Archiv für die Kategorie „Daten & Termine“

Destination: Bad Bonn Kilbi

Benedikt Sartorius am Donnerstag den 11. März 2010 um 09:39 Uhr

Das jubilierende Programm der 20. Bad Bonn Kilbi ist bekannt. Wir freuen uns unter vielen anderen auf Tocotronic, das Sun Ra Arkestra, den Krautrock von Michael Rother und Steve Shelley, die süssen Hot Chip, Atlas Sound mit seinen Schlafzimmerliedern und den Düsterknaben Kode 9.

Nächster Halt: Düdingen

In diesen Minuten ist die S1 an der Zieldestination im Senslerland angekommen, und also dort, wo der Esel und die Katze hausen und wo vom 27. bis am 29. Mai das wertvollste unter den hiesigen Festivals Geburtstag feiern wird.

Schlicht ausgedrückt: Die offizielle Programmbekanntgabe der 20. Bad Bonn Kilbi steht an – und der Sonderkorrespondent nimmt den Weg hin zum Konzerthaus beim Bonn-See unter die Füsse.

Gurten-Bingo, Teil 2

Manuel Gnos am Dienstag den 9. März 2010 um 14:36 Uhr

Weil uns die Gurtenfestival-Macher gestern auf dem falschen Fuss erwischt haben, sind wir nun etwas in Verzug mit dem zweiten Teil unseres Festival-Bingos. Inzwischen haben wir Ihre Nennungen aber ausgezählt und sind zur folgenden Bingo-Karte gelangt:

Gurtenfestival-Bingo.

Wie Sie sehen können, hat die KSB-LeserInnenschaft (Felder in pink) gemeinsam mit der Redaktion (Felder in schwarz) bis anhin 8 Treffer gelandet (unterstrichen). Das ist schon mal beachtlich, allerdings noch relativ weit weg von den geforderten 50 Prozent. Noch ist aber nichst verloren, denn glaubt man den gut informierten Quellen, wird der grosse Rest des Programms am 26. März 2010 bekannt gegeben. Und da werden wohl noch ein paar Treffer hinzukommen!

Also Daumen drücken! (Und natürlich lässt sich die Redaktion auch bestechen, um eine aktuelle Nennung durch eine neue zu ersetzen…)

Kulturbeutel 10/10

Benedikt Sartorius am Montag den 8. März 2010 um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Fingerpoke am Freitag im Café Kairo. Die Vier aus dem Herzen von Zürich Hottingen versammeln auf ihrem neuen Rückkehr-Album «Neptune Street» vierzehn Lieder, die die Americana zelebrieren, souverän zitieren und landstreicherisch umspielen.

Frau Feuz empfiehlt:
Besuchen Sie am Mittwoch das Konzert von Daniel Kahn & The Painted Bird im Rössli der Reitschule. Die wild zusammengewürfelte Truppe veranstaltet Klezmer-Punk-Cabaret oder, wie sie es selber nennen, «Verfremdungsklezmer». Wie auch immer man es nennen will, lüpfig wird es alleweil.

Fischer empfiehlt:

Zweimal Kino: Im Kino Kunstmuseum gibts cinematografische Selbstbespiegelung der besonderen Art. ‎Im Dokfilm «L’enfer d’Henri-Georges Clouzot‎» erzählt der Filmsammler Serge Bromberg, ausgehend von nie fertig gedrehtem Material, die Geschichte des ‎«vielleicht legendärsten Gerüchts des französischen Kinos‎», wie das Kunstmuseum schreibt. Klar ist: So psychedelisch hat man Romy Schneider noch nie gesehen. Und am Samstag startet das kleine wie feine Filmfestival von Fribourg, das sich auf Filme aus Asien, Afrika und Lateinamerika spezialisiert hat. Schon am Dienstag gibt’s dazu in Bern einen Teaser, im Cinémovie ist als Vorpremiere ‎«Homem que Copiava‎» von Jorge Furtado (BR) zu sehen.

Herr Gnos empfiehlt:
Die SlideNite in der Turnhalle. Diesen Dienstag werden dort zwei aktuelle Foto-Arbeiten vom Schweizer Steeve Iuncker und der Französin Elisabeth Cosimi gezeigt. Von Iuncker wird eine Serie über die Prostituierte Betty vorgestellt, Cosimi fotografierte in Neapel während 14 Monaten afrikanische Mädchen und Frauen, die nach Europa verschleppt wurden. Bestimmt keine leichte Kost, aber das ist auch nicht das Ziel dieses gelungenen Formats.

Ron Orp empfiehlt:
Die Kunstausstellung “Schwarzweiss… und doch sehr nuanciert” in der Mobiliar zu besuchen, um sich ein Bild davon zu machen, was hinter den ansonsten geschlossenen Türen gesammelt wird. Zudem: Gerade wenn das Wetter so kalt ist wie im Moment, lohnt es sich im Bowlingcenter Marzili wieder einmal eine alles andere als ruhige Kugel zu schieben.

Wer spielt am Gurtenfestival?

Manuel Gnos am Dienstag den 2. März 2010 um 12:02 Uhr

Noch geht es eine Weile, bis uns der Herr Cornu das Programm für sein diesjähriges Gurtenfestival, das vom 15. bis 18. Juli stattfinden wird, veröffentlicht. Auf der Website heisst es dazu lediglich: «Das gesamte Gurtenfestival Programm 2010 wird voraussichtlich ab Mitte April bekannt gegeben.»

Da wir heute bei unseren Freunden im Osten auf die hübsche Idee des Festival-Bingos gestossen sind, haben wir uns umgehend auf die Suche nach möglichen Namen gemacht und sind dabei fündig geworden. Unsere Liste enthält bis jetzt die folgenden fünf Namen:

Helfen Sie uns, die Fragezeichen-Felder zu füllen! Schreiben Sie dazu Ihre Tipps in das Kommentarfeld.

Bei einer Trefferquote von mindestens 50 Prozent über die ganze Bingo-Karte verlosen wir unter der werten LeserInnenschaft einen grandiosen Preis. Nach dem Theorem der Herdenintelligenz sollte es für Sie eigentlich kein Problem sein, den Wert von 50 Prozent zu übertreffen…

Kulturbeutel 09/10

Gisela Feuz am Montag den 1. März 2010 um 07:00 Uhr

Frau Feuz empfiehlt:
Das Konzert von Triggerfinger am Donnerstag im ISC. Das Trio aus dem belgischen Antwerpen kokettiert nicht mit der Stilbezeichnung «Indie», wie das momentan doch ach so viele Bands tun, sondern nennen ihre Musik ganz einfach «Classical Rock». Die drei Belgier produzieren denn auch klassischen Rock nach alter Schule, sprich: Nicht allzu schnell gespielte, raue, harte, repetitive Riffs dominieren. Freunde von AC/DC und Lenny Kravitz werden bei diesem Konzert auf ihre Kosten kommen.

Fischer empfiehlt:
Die Werkschau der Architekturbereiche der Berner Fachhochschule im Kornhausforum. Am Donnerstag ist Vernissage. Die Ausstellung steht unter dem Motto ‎«Transformationen – Architektur zu Disposition». Und hinter der nicht eben vielsagenden Phrase verbirgt sich eine durchaus interessante Idee: Viele (auch neuere) Bauten in der Schweiz seien nicht mehr zeitgemäss (ob technisch oder bezüglich heutiger Raumbedürfnisse), behaupten die Ausstellungsmacher. Die Studenten präsentieren also Ideen zur baulichen Erneuerung: architektonische Verjüngungskuren.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Das Tanzstück «Im Gange» der Compagnie 7Elles, choreographiert von Michael Schulz, weil sie vor etwa zwei Jahren einmal eine Produktion exakt dieser Truppe gesehen hat und richtiggehend begeistert war. Im Tojo, Donnerstag bis Samstag um 20.30 Uhr, am Sonntag um 19 Uhr. Und sie erinnert daran, dass im Schlachthaus die letzte Folge der «Siegenthalers im Seich» zu sehen ist!

Herr Gnos empfiehlt:
Harte, vertrackte Kost mit Pro Pain im Bad Bonn. Ich hab die Band zwar über Jahre hinweg aus den Augen verloren, jedoch beste Erinnerungen an ihr Schaffen Anfang der 90er-Jahre. Mal sehen, was die Herren heute zu bieten haben. Und am Samstag gibts endlich wieder mal einen Auftritt der Berner Helden des Alternative Country. Will heissen: Zeno Tornado & The Boney Google Brothers spielen im Le Beizli.

Herr Sartorius empfiehlt:
Buffalo Collision am Mittwoch in der Turnhalle. Das Quartett vereint zwei Drittel der populären The Bad Plus mit dem Cellisten Hank Roberts und dem freien Saxofonisten Tim Berne. «Wie aber soll man die Musik von Buffalo Collision beschreiben?», fragt die NZZ in einer Konzertkritik und antwortet vage: «Als akustisches Ambient vielleicht oder als vibrierendes Klangkontinuum, das in dynamischen Bögen vorübergehend an Jazz, Blues, Folk oder Kammermusik anklingt.» Item. Wer es dann ruhiger mag, besucht am Freitag noch das Bad Bonn und hört die lichtscheuen The Album Leaf an.

Ron Orp empfiehlt:
Den Besuch der Antikensammlung Bern, denn entgegen ihrem Ruf haben auch Gipsabgüsse ihren Reiz. Als Stärkung gehts dann in das Restaurant Greenhouse. Hat man das gewöhnungsbedürftige Dekor erst ignoriert, lassen sich hier wunderbare Baked Potatoes in allen Varianten verzehren.

Grössen-wahnsinniges Grenztheater

Christian Pauli am Freitag den 26. Februar 2010 um 10:57 Uhr

Sich an einem komplexen und konfliktträchtigen Stoff abarbeiten – dafür ist Theater doch wie gemacht, dachte ich Theaterbanause, als ich mir vor ein paar Tagen den Trailer zu «Checkpoint. Israel – Palästina in unseren Köpfen» anguckte:

Ein Ding der Unmöglichkeit: Den globalen-regionalen-lokalen, religiösen-politischen-wirtschaftlichen, historischen-gegenwärtigen-zukünftigen und realen-medialen-ideologischen Konflikt zwischen Israel und Palästina zum Stoff für zeitgenössisches Theater in einer mitteleuropäischen Stadt zu machen. Dieses Themenmonster hat sich die junge Luzerner Theatergruppe Grenzgänger vorgeknöpft. Die Gruppe reiste nach Israel-Palästina, um daraus 90 Minuten Theater zu machen. Gestern fand im Schlachthaus-Theater die erste von drei Berner Aufführungen statt (noch heute Freitag und morgen Samstag, jeweils 20.30 Uhr).

Was bringt das Theaterstück einem thematisch interessierten Zeitungsleser (alles was in der NZZ dazu kommt)? Auf welche Seite schlägt das Pendel: Pro oder gegen Israel? Was sind die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Theater angesichts eines derart monströsen Themas?

Das Thema hat auf jeden Fall – wüstes Wort – Mobilisierungspotential. Die Leute standen Schlange an der Rathausgasse. Flyer, die verteilt wurden, riefen zum Boykott von israelischen Produkten auf. Und so sass man dann im völlig umgekrempelten Schlachthaus, ältere und jüngere Menschen, darunter auch ein paar hiesige Israel-kritische Aktivisten. Hat es hier auch Palästinenser, fragte ich mich und fand keine Antwort. Seltsame Frage.

«Checkpoint» liefert erschreckende, lustige, informative, persönliche, unterhaltsame, langfädige, verschachtelte, dramatisch zugespitzte und zuweilen auch pathetisch wirkende Antworten – dies oft gleichzeitig, oder in harten Brüchen inszeniert. Hier eine Generalnote zu verteilen, fühle ich mich nicht befähigt. Ich würde sagen: Scheitern auf hohem Niveau – mehr kann man nicht erwarten.

Kulturbeutel 08/10

Benedikt Sartorius am Montag den 22. Februar 2010 um 07:04 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Einen Besuch in der Jazzwerkstatt im Progr. Dort treten vom Mittwoch bis am Sonntag die jungen Jazzwerker dieser Stadt auf – und darüber hinaus, wie etwa die Verpflichtung des Basler-Rap-Urgesteins Black Tiger beweist. Wem der Sinn eher nach rückwärtsgewandtem Kino steht, sieht sich am Samstag oder Sonntag «Inland Empire» von David Lynch in der Cinématte an – oder besucht den zweiten Teil der Scorsese-Reihe im Ciné Camera, wo diese Woche die Filme mit Leonardo Di Caprio in der Hauptrolle zu sehen sind, genauer: «The Aviator», «The Departed» und am Samstag die Vorpremiere von «Shutter Island».

Frau Feuz empfiehlt:
Unterstützen Sie Ihr lokales Kultur-Radio und besuchen Sie nächstes Wochenende die Reitschule. Dort treten im Rahmen des jährlichen Festes von Radio RaBe unter anderem die Sofa Surfers, Clara Clara, The Jackets, Miss Trouble & Television Religion und viele andere auf.

Herr Gnos empfiehlt:
Das Konzert von Botanica im Freitags-ISC. Diese New Yorker Combo um den Ex-Firewater-Keyboarder Paul Wallfisch ist kein neues Pendant zu Apocalyptica, sondern etwas für Leute, die sich gerne im Dunstkreis der Dead Brothers, 16 Horsepower, Tom Waits und Depeche Mode bewegen. Was wie eine wirre Mischung tönt, entwickelt auf den Studioaufnahmen einen ansteckenden Zauber. Die Band spricht von «punk rock chamber music», ich würde dem mindestens noch die Ingredienzen calexicösem Americana und Violinen-Balkan hinzudichten. Jedenfalls ein heisser Anwärter auf gewisse Kleinstfestival auf dem Platz Bern.

Frau Kretz empfiehlt:
Das Stück «Agents Provocateurs» von Michael E. Graber ab Freitag im Tojo, das u.a. simplen Fragen wie «Was kann und soll Theater im 21. Jahrhunder eigentlich wollen, können und sollen, wenn es denn zeitgenössisch sein können sollen will?» nachgehen wird.

Ron Orp empfiehlt:
Noch bis Ende Woche Ro’s Kiosk im neu renovierten und zum Kulturort erkorenen Holzhäuschen «9a am Stauffacherplatz» zu besuchen. Der Gestalter, Künstler und Tausendsassa zeigt neue und alte Werke und kreiert vor Ort für uns weiter. Zudem lohnt sich der Besuch des Festivals «Heimspiel 2010» in der Dampfzentrale. Dort stellen Berner Choreographen neue Stücke vor.
–> Ron Orp – deine tägliche Inspiration

Kulturbeutel 07/10

Benedikt Sartorius am Montag den 15. Februar 2010 um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Heute Montagabend das Konzert des Quer-Gitarristen Eugene Chadbourne im Verbund mit dem Schlagzeuger Paul Lovens in der Dampfzentrale sowie, am Donnerstagabend, nach Real Estate einmal mehr milde Lieder, dieses Mal mit den Air Waves im Rössli der Reitschule. Kurz, das Gegengift zur Fasnacht.

Frau Kretz empfiehlt:
Die regelmässig stattfindende und anscheinend ziemlich erfolgreiche Improshow des TAP Theater am Puls am Mittwoch im Gaskessel, die Plattentaufe der live ziemlich fantastischen My Heart Belongs to Cecilia Winter am Donnerstag im ISC oder die Kairo-Monatsband Captain Frank zusammen mit Guz am Freitag.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Am Sonntag eine Fahrt nach Liestal zu unternehmen, um das archaische, wilde und irgendwie schon ziemlich brenzlige Chienbäse-Brennen mitzuerleben. Tipp: Keinen hypersynthetischen Mantel anziehen! Eine echt heisse Veranstaltung und etwas, das man mal gesehen haben sollte, am Sonntag um 19.15 Uhr in der Altstadt von Liestal.

Ron Orp empfiehlt:
Sich bei El Greco an der Kramgasse 63 nicht nur ein original griechisches Marathon-Bier zu gönnen, sondern auch die spezielle, ansonsten nirgends in Bern erhältliche Nescafé-Mischung mit nach Hause zu nehmen. Diese ist die Hauptzutat des eisgekühlten, griechischen Nescafé frappé. Ideal um den Sommer wenigstens zu imaginieren. Auch probiert sein müssen unbedingt die Schlossbergkugeln der Storchen Confiserie. Von den Österreichern erfunden, helfen die Naschereien dabei unsere beiden Nationen trotz der Winterolympiade näher zu bringen.

Kulturbeutel 06/10

Benedikt Sartorius am Montag den 8. Februar 2010 um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Einen Besuch beim nicht unumstrittenen Herrn Blumfeld Distelmeyer, der seine Heavy-Lieder am Dienstag im Bad Bonn in Düdingen singen wird. Am Donnerstag schliesslich gilt es die mild-sonnigen Lieder der mild-sonnigen Real Estate im ISC zu ehren.

Herr Gnos empfiehlt:
Den Capital Slam diesen Donnerstag im Rössli der Berner Reitschule. Leider lässt sich auf der etwas trümligen Seite des Veranstalters nirgends in Erfahrung bringen, wer an dieser Ausgabe der noch jungen Reihe teilnehmen wird. Doch erfahrungsgemäss gibts da einiges auf die Ohren. Ein interessantes Format scheint mir zudem Renato Kaisers Rauschdichten im Musigbistrot zu sein. Daselbst jeden Montag, insgesamt zehnmal zwischen dem 25. Januar und dem 29. März.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Hausmannskost! «Der Toast Hawaii bündelte auf wenigen Quadratzentimetern Weizenbrot die Sehnsüchte einer ganzen Epoche: Die verschwenderische Kombination aus Schinken und Käse demonstrierte den neu gewonnenen Wohlstand, Ananas und Cocktailkirschen drückten die Sehnsucht nach der weiten Welt aus.» Theater Marie/ Matto Kämpf/ Die Zorros bereiten für uns einen Toast Hawaii zu, im Café Kairo am Donnerstag, 20.30 Uhr. Mhmmm Käse! Mhmmm Kirsche!

Ron Orp empfiehlt:
Sich in der Sandwich Bar L16 an den Montagsspieltisch zu setzen und neben frischen Butterstullen auch Gesellschaftsspiele zu geniessen. Oder aber die Proben des Stücks «Das Käthchen von Heilbronn» in der Vidmar 1 zu besuchen und mit der romantischen Geschichte den Valentinstag vorziehen.
–> Ron Orp – deine tägliche Inspiration
l

Kulturbeutel 05/10

Benedikt Sartorius am Montag den 1. Februar 2010 um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Der Plattentaufe der ersten Bad-Bonn-Compilation namens «Does Your Cat Know My Dog – Bad Bonn’s Selection For The New Ear» beizuwohnen. Auf der 12inch-Platte mit dem Scherenschneid-Cover von Jad Fair findet sich u.a. der wohl fröhlichste Bonnie ‘Prince’ Billy, den ich je gehört habe, der Stromausfall beim letztjährigen Kilbi-Konzert von Sonic Youth und allerlei Hiesiges ( u.a. Pierre Omer & Combineharvester). Wer dem Samstag-Abend beiwohnt, kriegt Konzerte von Sum Of R, :Take: und Sir Richard Bishop zu hören sowie der Will-Oldham-Männerfreundschaftsfilm «Old Joy» zu sehen. Wer lieber nur die Platte kauft, kann diese beim Label three:four vorbestellen. Des weiteren, am selben Abend, im Dachstock, gastiert Sole, einer der leider wenigen Überlebenden aus dem Anticon-Raplager. Und da der geschätzte Herr Gelb im Café Kairo bereits ausverkauft ist, empfiehlt sich am Dienstag auch ein Besuch bei einem Projekt aus Asien namens FEN (Far East Network), das die Dampfzentrale besucht.

Signora Pergoletti empfiehlt:
«Travellers – zwei Stücke, ein Abend» der Choreographin Salome Schneebeli aus Zürich, Donnerstag bis Samstag im Schlachthaus, auch wegen der Musik, die unter anderem von Martin Gantenbein komponiert wurde, sowie «36 Stunden» nach Ödön von Horvàth, Mittwoch bis Samstag im Tojo, weil Horvàth der Grösste war. (Matto Kämpfs Kinderstück empfiehlt sie dezidiert NICHT, weil sie endlich auch einmal eine Chance haben will, einen Platz zu ergattern!)

Frau Feuz empfiehlt:
Statten Sie doch dem Keller des Café Kairo wieder einmal einen Besuch ab. Das Dienstagabend-Konzert mit Howe Gelb ist zwar bereits ausverkauft, in der Quizshow von und mit Lars Lucky am Mittwoch sollte es aber eigentlich noch Platz haben. Früh da sein und nichts wie losgeknobelt.

Herr Gnos empfiehlt:
Das Gastspiel des Urgesteins Olifr M. Guz mit seinen Averells im Rössli der Reitschule. Sein elektrischer Blues mit deutschen Texten kommt als Punkbastard daher, der neuerdings auch zarte Popzüge trägt und deshalb nur noch mehr verzaubert als sowieso schon. Diesen Donnerstag wieder in Bern zu geniessen. Und wer den grandiosen Howe Gelb trotzdem noch sehen möchte, reist nach Basel, Zürich, Aarau oder St. Gallen.

Fischer empfiehlt:
Den unverwüstlichen Cary Grant im Kino Kunstmuseum, den ganzen Februar über. Zum Anfang gibt’s mal seine Auftritte in Frank Capras ‎«Arsenic and Old Lace‎» (zu gut Deutsch und besser bekannt als ‎«Arsen und Spitzenhäubchen‎») und (blutjung) in ‎«She Done Him Wrong‎» aus dem Jahr 1933. Später folgt dann auch noch Hitchcocks grossartige Räuberklamotte ‎«To Catch a Thief‎» (mit Feuerwerks-Spezialeffekten, wie sie das heutige Hollywood leider nicht mehr kennt).

Ron Orp empfiehlt:
Den Charme der Casa d’Italia an der Bühlstrasse beim gemütlichen Zusammensitzen zu geniessen oder sich das wunderbar-zarte Pferdefleisch der Metzgerei Grunder an der Rathausgasse zu gönnen.
–> Ron Orp – deine tägliche Inspiration



© Tamedia AG 2010 Alle Rechte vorbehalten