Wer selber bereits die Ehre hatte, auf der Bühne des wohl schönsten Clubs in der Schweiz stehen zu dürfen, der weiss, dass Bädu Anliker nicht immer der einfachste Zeitgenosse ist. Scheint ihm der Gitarrenverstärker zu laut, staucht er schon mal ordentlich den Gitarristen zusammen, wenn man einen Schweinwerfer verstellt, wird er ausgesprochen muff und wer vor dem Soundcheck Bier trinken will, der braucht seine Instrumente gar nicht erst auszupacken.
Jawohl, eine Diktatur sei das. Allerdings eine lustvolle, kommentiert MC Anliker die hierarchische Struktur im Konzertlokal Café Bar Mokka. Er selber ist seit Jahrzehnten Chef, Herz und Seele des Clubs, organisiert, dekoriert, werkelt an Misch- und Lichtpult, erledigt in seinem Büro Bookinganfragen, philosophiert über den Zustand der Welt und bekocht ganz nebenbei auch noch die zahlreichen Bands, die da in seinem Club auf der Bühne stehen.
Bädu Anliker («I bi mi eiget Planet») ist ein Mann wie ein Erdbeben, der sich mit seinem Mokka ein eigenes kleines Universum geschaffen hat. Der Filmemacher Markus Baumann hat dem manchmal rumpelsurigen, manchmal äusserst charmanten Charakterkopf nun einen Dokumentarfilm mit dem passenden Namen «Planet Mokka» gewidmet. Gezeigt wird der Film am Mittwoch 4. Januar auf SF1. Anschauen ist Pflicht, denn wenn einem RESPEKT gebührt, dann ja wohl Mister Mokka Bädu Anliker!







er war wie ein vater für uns
[...] Sie doch am Mittwochabend ein bisschen länger auf und schauen Sie sich auf SF2 ab 00:10h den Film «Planet Mokka» an, in welchem der schönste Club der Schweiz und dessen Diktator Bädu Anliker porträtiert wird. [...]