Im Säli vom Restaurant Rothorn in Schwanden bei Sigriswil örgelte gestern Abend das Schwyzerörgelitrio Gasser-Wegmüller und wurde dabei tatkräftig von Solojodler Fritz Wasem unterstützt. Ein bisschen weiter hinten im «Chrachen» jaulten derweilen die Stromgitarren, denn die Herren Uristier hatten einmal mehr zum Schwanden Open Air geladen. Bereits zum elften Mal haben die umtriebigen Herren dieses Jahr inmitten von Kuhfladen und Aebi Landwirtschaftsfahrzeugen die Talstation vom Skilift Schwanden-Surrenbergli in eine veritable Rock’n'Roll-Stätte verwandelt.
Klein und äusserst sympathisch ist dieses Schwanden Open Air. Anstelle von Fajitas und Nasi Goreng gibts Chäsbrätel und Nussgipfel, Bacardi Dome und Rock the Block sucht man vergeblich, dafür laden drei kleine rote Zelte gesponsert von «Thömus Veloshop» zum Verweilen ein und über allem hängt eine Kafi-Güggs-Wolke. Anreisen tut man mit dem letzten Bus, welcher um 18:30h in Thun losfährt und nach Hause kommt man nur noch, wenn man entweder eine Kuh stiehlt und damit ins Tal reitet oder aber einen Aebi kurzschliesst.
Ursprünglich habe man ja dieses Schwanden Open Air ins Leben gerufen, damit man mindestestens einmal pro Jahr mit der eigenen Band als Headlinder auftreten könne, erzählt Uristier Sänger Jot. Entsprechend tun Uristier also jedes Jahr selber mit, haben sich aber ansonsten auch schon alles von Rang und Namen aus der Schweizer Stromgitarrren-Szene an den Skilift geholt. Dieses Jahr durften Loose Connection, Hot Running Blood, Electric Hellessence und The Monofones die Stromkabel einstöpseln und den Anwesenden ihre Gitarren-Riffs um die Ohren hauen. Lustig und wild wars. Ein Hoch auf die Landjugend, ein Hoch auf Idealismus mit Herzblut und ein Hoch auf Vales Lichtshow!







Impressionen (Bilder Fabienne Carabain)




Hot Running Blood
Die Hausherren Uristier
El Miguel, The Monofones
Sir Hamelsy, The Monofones
ich hatte irgendwie immer gemeint, die monofones seien zu dritt…
die sind schon zu dritt, bloss gibt die dritte fototechnisch nicht so viel her.
was für eine muddrige Reportage – interessieren tut doch einzig und allein, wer mit Sir Hamesly (der leider bei der Zugabe nicht wie erwartet an einem Röueli hängend am Skilifttragseil – wie dereinst Edward Van Halenauf – fliegend auf die Bühne zurückkrachte) Geschlechtsverkehr haben musste.