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Polizeiaufmarsch beim Videodreh

Von Manuel Gnos am Mittwoch, den 24. August 2011, um 05:30 Uhr

Gestern Morgen auf dem Weg zum allmorgendlichen Weckschwumm in der Aare, bot sich dem Schreibenden im Lorraine-Bad ein eigenartiges Bild: Da schlenderte ein Herr im schwarzen Anzung und braunen Lederschuhen dem Becken entlang, komplett durchnässt und leicht schlotternd.

Unwillkürlich zog ich die linke Augenbraue hoch und die rechte nach unten – als Ausdruck kompletter Verwirrung. Beim genaueren Hinsehen stellte sich dann heraus, dass es sich beim tropfnassen Herrn um Delaney Davidson, den neuseeländischen Musiker mit Berner Verwurzelung, handelte. Was war passiert?

Die Antwort ist simpel: Zusammen mit  Chris Martin war Delaney dabei das Video zu «Time Has Gone», einem Song vom neuen Album «Bad Luck Man», zu drehen. Das sah dann in etwa so aus:

Delaney Davidson im Becken des Lorraine-Bads. (Bild zvg)

Delaney Davidson unter Wasser. (Bild zvg)

Bevor sich die beiden für die Unterwasseraufnahmen im Lorraine-Bad einfanden, standen zwei Sprünge von der Untertorbrücke auf dem Programm. Und – wie Delaney berichtete – stand schon nach dem zweiten Sprung eine Zweimann-Patrouille der Kantonspolizei Bern auf dem Set: Eine besorgte Anwohnerin hatte sich bei den Ordnungshütern gemeldet.

Kunststück, wenn sich da ein adrett gekleideter Herr in Vollmontur von einer Brücke stürzt. Da kommen einem ja schnell mal sehr unangenehme Gedanken – auch wenn das kürzlich schon andere gemacht haben…

Wie auch immer, Delaney und sein Kameramann drehten noch ein paar Stunden weiter und die Blicke der immer zahlreicheren Badegäste liessen den eingeweihten Beobachter mehr als einmal genüsslich schmunzeln.

Delaney Davidson veröffentlicht nächste Woche auf Voodoo Rhythm Records sein zweites Album mit dem Titel «Bad Luck Man». Am Samstag, 3. September 2011, wird das Album bei seinem Auftritt im Café Kairo getauft.

Hier noch weitere Bilder von den Dreharbeiten:

Zwischendurch braucht auch die stärkste Sängerlunge frische Luft. (Bild zvg)

Zwischendurch braucht auch die stärkste Sängerlunge frische Luft. (Bild zvg)

Mr. Davidson aus der Sicht der Karpfen im Teich. (Bild zvg)

Mr. Davidson aus der Sicht der Karpfen im Teich. (Bild zvg)

Zwischendurch kontrollieren die beiden Protagonisten das Resultat. (Bild Manuel Gnos)

Zwischendurch kontrollieren die beiden Protagonisten das Resultat. (Bild Manuel Gnos)

Dann folgt der nächste Sprung ins Wasser. (Bild Manuel Gnos)

Dann folgt der nächste Sprung ins Wasser. (Bild Manuel Gnos)

Die Blicke der Passanten waren amüsiert bis irritiert. (Bild Manuel Gnos)

Die Blicke der Passanten waren amüsiert bis irritiert. (Bild Manuel Gnos)

Aufwärmen an der Sonne. (Bild Manuel Gnos)

Aufwärmen an der Sonne. (Bild Manuel Gnos)

4 Kommentare zu „Polizeiaufmarsch beim Videodreh“

  1. Herr Sartorius sagt:

    Hier noch eine gewichtige Personalie aus dem Kulturbetrieb:

    Peter Fischer wird neuer Direktor des Zentrums Paul Klee

    Und aber auch schöne Drehgeschichte, Herr Gnos.

  2. Herr Gnos sagt:

    danke für die blumen, lieber scheff!

    über chris martin sagt delaney davidson übrigens folgendes:
    «A man known in London for his work behind the scenes, Chris Martin is the secret mother in law of the Saddest Song in the World Competition, Master mind of Guerilla Music videos, and General Dogsbody. Has lived in Nicaragua, fixed coal barges on the Thames and written a film where he slept on the streets of Paris and London in the footsteps of George Orwell. A great man to have in a Pinch.»

  3. Herr Gnos sagt:

    und zwei videos haben sie auch schon gedreht zusammen:

  4. [...] Polizeiaufmarsch beim Videodreh (KulturStattBern, 24. August 2011) [...]