Der Berichterstattende fühlt sich jedes Mal ein wenig wie ein Eindringling, wenn er Berns Botanischen Garten betritt. Ursache dafür sind nicht etwa schiefe Blicke mudriger Boga-Mitarbeiter, die ihren Hort des Grünen verteidigen würden, nein, dieser Ort wird von ihnen derart liebevoll gepflegt, dass mich bisweilen das Gefühl beschleicht, auf höchst privates Gebiet vorgedrungen zu sein.
Kein häufiger Gast im Botanischen Garten, habe ich doch für die spärlichen Besuche einen Stammplatz, der nur dann verschmäht wird, wenn sich eine geführte Gruppe auf ihm breit gemacht hat oder sich eine Büroarbeiterin aus der nahen Lorraine an der Sonne stärkt. Am liebsten finde ich das Bänkli also so vor:

Jenes links dürfen Sie übrigens gerne in Beschlag nehmen, ich sitze ausschliesslich rechts, von wo man dahin schaut:






war gestern abend jemand aus der leserschaft bei den dum dum girls im isc? ich war leider verhindert…
Ich finde übrigens morgen ganz in der Nähe statt:
Wer sich als Eindringling im bOGA fühlt, ist selber Schuld. Ich liebe den Ort, ist er doch eine der wenigen letzten Oasen im Stadtzentrum, wo man wirklich noch Ruhe hat.
bern ist ja meines erachtens eine stadt mit einer erstaunlich hohen oasen-dichte: lorraine-pärkli, kasernenwiese, rosengarten, aare, kleine schanze, grosse schanze… und wissen sie, den mit dem eindringling kann man auch etwas abgeschwächt verstehen, vielleicht auch gar mit einem leisen ironischen unterton, werter berit schrickel. aber das sei ganz ihrem gusto überlassen.