die Räume tagsüber mit Licht flutet. Abends dann wird der Raum zur Dunkelkammer für allerlei menschgemachte Lichtspiele.

Eine zauberhafte Spielart hat gestern wieder mal der Daumenkinograph Volker Gerling gezeigt, inzwischen schon fast Stammgast in Bern. Seine Portraitfilme haben viel mit Zeit und Sprüngen zu tun, wie Gerling im Lauf des schön unaufgeregten Abends erzählte, mit Leerstellen, die in unserem Kopf zu Geschichten werden. Das Lichtspiel ist auch so eine Zeitmaschine, in der aus Zeugs und Sachen (noch ist nicht viel gezügelt, aber man kann die frühere Wunderkammer schon wieder erahnen) Erzählungen werden – Bilder, die laufen können, als hätten sie es nie zu lernen brauchen.

R.I.P. JimBobIII

Benedikt Sartorius am Dienstag den 24. April 2012 um 00:09 Uhr

Wir halten inne – und gedenken unserem lieben Polkaisierer JimBobIII alias Rienk Jiskoot. Danke für all die Kurzweil auf diesem Kanal und draussen, für die Musik, für alles, für immer. Adieu.

Record Store Week: Chop Records

Benedikt Sartorius am Freitag den 20. April 2012 um 06:59 Uhr

Am Samstag findet weltweit der Record Store Day statt. Dieser wird bereits zum fünften Mal durchgeführt, um die bedrohte Spezies der unabhängigen Plattenläden zu feiern. In einer kleinen, halbwöchigen Serie stellen sich einige der verbliebenen Plattenläden der Stadt und Region kurz vor – in Form eines kleinen Steckbriefs.

Die vierte Folge bestreitet Serge Berthoud vom Chop Records.

Name: Chop Records

Adresse: Amthausgasse 22, Bern

Gründungsjahr: 1986

Sortiment: Alles ausser Schweizer Ländler und Klassik (inkl. Vinyl, welches wieder am Kommen ist und momentan nicht mehr wegzudenken ist!) Von Indie über Metal zu Afro, Soul, Jazz, Soul, Blues, Elektro und Rap ist alles am Start.

Kundschaft: Vom 14-jährigen Kiddy (von denen halt nicht mehr tausende…) über Musikfreaks zwischen 20 und 50 bis zum 70-jährigen weisen Mann, der auf Jazz und Chansons steht, eigentlich alles.

So läuft es gegenwärtig: Ist in Ordnung, so kann es weitergehen, bleibt ja in Ladenform hier in Bern nicht mehr viel Konkurrenz übrig, die noch so eine breite Palette abdecken. Wir sind ja jetzt von der Ladenfläche und vom Standort her wieder wie back to the roots gegangen, will heissen Kellergroove an nicht mehr so gut frequentierter Lage, dafür aber mit Charme, Leidenschaft und VINYL! Die grössere Sorge wäre, wenn eines Tages keine Cds mehr produziert werden würden…

So blicke ich in die Zukunft:Mit Leidenschaft dranbleiben.

Internet: www.chop.ch. Wir sind übrigens an einer neuen Homepage dran, Ziel ist es, diese im kommenden Herbst aufzuschalten.

Record Store Week: Zig-Zag Records

Benedikt Sartorius am Donnerstag den 19. April 2012 um 06:06 Uhr

Am Samstag findet weltweit der Record Store Day statt. Dieser wird bereits zum fünften Mal durchgeführt, um die bedrohte Spezies der unabhängigen Plattenläden zu feiern. In einer kleinen, halbwöchigen Serie stellen sich einige der verbliebenen Plattenläden der Stadt und Region kurz vor – in Form eines kleinen Steckbriefs.

Für die dritte Folge dieser Serie geht es nach Thun in den unvergleichlichen Zig-Zag Records.

Name: Zig-Zag Records

Adresse: Untere Hauptgasse 22, Thun

Gründungsjahr: 1980

Sortiment: alles

Kundschaft: alle

So läuft es gegenwärtig: Es geht.

So blicke ich in die Zukunft: Wir nehmens, wie’s kommt

Internet: www.zigzagmusic.ch