
Nein, Michelle und Barak Obama waren gestern nicht anwesend an der Präsentation der neuen Spielzeit im Schlachthaus Theater. Ohnehin war der Anlass jetzt nicht in dem Sinne glamourös, aber sehr sympathisch und vor allem: Er machte grossen Appetit auf «Ein Stück vom Kuchen», so der Titel des Spielzeithefts.
Das Leitungsteam Maike Lex und Myriam Prongé präsentierten kleine Ausschnitte und Appetizers aus den kommenden Produktionen, in gewohnt charmanter Manier. Zu sehen gab es allerhand lustiges und im besten Sinne eigenwilliges.
Peng!Palast zeigte Narben und schlug sich, Vroom trugen Sturzhelme, schlugen sich jedoch grade nicht, das Collectif Barbare machte ein Beinballett um das Konterfei von Raphael Urweider herum und Eiger Mönch und Jungfrau erinnerten daran, wie grausamst «Hänsel und Gretel» ist.
Samuel Schwarz von 400asa liess uns eine provokante Videobotschaft zukommen, die verhinderte, dass der Anlass im allzu harmonischen Einverständnis versank. Anna-Lisa Ellend von Schauplatz International machte uns gwundrig auf ein Projekt mit Peiser-Figuren. Und Simon Hari sang uns ein wirklich wirklich herzergreifendes Lied aus dem Stück «Alice im Ungerland», nach dem fast gleichnamigen Märchen von Kämpf/Urweider/Lenz.
Am Ende gabs viele leckere Kuchen und Getränke. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Schlachthaus ein ganz eigenes und interessantes Profil erhalten wird in den nächsten Jahren.








