Gestern war Vernissage einer ziemlich aussergewöhnlichen Ausstellung in der Milieu Galerie. Zusammen mit dem Grand Palais, Marks Blond und der Neuen Galerie haben die Milieu-Macher viel junge Berner Kunst zusammengetragen, für die eigentlich nur eine Vorgabe galt: nicht zu gross sollten die Werke sein. Nun hängt ein lustiges Durcheinander an den Wänden des kleinen Ausstellungsraums an der Münstergasse, eine unverkrampfte Leistungsschau des jungen Berner Kunstschaffens, wenn man so will.
Wobei Leistungsschau ein gutes Stichwort ist: Denn das Ganze ist nicht bloss eine Ausstellung, sondern auch ein Kräftemessen. Man kann die Werke kaufen (soweit courant normal), allerdings gibt es keine festen Preise. Die Abnehmer werden in einer blinden Auktion ermittelt, jeder darf ein Gebot abgeben, und am Schluss bekommt das höchste den Zuschlag. Dieses blinde Ringen unter den Interessenten übertragen die Organisatoren schliesslich auch auf die Künstler: alle Gebote werden jeweils addiert – so ergibt sich dann ein Ranking, eine sozusagen merkantil gewichtete Abstimmung über die Publikumsgunst.
Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, sondern vielmehr als schöner Kommentar auf den Kunstmarkt und die mitunter fragwürdigen Regeln gedacht, die Kunst und Künstler nach Bedeutung bzw. Marktgewicht sortieren. Ein hintersinniges Spiel, bei dem jeder mitmachen darf. Jeweils am Samstag, bis anfangs Juni. Und wer weiss, mit ein wenig Glück ergattert man sogar ein Schnäppchen – weit unter dem Marktpreis.






nachher dann noch weiter ins rössli, wo auch etwas für die bestenlisten zu bestaunen war. furioses konzert von stahlberger, lakonie gepaart mit wuchtigem spiel.

Der beste junge Berner Künstler? Urs Zahn.
und das beste konzert heute abend in bern? the pussywarmers im café kairo:
http://agenda.derbund.ch/story/musik/musik-fuer-schwarzweiss-filme/
Der Herr Gnos auf allen Kanälen ;)
Recht hat er!!!
[...] war nicht der beste Berner Künstler, der im Milieu gekürt wurde, aber ein eigenwilliger und bestechender – wenn ich so sagen darf – [...]
[...] echte Überraschung eigentlich, wie wenig Überraschungen es beim Ranking gab. Erster bei der augenzwinkernden Marktbefragung wurde der Shootingstar Marti, zweiter Urs Zahn und dritte Anja Schori, beides auch keine [...]