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Lost in Space

Von Benedikt Sartorius am Donnerstag, den 12. August 2010, um 08:42 Uhr

Eine Mond-Raumstation, ein verlorener Mann, gelegentliche Ausfahrten zum Helium-3-Mähdrescher und ein sprechender Roboter namens Gerty: Viel mehr ist da nicht im liebevoll ausstaffierten Science-Fiction-Hommage-Film «Moon» von David Bowies Sohn Duncan Jones, der seinen eigenen Major Tom erfindet. Denn natürlich ist der Film doch viel mehr: Wie Sam Rockwell alleine auf dem Mond sein Dasein fristet, den Kontakt zur Erde nach und nach verliert, täglich mit «The One and Only» geweckt wird und sich mit seinen Doppelgängern und Klonen in der zunehmend klaustrophobisch wirkenden Raumstation im Ping-Pong misst, ist überaus lohnend anzusehen.

Sam Rockwell auf dem Moon-Poster

In Bern allerdings wurde der Film bereits nach nur einer Woche Spielzeit aus dem regulären Programm gekippt und ist morgen und am Samstag nur noch in der Nocturne zu sehen. So scheint es mir nach der Schliessung des Splendid und des Cinemastar zu wenig Säle für die leiseren Filme zu geben. Schade.

4 Kommentare zu „Lost in Space“

  1. eddie c. palermo

    es scheint, dass der film für diese woche wieder den sprung ins hauptprogramm geschafft hat: um 20.30 im kellerkino. und herr sartorius hat kein fitzelchen zu viel gelobt: ein toller film.

  2. Herr Sartorius

    Sehr löblich, dass das Kellerkino in die Bresche springt, wenn die sogenannten Arthouse-Kinos lieber 3D-Monster zeigen. Und schön, hat Ihnen «Moon» gefallen, Herr Palermo. (Übrigens, Herr Palermo, die «On/Off»-Mark-Stewart-Filmvorführung ist mittlerweile fix bestätigt – wie auch die Boredoms-Trommler, juche.)

  3. eddie c. palermo

    «on/off» ist also on – perfekt!

    «moon» hat mich schwer überrascht, kann sonst mit sci-fi eher wenig anfangen. aber das ging ja, ähm, ums menschsein schlechthin. und erstmals wurde mir wirklich anschaulich, wie das mit dem klonen so ist.

    lustig auch, dass dieser duncan jones zwar lieblingsthemen seines vaters aufgreift, aber ganz anders damit umgeht – ich wäre nie auf die idee gekommen, dass das eine mit dem anderen was zu tun hat. sondern es hat eher ein bisschen gemichelgondriet und gecharliekaufmännelt. (trotzdem habe dann allerdings noch meinen backkatalog aufgebrezelt und mir «scary monsters» mit «ashes to ashes» beschafft.)

  4. [...] Bowie, der auch noch als Regisseur arbeitet. Seit seinem grossartig verlorenen Science-Fiction-Werk «Moon» ist Jones aber in erster Linie ein Regisseur, der mit kargen Mitteln einsame Beklemmung und [...]