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Archiv für die Kategorie „Hip & Hop“

Baze auf 96 Kanälen

Gisela Feuz am Donnerstag den 17. Mai 2012 um 13:18 Uhr

«Ä uhure Macchina! Sicher öppe 96 Spure», erklärten gestern die beiden anwesenden Tontechniker mit glänzenden Äuglein der Schreiberin im Backstage vom ISC. Mit der «uhure Macchina» war das Ding gemeint (man vergebe mir meine Technik-Unwissenheit), mit welchem Ton-Häuptling Jan Stehle gestern das Konzert von Baze und seinen wackeren Mannen aufgenommen hat. Die Herren beenden nämlich gestern und heute im ISC ihre Tournee zu «D’Party isch vrbi» mit einem Doppelkonzert, welches aufgenommen und als live Album herausgegeben werden soll.

Während hinten also über Mischpulte und Kanäle gefachsimpelt wurde und die Herren Mischer über Hornhaut an den Fingern klagten (jedem Beruf seine Krankheit), besprachen vorne die Herren Musiker beim Soundcheck, wie man denn jetzt genau wolle und arrangierten auch noch schnell den einen oder anderen Song ein Bisschen um. Von dieser kurzfristigen Organisation liess sich dann allerdings während des Konzerts nichts feststellen, denn schliesslich sind die Herren Anliker, Jakob, Kuelling und Baumann alle Profis auf ihrem Gebiet.

Die Herren Baze und Baumann in mentaler Vorbereitung

Er sei «scho bitz nervös», verkündete Herr Baze dem vollen ISC-Club. Das merkte man aber höchstens zwischen den Songs bei den Ansagen. Da wusste der Sprachakrobat vom Dienst vor lauter Aufnahme-Herrjesses offenbar nicht so recht, was man jetzt genau wie sagen soll. Ansonsten lieferten die Herren aber ein einwandfreies Konzert und zeigten sich musikalisch vielseitig. Ein spannendes Album wird das werden, welches sich definitiv zu kaufen lohnt. Falls denn der Herr Stehle gestern all seine 96 Dinger im Griff hatte.

Heute Abend findet das zweite Konzert von Baze im ISC statt, welches ebenfalls aufgenommen wird. Wann genau das live Album herauskommen wird, wurde ganze einfach vergessen zu fragen konnte bis Redaktionsschluss nicht herausgefunden werden. 

Later at Chop

Gisela Feuz am Freitag den 20. April 2012 um 11:25 Uhr

Im Chop Records werden nicht nur Platten verkauft, sondern nach Ladenschluss wird machmal auch angeregt diskutiert. So z.B. gestern Abend an der Pilot-Veranstaltung von «Later at Chop». Erst mal gucken wolle man, wie das so tue, und dann entscheiden, ob man das allenfalls regelmässig veranstalte werde, meinten die Initianten Serge Berthoud und Ray Wilko  vorsichtig. Nichtsdestotrotz hatten sich die beiden Herren im Vorfeld ordentlich ins Zeugs gelegt, organisatorisch alles perfekt aufgegleist, selber extra Jingles eingespielt und im Brocki noch rasch ein paar Lampen gekömerlet für gemütliches Ambiente.

«Later at Chop» funktioniert nach dem Vorbild des Literaturclubs, bloss wurde gestern eben nicht über Literatur, sondern über Musik, genauer: drei spezifische Alben, diskutiert. Als ExperInnen waren die äusserst charmante Simone de Lorenzi (Fiji), ein vergnüglich-rumpelsuriger Huri Hurban (Phon Roll) , Mike Krüll (Lang & Breit), dessen Humor an Trockenheit ja wohl kaum zu überbieten ist, und die Schreiberin eingeladen worden. Besprochen wurden die neuen Alben von The Jezabels, The Shins und den Local Heroes Boys on Pills.

Um es gleich vorne weg zu nehmen: Einig wurden sich die ExpertInnen nicht und das war genau gut so. Genüsslich wurde da diskutiert und gestritten, ob denn «Port of Morrow» nun völlige Zeitverschwendung oder ein Geniestreich sei, ob «Prisoner» nicht einfach als Kate Bush-Verschnitt mit ein bisschen Killers-Beats durchgehe und ob die verbale Hodenkrazerei auf «Nacht» denn nun wirklich nötig sei. Wie es sich für eine anständige Talk-Runde gehört, wurde dazu ordentlich gepafft und Bier und Wein gekippt. Lustig war’s (ich denke auch für die ZuschauerInnen) nicht zuletzt weil die Talkmasters Berthoud und Wilko äusserst unterhaltsam durch den Abend führten.

Die ersten Feedbacks seien durchaus positiv gewesen, entsprechend ist zu hoffen, dass «Later at Chop» wieder stattfinden wird. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Geschichten vom Musikbusiness

Roland Fischer am Samstag den 14. Januar 2012 um 11:22 Uhr

Die Platte sei immer noch etwas vom besten in Sachen Balkan-Elektronik, meinte Bee-Flat-Veranstalter Christian Krebs gestern am Norient nach dem Film über das Shukar Collective – «aber das Konzert…». Vor vier Jahren war die Combo in der Turnhalle zu Gast – es war, sagen wir mal, nicht gerade ein Highlight in der Bee-Flat-Konzerthistorie. Warum das nicht funktioniert hat – warum es nicht hat funktionieren können -, dafür lieferte das Norient gestern eine filmisch bündige Erklärung.

Zwei Welten kamen da zusammen, die herzlich wenig miteinander zu tun haben: Hier die Soundtüftler hinter den Computern, musikalische Einzelkämpfer im Wesentlichen, die Teamarbeit ganz prinzipiell eher als anstrengend empfinden. Und da die unbändige Spielfreude der Romamusiker, die sich eigentlich erst richtig in der Gruppe entzündet. Wie daran (und am Geld, natürlich) ein sehr vielversprechendes musikalisches Projekt zerbricht, das zeichnet «The Shukar Collective Project» auf ungeschminkte und oft auch herrlich komische Weise nach.

Später im Programm gab’s dann noch Einblicke in ganz andere Musikbusiness-Logiken. Der in Beirut lebende Filmer und Hip-Hop-Experte Jackson Allers brachte zwei kurze Filme mit, die, obwohl kaum zwei Jahre alt, schon ein wenig von gestern waren. Denn was Allers danach über die Hip-Hop-Kultur in den neuen arabischen Demokratien zu erzählen hatte, liess noch eine andere kulturelle Revolution erahnen: Ohne jede Business-Struktur sei der arabische Hip-Hop dabei zu explodieren, mit den neuen Medien und der Öffnung des Internets fände die zuvor nur im Untergrund agierende Musikszene nun plötzlich eine grosse Verbreitung. Der Hip-Hop verspricht also (einmal mehr) zu so etwas wie der wütend-hoffnungsvollen Stimme der Jungen zu werden.

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Erfreulich: Das Norient war komplett ausverkauft gestern. Für alle Enttäuschten, die sich gern «Polyphonia – Albaniens vergessene Stimmen» angesehen hätten: Heute um 16 Uhr gibt es ein Zusatzscreening.

Eigensinn in Schwarz Vol. 2

Ruth Kofmel am Samstag den 7. Januar 2012 um 08:23 Uhr

Ich habe hier schon einmal von einem Musiklabel namens Mismrecords berichtet, dass immer wieder Qualitäts-Hörware aus dem Bereich Elektronik und Rap auf Vinyl herausbringt. Das Label wird von zwei Mannen geführt, einem Berner und einem Zürcher.

Der Berner, nämlich Mich Moser hat damit ganz offenbar noch nicht genug um die Ohren – sonst hätte er wohl kaum die kleine, schöne Italienerin, wie er sie nennt, auf die Welt gestellt: Luanarecords.

Auf Luanarecords wird er noch spezifischer als er das auf Mismrecords ist und veröffentlicht dort ausschliesslich instrumentale Stücke aus dem Bereich der Elektronik auf Vinyl.

Wiederum legt er in liebevoller Kleinarbeit oft selbst Hand an, wenn es um die Gestaltung der Hüllen geht – oder übergibt diese Arbeit befreundeten Künstler und Grafikern. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur die Musik, die auf Luanarecords ein zu Hause gefunden hat, für Freude sorgt, sondern immer wieder auch für visuelle Leckereien sorgt, wie beispielsweise eine 7inch in froschgrün.

Ich darf Ihnen hier schon eine Hörprobe von der nächsten Veröffentlichung vorstellen. Der kanadische Produzent Maki hat unter dem Titel «Leaving Exarchia» zwei seiner Stücke dem Berner Label anvertraut.

Jahresauftakt

Ruth Kofmel am Donnerstag den 5. Januar 2012 um 05:19 Uhr

Dimlite ist ein grosser Unbekannter hierzulande und auch ein unbekannter Grosser. Seine Erfolge feiert er bis jetzt grundsätzlich aber eigentlich nicht gewollt im Ausland, angefangen in Deutschland vor fast zehn Jahren und derzeit über die europäischen Grenzen hinaus vor allem in Amerika.

Seine Musik ist und bleibt ein Nischenprodukt, weit weg von allgemein gültigen Hörgewohnheiten. Es ist Musik, die sich dem Hip Hop entsprechend alter Klangvorlagen bedient. In Dimlites Fall aber geschieht das schon lange nicht mehr in Form von Sampling, sondern durch Nachspielen und Kombinieren musikalischer Erinnerungen und Fundstücke aus der Vergangenheit.

Auf seinem letzten Werk «Grimm Reality», das er gestern in der Turnhalle getauft hat, hat er wieder vermehrt die Stimme in den Vordergrund gerückt und verläuft sich ansonsten grossartig in allen möglichen Genreanlehnungen.

Wenn Dimlite live spielt werd ich sowieso jedes mal ganz kirre vor Begeisterung, aber was gestern in der Turnhalle zu hören war, übertraf alles bisherige. Julian Sartorius begleitete Dimlites Musik auf dermassen unerhört, krass gute Art und Weise, dass es gar nicht zu fassen war.

Da haben sich zwei gefunden. Sartorius verleiht Dimlites sphärischen Höhenflügen die nötige Erdung, sorgt für einen rollenden Groove, wenn sich Dimlites Melodien übereinander schichten, oder spielt ganz einfach stabil wie nur etwas mit einem bestehenden Beat mit, um diesen zu verstärken oder zu ergänzen.

Ich war einmal mehr sehr hingerissen und es war ausgesprochen schön zu sehen, dass Bern die zwei gebührend gefeiert hat – welch ein Jahresauftakt!

Die KSB-Jukebox 2011

Benedikt Sartorius am Donnerstag den 29. Dezember 2011 um 06:55 Uhr

Einmal mehr gilt: Das Jahr ist fast zu Ende, der Plattenschrank längst aufgeräumt, der persönliche Favorit erkoren und die wertvollsten Lieder beinahe auf einem Tonträger verewigt. Kurz, es ist wieder Zeit für die Jahresfavoritenmusik der KSB-Redaktion:

Herr Sartorius: Girls – Father, Son, Holy Ghost
Ja, es stimmt: Die zweite Platte der Girls um das Sektenkind Christopher Owens mit dem «Skinny Body» hat sich bei mir gehalten. Noch immer begeistert mich der Grössenwahn, die Verletzlichkeit und Teenage-Angst, die Arroganz und der Classic-Rock dieses grossen Albums.

Frau Kretz: Timber Timbre – Creep on, Creepin’ On
Ein Album, das sich für laue Sommernächte ebenso eigenet wie für kalte Wintertage, unglaublich melancholisch, fast weinerlich, und trotzdem mit der Fähigkeit einen wunderbar aufzustellen.

Frau Feuz: Biffy Clyro – Revolutions live at Wembley
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich 2007 Biffy Clyro als Vorband von Bloc Party im Salle Métropole in Lausanne gesehen habe. «Gesehen» bringt’s auf den Punk, denn wie das so oft der Fall ist bei Vorbands, wurden die Schotten unsäglich leise abgemischt. Das Herz der Schreiberin haben sie aber trotzdem im Sturm erobert und auch wenn Biffy Clyro heute zugänglicher und massentauglicher daherkommen, so haben sie doch nichts von ihrer Intensität und ihrem Charme eingebüsst. Und ein qualitativ so perfektes Live-Album muss man erst mal hinbringen.

Fischer: Ryan Adams – Ashes & Fire
Die Orgel, sie erwischt mich immer noch jedesmal wenn ich die Platte höre, dieses Hammondgurgeln – so schön ertrinkt sonst kein Instrument im Elend. Und dabei gurgelt sie doch nur so nebenbei, irgendwo im Hintergrund. Aber so ist eigentlich alles an dieser Platte, die Band spielt diese lupenreinen Songjuwelen wie aus dem Handgelenk, als das was sie sind: Songs eben, nicht mehr und nicht weniger. Und Ryan Adams singt, als hätte er sich allmählich abgefunden damit, kein Glück zu haben auf dieser Welt. Und unbedingt auch damit, nie ein grosser Popstar zu werden. Für uns aber, für uns ist er spätestens mit dieser Platte ein ganz Grosser.

What a bastard

Roland Fischer am Donnerstag den 1. Dezember 2011 um 05:19 Uhr

Socalled ist ein Hans-Dampf-in-vielen-Gassen, mit Hiphop oder Klezmer oder Sample-Pop ist ihm durchaus nicht beizukommen. Gestern am Konzert in der Turnhalle gab’s Acapella-Einlagen, Zauberkunststücke, Puppentheater, berührende Solostücke am Klavier, Samplerstakkato, fliegende Wechsel in der Band und und und. Funktioniert hat dieser Bastard von einem Konzert aber wunderbar, da war zwar nichts so wirklich stilecht, aber immer mit Herz und Schalk vorgetragen. Böse Zungen mögen behaupten, der Mann sei Opfer seiner tausend Talente, richtiger aber muss man hier wohl einen Irrwisch bewundern, der seine multiple Persönlichkeit sehr musikalisch unter einem Hut behält.

Dass meine Handykamera da nicht ganz mitkam, ist nicht weiter verwunderlich. Dafür ist eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem Berner Nachtfalter aufgefallen, der gestern auch wieder mal als letzter vor dem Bühnenlicht seine Runden zog.

Die Lösung der Probleme

Grazia Pergoletti am Donnerstag den 24. November 2011 um 01:17 Uhr

Nun, man kann mir sicher nicht vorwerfen, ich wäre nicht auch mal auf eine gesunde Distanz gegangen. «Sunne» gefiel mir zwar musikalisch sehr gut, aber textlich blieben da für mich doch ein paar Fragen offen. Und in der «Schule der Unruhe» mochte ich schon gar nicht nachsitzen, nein, das war nicht meins, wirklich nicht.

Doch gestern Abend, meine Damen und Herren, geschah es wieder: Kutti MC, Stephan Eicher und Band haben ihre neue Scheibe «Freischwimmer» in der Kaserne Basel getauft und ich war h i n g e r i s s e n ! Da haben sich zwei gefunden, im Guten wie im Bösen, und sie bringen voneinander das Beste zum Vorschein und zum Leuchten: Pathos, Pop und Gelassenheit, Frankophoner Weltschmerz mit Bernischer Bodenhaftung, kurz und gut: die Lösung all deiner Probleme.

Heute Donnerstag im Bierhübeli. Ich kann es von Herzen empfehlen!

Ein Abfallkübel sein

Roland Fischer am Donnerstag den 27. Oktober 2011 um 05:00 Uhr

Gestern bei Storm und Störmer im Kairo gabs reihenweise seltsame Tipps und Anweisungen zum guten Leben – schlechte Sachbücher waren auf dem Programm, und da sind die Skurrilitäten selbstverständlich Legion. Ein Beispiel nur aus der Fiat-Lux-Fibel «Der Weg», einem Buch voller Maximen für ein gottfürchtiges Leben: «Lebe demütig und sei dir immer bewusst: Du bist ein Abfallkübel.» (frei zitiert, aber der Abfallkübel stimmt).

Dann weiter in den Dachstock, wo der Spoken-Word-Hohepriester Saul Williams seine ganz eigene musikalische Predigt zum Besten gab. Zum Abfallkübel hatte Williams auch was zu sagen: «And I feel bad, I feel bad, I feel conquered, I feel sad» sang er (aus «Triumph» vom neuen Album «Volcanic Sunlight»), aber nicht in Büsserpose, sondern als regelrechte Party-Hookline, als Mitsingrefrain, dass es eine Freude war.

Überhaupt, es war ein Bastard von einem Konzert, da wurde immer wieder in Seelengründen gewühlt, um im nächsten Moment die Oberflächlichkeit des Pop glitzern zu lassen. Auch die Band war launig zusammengestellt, eine gute alte Schlagzeuger-Saiten-Flanke und auf der anderen Seite zwei Männer an allerlei elektronischen Gerätschaften, die locker ein weites Soundspektrum von brachialem Industrial bis lustigem Disco-Funk abzudecken vermochten.

Im besten Fall entwickelte das eine ungeheure perkussive Wucht, die von Williams Sprechgesang nur noch mehr angetrieben wurde. Manchmal aber war es auch ein wenig allzu breitgetretener Lärm – von Bombast bis Morast war da alles vertreten. Getragen wurde alles von Williams vielgestaltiger Stimme, die die letzte Zugabe dann noch solo gab, mit einer rhythmisch-eindringlichen Geschichte, die wieder beides in einem war, Feier und Anklage, Tiefschlag und Hochgefühl.

Roll Bus Roll

Benedikt Sartorius am Donnerstag den 20. Oktober 2011 um 11:12 Uhr

«Pass the Mic» heisst einer der favorisierten Tracks der Beastie Boys. Das Mikrofon wandert von MC zu MC und so war das gestern auch ein wenig im Rössli, wo sich anlässlich der «Weirdo Heroes World Tour» gleich vier Rapper die Ehre gaben.

Paranoid Castle besorgte im schweren Anzug den hart-kopfnickenden und packenden Einstieg, gab das Mik weiter zum schwergewichtigen Ceschi, dem die Why?-Anticon-Schule schön und deutlich anzumerken war, ehe Louis Logic reizvolle Raps und Sounds und aber auch eine ziemlich unlustige und polarisierende Geschichte über alte Schwänze und grosse Vaginas erzählte.

Schliesslich übernahm Regan Farquhar alias Busdriver aus Los Angeles das Mik und den Sampler, stellte seine unnachahmliche virtuose Schnelligkeit in Freestyles, die durch alle Rhythmen und Tonhöhen fliessen, zur Schau und spielte klassische Tracks wie «Imaginary Places» oder den «Unemployed Black Astronaut».

Der Höhepunkt seines Auftritts war aber seine Einlage über den Aphex-Twin-Wundertrack «vordhosbn». Wie Busdriver über diese verzwickte Vorlage seinen Sprechgesang legte, als wärs das leichteste der Welt, das war schön unerhört.

Überhaupt: Ein schönes Paket war diese Weirdo Heroes World Tour, die im Rössli gerade an einem kalten Mittwoch bestens wirkte.