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Archiv für die Kategorie „Folklore & Unterhaltung“

«Gütterle» mit Radio Gelb-Schwarz

Gisela Feuz am Montag den 6. Februar 2012 um 11:40 Uhr

«Eifach nid z’viu über angers liire.» So hätte man es eigentlich auch ausdrücken können. Aber dafür sind die Herren von Radio Gelb-Schwarz viel zu charmant und so wurde der Schreiberin im Vorfeld wortreich durch die Blume beigebracht, wie man dann öppen ungefähr sollte, wenn man ein Fussballspiel live fürs Radio kommentiert. Bei gefühlten Minus 30 Grad auf der äusserst zugigen Pressetribüne durfte Frau Feuz nämlich gestern beim YB-Fanradio mittun. Lustig wars. Aber tami kalt! Und das Öfeli wurde nicht etwa für die tiefgefrorenen Zehen eingesetzt, sondern für den Laptop, der in grosser Kälte gerne den Geist aufgebe. Irgendwo hat dann eben auch Charme seine Grenzen.

Brian, Simon und Gabriel

Seit drei Jahren übertragen Simon Klopfenstein, Brian Ruchti und Assistent Gabriel Haldimann mit ihrem Radio Gelb-Schwarz alle YB-Spiele aus dem heimischen Stadion und von allen Auswärtsspielen. Die ganze Geräteschaft, die es braucht, um live vor Ort senden zu können, haben sie sich selber zusammengekauft und während anderen mit chicen Übertragungswagen das Material transportiert wird, schleppen die Herren ihre 10 Kilo selber herum.

Das sei natürlich schon eine Herzensangelegenheit, meint einer der beiden «Schnuris» und das merkt man auch. Emotional und mit Elan wird da kommentiert, fachkompetent beurteilt und mit viel Liebe zum Detail werden den ZuhörerInnen zu Hause Spiel und Stadionatmosphäre vermittelt. Dabei necken sich die Herren auch gerne gegenseitig, lassen kernige Sprüche liegen und wagen auch mal verbale Exkurse in andere Gefilde. Dieser Mix gefällt und wird im Schnitt von rund 3’000 HörerInnen mitverfolgt. Hören Sie doch auch mal rein bei den RGS-Jungs, denn die machen auch glücklich! (Und lieber Pressetribünen-Aufräumer: falls sie zwei Zehen finden sollten, das wären dann meine.)

Wer mehr wissen will über das RGS-Kommentatorenteam Simon Klopfenstein und Brian Ruchti, der schalte morgen um 10h Radio Bern 95,6 MHz ein. Die beiden Herren kommen zum Interview vorbei, um ordentlich aus dem Fussballnähkästchen zu plaudern.

Heiter und traditionsbewusst

Nicolette Kretz am Freitag den 6. Januar 2012 um 01:01 Uhr

Ich weiss ja nicht, was Sie dem Ländler gegenüber so für ein Verhältnis haben, aber meines ist ein ziemlich unbefangenes. Ländler erinnert mich in erster Linie an Skilifte und zweitens an die Kindheit – und dort nicht an die muffige Stube der Grosseltern, sondern an fröhlich-laute Festzelte in Schlosswil und Umgebung. Beste Voraussetzungen für den Abend «Eidg. Moos – Weltbekannt bis zum Mond» von Ruedi Häusermann, Herwig Ursin und Jan Ratschko.

Die drei spielen eine Ländlerkapelle, welche sich auf den jährlichen Unterhaltungsabend eines Dorfvereins vorbereitet. Doch dieser (ebenfalls von den drei gespielt, jedoch mit Bärten) beschliesst eine kleine Neuerung, die besagten Auftritt nicht mehr vorsieht. Dieser Rahmen der einfachen Story erlaubt jede Menge Spässe, die nicht selten dadruch entstehen, dass der grimmige Deutsche Ratschko hier auf so viel scheinbare Schweizer Heiterkeit trifft. Daneben gibts viel Fortbildung im Bereich der musikalischen Schweizer Traditionen und natürlich viel lüpfige Musik.

Äusserst unterhaltsam changieren die drei zwischen Schweizkritik und dem Auflebenlassen alter Traditionen, wobei sie sich keiner der Seiten anbiedern. Bloss dass man bei einige Aktionen das Gefühl hat, sie würden nur um des Witzes oder des Bildes Willen ausgeführt, ist in dem nicht gerade kurzen Abend manchmal etwas anstrengend. Der anschliessende «gesellige Ausklang» im Keller mit Wurst, Kartoffelsalat und noch mehr Musik mach dies aber gleich wieder wett, und der Abend ist zur Bildung und Unterhaltung somit unbedingt zu empfehlen.

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Das Stück (inkl. geselligem Ausklang!) läuft noch bis Sonntag im Schlachthaus.

Captain Frank Live Karaoke Show

Gisela Feuz am Dienstag den 3. Januar 2012 um 05:03 Uhr

Wenn Daisuke Inoue seine Erfindung hätte patentieren lassen, dann wäre er heute ein gemachter Mann. Vor allem in Japan, den USA und in England erfreut sich Karaoke-Singen grosser Beliebtheit und bietet bis anhin Unbescholtenen die einmalige Gelegenheit, öffentlich ungeahnte Gesangstalent zu demonstrieren oder sich komplett zum Affen zu machen.

Auch in der Schweiz ist im Zeitalter von Singstar und wie diese Computerspiele alle heissen, Karaoke beliebter denn je. Im Zürcher Club Mascott wird zum Beispiel seit 7 Jahren wöchentlich das «Karaoke from Hell» veranstaltet, wobei eine Truppe gestandener Musiker sich als Band zur Verfügung stellt. SängerInnen aus dem Publikum können am «Karaoke from Hell» aus einem Repertoire von über 120 Songs aus dem Bereich Punk, Rock und Metal auswählen, welchen Titel sie zum Besten geben wollen.

Noch ein bisschen weiter treibt es nun der unverwüstliche Captain Frank mit seiner Karaoke-Truppe am kommenden Wochenende in der Turnhalle vom Progr. Verschiedenste Stilrichtungen sind ausdrücklich erwünscht, von Heavy Metal über Schlager bis hin zu Eurodance sind Captain Frank und seine Mannen gewillt, für Singwillige zu spielen. Einzige Bedingung: Man muss sich vorher anmelden, damit die Herren zumindest noch zwei Tage Zeit haben, die Songs einzustudieren. Na, Lust auf Rampenlicht? Etwa so könnte das klingen (oder auch nicht):

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Die Captain Frank Live Karaoke Show startet am Freitag 6. Januar um 21h in der Turnhalle vom Progr. Singwillige können sich bis am 4. Januar anmelden auf singen@rabe.ch. Alle Stilrichtungen sind erlaubt, ja ausdrücklich erwünscht! Für Kurzentschlossene wird am Abend selber eine Liste mit Songs aufliegen, die ohne Anmeldung gesungen werden können. Für das musikalische Rahmenprogramm wird the one and only DJ El Mex sorgen.

Schenkkreise

Roland Fischer am Montag den 26. Dezember 2011 um 05:22 Uhr

Letztes Jahr liess sich die Heilsarmee noch von der Crème de la Crème der Schweizer Musikszene beschenken – man erinnert sich vielleicht, an die denkwürdige Fusion von ohrwurmenden Pop-Melodien und dem ganz besonderen kammerorchestralen Sound, den nur die Soldaten des Herrn hinbringen.

Dieses Jahr nun war es an der Heilsarmee, sich zu revanchieren und der heimischen Popszene etwas zurückzugeben. Und so kam es in den Wochen vor dem grossen Fest zu einer Offerte der besonderen Art, im Tonstudio der Kummerbuben.

Wie das klingt, wird man allerdings erst Ende Februar 2012 erfahren, wenn die neue Platte der Buben erscheint, oder gleich an der Plattentaufe Anfang März im Dachstock (wohin sich die Heilsarmee-Bläsersektion allerdings kaum aufmachen wird, dem Vernehmen nach). Ein kurzer Reinhörer machte aber schon mal Lust auf mehr: Ein herzschmerzender Bläsersatz, eine bittersüsse Ballade – der Kummerbuben-Trupp hat sehr passende Alliierte gefunden.

Bewegungsmelder Lotto

Gisela Feuz am Freitag den 23. Dezember 2011 um 13:17 Uhr

«Schüttle» war gestern angesagt, denn der Bewegungsmelder lud einmal mehr zum traditionellen Lotto. Dieses Mal wurde im Kornhausforum gelottölet, moderiert wurde die Veranstaltung von einem umwerfenden Dominic Deville, wobei sich diverse Mini-Pic-Promis als Zahlenfees zur Verfügung stellten.

Der Auftakt machte dabei der äusserst sympathische Boxweltmeister Yves Studer, der dem frechen Moderator selbstironisch ordentlich Paroli bot und sich keineswegs aus der Ruhe bringen liess. Die Schnauzprinzessin Jackie Brutsche mischte dann mit ihren klaren Ansangen die Bude erst mal richtig auf, Chlyklasse-Papi Baldy Minder zeigte Hockey-Kenntnise («31- Tosio»), Oli Jaggy offenbarte eine Primzahlenphilie und Simon Klopfenstein, die eine Hälfte von Radio Gelb-Schwarz, baute die Lotto-Zahlen gekonnt in einen YB-Spiel-Kommentar ein.

Jackie Brutsche und Dominic Deville in action

Zu gewinnen gab es Preise, die sich sehen lassen konnten. Von einer Box-Lektion mit dem Weltmeister höchstpersönlich, über Essen in diversen Feinschmeckerlokalen, gesponserten Apéros für alle Freunde bis hin zu live Haarschnitt, Jahreskarten fürs Kunstmuseum, Radio-Co-Moderationen und Gurten-Festival-Pässen gab es alles zu gewinnen, was das Lotto-Herz begehrt.

Bloss zeigte sich gestern Abend einmal mehr, dass Lotto höchst ungerecht ist, denn nicht weniger als drei Gewinner holten mehrmals Preise ab, während der Grossteil des Publikums leer ausging. Wirklich gestört dürfte das aber wohl niemanden haben, denn dank Herrn Devilles höchst vergnüglicher Moderation war das Ganze doch eine äusserst unterhaltsame Angelegenheit. Die Schreiberin freut sich jedenfalls schon auf nächstes Jahr, wenn’s dann wieder heisst: SCHÜTTLE!!

Schöne Sachen

Nicolette Kretz am Samstag den 10. Dezember 2011 um 05:30 Uhr

Adventsmärkte mit junger, hipper Kunst sind ja schon bald so verbreitet wie solche mit Filzhüten und Glühwein. Das Kulturbüro hatte einen, nächste Woche lädt das Kairo zum bereits traditionellen Nachtbazar. Bloss der Artsouk scheint dieses Jahr leider nicht stattzufinden. Dafür gibt es im Theaterladen des Schlachthauses jetzt einen Weihnachtsverkauf.

Unter der Leitung von Mohéna Kühni, die seit letzter Spielzeit den Theaterladen mit Ausstellungen und Installationen zu neuem Leben erweckt, verkaufen elf Künstler(-gruppen) schöne kleine Dinge. Ich bereue es zum Beispiel sehr, als Smartphone-Benutzerin für die siebgedruckte Agenda von Heé & Coboi keine Verwendung zu haben. Aber weihnachtsshoppen soll man ja auch nicht für sich selber!

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Der Laden ist noch bis am 23.12., jeweils freitags und samstags von 14-18 Uhr geöffnet.

Dead Fly Art

Gisela Feuz am Freitag den 25. November 2011 um 05:04 Uhr

Haben Sie sich schon mal gefragt, was eigentlich Fliegen im Winter machen? Gar nichts. Die sind dann nämlich alle mausetot. Sinken die Temperaturen, werden Fliegen träge, grün und dick, brummen sturm in der Wohnung herum und klatschen in Fensterscheiben. Sobald die Aussentemperaturen den Gefrierpunkt erreichen, segnen sämtliche Outdoor-Fliegen das Zeitliche. Die Indoor-Fliegen, die sich vorübergehend irgendwo in eine warme Stube retten konnten, werden auch nicht viel älter, vertrocknen sie doch quasi von innen heraus.

Anstatt die toten Brummer nun aber einfach in den Abfalleimer zu werfen oder lieblos einzustaubsaugen, kann man deren sterblichen Überreste durchaus zu besseren Zwecken verwenden. Böse Zungen würden jetzt vielleicht von Leichenfledderei sprechen, kultivierte und distinguierte Zeitgenosse haben allerdings das künstlerische Potential irdischer Fliegen-Hüllen durchaus schätzen gelernt, so zum Beispiel auch der Schwede Magnus Muhr, Gründer der Dead Fly Art. Vom schnöden Büroklammer-Aufspiessobjekt in Schulstuben hat sich die gute alte Stubenfliege nun also zum Gegenstand der hohen, bildenden Kunst gemausert.

Alpedrosi!

Grazia Pergoletti am Mittwoch den 23. November 2011 um 06:31 Uhr

Nicht nur die UNESCO und die Eidgenossenschaft kümmern sich um den Erhalt des Immateriellen Kulturerbes, nein, auch ganz junge Menschen arbeiten an der Pflege unserer Traditionen. So zum Beispiel Miko Hucko und Thibault Schiemann, alias Tobak Lithium, die im Rahmen der «Startrampe» im Keller des Schlachthaus Theaters für die Wiederbelebung der Alpedrosi und ihrer Gesänge kämpfen.

Miko, Thibault, was bedeutet Tradition?
Thobak Lithium: Eine Tradition ist eine über mehrere Generationen weitergegebene kulturelle Praxis.

Was ist das, ein Alpedrosi?
Thobak Lithium: Ein Alpedrosi ist ein Sänger, der urschweizerische Geschichten erzählt und dabei von einem Trommler begleitet wird.

Warum ist die Alpedrosi-Tradition schützenswert?
Thobak Lithium: Weil keine andere Tradition die Schweizer Identität so allumfassend abbildet.

«Die Erzählungen der Alpedrosi», Donnerstag 24. bis Sonntag 27., «Startrampe» im Schlachthauskeller. Und noch immer können dem Bundesamt für Kultur Vorschläge gemacht werden, was auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Schweiz gehört, nächster Eingabetermin im Kanton Bern ist der 12. September 2012.

Eine politische Projektionsfläche

Roland Fischer am Mittwoch den 2. November 2011 um 05:09 Uhr

Das aktuell erfolgreichste Kulturangebot in Bern? Nein, nicht Ewigi Liebi, auch nicht Tanz in Bern, und das Reitschulfest (trotz dem Vernehmen nach beeindruckendem Publikumsaufmarsch) natürlich auch nicht. Die Massen pilgern dieser Tage auf den Bundesplatz, zu einem ziemlich aufgedonnerten Rendezvous.

«Rendez-vous Bundesplatz» heisst das Gratis-Lichtspektakel, das jeden Abend um sieben und halb neun die Bundeshausfassade zum Tanzen bringt (zumindest ein wenig). Und der Platz ist jeweils rappelvoll (die Betreiber rechnen mit täglich 3000 Besuchern), wenn die Beleuchtung erlischt und die mächtigen Beamer angeworfen werden, und dann ist es ein grosses Ah und Oh. Tatsächlich hat man Lichtprojektionen so plastisch und lebendig noch nicht gesehen. Ausgehend von einem Abbild der Fassade werden da im Computer allerlei visuelle Spässe durchgespielt, die das Auge im besten Fall so gut täuschen, dass man das Bundeshaus momentweise wie verwandelt sieht. Und ja, dann tanzt es sogar, zu Yello-Beats.

Soweit so gut. Beziehungsweise nicht so gut wie andernorts. Der Spass ist eigentlich ein ganz oberflächlicher – doch nur Spielerei wäre an dem symbolträchtigen Ort natürlich zu wenig gewesen, und so wird, wie es im Konzeptpapier heisst, «in einer zweiten Ebene eine positive Botschaft zur Schweiz szenisch umgesetzt – mit bewegten Bildern, Licht- und Toneffekten». Das gerät dann allerdings zum plumpen Politkitsch, zum biederen Demokratie-Loblied mit seltsam unmotivierten Intermezzi.

Ach ja, gratis ist das Ganze zwar, aber natürlich nicht ganz billig. Die Geldsuche gestaltete sich offenbar schwierig – zumindest für die hiesige Premiere. Denn «Rendez-vous Bundesplatz» soll zurück kommen und als «wiederkehrendes Ereignis im Berner Kulturkalender verankert» werden, wie es auf der Webseite heisst. Interessierte Firmen dürfen sich ab sofort melden – ihnen stehe das Spektakel ab nächstem Jahr als «Kommunikationsplattform» offen. Nein danke, lieber nicht. Uns hat das patriotische Werbefenster gereicht.

Lustiger Dienstag 55

Gisela Feuz am Mittwoch den 26. Oktober 2011 um 11:45 Uhr

Gestern Abend startete im Tojo der LuDi (der Lustige Dienstag) mit der 55. Ausgabe bereits in die 9. Saison. «Nächschts Mau mues me däich scho zwe Stung vorhär cho», grummelte am Eingang ein Herr, der gerade noch eine Eintrittskarte hatte ergattern können. Tatsächlich erfreut sich der LuDi enormer Beliebtheit und da aus Prinzip kein Vorverkauf stattfindet, bildet sich oft bereits eine Stunde vor Beginn eine lange Schlange quer über den Hof der Reitschule.

Weshalb der LuDi so beliebt ist, wurde drinnen schnell einmal klar. Die Herren der Stammbesetzung (Robert Stofer, Markus Schrag und Thomas Laube), gestern verstärkt durch die fabelhalfte Martina Kunz, gaben in mehreren Akten einen höchst vergnüglichen und ordentlich absurden Banküberfall-Schwank zum Besten, wobei sie auch vor derbem Schenkelklopfer-Humor nicht zurückschreckten, wie es sich für dieses Genre ja auch gehören.

Zwischen den Akten gab es jeweils unterschiedliche Gast-Nummern zu bestaunen. Diese Gäste liessen sich gestern über philippinische Verwandte aus, lasen Gedanken, reisten aus der Zukunft an (und verrieten, dass YB auch die nächsten 150 Jahre nicht Meister werden wird) und entführten das Publikum durch wunderbare Ring- und Kristallkugel-Nummern kurz in die Welt des Zirkus’.

Der Ausgang des Banküberfall-Schwanks wurde dann vom Publikum bestimmt, welches aus den besten Publikumsvorschlägen auswählen durfte. Ich muss gestehen, dass ich nicht mehr weiss, wie die Geschichte genau ausgegangen ist. Das ist aber auch nicht wichtig. Viel wichtiger ist, wie diese Geschichte zu Ende gespielt wurde. Genüsslich, abenteuerlich und tollkühn wurde da improvisiert, wobei die Herren sich auch gerne mal über ihre eigene Rolle ausliessen («Wärum mues eigentlich immer ig z’Oberarschloch spile?») und sich das Grinsen ab den eigenen Unsinnigkeiten manchmal selber kaum verkneifen konnten.

Erstklassige Unterhaltung war das und so gab es denn am Ende des Abends weit und breit nur lachende Gesichter zu sehen. Und wahrscheinlich dürfte der Eine oder die Andere auf dem Heimweg «We eine tannegi Hose het» vor sich hingesummt haben.

Die nächste LuDi-Ausgabe wird am 29. November im Tojo der Reitschule aufgeführt. Seien Sie frühzeitig dort!