Ja, es wurde schon ziemlich eng gestern in den Altstadtgassen - das Buskers ist definitiv ein grosser Publikumsmagnet geworden, aber ein nach wie vor sehr sympathischer, kein Zweifel. Und immer mehr Lokale und Altstadtnachbarn nutzen die Gelegenheit, um einen schönen Sommerabend standesgemäss ausklingen zu lassen. So war im und vor dem Adrianos nach Mitternacht noch jede Menge los, und das ONO funktionierte für einmal nicht als Kellerlokal, sondern hatte sich gleich über die ganze (verkehrsfreie) Kramgasse breit gemacht.
Drüben beim Münster gab es währenddessen Musik nicht nur draussen auf der Strasse, sondern auch drinnen, in intimem Rahmen. In der Milieu-Galerie war so etwas wie ein Anti-Buskers angekündigt: Der Kern des Labels Oh, Sister versprach «Lärm statt Pop, in noisiger und experimenteller Manier». Allein der Aufbau der Gerätschaften machte neugierig – und wäre problemlos als artige Rauminstallation durchgegangen.
Was die beiden Musiker von Labrador City und Silver Firs darboten, war dann aber keineswegs unstimmig oder ungemütlich. Die Soundwände wurden zwar langsam aufgebaut, blieben aber ganz passend zur Sommerabendunbeschwertheit immer leicht und schwebend. Darüber eine leise Stimme, und eine Buskers-Attraktion der etwas anderen Art war perfekt.























