Archiv für die Kategorie „Daten & Termine“

Grossen Appetit auf ein Stück vom Kuchen

Grazia Pergoletti am Freitag den 3. September 2010 um 12:30 Uhr

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Nein, Michelle und Barak Obama waren gestern nicht anwesend an der Präsentation der neuen Spielzeit im Schlachthaus Theater. Ohnehin war der Anlass jetzt nicht in dem Sinne glamourös, aber sehr sympathisch und vor allem: Er machte grossen Appetit auf «Ein Stück vom Kuchen», so der Titel des Spielzeithefts.

Das Leitungsteam Maike Lex und Myriam Prongé präsentierten kleine Ausschnitte und Appetizers aus den kommenden Produktionen, in gewohnt charmanter Manier. Zu sehen gab es allerhand lustiges und im besten Sinne eigenwilliges.

Peng!Palast zeigte Narben und schlug sich, Vroom trugen Sturzhelme, schlugen sich jedoch grade nicht, das Collectif Barbare machte ein Beinballett um das Konterfei von Raphael Urweider herum und Eiger Mönch und Jungfrau erinnerten daran, wie grausamst «Hänsel und Gretel» ist.

Samuel Schwarz von 400asa liess uns eine provokante Videobotschaft zukommen, die verhinderte, dass der Anlass im allzu harmonischen Einverständnis versinkt. Anna-Lisa Ellend von Schauplatz International machte uns gwundrig auf ein Projekt mit Peiser-Figuren. Und Simon Hari sang uns ein wirklich wirklich herzergreifendes Lied aus dem Stück «Alice im Ungerland», nach dem fast gleichnamigen Märchen von Kämpf/Urweider/Lenz.

Am Ende gabs viele leckere Kuchen und Getränke. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Schlachthaus ein ganz eigenes und interessantes Profil erhalten wird in den nächsten Jahren.

Bern statt fern

Roland Fischer am Mittwoch den 1. September 2010 um 13:30 Uhr

Ich war noch nie auf dem Münsterturm. Auch die Bären habe ich noch nicht von nahem gesehen. Man kennt das – wo man wohnt, hat man einen eher nüchternen, praktischen Bezug zu den Sehenswürdigkeiten. Und Bescheid über die Stadt weiss man höchstens so nebenher, nie würde es einem in den Sinn kommen, eine Stadtführung zu machen, um Wissenswertes zur lokalen Geschichte zu erfahren.

In Bern allerdings ist die Sache nicht so einfach, denn hier gibt es ein paar junge Leute, deren Leidenschaft es ist, Führungen der etwas anderen Art anzubieten, die durchaus nicht nur für Touristen gedacht sind. Seit zwanzig Jahren führt StattLand Interessierte aus nah und fern zu spannenden Orten in und um Bern. Dabei werden nicht einfach langweilig Fakten heruntergebetet, die Führungen sind szenisch aufgebaut, man arbeitet mit Schauspielerinnen und Schauspielern und versucht, die Orte und Geschichten sinnlich zu gestalten.

bern statt fern

Im Palma3-Verlag ist zum Jubiläum ein schön gemachtes Buch erschienen, das fünf thematische Spaziergänge durch Bern versammelt. Die StattLand-Macher haben sich in ihrem Fundus bedient und fünf Routen zusammengebastelt, die sich um Berner Persönlichkeiten, um die Frauenbewegung, um Kultur, die Aare und um Inseln drehen. Das Buch taugt zur Lektüre zuhause ebenso wie als Vademecum: Entlang der Routen kann man jeweils kurze ortsspezifische Geschichten nach- oder vorlesen.

Unlängst hatte übrigens der neueste Rundgang zum Thema «Orte der Wut» Premiere. Erarbeitet wurde er für die demnächst startende Biennale Bern, deren Thema die «Wut» ist. Vom 10. bis am 18. September kann man jeden Tag einer geheimnisvollen roten Figur folgen und fuchsteufelswilde oder faustimsackige Geschichten aus Bern erfahren. Während der Biennale wird der Rundgang zudem vom Fachbereich Gestaltung und Kunst der Hochschule der Künste Bern gestalterisch begleitet.

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Am Samstag findet im Progr die Buchvernissage mit anschliessendem Apéro statt. Mit illustrer Gästeschar: Nebst unserer Nicolette Kretz (die den Kultur-Rundgang geschrieben hat) werden auch die etwas anderen Stadtführer Alexander Tschäppätt und Franz von Graffenried erwartet. Ab 19 Uhr Vernissage in der Aula, danach Jubiläumsfest in der Turnhalle.

Kulturbeutel 35/10

Benedikt Sartorius am Montag den 30. August 2010 um 07:00 Uhr

Herr Sartorius empfiehlt:
Den Auftritt von Gonjasufi im Bad Bonn in Düdingen am Mittwoch. Sein Album «A Sufi and a Killer» gehört immer noch zum sonderbarsten, was mir dieses Jahr untergekommen ist. Missverständnisse können bei den Live-Konzerten allerdings nicht ausgeschlossen werden, denn Gonjasufi ist – gemäss eigenen Augen und einer Twitter-Mitteilung – auf der Bühne nur ein «Rapper with a tape machine…… and some people just won’t get it.» Wobei nachzutragen ist, dass das Kassettengerät beim hiesigen Auftritt sein Produzent The Gaslamp Killer ist.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Einen Blick auf den Spielplan des Schachthaustheaters zu werfen, am Donnerstag ab 18.30 Uhr ebendort, inklusive Apéro und Künstlerinnen und Künstler, sowie die Trashrevue «Kurtli VII» Do bis Sa im Tojo und aber auch «Schönbeck ist der Herr Karl» unter der Regie von Stefan Suske, ab Mittwoch im Effingertheater.

Frau Kretz empfiehlt:
Den Theater-Nachwuchs auscheckn bei den Bachelor-Projekte des Studiengangs Theater der HKB unter dem Titel «tschüss, die äpfel sind gefallen» am Mittwoch und Donnerstag jeweils um 16h und 20h. Oder sich am «Kurtli VII» einen ablachen bis es Muskelkater gibt (s. oben).

Fischer empfiehlt:
Die Werkschau Nummer 6 im kulturell sonst eher öden Berner Westen, an der Bahnstrasse. Nächstes Wochenende gibt’s im «Berner Salon» in entspanntem Rahmen viel Kunst, Literatur, Film und Musik. Und dann kommt, heieiei (ich bin gopf nicht da), wieder mal eine ganz grosse Stimme in die Nähe: Am Samstag spielt Rickie Lee Jones in der Mühle Hunziken. Hingehen und schwelgen.

Ron Orp empfiehlt:
Die neue ETAGEN-Ausstellung im Loeb Treppenhaus mit Bildern der Fotografin Brigitte Lustenberger. Ihre Fotografien erinnern uns an Bilder aus der Kunst- und Kulturgeschichte, bleiben aber trotzdem, ohne Kontext, rätselhaft

Kulturstadt Bern

Christian Pauli am Sonntag den 29. August 2010 um 07:07 Uhr

Während unsere Chefetage sich an Openairs rumtreibt, die einander das Wasser abgraben, besuchte ich zwei gut besuchte Berner Festivals, die wegen der schlechten Wettervorhersage keine Openairs waren. Das 3. Berner Literaturfestivals war von der Altstadt in den Progr verlegt worden. Zwar schade, aber auch gut: Die interessierte Szene konnte sich im gleichzeitig an mehreren Stellen bespielten Haus in immer wieder anderen Konstellationen treffen.

IMG_1360Grosse Unterhaltung bot die szenische Lesung mit unseren beiden KSB-Damen Grazia Pergoletti und Nicolette Kretz: Berner Autorinnen und Autoren wie Ariane Von Graffenried, Raphael Urweider und Pedro Lenz hatten prominente Bernerinnen und Berner wie Henri Bienvenu, François Loeb und Chantal Michel porträtiert. Pergoletti, Kretz, Vera von Gunten, Jonathan Loosli und Thomas U. Hostettler trugen die Texte vor. Ein Volltreffer etwa der Text von Ariane von Graffenried über SVP-Stadtrat Peter Bühler, vorgetragen von Thomas U. Hostettler. Oder Christoph Simon zu François Loeb. Oder Pedro Lenz zu Emilio Dudar. Meine Erkenntnis: Man wird (halb-)berühmt, wenn man simple, verkürzte Sache mit Überzeugung macht und predigt. Und: Hier in Bern wachsen keine unsympathischen Promis in den Himmel. Irgendwie beruhigend und erschreckend zugleich.

IMG_1367Später dann Les Digitales im Botanischen Garten: Das Minigratistagesfestival für elektronische Musik, das die r3s3t-Leute nach Bern geholt hatten, verzeichnete eine gelungene Premiere. Super Idee, toller Ort, gute Musik, nette Leute – sehr entspannt. In Liegestühlen flätzend klangliche Landschaften betrachten und kühles Bier trinken, macht Spass. Mir kommt das Konzept von Les Digitales sehr romand vor: Zeitgenössische Kultur fürs Volk, unverkrampft, mitten in der Stadt. Schön, dass es so was nun auch in Bern gibt.

Schön übrigens auch, dass es dank unseren Steuern solche Kultursamstage gibt. Kann auch mal gesagt werden. Weil sonst gäbe es die nicht.

Bern über Bern, Pedro über Henri

Grazia Pergoletti am Donnerstag den 26. August 2010 um 13:00 Uhr

Wie schon vor zwei Jahren hat Hans Ruprecht, Leiter des Berner Literaturfests, auch dieses Mal verschiedene Berner Autorinnen und Autoren gebeten, ein Portrait einer Berner Persönlichkeit zu machen. Dabei soll es sich nicht – im übersetzten Sinn – um ein Ölbild in allen Schattierungen handeln, sondern vielmehr um eine Skizze, bloss eben literarischer Art, nach einem vielleicht etwa einstündigen Gespräch. Eine ganz schöne Idee, wie ich finde, die meines Wissens nirgends so richtig erläutert wurde, weshalb ich mir erlaube, hier darauf hinzuweisen.

DownloadedFile Und auch dieses Jahr sind wieder einige lustige, einige poetische, einige interessante Portraits zusammengekommen, so zum Beispiel von Francois Loeb, Beat Frank, Emiliano Dudar, Henri Bienvenue, Roberto Russo, Urs Dickerhof, Peter Vollmer, Chantal Michel und Tobias Jundt alias Bonaparte, geschrieben von Francesco Micieli, Guy Krneta, Pedro Lenz, Christoph Simon, Raphael Urweider und meiner Wenigkeit. Sie werden in einer szenischen Lesung am Samstag beim Lischetti-Brunnen vorgestellt, ebenso einige der Portraits der letzten Ausgabe, wie etwa das absolut köstliche (und nicht zuletzt berührende) Portrait von Peter Bühler «Ross mit Brot», welches Ariane von Graffenried verfasst hat. Ross mit Brot ist Peter Bühlers Lieblingsgericht, dies und noch viel mehr erfahren wir darin.

«Bern über Bern», Samstag um 14 Uhr und um 16 Uhr beim Lischetti-Brunnen in der Postgasse, Schlechtwettervariante im Progr. Es lesen: Vera von Gunten, Thomas U. Hostettler, Jonathan Loosli und la Signora. Stargast ist unsere werte Frau Kretz, die aus ihren eigenen Texten vorlesen wird.

Bilderrätsel-Lösung Nr. 11: Dampfzentrale

Benedikt Sartorius am Dienstag den 24. August 2010 um 14:01 Uhr

Der gesuchte Kabelsalat gehört zum Umfeld der Dampfzentrale, die während der Sommerpause einige bauliche Veränderungen erfahren hat und am 3. September mit dem Konzert des Ho Orchestra sowie mit der Dubquest-Session am 4. September in die neue Saison startet. Von Aussen sieht das Haus an der Aare natürlich immer noch so aus:

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Kulturbeutel 34/10

Gisela Feuz am Montag den 23. August 2010 um 07:00 Uhr

Frau Feuz empfiehlt:
Besuchen Sie am Donnerstag das Solifest für die kirchliche Gassenarbeit im Rössli, weil das eine gute Sache ist. Mit von der Partie werden die Damen von The Frozen Pony And The Hot Skirts, Reverend Beat-Man zusammen mit Mario Capitanio und Matto Kämpf sein. Liebhaber elektronischer, experimentierfreudiger Musik pilgern zudem am Samstagnachmittag in den Botanischen Garten, wo Les Digitales zum ersten Mal in Bern veranstaltet wird.

Herr Sartorius empfiehlt:
Die Rückkehr in den Club. Am Donnerstag spielen die Hochgeschwindigkeitsjapaner Melt Banana im Bad Bonn auf und den Sonntagabend verbringt es sich am besten im Rössli, wo die amerikanischen Tussle elektroakustisch aufspielen werden. Und die haben mit Optimo, Hot Chip und dem Gast David Shrigley einige ehrwürdige Referenzen im Gepäck.

Herr Pauli empfiehlt:
Das Jazzfestival Willisau, das ab Mittwoch zum 36. mal stattfindet. Der neue Festivalleiter Arno Troxler  bringt frischen Wind ins Luzerner Hinterland und lässt die Hoffnung aufkommen, dass das schmucke Willisau wieder zum Mekka für die jazzverwandte Avantgarde wird. Am Freitag und Samstag fährt der letzte Heimzug nach Bern um 3 vor 12.

Signora Pergoletti empfiehlt:
Das 3. Berner Literaturfest, vom 25. bis zum 28. August überall in dieser Stadt, mit vielen Autorinnen und Autoren aus dieser Stadt und auch von anderswo, sowie dem unglaublichen ukrainischen Kultautor Serhij Zhadan als Special Guest und einer Party im Progr am Samstagabend. Die letzten beiden Ausgaben dieses Poesiefestes waren phantastisch, also nichts wie hin!

Fischer empfiehlt:
Anfangs Woche Kino, «Zorba the Greek» im Lichtspiel, – eine Empfehlung dazu gab’s hier ja schon mal. Und Ende Woche zum Sommerausklang das Murifeldfest, unter anderem mit der frechen Steff La Cheffe, der bezaubernden Lisa Catena und einer mir unbekannten Band mit dem vielversprechenden Namen Death of Evolution. Von Freitag bis Sonntag, das Programmplakat kann man hier sehen.

Herr Gnos empfiehlt:
Sich etwas Zeit zu nehmen für die Zusammenstellung des persönlichen Kulturprogramms dieses Herbsts. Denn langsam erwachen die Veranstaltungsorte aus der Sommerlethargie und öffnen wieder ihre Pforten. Ein erster Streifzug durch die einschlägigen Websites ergab erfreuliches. Mehr dazu bei Gelegenheit auf diesem Kanal.

Ron Orp empfiehlt:
Die Ausstellung von Pressefotografien aus dem Jahr 2009 im Polit-Forum Käfigturm. 1′652 Bilder hat die Jury von Swiss Press Photo bewertet – die Ausgezeichneten sind jetzt in Bern zu sehen. Oder: Den Montagabend mit Hamburgs sprödem Charme, griechischem Charisma und souliger Küche ausklingen zu lassen. Der Film «Soul Kitchen» von Fatih Akin läuft um 21 Uhr in der Cinématte.

Happy Birthday ISC!

Gisela Feuz am Freitag den 20. August 2010 um 13:12 Uhr

Gestern Abend wurde in Erinnerungen geschwelgt im ISC. Der Grund? Der Internationale Studentenclub feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen und lud entsprechend zum Geburtstags-Apéro. Bunt gemischt war das Publikum, jung und alt war gekommen, um dem altehrwürdigen Konzertlokal die Ehre zu erweisen.

Viel ist passiert und viel hat sich verändert in den letzten 40 Jahren in den dicken ISC-Mauern. 1978 kostete der Eintritt für Mitglieder noch einen, für Gäste zwei Franken. Der Club war ursprünglich nicht als Bar, sondern als Treffpunkt gedacht, entsprechend konnten Getränke nur am alkoholfreien Automaten bezogen werden und ein Rechaud lud zum Kaffeekochen ein. Legendär müssen offenbar die Spaghetti-Parties in den frühen Morgenstunden und die Polstergruppe im Mitarbeiterraum gewesen sein, weswegen das Kürzel ISC auch schon mal als «Intrigen- und Sexclub» interpretiert wurde.isc_jubilaeum

Diese und andere Geschichten lassen sich in «4 Decades of Rock’n'Roll» nachlesen, einem Jubiläumsbuch, welches zum 40-jährigen Bestehen des Studentenclubs herausgegeben wurde. Schön ist es geworden dieses Buch, welches die Herren EFENTWELL! da zusammengebastelt haben. Nebst amüsanten Geschichten und Fotos aus der Gründerzeit lassen sich darin auch zahlreiche Schnappschüsse von Besuchern und Bands finden (inklusive splitternacktem Lightning Beat-Man und Herpes Ö Deluxe), welche in den letzen 40 Jahren dem ISC einen Besuch abgestattet haben. Und da sind doch einige klangvolle Namen darunter wie z.B. Blackmail, Monster Magnet, Stone Temple Pilots, Madrugada, Dee Dee Ramone, Calexico, Heroes del Silencio, Apocalyptica und und und. Das Jubiläumsbuch illustriert wunderbar, wie sich der Studentenclub im Verlauf der Jahre zu einem der wichtigsten Konzertlokale in Bern gemausert hat, was live Musik aus dem Bereich Rock, Indie, Alternative, Folk und Metal anbelangt. Happy Birthday ISC, mach mindestens noch 40 Jahre weiter so!

Der ISC feiert seinen Geburtstag gebührend den ganzen September hindurch und zwar einerseits mit Gratis-Konzerten mitten in der Stadt (am 4. auf dem Rathausplatz, am 11. im Ringgenbergpärkli und am 18. auf der kleine Schanze) und andererseits am 24. und 25. September im Club selber mit Konzerten von Zoot Woman (!) und den verehrten Johnossi. Das gesamte Programm finden sie hier.

Vorhersehung (5): Schlachthaus Theater

Nicolette Kretz am Donnerstag den 19. August 2010 um 07:00 Uhr

Schlachthaus TheaterAm 2. September präsentiert das Schlachthaus Theater seinen Spielplan 10/11 mit Auszügen, Szenen und Entwürfen der programmierten Produktionen. Wir geben Ihnen schon heute einen kleinen Ausblick auf dass sehr dichte Programm bis Ende Jahr.

Man kann sich wie immer auf eine abwechslungsreiche Palette von jung und alt für jung und alt freuen. Besonders gespannt bin ich auf die ersten beiden ersten Ausgaben der neu strukturierten Nachwuchsplattform Startrampe am 21.10. und 12.11. Und ebenso freudig blicke ich auf den 14.10., wo meine Lieblinge Vroom mit ihrem neuesten Coup Premiere feiern.

10.-15.9.10 – Schlachthaus Theater: «Explodierende Innereien»
16./18.9.10 – 400asa (Zürich): «La Cérémonie»
22.-26.9.10 – Kaempf / Lenz / Urweider (Bern): «Alice im Ungerland»
29.9.-2.10.10 – PENG! Palast (Bern): «Götter der Stadt oder Die 120 Tage von Sodom»
6.-9.10.10 – Action Theatre London (Bern): «Peace – The permanent war»
8./9.10.10 – Theaterwerkstatt Ueli Bichsel (Zürich): «Record»
14.-17.10.10 – Vroom (Bern/Zürich): «Final Lap»
21.-24.10.10 – walther//kriese: «Suomi Ahoi!»
23./24.10.10 – DALANG (ZH), Sgaramusch (SH) & Kopergietery (Gent): «Changing Winds oder Wenn der Wind dreht»
30.10.-6.11.10 – North By North West Kulturprojekte (BS): «Der rundere Mond. Tagebücher der Bräute»
11.-14.11.10 – Theater Eiger Mönch und Jungfrau (Bern): «Wo ist Gretel?»
12.-14.11.10 – René Hofstetter u.a. (Zug): «Almost Famous»
18.-21.11.10 – Theater Marie (Aarau): «Moby Dick»
22.11.10 – Jacqueline & Julia proudly present: «Tsunderobsi»
27./28.11.10 – WELTALM (Bern): «Siegenthalers no einisch im Seich I-IV»
1.-4.12.10 – Performance-Festival: «Bone XII»
8.-11.12.10 – Theater Erlangen (D) und Teatr Pokoleniy (RUS): «Sumsum² – eine grenzenlose Liebes- und Sprachverwirrung »
16.-31.12.10 – Club 111 (Bern): «Grosse Fragen»

Auf nach Genf!

Nicolette Kretz am Mittwoch den 18. August 2010 um 14:00 Uhr

Nach dem Theater Spektakel in Zürich und dem far° in Nyon beginnt in Genf mit La Bâtie das dritte in einer Serie sehr schöner und hochkarätiger (Theater-)Festivals in der Schweiz. Alle drei vereinen Tanz, Theater, Performance, Musik, Installationen und Aktionen ohne dazwischen all zu klare Trennungen zu ziehen. Vom 3. bis 18. September findet in zahlreichen Genfer Kulturinstitutionen also das Bâtie statt. Von den vielen Produktionen hier ein paar Tipps:

Handspring Puppet Company & William Kentridge: Woyzeck on the Highveld: Seit 18 Jahren fasziniert diese Puppentheater-Produktion, die Büchners Woyzeck ins Südafrika unter der Apartheit verlegt, Zuschauer weltweit.

Massimo Furlan: 1973: Der Lausanner Furlan rekonstruiert den 18. Concours Eurovision von 1973, in dem er alle Protagonisten selbst nachspielt. Eine persönliche Auseinandersetzung mit seinem Jugendidol Patrick Juvet.

Rimini Protokoll: Best Before. Bild: (c) Milan Radovanovic

Rimini Protokoll: Best Before: Jeder Zuschauer erhält einen Joystick und einen Avatar auf der Leinwand. Während auf der Bühne Experten zum Thema das Geschehen leiten und untermalen, können die Zuschauer, bzw. ihre virtuellen Stellvertreter, interagieren.

Alain Platel, bzw. Les ballets C de la B sind gleich mit zwei Produktionen eingeladen: Gardenia welches neun Transvestiten porträtiert (auch am Theater Spektakel zu sehen), und mit Out of Context – for Pina, einem Tanzstück über Kontrollverlust und die Abweichung von der Normalität.

Man könnte noch sehr, sehr vieles lobend erwähnen. Auch aus dem Musikprogramm! Aber da es nach den meisten Konzerten eh nicht auf den letzten Zug nach Bern reicht, lass ich das mal.





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