Wie sieht es im temporären Kunstraum an der Gutenbergstrasse 10a aus? Die Theaterregisseurin und «Transform»-Co-Initiatorin Sibylle Heiniger gibt im Kulturblog Ihres Vertrauens als Gastautorin Einblicke in das Projekt.
Viele Löcher gibts, überall neue Löcher: durch die Wände, im Boden – ja sogar durch den Boden hindurch… Man könnte meinen, die seit Jahreswechsel vor Ort wirkenden Kunstschaffenden wollten uns mit den Abgründen unseres Daseins konfrontieren – oder uns zumindest bewusst machen, dass die Vorsätze fürs Neue nicht mehr als hohles Gerede und leere Versprechen sind. Ich sehe es andersrum: Die Löcher loten die natürlichen Grenzen aus oder durchdringen diese gar lustvoll. Es ermöglicht ein Entdecken von neuen Möglichkeiten und Perspektiven, eine Reise durch den Raum und deren Beschaffenheit, und nicht zuletzt ein Aufdecken von Geschichte.

Inspiriert von Spuren schwerer Gegenstände auf hartem Material, durchdringt Reto Steiner den Boden im Untergeschoss und lässt tief blicken.

Cornelius Danneberg und Irene Müller arbeiten mit Widerstand: Was passiert, wenn wir, wie die beiden, in einer Wand stecken bleiben? Ihre Wand-Performance ist heute vor Ort von 19 – 22 Uhr zu sehen.
Im Erdgeschoss sind derweil neue Klangsamples von Till Hillbrecht zu hören. Dafür hat er die Live-Geräuschübertragungen vom Unter- ins Erdgeschoss aus vergangener Woche weiter verarbeitet.